Bettdecke waschen/reinigen – Daunen, Federbett, Wolle & Co.

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Was gibt es schöneres, als sich ins herrlich frische Bett zu kuscheln? Doch mit der Zeit lassen Gebrauchserscheinungen das Frischegefühl nach und nach verschwinden. Damit Sie sich jederzeit vollends wohlfühlen, sollten Sie Ihre Bettdecke regelmäßig waschen. Doch wie genau wäscht man eine Bettdecke? Worauf Sie beim Waschen achten müssen und welche Unterschiede es zwischen den verschiedenen Materialien gibt, erfahren Sie in diesem Beitrag. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps, was die Pflege und Reinigung betrifft.

Wann und wie oft Sie Ihre Bettdecken waschen sollten

Eine Bettdecke sollte etwa einmal im Jahr gewaschen werden, sofern keine größeren Verschmutzungen entstanden sind. Wichtig ist, dass die Bettwäsche nach dem Schlafen immer gut aufgeschüttelt und gelüftet wird. So kann sich die Füllung gleichmäßig verteilen und die über Nacht entstandene Feuchtigkeit kann richtig austrocknen. Wird eine Bettdecke nicht regelmäßig gelüftet, kann sich darunter und darin Feuchtigkeit ansammeln. Das führt zum einen zur Bildung von Schimmelpilzen. Außerdem bietet diese Feuchtigkeit einen Nährboden für Hausstaubmilben. Mit dem Waschen der Bettdecke beugen Sie der Ansiedlung von Hausstaubmilben vor, erhöhen die Hygiene und sorgen so für mehr Komfort im Bett. Nach dem Waschen kann die Bettdecke im Trockner getrocknet werden. Dies ist von Material zu Material unterschiedlich. Sie können die Bettdecke auch über einem Wäscheständer an der frischen Luft trocknen lassen. Nachfolgend erfahren Sie, welche Unterschiede es beim Waschen verschiedener Materialien gibt.

Pärchen liegt bis zur Nasenspitze unter der Bettdecke

Bettdecke richtig waschen: Materialien im Überblick

Bettdecken können aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen. Diese sind zum Teil sehr pflegeleicht und einfach waschbar. Bei anderen Stoffen muss man etwas vorsichtiger sein, was die Pflege angeht. Im Folgenden finden Sie das Wichtigste zu den verschiedenen Materialien und wissen danach ganz genau, worauf es beim Waschen Ihrer Bettdecke ankommt.

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Daunendecke selber waschen

Daunenfedern haben durch ihre sehr feine Struktur eine hervorragende wärmende Wirkung. Diese Wirkung lässt jedoch nach, sobald die Daunen klumpig werden. Tägliches Aufschütteln und Lüften des Bettzeugs wird daher empfohlen, auch um die Bildung von Hausstaubmilben zu verhindern. 

Daunendecken sollten alle zwei bis drei Jahre gewaschen werden. Dies machen Sie am besten so:

Schritt 1: Vergewissern Sie sich zunächst, ob Ihre Decke mit bis zu ca. 400 g Daunen gefüllt ist. Diese können Sie zu Hause in der Waschmaschine waschen. Daunendecken mit mehr als 400 g Füllung sollten Sie in eine Reinigung geben. Beachten Sie zudem die Waschanleitung auf dem Etikett an Ihrer Decke.

Schritt 2: Für das Waschen von Daunendecken eignet sich Wollwaschmittel sehr gut. Einen Weichspüler sollten Sie nicht verwenden; ebenso wenig ein Waschmittel mit optischen Aufhellern, denn diese greifen die Daunen an. Verwenden Sie nur eine geringe Menge an Waschmittel – etwa ein Drittel der sonst üblichen Menge sollte ausreichen.

Schritt 3: Das optimale Waschprogramm für Daunenbettdecken ist ein Fein- oder Wollwaschprogramm. Sie können auch das Daunenwaschprogramm einstellen, falls Ihre Waschmaschine darüber verfügt. Die Temperatur sollte maximal 40° Celsius betragen.

Schritt 4: Um das Waschmittel restlos aus der Daunendecke zu entfernen, starten Sie anschließend einen Extra-Spülgang. Beim Schleudergang sollte eine niedrige Schleuderzahl gewählt werden, beispielsweise 400.

Schritt 5: Zum Trocknen geben Sie Ihre Decke am besten in einen Trockner. Wählen Sie dafür ein schonendes Trocknerprogramm aus, sodass die Daunen ihre volle Bauschkraft erhalten und die Daunendecke ihre ursprüngliche Form annehmen kann.

Schritt 6: Nach dem Trocknen können Sie die Decke per Hand aufschütteln. Falls sie noch nicht ganz trocken sein sollte, geben Sie die Decke noch einmal für etwa 15 Minuten in den Trockner und wiederholen Sie den Vorgang, bis die Decke vollständig trocken ist. 

