Allergiker: Wissenswertes über Milben und Co. - Tipps & Tricks zur Symptommilderung

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Allergien sind in den letzten Jahrzehnten zur Volkskrankheit geworden, so dass etwa 40% der Deutschen darunter leiden. Wobei es wissenschaftlich bewiesen ist, dass die Anzahl der Allergiker weiter zunimmt. Allergische Reaktionen betreffen den gesamten menschlichen Organismus, wobei es u. a. zu Haut- oder Atemwegserkrankungen kommen kann. Häufig sind es natürliche Auslöser, wie beispielsweise Blütenstaub, Schimmel und Hausstaubmilben. Die Grundlage für diese Allergene sind Proteine, tierische oder pflanzliche, wie sie auch in Lebensmitteln vorkommen. Dennoch wird auch eine Hausstauballergie nicht direkt von den Milben ausgelöst, sondern durch ihre Ausscheidungen, die aus reinem Protein bestehen. Getrocknet vermischen sie sich mit der Luft und gelangen auf diese Weise an die Haut und in die Atemwege. Wie äußert sich eine solche Allergie, wie kann man ihr vorbeugen? Im Folgenden erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die Hausstaubmilbenallergie sowie Tipps und Tricks, wie Allergiker allgemein am besten die Symptome auf ein Minimum reduzieren.

Button Matratzenschoner


Hausstauballergie: Mehr und mehr Menschen reagieren auf Milbenkot

Schlafende Frau auf Couch

Viele Menschen sind von der Hausstauballergie betroffen und es werden immer mehr. Durch z.B. Umweltbelastungen ist das Immunsystem wohl immer öfter nicht mehr in der Lage, die eigentlich unschädlichen Allergene, die sich im Milbenkot befinden, auch als unschädlich einzustufen. Die Folge sind Überempfindlichkeitsreaktionen. Mit einigermaßen einfachen Methoden kann man aber einer Hausstauballergie vorbeugen.

Wenn die Allergie allerdings schon ausgebrochen ist, sollte man sie unbedingt behandeln lassen und Ursachenforschung betreiben. Denn die zur Vorbeugung ratsamen Methoden kann man auch bei einer bereits ausgelösten Allergie noch gut anwenden. Dadurch wird die Milbenpopulation stark reduziert, was schlussendlich für eine Minimierung der Symptome einer Hausstauballergie sorgt.

Eine Hausstauballergie lässt sich gut abwenden oder nach dem Ausbruch gut eindämmen. Die ärztliche Behandlung darf aber in diesem Fall nicht außer Acht gelassen werden, denn bei Nichtbehandlung der Allergie können Folgeerkrankungen für zusätzliche Belastung sorgen.

Wann spricht man von einer Hausstauballergie?

Genau genommen ist es nicht wirklich der Hausstaub an sich, auf den man allergisch reagiert. Vielmehr liegt es an den Kotrückständen der Hausstaubmilbe, die sich in diesem Staub ansammeln.

Diese Rückstände enthalten Allergene, welche das menschliche Immunsystem dazu verleiten, eine Überempfindlichkeitsreaktion, also eine Allergie, auszulösen.

Die kleinen, für das menschliche Auge nicht sichtbaren Milben sind für die meisten von uns unschädlich.

Erschöpfte Frau

Wer allergisch darauf reagiert, wird zunächst mit ähnlichen Symptomen konfrontiert wie eine Erkältung oder ein Heuschnupfen sie mit sich bringen:

  • tränende Augen
  • juckende Augen
  • gerötete Augen
  • verstopfte Nase
  • Niesanfälle
  • geschwollene Schleimhäute in Nasen- und Rachenbereich
  • Halsschmerzen

Schlimmstenfalls können aber auch Hautreizungen und Hautausschlag oder akute Atemnot auftreten. In aller Regel treten diese Symptome morgens nach dem Aufstehen auf. Aber auch bei längerem Aufenthalt in geschlossenen Räumen, die von hinreichend Hausstaub belagert sind, können diese Symptome auftreten.

Wie kann man eine Hausstauballergie von anderen Erkrankungen unterscheiden?

Während ein Heuschnupfen in aller Regel nur saisonal auftritt, also entweder solange die Gräser blühen oder Pollenflug angesagt ist, treten die Beschwerden bei einer Hausstauballergie jeden Tag auf.

Auch eine Erkältung lässt sich ziemlich rasch von einer Hausstauballergie unterscheiden. Denn hier verstärken sich die Symptome über wenige Tage und gehen dann nach ihrem Höhepunkt wieder zurück. Ist eine Hausstauballergie für die Symptome verantwortlich, bleiben diese auch nach einer üblichen Erkältungszeit von rund 7 bis 14 Tagen.

Meist schwächen sich die Symptome bei einer Hausstauballergie über den Tag etwas ab, so dass man schon hier gut unterscheiden kann, dass es sich nicht um eine Erkältung handelt.

Hausstauballergie

Eine Hausstauballergie sollte unbedingt behandelt werden

Wenn man bedenkt, dass Hausstaubmilben millionenfach unsere Häuser bewohnen und sich bevorzugt in Matratzen, Polstern und Teppichen aufhalten, könnte man es fast als normal bezeichnen, dass so viele Menschen an dieser Allergie erkranken. Das hat nichts mangelnder Reinlichkeit zu tun, denn die Hausstaubmilben bevorzugen nun einmal das feuchtwarme Klima, wie es in unserem Bett zum Beispiel vorherrscht.

