Albträume – so setzen Sie dem Spuk ein Ende!

Tipps - so werden Sie Albträume los

Albträume: Raus aus dem Horrortrip!

Nicht jeder Traum erzeugt in uns das Gefühl, dass es schön war. Denn bei Alpträumen wachen wir nicht unbedingt entspannt und glücklich auf, sondern schlagen schweißgebadet und mit rasendem Herzschlag die Augen auf. Oftmals bleibt ein beängstigendes und negatives Gefühl zurück, mit dem wir dann durch den Tag müssen. Solange es nur gelegentlich vorkommt, ist alles in Ordnung.

Wenn jedoch regelmäßige Albträume die Schlaf- und Lebensqualität rauben, ist schnelle Abhilfe nötig. Wir verraten, wie Sie bei wiederkehrenden Albträumen schnell raus aus dem Horror kommen.

Welche Ursachen haben Albträume?

Üblicherweise verarbeiten wir im Traum, also in der REM-Phase, Dinge und Geschehnisse, die uns und unser Unterbewusstsein beschäftigen oder die wir am Tag erlebt haben. Bei einem Albtraum aber spielen Ängste und Sorgen eine große Rolle. Oftmals sogar jene, deren wir uns bei wachem Verstand noch nicht einmal eindeutig bewusst werden.

Ursachen für Albträume können sein:

• beängstigende Erlebnisse aus der Vergangenheit
• Tod oder Unfall von nahen Angehörigen oder Freunden
• Sorgen und Probleme, die Angst verbreiten oder auch unbewusst als Bedrohung der Existenz angesehen werden
• posttraumatische Belastungsstörungen
• dauerhafte Stresssituationen im privaten und beruflichen Alltag

Hinweis: Auch manche Medikamente, die zum Beispiel gegen Bluthochdruck und Parkinson eingesetzt werden, können Albträume hervorrufen oder diese zumindest begünstigen.

Gibt es einen Unterschied zwischen schlechten Träumen und Albträumen?

Auch wenn man gerade Kindern, bei denen Albträume deutlich häufiger vorkommen als bei erwachsenen Menschen, sagt: „Es war nur ein schlechter Traum!“, stimmt diese Aussage so nicht ganz. Denn einen Albtraum sollte man nicht zwangsläufig mit einem schlechten Traum oder dem Hochschrecken aus der Traumphase verwechseln.

Der Unterschied zwischen diesen beiden Traumarten liegt vor allem in der Intensität der Gefühle, die während dieses Traums ausgelöst werden. Während bei sogenannten schlechten Träumen häufig zwischenmenschliche Konflikte im Mittelpunkt des Traumgeschehens stehen, sind es bei einem Albtraum eher die angsteinflößenden, teilweise auch körperlichen Aggressionen, die uns wütend oder auch traurig machen.

Zudem ist das Geschehen in einem Albtraum deutlich bizarrer und abwegiger, als in einem anderen Traum. Oftmals begreift man noch während des Träumens, dass da etwas nicht stimmen kann, dass etwas völlig absurd ist. Trotzdem fühlt man sich wie gefangen in diesem Traum und spürt, wie sich der Herzschlag erhöht, wie die Atmung flacher wird und der kalte Schweiß beginnt auszubrechen.

Welche Folgen können ständig wiederkehrende Albträume haben?

Professor Michael Schredl, wissenschaftlicher Leiter des Schlaflabors des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim sagt, dass etwa 5 Prozent aller Erwachsenen an regelmäßigen und wiederkehrenden Albträumen leiden. Kehren diese Träume über einen längeren Zeitraum von drei bis sechs Monaten mindestens einmal in der Woche wieder, dann sprechen die Mediziner von chronischen Albträumen, die der Behandlung durch einen Spezialisten bedürfen.

Denn Alpträume bedeuten immer auch eine Unterbrechung des nötigen Schlafes, was durchaus Folgen für die Gesundheit haben kann:

• Tagesmüdigkeit
• negative Gefühlslage am Tag
• ängstliches Hinauszögern der Einschlafphase
• Abgespanntheit
• verminderte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit
• depressive Stimmungen können sich entwickeln
• Begünstigung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Hinweis: Da ständig wiederkehrende Albträume auch ein Anzeichen für psychische Erkrankungen sein können, sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn sich diese nächtlichen Horrortrips nicht abstellen lassen.