Federbett bzw. Federdecke waschen

Bettdecken werden im Allgemeinen sowohl mit Daunen als auch mit Federn befüllt. Sind mehr als 60 Prozent Daunen enthalten, spricht man von einer Daunendecke, bei weniger als 60 Prozent Daunen handelt es sich um eine Federdecke. Damit das Federbett möglichst lange flauschig bleibt, sollte es in regelmäßigen Abständen gewaschen werden, nämlich etwa alle drei bis vier Jahre. Wenn Sie Allergiker sind, können Sie Ihr Federbett auch häufiger waschen. Vor dem Waschgang sollten Sie die Decke auf Risse und Löcher überprüfen. Nähen Sie diese zu, damit sich die Füllung nicht in der Waschmaschine verteilt und diese dadurch beschädigt. Als Waschmittel empfiehlt sich ein normales Daunen- oder Wollwaschmittel. So wird die Füllung gut gereinigt, ohne zu verklumpen. Auf einen Weichspüler sollte verzichtet werden. Dadurch können die Federn verkleben und ihre natürliche Fettschicht wird zerstört. Ein Federbett waschen Sie am besten bei einer Temperatur bis zu 60° Celsius mit einem Feinwaschprogramm. Es genügen aber auch 30 bis 40° C, je nach Verschmutzung. Um Milben abzutöten, ist eine Temperatur von mindestens 60° Celsius erforderlich. Zuletzt sollte die Decke geschleudert werden. So verliert sie schon eine Menge Feuchtigkeit, wodurch sie im Anschluss schneller trocknet.

Federn von Daunenbettwaren fliegen durch's Schlafzimmer

Beim Trocknen im Trockner entscheidet man sich am besten für eine mittlere Temperatur. Daraufhin schüttelt man die Decke gut aus. Nun lassen Sie sie eine Weile auskühlen und geben sie erneut in den Trockner. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis das Federbett vollständig getrocknet ist. Eine Federdecke lässt sich auch an der frischen Luft trocknen. Hierfür bietet sich der Sommer an. Dafür wird die Decke auf einen Wäscheständer gelegt – nicht gehängt! Die Sonne darf dabei nicht direkt auf die Wäsche scheinen. Stellen Sie den Wäscheständer stattdessen lieber in den Schatten. Die Wäsche trocknet dank der hohen Temperaturen trotzdem schnell. Wenden Sie die Decke regelmäßig und schütteln Sie sie auf, damit die Wärme gleichmäßig in die Decke vordringt. Beachten Sie jedoch: Die Trocknung auf diese Weise kann manchmal einige Tage dauern.

Wäsche trocknet an der frischen Luft

Wolldecke richtig waschen

Wolldecken bestehen aus Schurwolle, bei der es sich um eine besondere Wollart handelt. Auch diese Wolldecken kann man in der Waschmaschine waschen, sofern dies auf dem Pflegeetikett vermerkt ist. Eine Wolldecke kann bei maximal 30° Celsius gewaschen werden, am besten mit einem Woll- oder Feinwaschprogramm. Nutzen Sie ein spezielles Wollwaschmittel. Alternativ können Sie ein mildes Shampoo verwenden. Auf Weichspüler sollte verzichtet werden, da dieser für Wollfasern nicht geeignet ist und die Materialeigenschaften beeinträchtigt. Im Anschluss können Sie die Decke bei 600 bis 800 Umdrehungen schleudern. Achtung: Manche Wolldecken vertragen nur kaltes Wasser! Beachten Sie, dass Wolldecken sehr voluminös sind. In eine Wäschetrommel von ca. 9 kg Fassungsvermögen passen lediglich 2 kg Wolle. Wolle nimmt sehr viel Wasser auf, in der Trommel muss noch ausreichend Platz für den Spülgang sein. Eine Wolldecke darf zum Trocknen nicht in den Trockner gegeben werden. Am besten trocknen Sie Ihre Decke, indem Sie sie über mehrere Leinen verteilen und an der frischen Luft trocknen lassen. Vermeiden Sie dabei direkte Sonneneinstrahlung, um zu verhindern, dass die Decke ausbleicht. Falls Sie dafür nicht genügend Platz haben, können Sie die Decke auch auf einem großen Badetuch ausbreiten und mehrmals wenden.

Kuscheldecke waschen

Die meisten Kuscheldecken sind sehr pflegeleicht und können in der Waschmaschine gewaschen werden. Besonders gilt das für Decken aus Kunstfasern wie Fleecedecken oder Wolldecken aus Baumwolle mit Dralon- oder Mikrofaser-Anteil. Auch Kunstfelldecken können Sie in der Waschmaschine reinigen.

Wählen Sie eines der folgenden Programme für eine schonende Reinigung:

  • Feinwaschprogramm
  • Wollprogramm
  • normales Schon- oder Pflegeleichtprogramm

Kuscheldecken sollten bei niedriger Temperatur und geringer Drehzahl gewaschen werden. Pflegeleichte Fleecedecken aus Polyester können Sie beispielsweise bei 30 bis 40° Celsius und einer Schleuderzahl zwischen 600 und 800 Umdrehungen waschen. Anspruchsvolle Decken aus Kunstpelz oder Baumwoll-Acryl-Mischungen brauchen ein Wollwaschprogramm bei 20 bis 30° Celsius.

