Asthma – so finden Patienten in der Nacht Linderung

Asthma: Das können Asthmapatienten in der Nacht tun

Asthma-1In aller Regel sind die Nachtstunden für einen erholsamen und gesunden Schlaf angedacht. Denn in dieser Zeit wollen wir uns nicht nur von den Anstrengungen des Alltags erholen. Auch braucht unser Körper gerade diese Zeit, um sich ganz der Regeneration zu widmen, die der Mensch nun einmal braucht. Klappt das alles ohne Störungen, stehen wir normalerweise am nächsten Morgen ausgeruht und fit auf – bereit für einen neuen Tag mit all seinen kleinen und großen Belastungsproben.

Doch gerade Asthmapatienten können von solch erholsamen Nächten oftmals nur träumen, denn häufig treten die Symptome ihrer Erkrankung verstärkt in der Nacht auf. Zudem reagieren Menschen mit Atemwegserkrankungen besonders sensibel auf störende Unregelmäßigkeiten. Doch es gibt durchaus Punkte, die man beachten und befolgen sollte, um auch als Asthmapatient wieder zu einer erholsamen Nachtruhe zu kommen.

Wie sich Asthmabeschwerden äußern können?

Zu den Beschwerden bei Asthmapatienten zählen hauptsächlich:

• Atemnot
• Gefühl der eingeengten Brust
• Husten
• Reizhusten
• pfeifende Atemgeräusche
• schwerfälliges Ausatmen
• Schmerzen hinter dem Brustbein
• Ansteigen der Herz- und Atemfrequenz

Diese Anzeichen oder auch Symptome einer Asthmaerkrankung treten gehäuft am frühen Morgen oder auch in der Nacht auf. Dadurch ist natürlich an eine erholsame Nachtruhe nicht mehr zu denken, weswegen viele Asthmapatienten tagsüber von Müdigkeit, beeinträchtigter Leistungsfähigkeit und allgemeinem Unwohlsein geplagt werden.

Woran liegt es, dass gerade nachts die Beschwerden verstärkt werden?

Bei Asthma handelt es sich um eine chronische Entzündung der Atemwege, die weltweit rund 300 Millionen Patienten betrifft. Die durch diese Erkrankung ausgelöste Muskelverkrampfung führt zur bekannten Atemnot und ist dafür verantwortlich, dass Asthmapatienten nur schwer ausatmen können.

Besonders in der Nacht sorgen Anfälle bei diesen Menschen zunehmend für Schlafstörungen. Grundsätzlich liegt es vor allem daran, dass in der Nacht die Bronchialweite am geringsten ist. Dadurch kommt es nicht nur bei Asthmapatienten zwischen zwei und vier Uhr gehäuft zu Hustenanfällen und Atemnot. Denn auch die Bronchien und unsere Atemwege unterliegen einem Tag-Nacht-Rhythmus.

Nur sind die Folgen für einen gesunden Menschen nicht so deutlich spürbar, wie bei jemandem, der unter einer Atemwegserkrankung leidet.

MERKE: Die Weite der Bronchien ist am Tag weiter und in der Nacht verengt. Neben den anatomischen Ursachen liegt es aber auch schlichtweg daran, dass man in aller Regel liegend schläft. Diese Schlafposition aber verengt die Atemwege zusätzlich, so dass bei Atemwegserkrankungen Asthmaanfälle faktisch vorprogrammiert sind.

Darüber hinaus gibt es auch noch weitere Gründe dafür, dass nachts die Beschwerden bei Asthmapatienten stärker auftreten:

• geringe Bronchialweite
• verengte Atemwege durch Liegeposition
• erhöhter Atemwiderstand, da sich beim Liegen Sekrete aus Nasennebenhöhlen oder Stirnhöhle in den Atemwegen ansammeln
• verringertes Lungenvolumen, da in der liegenden Position mehr Blut in die Lunge strömt
• psychische Ursachen wie Stress oder Depressionen verstärken die Symptome von Atemwegserkrankungen zusätzlich
• Schlafapnoe tritt häufig als Begleiterkrankung bei Asthma auf
• Nebenwirkungen von Medikamenten
• Sodbrennen, durch welches der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre die Bronchien verkrampfen lässt
• Allergien, welche eine Entzündung der Bronchialschleimhaut nach sich ziehen können

Was tun, wenn Asthmaanfälle für einen unruhigen Schlaf sorgen?