Anspruchslos, wie sie sind, ernähren sie sich von den kleinsten Hautpartikeln, die wir auf unserem Sofa oder in unserem Bett verlieren. Ist aber klar, dass man an einer Hausstauballergie leidet, sollte diese unbedingt von einem Arzt behandelt werden. Denn was am Anfang mit gelegentlichen Niesanfällen beginnt, weitet sich schnell zu einem chronischen Leiden aus.

Die Symptome und damit die Beschwerden nehmen mit der Zeit zu und verstärken sich. Die Folge kann sein, dass der anfängliche Schnupfen beziehungsweise seine Symptome die Bronchien befallen und es zu Hustenanfällen, pfeifenden Atemgeräuschen und einem beklemmenden Gefühl der Enge in der Brust kommen kann.

Daraus kann sich schlussendlich ein allergisches Asthma entwickeln. Darüber hinaus besteht bei einer Nichtbehandlung der Hausstauballergie die Gefahr, dass man an weiteren Allergien erkrankt und darunter leidet.

So entwickeln sich bei vielen Betroffenen im Laufe der Zeit auch Allergien auf Tierhaare oder Pollen. Neben der Behandlung durch einen Facharzt sollte man den Allergieauslösern tunlichst aus dem Weg gehen.

Tipp: Hilfreich können hier die Teststreifen aus der Apotheke sein, mit denen man die Milbenkonzentration zu Hause messen kann.

So kann man einer Hausstauballergie vorbeugen

Pillen helfen ja oft in jeder Lebenslage, daher kann man mit einem entsprechenden Antihistaminikum gegen die Allergiesymptome vorgehen. Doch ist ein Medikament keine optimale Lösung auf Dauer.

Die beste Voraussetzung eine Allergie zu mildern ist es, Wohnung und Bett so zu gestalten, dass Milben weitgehend ferngehalten oder zumindest auf ein Minimum reduziert werden.

Zunächst einmal sollten man aus den Wohn- und vor allem Schlafräumen alles entfernen, was man gemeinhin als Staubfänger bezeichnet. Vor allem im Schlafzimmer sollte man auf überlange Gardinen und Bücherregale verzichten.

Auch in die Jahre gekommene Sofas und Polstermöbel sowie Teppiche sollten im Falle einer Hausstauballergie durch neue ersetzt werden, beispielsweise durch Sitzmöbel mit einem glatten Lederbezug.

Möchte man nicht gänzlich auf Teppiche verzichten, sollte man diese mit einem speziell entwickelten Schaum regelmäßig säubern. Hierfür gibt es einen milbenabtötenden Teppichreiniger-Schaum.

In den Räumen, wo geschlafen wird, sollte zudem auf Zimmerpflanzen verzichtet werden, denn diese erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Im Zusammenhang mit der angenehmen Wärme, die wir uns heutzutage in unseren Wohnräumen leisten, entsteht hier das beste Klima für Milben.

Wichtig ist auch das Stoßlüften. Zum einen tut es der Raumtemperatur gut und zum anderen wird abgestandene Zimmerluft nach draußen befördert und man kann wieder freier durchatmen.

Matratzen und Bettwaren sollte man mit einem milbendichten Bezug ausstatten. Diese Encasing Produkte bestehen aus einem sehr engmaschigen Gewebe, welches die allergieauslösenden Kotrückstände der Milben nicht in die Nähe der Atemwege gelangen lässt.

Darüber hinaus verhindert Encasing, dass Hautpartikel zu den Milben vordringen können. So wird den kleinen Plagegeistern die Nahrungsgrundlage entzogen.

Tipp: Staubsauger sollten in einem Haushalt mit Betroffenen zusätzlich mit einem Feinstaubfilter ausgestattet werden. Zudem sollte der Staubsaugerbeutel mindestens aller 2 Wochen gewechselt werden.

Auf einen Blick: So kann man vorbeugen

Staubsauger auf Matratze

  1. Im gesamten Wohnbereich glatte Böden bevorzugen, die leicht zu pflegen sind, und keine Teppiche oder Teppichböden verwenden.
  2. Sitzmöbelbezüge (Sofa, Sessel und Stühle) aus Leder oder Kunstleder, d. h., möglichst auf Textilgewebe verzichten, die Flusen bilden oder Staub aufnehmen. Wenn Textilien verwendet werden wie beispielsweise Gardinen, dann sollte man auf pflegeleichte, synthetische Stoffe achten (Mikrofasern oder Polyester).
  3. Mäntel, Jacken und Schuhwerk, das draußen getragen wird, möglichst aus den Wohnräumen fernhalten, da Staub von der Straße anhaftet.
  4. Regelmäßig saugen (auch Matratze absaugen und gegebenenfalls mit Milbenspray behandeln) und feucht aufwischen.
  5. Einen Staubsauger mit HEPA-Filter benutzen, einem speziellen Filter, der Kleinstpartikel aufnimmt und sich besonders für Allergiker eignet.
  6. Putzteufel muss nicht unbedingt sein, aber dennoch ist Sauberkeit eine große Hilfe, um Staub und Milben den Kampf anzusagen.
  7. Keine Staubfänger im Schlafzimmer aufbewahren (Deko-Kissen, Teppiche)
  8. Kein An - und Auskleiden im Schlafraum (Staub haftet an der Kleidung).
  9. Täglich Raum und Bettwaren gut lüften sowie regelmäßig die Matratze drehen und wenden.