Kuscheldecke in der Waschmaschine

Mit einem Feinwaschmittel ohne optische Aufheller behält Ihre Kuscheldecke lange Zeit ihre Farbe. Color-Feinwaschmittel in flüssiger oder Pulverform eignen sich gut für die Wäsche von Fleece- und Mikrofaserdecken. Auf Weichspüler sollten Sie auch bei Kuscheldecken verzichten. Seine Verwendung kann dazu führen, dass sich die Fasern der Decke verknoten, wodurch die Decke dann weniger flauschig wirkt. Manche Kuscheldecken sind explizit trocknergeeignet. Dennoch sollten Sie beim Trocknen Ihrer Kuscheldecke möglichst auf den Trockner-Einsatz verzichten. Stattdessen können Sie die Decke ganz einfach ausgebreitet an der frischen Luft trocknen. Das Gewebe der Materialien wird so besser geschützt und die Decke bleibt länger weich und kuschelig.

Achtung: Legen Sie Kuscheldecken nie in die direkte Sonne, damit die Farben erhalten bleiben und nicht ausbleichen. 

 

Kamelhaardecke richtig waschen

Decken aus Kamelhaar sollten Sie so selten wie möglich waschen. Das Haar von Kamelen reinigt sich von selbst. Deshalb reicht es, wenn Sie Ihre Decke regelmäßig gut lüften. Müssen Sie die Decke dennoch einmal waschen, ist dies grundsätzlich möglich. Verwenden Sie dafür den Schonwaschgang bei einer Temperatur von maximal 30° Celsius. Nehmen Sie weder Weichspüler noch Vollwaschmittel, sondern nutzen Sie ein für Naturfasern geeignetes Waschmittel. Verzichten Sie auf das Schleudern zum Ende des Waschgangs oder wählen Sie die geringste Schleuderzahl der Waschmaschine. Die Decke dürfen Sie auf keinen Fall in den Trockner geben oder bügeln, da dies den Kamelhaaren schadet. Breiten Sie die Decke stattdessen auf einem Wäscheständer aus und lassen Sie sie an der frischen Luft trocknen. Vermeiden Sie, dass die Decke dabei in der prallen Sonne liegt, da die Haare sonst schneller spröde werden und zu brechen drohen. Tipp: Geben Sie Kamelhaardecken am besten in eine chemische Reinigung. So schonen Sie das empfindliche Material.

Fleecedecke waschen

Gehen Sie vor der Wäsche zunächst die Fleecedecke mit einer klebenden Fusselrolle ab. So sorgen Sie für die beste Pflege der Decke. Waschen Sie die Decke allein, um Verfärbungen zu vermeiden. Es ist jedoch auch möglich, die Decke zusammen mit anderen farbigen Textilien zu waschen. Für die Wäsche von Fleecedecken können Sie prinzipiell jedes Waschmittel verwenden. Auch die Verwendung von Weichspüler ist möglich. Waschen Sie die Fleecedecke bei 40° Celsius und einer geringen Schleuderzahl von etwa 600 bis 800 Umdrehungen. Komplett keimfrei wird eine Decke erst bei 60° Celsius, die meisten Fleecedecken halten dies jedoch nicht aus. Beachten Sie daher unbedingt das Pflegeetikett. Geben Sie die Decke nach dem Waschen nicht in den Trockner, da sich dadurch erneut Flusen auf der Decke sammeln. Fleece trocknet ohnehin sehr schnell. Sie können die Fleecedecke einfach über einen Wäscheständer hängen. So behält die Decke ihre Form.

Polyester-Decke richtig waschen

Werfen Sie vor dem Waschen Ihrer Polyesterdecke einen Blick auf das Pflegeetikett. Da Kleidung oder Decken meist nicht zu 100 Prozent aus Polyester bestehen, sollten Sie das Etikett für alle spezifischen Waschhinweise beachten. Weist die Decke bereits Flecken auf, ist es ratsam, diese vor dem Waschen vorzubehandeln. Dies gelingt am besten, wenn Sie den Fleck in warmem Wasser mit etwas Waschmittel einweichen. Mit dem passenden Waschprogramm können Sie die Polyester-Decke dann in der Waschmaschine waschen. Polyester ist im Allgemeinen sehr strapazierfähig, zu hohe Temperaturen verträgt das Material jedoch nicht. Wählen Sie daher ein Programm mit der für die Decke höchstmöglichen Waschtemperatur und einer Schleuderzahl von 600 bis 800 Umdrehungen. Um den Gemütlichkeitsfaktor der Decke zu erhalten, sollten Sie auf Weichspüler verzichten. Überprüfen Sie die Decke nach dem Waschen auf verbliebene Schmutzreste. Sollten noch Flecken auf der Decke sein, wiederholen Sie den Waschgang einfach, solange die Decke noch nass ist. Sie müssen die Decke zum Trocknen nicht in einen Trockner geben. Polyesterfasern trocknen sehr schnell und knittern kaum. Ein Trockner würde die Fasern lediglich strapazieren.