Wie kann man sich gegen Albträume schützen?

Sofern keine körperliche oder seelische Erkrankungen der Auslöser für die Albträume sind, kann man auch selbst aktiv werden, um nachts wieder ruhiger schlafen zu können. Dafür muss man aber zunächst einmal herausfinden, was diese Träume verursacht. Dafür kann das Führen eines Traumtagebuches sehr hilfreich sein. Dadurch werden nämlich die Geschehnisse festgehalten, man kann sich besser an die Inhalte des Traumes erinnern und über die Traumdeutung kann man vielleicht auch besser verstehen, welchen Hinweis man im Traum erhält.

Zudem führt die Auseinandersetzung mit dem Trauminhalt oftmals schon dazu, dass die Angst weniger wird, wenn man sich im Wachzustand dem nächtlichen Horror stellt. In der Schlafmedizin wird das Desensibilisierung genannt, denn auf diese Weise stellt man sich der Bedrohung und gewöhnt sich weitestgehend daran.

Lässt sich hinter dem Geträumten ein innerer Konflikt erkennen, oder auch eine problematische Situation aus dem Alltag, können die folgenden Fragen in ihrer Beantwortung eine Lösung bringen, mit der sich am Ende auch die Albträume verhindern lassen:

• Welches Gefühl lässt sich im Traum am intensivsten wahrnehmen?
• Kommen im Albtraum bestimmte Situationen und Emotionen aus dem wahren Leben vor? Wenn ja, welche?
• Mit welchen Lebensphasen stehen die Albträume im Zusammenhang?
• Haben sich die Träume in der letzten Zeit verändert? Wenn ja, in welcher Form?

Häufig geben auch die Albträume, so beängstigend sie auch sein mögen, einen deutlichen Hinweis darauf, dass etwas im Leben verändert werden sollte. Das kann der Abbau von Stress ebenso sein, wie die Beseitigung von Problemen oder Konfliktsituationen.

Darüber hinaus ist es aber auch immer sinnvoll, sich die eigene Schlafhygiene und Schlafumgebung etwas genauer anzuschauen und nötigenfalls zu optimieren. Denn enge und stickige Schlafzimmer, die schlecht belüftet oder zu sehr beheizt sind, können Albträume ebenso fördern.

Autogenes Training, Meditation oder Yoga können zudem helfen, Stress abzubauen und zu einer entspannten Gefühlslage zu finden, bevor man sich zum Schlafen hinlegt.

Fazit

Albträume sind fast immer der wahre Horror für die Betroffenen. Doch die Ursachen können ganz unterschiedlicher Natur sein. Während bei dem einen Albträume durch besonders schlechte Erinnerungen ausgelöst werden, ist der nächste vielleicht körperlich oder seelisch erkrankt, und der dritte schlussendlich einfach von großen Sorgen und Problemen geplagt. Auch im Albtraum werden Erfahrungen und Erlebnisse verarbeitet.

Doch im Gegensatz zu anderen Träumen stehen hier sehr starke und intensiv wahrgenommene Gefühle im Vordergrund. Ständig unter diesen Träumen zu leiden kann ebenso gesundheitliche Folgen haben, wie bei dauerhaften Schlafstörungen. Die optimale Schlafumgebung und Schlafhygiene kann hierbei aber in den meisten Fällen die nötige Entspannung bringen, damit den Albträumen der Nährboden entzogen wird.

Sollte es nicht genügen, Probleme und Konflikte zu lösen sowie den Stress mit Mediation zum Beispiel abzubauen, kann ein Gespräch mit dem Arzt schnell Aufschluss bringen, woran es liegt und mit welcher Therapie man gegen die Albträume angehen kann.

Fotos: © plprod #106295804 adobe.stock.com

Garanta Cotton Dream Unterbett aus Baumwolle mit Spanngummis
Cotton Dream Unterbett aus Baumwolle mit Spanngummis
ab 44,95 €
ELLI Wende-Matratze aus Erfurt von PROCAVE 100% in Deutschland hergestellt
„ELLI“ Wende-Matratze aus Erfurt by PROCAVE
ab 229,95 €
PROCAVE Dinkelkissen 40x80cm 40x60cm 40x40cm mit Bezug aus Baumwolle
Dinkelkissen mit waschbarem Bezug aus Baumwolle
ab 19,95 €