Kaltschaummatratze und synthetische Bettwaren

Damit es den Milben im Bett sozusagen ungemütlich wird, ist die Wahl der Matratze (vorzugsweise aus Kaltschaum) wichtig, Auch Bettwaren und die Wahl des Zubehörs sind von Bedeutung.

Synthetische Bettwaren sind optimal für Allergiker. Synthetische Bettwaren sind nicht nur pflegeleicht, sondern haben den Vorteil für jeden geeignet zu sein. Sicher haben einige von Ihnen noch Vorurteile, aber die sind völlig unbegründet.

Zumal die modernen Fasern von heute nur in hochwertiger Qualität hergestellt werden und demzufolge einer strengen Kontrolle unterliegen, sodass alles Bettzubehör schadstoffgeprüft in den Handel kommt. Eine regelmäßige Maschinenwäsche bei mindestens 60° lässt den Milben keine Chance zum Überleben.

Ebenso interessant ist die Tatsache, dass Kaltschaummatratzen von Milben weitgehend gemieden werden. Der Grund ist die offenporige Struktur des Kaltschaumes, welche für eine konstante Luftzirkulation sorgt, sodass Feuchtigkeit nach außen abgegeben und Wärme nicht gespeichert wird. Aufgrund dessen ist es für die Milben ein ungemütlicher Ort sich aufzuhalten.

Weitere Tätigkeiten der Milben können durch Matratzenauflagen und Matratzenbezüge eingeschränkt werden, die einmal durch eine spezielle Ausrüstung und ebenso durch eine Wäsche in der Maschine sozusagen ins Leere laufen.

Um das Eindringen von Milben und andere Verunreinigungen in die Matratze zu vermeiden, ist ein Rundumbezug die einfachste Lösung. Hier eigenen sich Materialen wie beispielsweise Lyocell oder Frottee. Beide Gewebe sind ebenfalls bei 60° zu waschen.

Tipp: Je kleiner der Turnus für einen Waschgang ist, je größer ist die Chance, Milben weitgehend zu vermeiden.

Ein Hausstauballergiker hat es bestimmt nicht leicht, aber Sauberkeit in den Wohnräumen hilft dabei, Allergieschübe zu minimieren. Es kommt natürlich auch auf den Grad der Allergie an, denn mancher reagiert sehr stark, andere wiederum nur dann, wenn es sozusagen ganz dicke kommt.

Viele Hausstauballergiker merken meist tagsüber nichts von ihrer Allergie gegen Milben, allerdings fängt es nachts an, in der Nase und im Hals zu kribbeln, wenn nicht ausreichend Vorkehrungen gegen die Milben getroffen werden, wie bereits weiter oben beschrieben.

Was aber auch ein absolutes MUSS für Allergiker ist, ist die Verwendung von Encasingbezügen.

Bettwaren

Allergie gegen Milben mit Encasing in den Griff bekommen!

Encasing sind spezielle Bezüge aus dem hochwertigen Mikrofaservlies Evolon, die über Kissen, Bettdecke und Matratze gezogen werden. Die dicht gewebte Struktur des Materials sowie doppelte Nähte und ein verdeckter Sicherheitsreißverschluss verhindern, dass Milben von innen nach außen und umgekehrt hindurch können. Das bedeutet Vollschutz gegen Milben und Allergene.

Dieses Gewebe erweist sich als wahre Wohltat während des Schlafes. Obwohl das Gewebe eine dichte Faserstruktur aufweist, lässt es Luft und Wasserdampf durch, daher kommt es nicht zu unangenehmem Schwitzen. Außerdem ist hochwertiges Encasing hautfreundlich und raschelt nicht, so dass eine erholsame Nachtruhe immer gewährleistet ist.

Milben, die sich im Encasing einnisten wollen, haben keine Chance, weil ihnen der Lebensraum genommen wird. D. h., mit der Einhaltung der bereits genannten Maßnahmen werden Milben den Rückzug antreten, sodass an der Schlafzimmertür das Schild „Milben befreite Zone“ durchaus seine Gültigkeit hat.

Obwohl das Material, aus dem Encasing Bezüge gefertigt sind, ziemlich robust ist, benötigt es dennoch Pflege, damit die Freude auch lange währt:

  1. Grundsätzlich über Encasing normale Bettwäsche ziehen.
  2. Die Bezüge selbst höchstens 3 x pro Jahr bei 95° waschen. Der Grund hierfür: durch häufiges Waschen lockern sich die Fasern, so dass Milben bald Schlupflöcher finden und der Schutz ist sozusagen dahin.

Bevor die Encasing Bezüge verwendet werden, sollten Matratzen und Bettwaren gründlich gesäubert werden:

  • Je nach Alter der Matratze eventuell eine neue kaufen.
  • Matratzen gründlich reinigen: Vorhandene Matratzen müssen gründlich gereinigt werden, am besten professionell, jedoch ohne Chemikalien. Es sei denn, im Haushalt ist ein Staubsauger mit Filter für Kleinstpartikel vorhanden (HEPA-Filter). Die Matratzenoberfläche danach mit einem Schaumreiniger abwaschen, gut abtrocknen lassen und nochmals absaugen. Danach mit einem Milbenspray behandeln.
  • Federbetten von einem Fachmann reinigen lassen. Es ist auch möglich, diese selbst in der Maschine bei 30° mit einem Wollwaschmittel zu waschen und entweder im Trockner oder an der Luft trocknen lassen.
  • Alle Matratzen, Kissen und Decken mit Encasing beziehen: Bei einem Doppelbett, sollten alle Bettwaren mit Encasing bezogen werden, auch wenn nur eine Person Allergiker ist.