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Steppdecke bzw. Steppbett selbst waschen

Wichtig ist beim Waschen einer Steppdecke, dass Ihre Waschtrommel ein Fassungsvermögen von mindestens 5 kg aufweisen muss. Andernfalls wird die Füllung der Steppdecke zu sehr zusammengepresst. Sie können die Decke bei 30 bis 40° Celsius im Schonwaschgang waschen, wobei Sie keinen Weichspüler verwenden sollten. Um Hausstaubmilben abzutöten, müssen Sie die Steppdecke bei 60° Celsius waschen. Beachten Sie aber, dass dadurch die Füllung beschädigt werden könnte. Eine Steppdecke trocknen Sie am besten im Trockner, da es zu lange dauern würde, sie an der frischen Luft zu trocknen. Außerdem erhöht dies das Risiko der Schimmelbildung. Nehmen Sie dafür eine geringe Drehzahl und eine niedrige Temperatur. Ein Trockengang sollte nicht länger als 20 Minuten dauern. Führen Sie die Trocknung in mehreren Schritten durch und schütteln Sie die Bettdecke zwischen den Trockengängen immer neu auf.

Gewichtsdecke, Gravity-Decke oder Therapiedecke waschen

Bei Gewichtsdecken oder Therapiedecken handelt es sich um extra schwere Schlafdecken mit einem Gewicht von 4 bis 12 kg. Ihr Zweck besteht darin, den Schlaf zu verbessern. Beim Waschen dieser Decken kommt es auf die Füllung, die Qualität und den Bezug der Decken an. Solche Bettdecken sollten auf jeden Fall separat gewaschen werden. Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts passen ohnehin nur kleinere Gewichtsdecken in eine normale Haushaltswaschmaschine. Gewichtsdecken sollten etwa ein- bis zweimal im Jahr gewaschen und täglich gut gelüftet werden. So kann die über Nacht angesammelte Feuchtigkeit besser entweichen und der Ansiedlung von Hausstaubmilben wird entgegengewirkt. Feinwaschmittel ohne optischen Aufheller eignen sich hervorragend zum Waschen von Gewichtsdecken. Auch ein Wollwaschmittel kann verwendet werden. Weichspüler sollten Sie weglassen. Nutzen Sie ein Fein- oder Wollwaschprogramm der Waschmaschine. Mit einer niedrigen Umdrehungszahl kann die Gravity-Decke auch geschleudert werden.

den richtigen Waschgang an der Waschmaschine einstellen

Für Allergiker sind 60° Celsius eine angemessene Waschtemperatur. Jedoch können nicht alle Gewichtsdecken mit 60° Celsius gewaschen werden, für einige Decken sind 30 bis 40° Celsius das Maximum. Lesen Sie deshalb vorher immer das Pflegeetikett der Decke. Sollte die Bettdecke nicht in Ihre Waschmaschine passen, versuchen Sie es keinesfalls mit Gewalt. Dies schadet der Decke, kann die Waschmaschine beschädigen und außerdem ist das Reinigungsergebnis nicht zufriedenstellend. Alternativ können Sie die Gewichtsdecke auch in der Badewanne in einer Seifenlauge waschen. Lassen Sie die Decke jedoch nicht zu lange darin schwimmen und achten Sie auf die Wassertemperatur. Trocknen Sie Ihre Gewichtsdecke nicht im Trockner! Dies könnte dem Material schaden und dazu führen, dass Nähte reißen. Hängen Sie die Decke am besten einfach auf die Leine. So behält sie ihre Form.

Wichtige Infos für Allergiker im Überblick

Wildseidendecke waschen

Eine Decke aus Wildseide muss regelmäßig gewaschen werden. Vor allem Ganzjahresdecken sollten sorgfältig gepflegt werden. Das Pflegen von Seidenartikeln ist vor allem für die Erhaltung ihrer Qualität enorm wichtig. Sie sind sehr empfindlich Hitze gegenüber, zudem sollte man sie nicht für längere Zeit in Wasser baden. Im Allgemeinen kann man Seidenbettdecken bei kleineren Flecken selbst reinigen, jedoch nur von Hand und ausschließlich mit kaltem Wasser. Sie dürfen nicht in den Trockner gegeben werden und nicht der puren Sonne ausgesetzt werden. Greifen Sie unbedingt auf ein spezielles Waschmittel für Seide zurück. Gewöhnliche Waschmittel können durch fahrlässigen Gebrauch große Schäden verursachen. Da Wildseidendecken keine hohen Temperaturen vertragen, dürfen Sie zum Trocknen keinesfalls einen Trockner verwenden oder die Decke direkter Sonneneinstrahlung aussetzen. Falls Sie es sich nicht zutrauen, Ihre Seidenbettdecke selbst zu waschen, können Sie sie in eine professionelle Reinigung geben.

Tipp: Lüften Sie Ihre Seidenbettwäsche etwa alle drei Wochen für eine bis zwei Stunden gründlich an der frischen Luft. So sorgen Sie für ein frisches und angenehmes Schlafgefühl. Wichtig ist auch hier wieder, dass Sie die Bettwäsche nicht im direkten Sonnenschein aufhängen. 

