Babyschlaf: das sollten Eltern wissen

Was Eltern über den Babyschlaf wissen sollten

babyschlaf-2Wenn sich der kleine süße Nachwuchs einstellt und allein mit seiner Anwesenheit scheinbar alles im Leben von jungen Eltern auf den Kopf zu stellen scheint, dann ist es für viele nicht immer leicht, alles richtig zu machen. Schnell stellen sich tausende Fragen ein und nicht selten fragen sich Eltern, ob das Baby auch gesund ist, wenn es in den ersten Monaten nur dann aufwacht, wenn die Windel voll und das Bäuchlein leer ist.

Doch der Babyschlaf funktioniert nach einem anderen Rhythmus und ist natürlich nicht bei allen Babys gleich. Wir erklären alles rund um das Thema Babyschlaf, damit auch junge und noch unerfahrene Eltern wieder ruhiger schlafen können.

Dauer und Phasen des Babyschlafs

Es steht wohl außer Frage, dass gerade in den ersten Monaten nach der Geburt des Kindes der gewohnte Rhythmus, auch der eigene Schlafrhythmus, von jungen Eltern auf den Kopf gestellt wird. Denn Babys haben ihren ganz eigenen Tag-Nacht-Rhythmus, der sich erst nach und nach dem der Eltern anpasst.

Zum Vergleich:

Baby Eltern
Schlafbedarf zwischen 16 und 20 Stunden über den Tag verteilt Schlafbedarf zwischen 7 und 9 Stunden, überwiegend nachts
Sechs Schlafphasen Fünf Schlafphasen

 

Doch ebenso wie die nächtliche Ruhe bei erwachsenen Menschen wichtig ist, um Körper und Geist eine Erholungsphase zu verschaffen und die Regenration zu ermöglichen, brauchen auch Neugeborene und Babys einen gesunden Schlaf in einer optimalen Schlafumgebung.

Das Schlafverhalten von Babys

So wie bei den Erwachsenen auch, unterscheiden sich natürlich auch bei Neugeborenen und Babys das Schlafverhalten und die Schlafgewohnheiten. Das bedeutet, dass auch kleine windelbepackte Wonneproppen manchmal sogenannte Langschläfer sein können und andere wieder nur eine verhältnismäßig kurze Zeit schlafen. Hinsichtlich des Schlafverhaltens oder auch des Schlafrhythmus gibt es natürlich ganz individuell die eine oder andere Abweichung bei den Kleinen.

Doch es gibt Durchschnittswerte, die man durchaus als Richtlinie nutzen kann:

1. 0 bis 3 Monate alte Babys: In diesem Alter funktioniert der Schlafrhythmus ebenso wenig wie der Tag- und Nachtrhythmus. Normal ist hier ein Babyschlaf in kurzen Intervallen von zwei bis vier Stunden. Über den Tag verteilt kommen also Babys so auf einen Schlafbedarf von 16 bis 20 Stunden.

2. 4 bis 6 Monate alte Babys: So langsam werden die wachen Phasen des Babys länger und die Schlafphasen minimieren sich nach und nach auf drei bis vier Phasen, so dass diese Kinder schlussendlich auf eine Schlafenszeit von ungefähr 12 bis 15 Stunden kommen.

3. 7 bis 12 Monate alte Babys: In diesem Alter haben die Babys üblicherweise schon einen eigenen Tag-Nacht-Rhythmus entwickelt und schlafen nunmehr überwiegend in den Nachtstunden. Allerdings hat sich nun auch das kleine Gehirn schon ein ganzes Stück weiter entwickelt, so dass es doch mitunter zu unruhigen Nächten führen kann. Denn während des wohltuenden Babyschlafs verarbeiten die Kleinen das, was sie am Tag erlebt und vielleicht auch schon gelernt haben.

4. 12 bis 24 Monate alte Babys: Diese Kinder sind nun schon an einen festen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnt und der Schlafbedarf senkt sich in der Regel auf insgesamt 11 bis 14 Stunden ab. Davon wird die meiste Zeit in der Nacht geschlafen, doch auch ein schönes Mittagsschäfchen tut den Babys gut.