Bett mit Bettwäsche

Tipp: Ein Matratzenschutz, der frei nach Bedarf und Gegebenheit gewählt werden kann, sollte immer Verwendung finden. Denn nicht nur Hausstaubmilben verunreinigen Matratzen auf Dauer durch Eindringen in den Kern, sondern es kommen Schweiß und Schmutzpartikel hinzu, die nicht zu entfernen sind. Daher ist ein Schutz der Matratze für jedes Bett zu empfehlen. Da ohne Schutz bald Krankheitserreger, wie Schimmel oder andere schädliche Keime, als ein weiteres Gesundheitsrisiko den Schlaf empfindlich stören könnten.

Eine störungsfreie Nachtruhe sei jedem gegönnt

Erholsam zu schlafen gilt sowohl für Allergiker als auch für jeden anderen. Daher gibt es ein paar Regeln für das Schlafzimmer, die jeder einhalten sollte und auch kann:

  • Richtige Temperatur: Darauf achten, dass es im Schlafzimmer nicht zu warm ist, d. h., möglichst die Raumtemperatur bei 18° C halten.
  • Luftfeuchtigkeit möglichst unter 60% halten
  • Zimmerpflanzen, überlange Gardinen und Tiere im Schlafzimmer vermeiden
  • Lüften: Nachdem Aufstehen das Zimmer, Matratze und Bettwaren gründlich lüften, um feuchte Raumluft zu eliminieren, die durch das Atmen entsteht. Außerdem in zeitlichen Abständen die Matratze drehen und wenden.
  • Für Allergiker ein Muss: Keine Teppiche oder Teppichböden im Schlafzimmer, sondern möglichst glatte Böden, die leicht zu säubern sind.
  • Sich nicht im Schlafzimmer an- bzw. ausziehen: Das An - und Ausziehen nicht im Schlafzimmer tätigen, weil an der Kleidung Staub und Fasern haften, die auf diese Weise noch zusätzlich in den Raum kommen und in der Luft herumwirbeln, um dann im Bett zu landen.
  • Bettdecke und Kopfkissen regelmäßig bei 60°C waschen
  • regelmäßig auch unter dem Bett reinigen
  • Matratzen und Bettwaren ohne tierische Fasern oder Inhaltsstoffe verwenden
  • Matratzen und Bettwaren mit milbendichten Bezügen versehen

Wie schon angeführt sind Milben überall dort im Haushalt, wo es feuchtwarm und kuschelig ist. Somit sind auch Wohnzimmerdecken ein bevorzugter Ort, an dem Hausstaubmilben leben und ihr Unwesen treiben.

Was sollten Sie als Allergiker bei der Wahl und der Pflege von Wohndecken beachten, um Allergiesymptome so gut als möglich zu verhindern?

Button Bettwaren


Welches Material ist bei Wohndecken für Allergiker optimal?

Schüchterne Frau mit Decke

In den eigenen vier Wänden will man sich immer und in jeder Situation wohlfühlen. Das beginnt mit einer den eigenen Ansprüchen und Bedürfnissen ausgewählten Inneneinrichtung und endet bei dem, was man tut oder wen man einlädt. Dabei spielen nicht mehr nur zweckmäßige Möbelstücke eine große Rolle.

Stattdessen sind es Dekorationen und Heimtextilien, die gerade den Wohnbereich gemütlicher machen. Sogenannte Wohndecken sind heute aus nahezu allen Einrichtungsstilen nicht mehr wegzudenken. Sie sind nicht nur praktisch und funktional, sondern ergänzen zum Beispiel die eigene Wohnlandschaft auf wundervolle Weise. Doch welches Material ist bei Wohndecken für Allergiker optimal?

Wohndecken sind nicht alle gleich gut geeignet

Wie bei allen anderen Dingen, so gibt es natürlich auch bei Wohndecken große Unterschiede, die sich vor allem in den verarbeiteten Materialien zeigen. So gibt es sehr weiche Wohndecken aus Naturhaar, bei denen Schafschurwolle, Kamelhaar, Alpakawolle oder Kaschmir verwendet und verarbeitet wurden.

Tipp: Hierbei kann es für Allergiker unter Umständen zu Komplikationen kommen, da das enthaltene Lanolin zum Beispiel einen neuen Allergieschub auslösen kann.

Dann gibt es noch jene Wohndecken aus Baumwolle und Mikrofaser. Diese beiden Varianten eignen sich vor allem für Allergiker, da sie atmungsaktiv sind und nicht fuseln. Darüber hinaus verfügen jene Wohndecken aus Mikrofaser die Eigenschaft, bei Reibung keine Staubflusen anzuziehen, die gerade bei Menschen, die auf Hausstaub allergisch reagieren, nachteilig wirken.