Natürlich ist jedem Menschen, also auch Asthmapatienten, daran gelegen, eine möglichst ruhige Nacht zu verbringen, in welcher der Schlaf regenerierend und erholsam wirkt. Doch bei der Asthmaerkrankung ist das nicht immer ganz so leicht. Selbst wenn für eine optimale Schlafumgebung nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gesorgt ist und die Bettausstattung den individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen angepasst ist.

Ist die Nacht eines Asthmapatienten also trotzdem von Schlafstörungen geprägt, sollte zunächst einmal das Gespräch mit dem behandelnden Arzt gesucht werden. Denn unter Umständen muss dieser folgende Schritte unternehmen:

1. Überprüfung des verabreichten Medikaments: Besonders bronchialerweiternde Medikamente mit der Wirkstoffgruppe Theophyllin, um nur ein Beispiel zu nennen, verursachen Nebenwirkungen, die den gesunden Schlaf beeinträchtigen können.

2. Überprüfung der Dosierung von bronchialerweiternden Medikamenten: Eventuell kann es hilfreich sein, wenn das verordnete Medikament vom Patienten auch abends eingenommen wird.

3. Überweisung in ein Schlaflabor: Hier können die Art und die Schwere der Atemnot-Anfälle im Schlaf nachgewiesen werden und eine Grundlage für eine optimierte Weiterbehandlung darstellen Doch auch die Asthmapatienten selbst können ihren Beitrag dazu leisten, dass die nächtlichen Schlafstörungen durch die Atemwegserkrankung minimiert werden.

Dazu gehören:

• einen aktiven Lebensstil pflegen, zu welchem sportliche Betätigung und ausreichend Bewegung an der frischen Luft gehören sollte > jedoch in Maßen und ohne Übertreibung
• Lebensumstände und Schlafumgebung optimieren, um das Risiko auch in dieser Hinsicht zu minimieren
• rauchfrei durchs Leben, denn gerade der Tabakkonsum fördert die Verengung der Atemwege zusätzlich
• möglichst wenig Alkohol und Kaffee konsumieren, denn auch diese Dinge können Schlafstörungen forcieren
• verhaltenstherapeutische Unterstützung, welche dabei hilft, die besonderen Schwierigkeiten, Probleme und Herausforderungen der Atemwegserkrankung besser meistern zu können > Ängste und Stresssituationen können so abgebaut werden

TIPP: Zu einer optimalen Schlafumgebung gehört die Überprüfung der Raumtemperatur, welche zum Schlafen möglichst nicht höher als 18°C sein sollte. Regelmäßiges Lüften des Schlafzimmers sollte ebenso zur Gewohnheit werden, wie der Verzicht auf Fernseher und zu grelles Licht im Schlafzimmer. Bei den optimalen Lebensumständen sollte ein besonderes Augenmerk auf einen geregelten Tagesablauf inklusive nicht zu später Essenszeiten und einer möglichst gleichbleibenden Schlafenszeit gelegt werden. Zusätzlich kann sich das Vermeiden von Stress positiv auf die Schlafqualität auswirken.

Fazit

Asthma-2Wer unter der Erkrankung Asthma leidet, hat es ohnehin schon nicht so ganz leicht im Leben. Hier bedarf es grundsätzlich immer wieder der Konsultation mit dem behandelnden Arzt, welcher im Übrigen auch bei vermehrt auftretenden Schlafstörungen durch Asthmaanfälle aufgesucht werden sollte. Möglicherweise ist eine Überprüfung der Medikamente oder auch der Dosierung notwendig.

Darüber hinaus können störenden Faktoren aber bereits vorbeugend ausgeschlossen werden. Denn wer besonders als Asthmapatient auf einen gesunden und aktiven Lebensstil achtet, kann die Behandlungen durch den Facharzt positiv unterstützen. Neben den krankheitsspezifischen Ansprüchen und Bedürfnissen sollte aber auch niemals die optimale Schlafumgebung vergessen werden. Diese sorgt nicht nur bei gesunden Menschen für einen erholsamen und störungsfreien Schlaf. Besonders Patienten mit Atemwegserkrankungen sollten auf eine optimale Raumtemperatur und einen gut gelüfteten Raum achten, bevor sie sich zur erholsamen Nachtruhe betten.

Fotos: © BillionPhotos.com, © New Africa – Fotolia.com

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