 

Lama-Decke waschen

Auch Lamadecken lassen sich waschen. Dies funktioniert allerdings nur in modernen Waschmaschinen, die über eine sogenannte Wollwippe verfügen. Ein Schleuderprogramm darf dabei nicht verwendet werden. Die Wollwippe entfernt stattdessen überschüssiges Wasser durch leichtes Drücken. Achten Sie darauf, dass die Wassertemperatur für den Wollwaschgang maximal 30° Celsius beträgt. Bei modernen Waschmaschinen kann man neben der Wollpflege auch ein Waschprogramm mit Kaltwasser einstellen.

Wolldecke in der Nahaufnahme

Diese Pflegetipps sind geeignet für Lamadecken aus Mischgewebe mit anderen Wollfasern (z. B. Kaschmir, Merinowolle, Angora, Seide, Kamelhaar u. a.) sowie für Decken aus 100 Prozent echter Alpakawolle. Ebenso gelten unsere Empfehlungen für Decken aus Baby-Alpaka. Alternativ können Sie eine Lamadecke auch per Hand waschen. Dafür verwenden Sie lauwarmes Wasser (maximal 30° Celsius) und fügen etwas Shampoo hinzu. Bitte keinen Weichspüler benutzen! Die Decke spülen Sie dann mit ebenfalls lauwarmem Wasser und drücken überschüssiges Wasser leicht heraus. Danach können Sie die Decke zum Trocknen aufhängen. Mit einer Handwäsche verleihen Sie Ihrer Decke einen frischen Duft.

Alpaka-Decke richtig waschen

Alpaka-Decken sind aufgrund der Verfilzungs-Gefahr mit größter Vorsicht zu waschen. Beachten Sie, dass bei jeder Wäsche ein Teil des natürlichen Reinigungseffekts der Alpakafaser verloren geht! Nutzen Sie ein Wollwaschprogramm Ihrer Waschmaschine bei einer Temperatur von 30° Celsius. Andere Waschprogramme können zum Verfilzen des Stoffes führen. Nehmen Sie ein Wollwaschmittel und geben Sie auf keinen Fall Weichspüler dazu. Dieser kann die Thermo-Eigenschaften der Alpakawolle beeinträchtigen. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, waschen Sie Ihre Alpakadecke per Hand. Dazu verwendet man maximal 30° Celsius warmes Wasser und ein rückfettendes Wollwaschmittel. Eine kleinere Verunreinigung können Sie mit verdünntem Essigwasser oder einem schonenden Waschmittel auswaschen. Zum Trocknen legen Sie die Decke auf eine flache Oberfläche.

Wäsche wird von Hand gewaschen

Tipp: Pflegen Sie Ihre Alpaka-Decken gut und lüften Sie sie regelmäßig, halten diese Bettwaren länger und bieten Ihnen viel Komfort für einen gesunden und erholsamen Schlaf. 

 

Baumwolldecke selbst waschen

Baumwolldecken sind sehr gut in der Waschmaschine waschbar. Hierfür wählt man ein Koch- oder Buntwäscheprogramm und nutzt ein Color- oder Feinwaschmittel. Decken aus Baumwolle lassen sich bei 60° Celsius waschen. Weichspüler sollte nur verwendet werden, wenn das Wasser sehr hart ist. Wenn Sie mögen, können Sie einzelne Flecken auch vorbehandeln. Zum Trocknen können Sie die Decke in den Trockner geben und bei einer mittleren Temperatur trocknen. Sie können Ihre Decke aber auch auf einer Leine trocknen. So bleibt sie sehr lange frisch. Sollte die Decke nicht in Ihre Waschmaschine passen, können Sie Baumwolldecken auch mit der Hand waschen. Dies ist schonender als eine Wäsche in der Waschmaschine. Das Wasser sollte nicht zu heiß sein. Ist die Temperatur für Ihre Hände angenehm, ist dies ausreichend. Verwenden Sie kein allzu scharfes oder bleichendes Waschmittel und setzen Sie nur wenig davon ein, damit die Decke nicht ausbleicht.

Nachdem die Baumwolldecke für zwei bis drei Stunden eingeweicht wurde, können Sie sichtbare Flecken durch Reiben behandeln. Ziehen Sie die Decke dabei aber nicht zu sehr aus der Form. Nach dem Waschgang spülen Sie die Decke mehrmals mit klarem Wasser, bis sich keine Schaumblasen mehr bilden. Hartnäckige Flecken sind allerdings nur schwer per Handwäsche zu entfernen. Alternativ können Sie die Decke auch in die Reinigung geben.

Microfaser-Decke waschen

Microfaserdecken sind in der Regel sehr pflegeleicht und können bequem in der Waschmaschine gewaschen werden. Wählen Sie dazu ein Fein-, Woll- oder Schonprogramm Ihrer Waschmaschine. Verwenden Sie ein Color-Waschmittel in flüssiger oder Pulverform und waschen Sie die Microfaserdecke bei 60° Celsius. So gehen Sie sicher, dass alle Hausstaubmilben abgetötet werden. Lassen Sie den Weichspüler weg, um die Microfasern nicht zu zerstören. Eine Microfaserdecke müssen Sie nach dem Waschen nicht in den Trockner geben. Es genügt völlig, die Decke auf einen Wäscheständer zu hängen, sie wird schon nach wenigen Stunden komplett getrocknet sein. Ein Vorteil von Microfaserdecken ist ihre Formbeständigkeit. Auch nach vielen Waschgängen bleiben sie perfekt in Form und verziehen sich nicht.