Weich und hautsympathisch sind Wohndecken aus Polyester und Mikrofaser ebenso wärmend und kuschelig, wie jene aus Wolle. Eigenschaften der verwendeten Materialien für Wohndecken:

Wolle
(Schafschurwolle, Kamelhaar, Alpakawolle, Kaschmir)
  • sehr weich und kuschelig
  • nur bei niedrigen Temperaturen waschbar
  • trocknet schlechter
  • enthält unter Umständen Lanolin
  • nicht geeignet für Allergiker
Polyester-Mikrofaser
  • synthetisches und widerstandsfähiges Material
  • waschbar
  • trocknet schnell
  • kann auch im Freien verwendet werden
  • gut geeignet für Allergiker

Wohndecken aus Mikrofaser sind für Allergiker vorteilhaft und praktisch

Glückliche Frau mit Teetasse

Besonders zu empfehlen sind für Allergiker Wohndecken aus Mikrofaser.

Die Vorteile von Wohndecken aus Mikrofaser auf einen Blick:

  • pflegeleicht und bei bis zu 30°C waschbar
  • trocknet sehr schnell
  • antistatisch
  • wärmend
  • hautsympathisch
  • mit ihrer großen Fläche auch für große Menschen gut geeignet
  • durch moderne Materialien auch für Allergiker geeignet
  • funktionales Wohnaccessoire mit Wohlfühlcharakter
  • dekorativer Blickfang

Besondere Eigenschaften von Polyester-Mikrofaser

Im Gegensatz zu Wolle bleibt eine Wohndecke aus Mikrofaser immer formbeständig. Selbst nach dem schonenden Schleudern ist sie immer wieder faltenfrei. Zudem ist Mikrofaser feuchtigkeits- und temperaturregulierend, ist resistent gegen Fusel und Staub und besonders atmungsaktiv.

Eine Mikrofaser Wohndecke fühlt sich weich an, verfügt über ein geringes Eigengewicht und trocknet schnell. Dadurch kann man sie nach dem Waschen schnell wieder zum Einsatz bringen.

Eine Decke für Allergiker kann noch mehr

Die meisten Menschen verwenden eine kuschelige Wohndecke im eigenen Wohnbereich. Sofern man sie sich nicht gerade um die Schultern legt, um sich ein wenig aufzuwärmen, liegt sie auf dem Sofa. Doch sie erfüllt dabei nicht nur den Wunsch nach effizienter Wärme und einem dekorativen Blickfang.

Vielmehr kann sie auch als Schutz für die Polster dienen. Der mechanische Abrieb ist natürlich auf einer Couch ebenso gegeben, den man nicht unterbinden, mit einer geeigneten Wohndecke aber minimieren kann.

Auch Verschmutzungen durch Hausstaub, Haare oder Kekskrümel etc. werden mit einer Wohndecke von den Polstern ferngehalten. Denn ebenso wie in der Matratze können sich im Polster der Couch oder des Sessels Hausstaubmilben einnisten oder Hausstaub festsetzen, der es Allergikern mit der Zeit unmöglich macht, entspannt auf dem Sofa zu sitzen oder zu liegen.

So pflegt man eine Mikrofaser-Decke

So wie andere Heimtextilien auch, sollte natürlich auch eine Wohndecke hin und wieder gereinigt werden. Mit einem milden Reinigungsmittel kann eine Decke aus Mikrofaser bei 30°C in jeder haushaltsüblichen Waschmaschine gereinigt werden. Dadurch lassen sich leichte Verschmutzungen, Feuchtigkeitsrückstände oder schlechte Gerüche mühelos entfernen.

Wer die kuschelige Decke hin und wieder für das Mittagsschläfchen benutzt, sollte sie danach ausschütteln. Dadurch werden Haare und kleinste Hautpartikel abgeschüttelt.

Hinweis: Wichtig ist in jedem Fall, bei der Reinigung die Pflegesymbole zu beachten und sich an die Herstellerangaben zu halten. Auf den Weichspüler sollte man bei einer Wohndecke aus Mikrofaser verzichten, da dieser die Atmungsaktivität der Faser herabsetzt.

Das sollten Sie beim Kauf beachten

Nachfolgend finden Sie einige Fragen, mit denen Sie beim Kauf einer geeigneten Wohndecke für Allergiker sicherstellen können, dass sie wirklich für Sie die richtige Kuscheldecke ist.

  • Ist das verwendete Material geeignet? Wohndecken aus Wolle zum Beispiel sind für Allergiker nicht geeignet.
  • Besteht die Wohndecke aus einem robusten Material?
  • Kann man die Wohndecke waschen?
  • Ist das Material der Wohndecke dafür bekannt, antistatisch zu wirken oder zieht es die Staubflusen magisch an?
  • Ist die Wohndecke schadstoffgeprüft oder wurden chemische Zusätze verwendet?
  • Fühlt sich das Material der Wohndecke angenehm auf der Haut an?
  • Fuselt das Material der Wohndecke schnell, wenn man mit der Hand darüber streicht?

Allergiker müssen nicht auf eine Kuscheldecke verzichten!

Bisher gab es immer die weit verbreitete Meinung, dass man als Allergiker mit Hausstauballergie auf gemütliche und kuschelige Wohndecken verzichten muss. Denn in diese Kuscheldecken setzen sich Staub und Schmutz besonders gern fest und bieten reichlich Platz für Hausstaubmilben.