Hinweis: Da Babys nun einmal ihren Babyschlaf unbewusst und sozusagen wie von Mutter Natur bestimmt genießen, wird es für die meisten Eltern eine Umstellung sein, den eigenen Schlafrhythmus dem des Kindes anzupassen. Es ist dabei völlig normal, dass es bei dem einen Kind besonders einfach und schnell gelingt und bei dem anderen Kind eben länger dauert, die beiden abweichenden Schlafrhythmen aneinander anzugleichen.

Tipp: Auch wenn man nicht unbedingt den Schlafrhythmus des Kindes programmieren kann, wie man einen Timer an der Kaffeemaschine programmiert, ist es dennoch möglich, das Baby mit Geduld an einen anderen Rhythmus zu gewöhnen. So ist es durchaus hilfreich, wenn die Vorhänge zugezogen werden, wenn man das Kind hinlegt. In den Wachphasen hingen macht es Sinn, wenn man für mehr Bewegung und mehr Licht im Raum sorgt, wo das Baby sich aufhält. Ebenso können gewisse Rituale vor dem Babyschlaf bereits den Neugeborenen das Gefühl vermitteln, dass jetzt die Zeit des Schlafens angebrochen ist. Diese Rituale sind auch hervorragende Einschlafhilfen, gerade für ältere Babys, die vielleicht lieber noch etwas Neues entdecken wollen, anstatt zu schlafen.

Die richtige Schlafumgebung ist für einen gesunden Babyschlaf wichtig

babyschlaf-1Gerade für Kinder ist ein gesunder Babyschlaf ungemein wichtig. Denn im Gegensatz zu uns Erwachsenen regenerieren sich nicht nur die Zellen in dem kleinen Körper, sondern der gesunde Schlaf ist maßgeblich dafür verantwortlich, wie gut und wie gesund sich ein Baby entwickelt. Selbst seine Lernfähigkeit und die Ausbildung der inneren Organe sowie das Wachstum sind bei einem so kleinen Lebewesen vom Babyschlaf abhängig.

Schon aus diesem Grund ist eine optimale Schlafumgebung für Babys sehr wichtig. Wenn man zudem noch bedenkt, dass jährlich rund 200 Säuglinge am plötzlichen Kindstod sterben, wird schnell klar, wie ausgesprochen wichtig eine sichere Umgebung für den Babyschlaf sein muss.

Wichtige Faktoren, die für eine gesunde und optimale Schlafumgebung sorgen sind:

• Raumtemperatur von circa 18 ° Celsius
• Verzicht auf Stofftiere oder leichten und losen Kissen im Kinderbett
• die Bettdecke sollte nicht zu leicht und lose sein, damit das Baby diese sich nicht über das Gesicht ziehen kann
• die Schlafbekleidung des Babys sollte gut sitzen (hier eignen sich besonders gut sogenannte Schlafsäcke)
• regelmäßiges Lüften des Raumes, wo der Säugling zum Babyschlaf gebettet wird
• eine dem Kind angepasste und geeignete Kindermatratze, die frei von Schadstoffen ist
• ein geeignetes Kinderbett

Besonders die optimale Ausstattung der Schlafstatt sollte im Fokus von jungen Eltern liegen, damit der Sprössling seinen Babyschlaf auch wirklich ausreichend und sicher genießen kann. So ist es eher als unsicher anzusehen, wenn das Baby zum Schlafen ins elterliche Bett gelegt wird. Zum einen, weil es dort schneller herausrollen kann, sobald es schon etwas agiler ist. Auf der anderen Seite fühlen sich die kleinen Erdenwürmer gefühlsmäßig verloren und regelreicht einsam, wenn sie in einem so großen Bett zum Schlafen hingelegt werden. Schlafen indes die Eltern mit dem Kind gemeinsam in einem Bett, kann das unter Umständen nur für kurze Zeit eine Option sein. Denn hier besteht das Risiko, dass das Kind ungewollt erdrückt werden kann.

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