Kaschmirdecke waschen

Kaschmir gehört zu den Naturhaaren. Diese Decken sind mit einiger Vorsicht zu behandeln. Zwar haben Naturhaardecken die Fähigkeit zur Selbstreinigung. Sollte die Decke dennoch einmal verschmutzt sein, können Sie Ihre Kaschmirdecke höchstwahrscheinlich in der Waschmaschine waschen. Beachten Sie jedoch unbedingt die Pflegehinweise. Wichtig ist, dass die Decke bei maximal 30° Celsius gewaschen wird. Die niedrige Temperatur garantiert, dass der natürliche hygienische Schutz der Decke erhalten bleibt. Nutzen Sie ein für Naturhaare geeignetes Waschmittel und stellen Sie den Wollwaschgang ein. Zum Ende des Waschgangs verzichten Sie entweder auf das Schleudern oder nutzen eine sehr kleine Drehzahl. Geben Sie die Kaschmirdecke nicht in den Trockner! Legen Sie sie lieber auf einen festen, ebenen Untergrund und lassen Sie die Decke dort trocknen. Vermeiden Sie dabei direkte Sonneneinstrahlung.

Flauschdecke waschen

Flauschdecken können Sie ebenfalls in der Waschmaschine waschen. Damit sie angenehm flauschig bleiben, beachten Sie die folgenden Hinweise: Bei der Pflege von flauschigen Decken kommt es auf das Material an. Materialien wie Fleece und Kunstfell, aber auch Wolldecken mit einem Microfaseranteil können problemlos in die Waschmaschine. Schwieriger wird es bei empfindlichen Stoffen wie Kaschmir. Behalten Sie stets die Pflegeanleitung im Blick.Waschen Sie Ihre Flauschdecke am besten allein oder nur mit wenigen anderen Teilen in ähnlichen Farben. So wird dem Abrieb der Fasern entgegengewirkt und die Decke verfärbt sich nicht. Feinwaschprogramme wie “Pflegeleicht” oder das Wollwaschprogramm eignen sich am besten. Die Drehzahl beim Schleudern sollte sehr gering sein, bei so niedriger Temperatur wie möglich. So behält die Decke ihre Flauschigkeit. Flauschdecken brauchen kein besonderes Waschmittel. Achten Sie aber auf die Dosierungsempfehlung und auf den Härtegrad des Wassers. Feinwaschmittel ohne optische Aufheller eignen sich gut für Wolldecken. So werden die Decken vor Verfärbungen geschützt und bleiben weiterhin strahlend. Color-Feinwaschmittel können Sie für Fleece- bzw. Microfaserdecken verwendet werden.

Frau kauft Weichspüler

Ob Sie einen Weichspüler verwenden, bleibt Ihnen überlassen. Bei manchen Stoffen führt er dazu, dass die Decke länger flauschig bleibt und schneller trocknet. Oft sorgt Weichspüler allerdings dafür, dass sich die Fasern verknoten und die Decke ihre weiche Oberfläche verliert. Flauschdecken können auch in den Trockner gegeben werden. Allerdings birgt dies das Risiko, dass sich die Decke verzieht und die Fasern in Mitleidenschaft gezogen werden. Falls Sie den Trockner nutzen wollen, empfiehlt sich Schontrocknen. Andernfalls legen Sie die Decke einfach auf einen Wäscheständer und lassen Sie sie an der frischen Luft trocknen. Stellen Sie den Wäscheständer aber nicht in die Sonne, da die Decke durch die UV-Strahlung ihre Farbe verlieren könnte.

Tagesdecke richtig waschen

Tagesdecken sind sehr pflegeleicht. Sie bestehen meist aus Baumwolle oder Polyester. Nach dem Kauf und vor dem ersten Gebrauch sollten Sie sie waschen, da sich auf Tagesdecken oft Imprägnierungen oder andere chemische Stoffe befinden. Tagesdecken bestehen aus verschiedensten Materialien. Achten Sie daher auf die Pflegehinweise des Herstellers, was die Waschmaschinen- und Trocknertauglichkeit angeht. Oft ist dies ohne Probleme möglich. Wenn Sie die Tagesdecke in der Waschmaschine waschen, sollten Sie eine Temperatur von 30 bis 40° Celsius wählen. Nutzen Sie am besten das Feinwäsche-Programm mit einer geringen Schleuderzahl. Waschen Sie eine Tagesdecke möglichst einmal im Monat. Wollen Sie Ihre Tagesdecke nicht in die Waschmaschine geben, können Sie kleinere Flecken per Hand mit einem Lappen entfernen.