Aber natürlich müssen Allergiker nicht auf kuschelige Wohndecken verzichten. Es bietet sich an, in diesem Falle eine solche Decke auszuwählen, die zu 100% aus Polyester/ Mikrofaser besteht. Hautsympathisch, weich und leicht kann sie so zum Kuscheln ebenso benutzt werden wie zum Schutz der Polster oder als weiche Unterlage für Kinder. Durch die antistatischen Eigenschaften einer Wohndecke aus Mikrofaser werden Staubflusen nicht angezogen, was sich gerade bei allergiegeplagten Menschen sehr vorteilhaft auswirkt.

Trotz einer Größe von 150x200 cm kann die Wohndecke aus Mikrofaser schnell und einfach bei 30°C zu Hause gewaschen werden. Aufgrund des leichten Materials trocknet eine solche Decke schnell und problemlos.

Neben den funktionalen Eigenschaften bildet eine Wohndecke aus Mikrofaser immer auch einen dekorativen Blickfang im Wohnbereich, mit dem man beispielsweise in der entsprechenden Trendfarbe wundervolle Farbakzente setzen kann.

Richtig gepflegt bietet sie auch keine Brutstätte für Hausstaubmilben oder einen anderen Plagegeist, der sich aktuell immer mehr in deutschen Haushalten ausbreitet: die Bettwanze.

Gerne wird die Bettwanze mit der Hausstaubmilbe verwechselt. Doch es handelt sich um einen völlig anderen Plagegeist, den sie unbedingt aus dem Schlafzimmer und von Wohndecken fernhalten sollten.

Wir sagen Ihnen, woran Sie einen Befall mit diesem Ungeziefer erkennen und wie Sie vorbeugen können.

Button Matratzenbezüge


Bettwanzen sind auf dem Vormarsch! So schützen Sie sich!

Ängstliche Frau mit Insekt im Bett

Schon der Ausdruck Bettwanzen erzeugt bei vielen Menschen ein ungutes Gefühl. Keiner will sie in seiner Nähe haben, und doch ist es traurige Gewissheit: Bettwanzen sind auf dem Vormarsch und nahezu überall anzutreffen.

Sie können sich vor diesen ungebetenen Gästen schützen und so vor allem im Bett wieder für einträgliche Ruhe und zufriedene Nachtstunden sorgen.

Woran erkennt man, dass Bettwanzen ihr Unwesen treiben?

Die allseits ungeliebten Bettwanzen, oder auch Hauswanze genannt, gehören zu den Parasiten, die sich hauptsächlich vom Blut der Menschen ernähren. Sie sind nicht mit Hausstaubmilben zu verwechseln, denn diese ernähren sich von kleinsten Hautpartikeln, die wir beispielsweise in der Nacht bei unseren Schlafbewegungen verlieren.

Die kleinen behaarten Wanzen haben eine rotbraune Färbung und werden gerade einmal 3,8 bis 5,5 Millimeter groß. Ihr nahezu unstillbarer Hunger nach Blut wirkt sich nahezu unmittelbar auf unsere Gesundheit aus. Abgesehen vom allgemein aufkommenden Ekelfaktor erkennt man an den folgenden Merkmalen, ob sich Bettwanzen im Bett tummeln:

  • Bettwanzen beißen, was sich in der Regel an einer Reihe sichtbarer Bissspuren zeigt, die wie eine Straße verlaufen oder aber auf einem Fleck angesiedelt sind
  • diese Spuren werden oftmals erst nach einigen Tagen sichtbar
  • manche Menschen reagieren mit einem starken Juckreiz an den betroffenen Stellen, während andere nichts weiter merken
  • die Bettwanzenbisse werden bei geringem Befall oftmals mit einem Mückenstich oder einem Biss von einem anderen Insekt verwechselt
  • Kotspuren auf dem Laken, die sich als kleine schwarze bis dunkelrote Flecken zeigen oder auch als schwarze Pünktchen auf der Matratze zu sehen sind
  • tote Bettwanzen, die unter Umständen hauchdünn wie Papier sein können
  • Bettwanzeneier, die gerade einmal einen Millimeter groß und farblich eher transparent bis weiß-creme-farbig sind
  • Unerklärliche und vermehrte Blutflecken auf Bettwäsche und Pyjama können ein Indiz sein, denn wenn Bettwanzen stechen, tritt Blut aus den betroffenen Stellen aus
  • Bettwanzen häuten sich, das bedeutet, dass man in der Nähe ihrer Verstecke und Nester häufiger transparente Hüllen entdeckt, die hauchdünn und trocken sind
  • Ganz typisch für die Anwesenheit von Bettwanzen ist ihr Geruch. Er wird vor allem bei starkem Befall als widerlich süß wahrgenommen und rührt von dem ölhaltigen Stinkdrüsensekret der Bettwanzen her, welches sie bei der Fortpflanzung und bei der Verteidigung ihrer Verstecke abgeben

Haut mit Stichen oder Bissen

Da Bettwanzen nachtaktive Insekten sind, sind sie des Nachts auf der Suche nach Nahrung. Das bedeutet, dass wir vornehmlich nachts von ihnen gebissen beziehungsweise gestochen werden. Auf der Suche nach Nahrung treffen Bettwanzen niemals gleich die richtige Stelle, weswegen der betroffene Mensch morgens eine regelrechte Spur von verschiedenen Stichstellen feststellen kann.

Typisch für die kleinen Plagegeister sind die Stiche in einer Reihe, was aussieht wie eine kleine Spur, wodurch bei Fachleuten auch oft der Begriff „Wanzenstraße“ verwendet wird.

Die Stiche der Bettwanze treten meist an den Körperstellen auf, die während des Schlafes nicht bedeckt sind. Also am Hals, am Gesicht oder auch an den Armen und Beinen.

Je nach Veranlagung und Sensibilität des Betroffenen können die Stiche der Bettwanzen als juckende rote Stellen auftreten oder gar als schmerzhafte Schwellungen.

Hinweis: Bei einigen allergisch reagierenden Menschen können die Bettwanzen einen anaphylaktischen Schock auslösen.

Bettwanze Größe

Der Unterschied von Bettwanzen und Hausstaubmilben

Fälschlicherweise denken viele Menschen, dass Bettwanzen und Hausstaubmilben das Gleiche sind. Doch die nachstehenden Merkmale machen deutlich, wie sehr sie sich doch voneinander unterscheiden.

Bettwanzen Milben
  • Insekt
  • 3,8 - 5,5 mm groß
  • rotbraune Färbung
  • ernähren sich von Blut
  • Spinnentier
  • 0,1 - 0,5 mm groß
  • weiße Färbung
  • ernähren sich von Hautpartikeln

Verstecke der Bettwanzen

Im Gegensatz zu den nahezu unsichtbaren Hausstaubmilben kann man Bettwanzen sehen und durchaus aufspüren. Bevorzugt verstecken sich die Schädlinge in ihren Ruhephasen in Betten, Polstern, hinter Fußleisten, hinter Bildern, abstehenden Rändern der Tapete oder auch in kleinen Ritzen und Fugen von Möbeln und Fußböden. In diesen Verstecken ziehen sie auch ihre Brut groß.

Zu den bevorzugten Verstecken der nachtaktiven Parasiten gehören unter anderem:

  • Bettgestell
  • Bettbezüge
  • Matratzen
  • Bettwaren
  • Teppiche
  • Fußleisten und Teppichränder
  • Möbel
  • Polstersessel und Sofa
  • Kleidung und Schuhe
  • Steckdosen und elektronische Geräte
  • Tür- und Bilderrahmen
  • Rauchmelder und Uhren
  • Poster und Tapeten
  • Plüschtiere

Angehobene Matratze

Was kann man gegen dieses Ungeziefer tun?

Im Grunde galten die Bettwanzen lange Zeit als ausgerottet. Seit den 1990er Jahren sind sie wieder verstärkt auf dem Vormarsch. Das liegt nicht zuletzt daran, dass diese kleinen Plagegeister mittlerweile resistent gegen Insektizide oder andere chemische Bekämpfungsmittel sind.

Wer eindeutige Symptome aufweist, die darauf hindeuten, dass ein Befall durch Bettwanzen vorliegt, kann eigentlich nur noch den Schädlingsbekämpfer zu Hilfe holen. Denn diese Schädlinge müssen mit entsprechenden Insektiziden bekämpft werden.

Hinweis: In den meisten Fällen reicht auch eine Behandlung nicht aus, da nicht alle Bettwanzen auf einmal getötet werden können und die Eier zudem sehr widerstandsfähig sind.

Außerdem können Bettwanzen über Monate vollkommen auf Nahrung verzichten, ohne abzusterben. Das bedeutet, dass selbst in einer leerstehenden Wohnung immer noch Bettwanzen leben können.

Wenn ein Wanzenbefall vorliegt, müssen alle Gegenstände, in denen sie ihre Verstecke haben, aus der Wohnung entfernt werden. In Anbetracht, dass sich diese kleinen Blutsauger passiv verbreiten, sollten diese Dinge vorher in Plastikfolien oder –tüten gepackt und gut verklebt werden.

Wenn der Verdacht besteht, dass ein ernsthaftes Bettwanzen-Problem besteht, heißt es: Gründlich reinigen und nichts auslassen. Als Sofortmaßnahme reicht es dabei nicht, wild mit Insektenspray oder Pestiziden zu arbeiten. Das bringt nur bedingt eine Verbesserung.

Effektiver hingegen ist ein gründliches Absaugen von allem, wo sich Bettwanzen aufhalten könnten. Des Weiteren sollte die Bettwäsche gewechselt und bei mindestens 60° Grad gewaschen werden. Ebenso sollte man mit Dekorationen oder Plüschtieren aus Textil verfahren.

Hinweis: Verwenden Sie dafür niemals einen Staubsauger ohne Beutel, denn dadurch können Sie die Schädlinge nicht im Nachhinein abtöten.

Sind Textilien mit im Spiel, die eine so hohe Waschtemperatur nicht vertragen, sollten diese für 48 Stunden ins Gefrierfach gelegt werden.

Sollte alles staubwischen und saubermachen nicht wirklich eine Verbesserung mit sich bringen, ist es ratsam, einen Experten damit zu beauftragen, die Wanzenpopulation zu beseitigen. Wenngleich auch dieser Möbelstücke von den Wänden abrücken muss, um wirklich alle Verstecke ausfindig machen zu können.

Tipp: Oftmals schleppt man Bettwanzen ungesehen von der letzten Urlaubsreise mit nach Hause. Deswegen sollten immer Koffer und Rucksäcke kontrolliert und umfassend gereinigt werden.