Blick auf die Waschsymbole im Pflegeetikett

Felldecke waschen

Damit Ihre Kunstfelldecken möglichst lange flauschig bleiben, sollten sie gut gepflegt werden. Eine Wäsche ist grundsätzlich möglich. Wollen Sie eine Felldecke in der Waschmaschine waschen, sollten Sie sie immer separat in die Trommel geben. Wählen Sie möglichst einen Hand- oder Schonwaschgang bei 30° Celsius mit wenigen Schleuderumdrehungen. So bleibt das Kunstfell geschmeidig, weich und flauschig. Als Waschmittel eignet sich ein Feinwaschmittel. Anders als bei vielen anderen Materialien können Sie bei Felldecken etwas Weichspüler hinzugeben. Möchten Sie Ihre Decke nicht in die Waschmaschine geben, ist auch eine Handwäsche möglich. Dazu nutzen Sie am besten kaltes Wasser und ein mildes Waschmittel. Geben Sie ruhig etwas Weichspüler hinzu. Lassen Sie das Fell etwa 20 Minuten einweichen und spülen Sie es danach gründlich aus. Trocknen Sie die Felldecke im Anschluss an der frischen Luft. Ein Trockner würde die feinen Fasern zerstören. Sie können das Fell auch ein wenig bürsten. So trocknet es schneller und die Fasern verfilzen und verknoten sich nicht.

Deckenart Waschprogramm Waschmittel Weichspüler Temperatur Schleuderprogramm Trocknen
Daunendecke Fein- oder Wollwaschprogramm Wollwaschmittel nein max. 40°C niedrige Schleuderzahl (400) Trockner
Federdecke Feinwaschprogramm Daunen- oder Wollwaschmittel nein max. 60°C, optimal 30-40°C niedrige Schleuderzahl (400) Trockner
Wolldecke Woll- oder Feinwaschprogramm Wollwaschmittel oder mildes Shampoo nein max. 30°C 600-800 Umdrehungen Luft
Kuscheldecke Woll-, Fein- oder Schonwaschprogramm Feinwaschmittel, Color-Feinwaschmittel nein 30-40°C 600-800 Umdrehungen Trockner möglich, besser Luft
Kamelhaardecke Schonwaschgang Naturhaar-geeignetes Waschmittel nein max. 30°C max. 800 Umdrehungen Lut
Fleecedecke Schonwaschgang jedes Waschmittel möglich möglich 40°C, max. 60°C 600-800 Umdrehungen Luft
Polyesterdecke Feinwaschprogramm Color-Feinwaschmittel nein 30-40°C 600-800 Umdrehungen Luft
Steppdecke Schonwaschgang je nach Füllung nein 30-40°C, max. 60°C je nach Füllung Trockner
Gewichtsdecke Fein- oder Wollwaschmittel Wollwaschmittel nein 30-40°C, max. 60°C niedrige Drehzahl Luft
Wildseidendecke nur per Hand Seidenwaschmittel nein kaltes Wasser - Luft
Lamadecke Waschprogramm mit Kaltwasser Wollwaschmittel nein max. 30°C nicht schleudern Luft
Alpakadecke Wollwaschprogramm Wollwaschmittel nein 30°C max. 600 Umdrehungen Luft
Baumwolldecke Koch- oder Buntwäscheprogramm Color- oder Feinwaschmittel nur bei hartem Wasser 60°C niedrige Schleuderzahl Trockner
Microfaserdecke Fein-, Woll- oder Schonwaschprogramm Colorwaschmittel nein 60°C niedrige Schleuderzahl Luft
Kaschmirdecke Wollwaschprogramm Naturhaar-geeignetes Waschmittel nein max. 30°C niedrige Schleuderzahl Luft
Flauschdecke Fein-, Woll- oder Pflegeleicht-Waschprogramm Feinwaschmittel, Color-Feinwaschmittel möglich geringe Temperatur niedrige Schleuderzahl Trockner oder Luft
Tagesdecke Feinwaschprogramm je nach Material nein 30-40°C niedrige Schleuderzahl Trockner oder Luft, je nach Material
Felldecke Handwäsche oder Schonwaschgang Feinwaschmittel möglich 30°C niedrige Schleuderzahl Luft

Chemische Reinigung der Bettdecke

Nicht immer lassen sich alle Arten von Bettdecken in der eigenen Waschmaschine reinigen. Das kann zum einen an der Größe der Decke liegen oder aber es sind grobe Verschmutzungen auf dem Textil, die man mit herkömmlichen Waschgängen nicht beseitigen kann. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Bettdecke chemisch reinigen zu lassen. Das entsprechende Pflegesymbol besteht aus einem leeren Kreis. Sofern dieser durchgestrichen ist, wird vom Hersteller eine chemische Reinigung nicht empfohlen. Befindet sich der Buchstabe „P“ in diesem Kreis, also dem Symbol für chemische Reinigung, bedeutet das: Der Bezug oder die Auflage kann chemisch gereinigt werden, unter Verwendung eines Lösungsmittels namens Perchlorethylen. Befinden sich unter diesem Symbol zusätzlich ein oder zwei Striche, soll die Decke es entweder schonend oder sehr schonend gereinigt werden.