Vorbeugende Maßnahmen

Wie bereits erwähnt, verbreiten sich die Bettwanzen nur passiv. Das bedeutet, man schleppt sie mit in die eigene Wohnung, indem man auf dem Flohmarkt vielleicht alte Bilder, Möbel und CD´s ersteht oder seinen Koffer im mit Bettwanzen befallenen Hotelzimmer stehen hatte.

Frau mit Koffer im Hotelzimmer

Das sollten Sie tun:

  • Kontrollieren Sie das Hotelzimmer, vor allem das Bett auf Rückstände von Bettwanzen
  • Stellen Sie Ihren Koffer niemals in unmittelbarer Nähe des Bettes ab
  • Wenn Sie gebrauchte Gegenstände auf dem Flohmarkt zum Beispiel kaufen, kontrollieren Sie diese auf Rückstände von Bettwanzen. Denken Sie an die kleinen Ritzen und Fugen bei Möbeln und achten Sie auf Kotspuren, Häute oder Eier
  • Sollten Sie beispielsweise im Urlaub Hinweise auf einen Bettwanzenbefall festgestellt haben, waschen Sie alles gründlich, was Sie an Kleidung mit dabei hatten. Legen Sie anschließend alles, also auch z.B. den Urlaubskrimi und die Sonnenbrille, für rund 12 Stunden ins Gefrierfach
  • Beim Kauf gebrauchter und alter Möbelstücke sollte man vor der Nutzung alle Ritzen und Schubkästen genau unter die Lupe nehmen. Lässt sich hier ein eklig süßer Geruch wahrnehmen, ist ein Bettwanzenbefall durchaus denkbar.

Gehen von Bettwanzen gesundheitliche Risiken aus?

So unschön und unangenehm es ist, von Bettwanzen malträtiert worden zu sein, halten sich die gesundheitlichen Risiken dennoch in Grenzen. Genau genommen handelt es sich auch eher um Stiche denn Bisse, mit welchen die kleinen Blutsauger auf der Suche nach Nahrung über den menschlichen Körper herfallen.

Zu finden sich die Bettwanzenstiche meist an unbedeckten Körperpartien, wie zum Beispiel im Nacken, an den Händen, Beinen und Armen.

Auf der Suche nach einem passenden Blutgefäß sticht die Bettwanze gewöhnlich drei Mal. Meist in einer Reihe oder direkt nebeneinander. In der Regel kommen die Bettwanzen nur dann aus ihrem dunklen und warmen Versteck, wenn sie auf Nahrungssuche sind. Das passiert meist alle 5 bis 7 Tage.

Auch wenn von den Bettwanzenstichen keine massiven Gesundheitsrisiken ausgehen, sind sie für den Betroffenen immer sehr unangenehm. Dabei können sich die Hautreaktionen voneinander unterscheiden, denn nicht jeder Mensch reagiert in gleichem Maße sensibel auf diese Parasitenstiche.

So können folgende Reaktionen auftreten, nachdem man von Bettwanzen gestochen wurde:

  • rote Punkte auf der Haut
  • leichte Schwellungen
  • leichter bis starker Juckreiz

HINWEIS: Im Übrigen haben Forscher der Universität in Sheffield herausgefunden, dass besonders stark behaarte Hautregionen weniger oft und häufig sehr viel später von Bettwanzen heimgesucht werden.

TIPP: Aufgrund von Studienresultaten der State University of New Jersey und der Purdure University in Indiana ist es ratsam, schwarze Bettlaken zu vermeiden, denn diese dunkle Fläche scheint Bettwanzen verstärkt anzulocken.

Frisch gewaschene Bettwäsche

Eine gründliche Reinigung ist das A und O

Immer häufiger werden hierzulande Bettwanzen ausfindig gemacht, die zu juckenden Hautausschlägen führen können. Häufig werden diese Plagegeister aus Urlaubsländern mit heimgebracht. Es wird aber immer schwieriger, diese kleinen Blutsauger zu bekämpfen. Denn mittlerweile sind sie resistent gegen Insektizide und andere chemische Substanzen.

So unangenehm und eklig ein Befall mit diesen Parasiten auch ist: Gesundheitsgefährdend ist das in aller Regel nicht. Denn im Normalfall spüren besonders sensible Menschen maximal einen Juckreiz, der hin und wieder auch anschwellen kann. Andere Menschen hingegen erkennen nur an den rötlichen Stichen, dass sie mit Bettwanzen das Nachtlager geteilt haben.

Wichtig bei einem Bettwanzenbefall ist die gründliche Reinigung. Dabei geht es nicht nur um die Bettwäsche oder die Matratze. Denn die kleinen blutrünstigen Parasiten ziehen sich nach ihrer Nahrungsaufnahme am lebenden Objekt gern in dunkle, trockene und warme Ritzen zurück. So halten sie sich auch gern in winzigsten Rissen hinter der Tapete, unter der Teppichleiste oder gar in Möbeln auf. Oftmals mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen, kann man aber über den eklig süßen Geruch schnell herausfinden, wo sie ihren Schlupfwinkel haben.

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Oliver

„Schlaf ist für Menschen lebenswichtig. Im Schlaf entspannt und erholt sich der ganze Körper, das Immunsystem schöpft neue Kraft und die Seele verarbeitet Erlebtes. Wer nachts gut schläft, ist tagsüber fit und leistungsfähig."

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