Tipp: Um sicher zu gehen, dass das Material lange Zeit intakt bleibt, sollten Sie die Empfehlungen für Reinigung und Pflege niemals überschreiten.

Bettwäsche muss aus hygienischen Gründen regelmäßig gewaschen werden. Achten Sie dabei grundsätzlich auf die Pflegeanleitung. Wird die Bettwäsche in der Maschine falsch gewaschen, kann sich das Material verziehen oder gar abfärben. Mit den richtigen Einstellungen schonen Sie Ihre Bettdecke und haben lange Freude an Materialqualität und Farbe.

Kosten der Reinigung einer Bettdecke

Die Kosten für die Reinigung einer Bettdecke sind unterschiedlich. Dabei spielt sowohl der Umfang der Reinigung eine Rolle als auch die Größe der Bettdecke und ihr Material. Eine einfache Wäsche einer kleineren Bettdecke beläuft sich meist auf etwa 35 bis 60 Euro. Deutlich teurer ist eine Federnreinigung. Dabei werden die Daunen komplett entnommen, separat gereinigt und nach einem schonenden Trocknungsprozess wieder eingefüllt. Da bei solchen Reinigungen meist neue Inletts verwendet werden, in die man die getrockneten Federn später wieder einfüllt, liegen die Kosten bei 90 bis 110 Euro pro Decke. Solch eine aufwendige Reinigung ist oft allerdings nicht nötig. Manche Unternehmen berechnen den Preis der Reinigung nach Quadratmetern, die Größe der Bettdecke ist hierbei also entscheidend. Dabei werden meist unterschiedliche Wäsche-Arten mit verschiedenen Intensitätsgraden der Reinigung angeboten. Rechnet man die Preise auf die einzelne Decke um, sind diese Preise oft höher als bei anderen Wäschereien. Hier können Sie von 15 Euro bis 40 Euro pro m² ausgehen.

Im Folgenden haben wir aufgelistet, welche Kriterien beim Preis der Reinigung von Bettdecken eine Rolle spielen:

  • Größe der Decke
  • Anzahl der Decken (u. U. sind vergünstigte Staffelpreise möglich)
  • Intensität der Reinigung (z. B. reine Wäsche, Federnentnahme, Federnreinigung, neue Inletts etc.)
  • Preisgestaltung des Reinigungsbetriebs
  • ggf. Versandkoste

Ein Preisvergleich ist auf jeden Fall zu empfehlen. Seien Sie sich auch im Klaren darüber, welche Intensität der Reinigung für Ihre Bettdecke tatsächlich notwendig ist.

Bettdecke in der Waschmaschine waschen: Anleitung

Wollen Sie Ihre Bettdecke in der Waschmaschine waschen, müssen Sie einige Dinge beachten. Die wichtigsten Kriterien haben wir für Sie im Folgenden aufgelistet.

Das richtige Waschmittel

Im Allgemeinen sollte zum Waschen von Bettdecken ein Feinwaschmittel ohne optische Aufheller verwendet werden. Bei Daunendecken bieten sich auch Wollwaschmittel an. Für die speziellen Anforderungen von Daunen wurden spezielle Daunenwaschmittel entwickelt. Weichspüler sollten beim Waschen von Daunendecken nicht verwendet werden.

Das passende Programm

Nutzen Sie bei einer modernen Waschmaschine das entsprechende Spezialprogramm für die jeweilige Füllung der Decke. Ist ein solches Programm nicht vorhanden, können Sie das Fein- oder Wollwaschprogramm nutzen.

Die richtige Temperatur

Falls das Wäscheetikett an Ihrer Bettdecke nach längerer Zeit ausgeblichen ist, können Sie sich an folgenden Richtwerten orientieren:

Die richtige Waschtemperatur für Decken im Überblick

Bettdecke schleudern

Stellen Sie den Schleudergang auf maximal 400 Umdrehungen, also eine niedrige Drehzahl ein. Sonst können bei natürlichen Füllungen die Daunen und Federn brechen. Auch empfiehlt es sich, die Schleudergänge auf einen zu reduzieren, um die empfindlichen Materialien nicht mehr als nötig zu belasten.

Mit oder ohne Trockner

Wer seine Bettdecke zu Hause reinigen will, sollte bedenken, dass die Füllungen nur schwer und sehr langsam trocknen. Eine Bettdecken auf der Leine zu trocknen, birgt Risiken: So kann direkte Sonneneinstrahlung dazu führen, dass sich die Bettdecke bis auf 70° Celsius aufheizt. Dabei trocknen die Daunen und Federn zu sehr aus und werden brüchig. Beginnt es dann vielleicht noch plötzlich zu regnen, können die Füllungen erneut nass werden und klumpen. Besser ist es daher, gewaschene Bettdecken in den Trockner zu geben, um ein vollständiges Trocknen der Füllung zu gewährleisten. Je nach Füllung kann eine schonende Trocknung der Decke durchaus vier bis sechs Stunden in Anspruch nehmen. Dafür kann man dann aber sicher sein, dass wirklich alles trocken ist!

Wäsche aus dem Wäschetrockner

Trocknen Sie Ihre Bettdecke möglichst immer im Trockner. Nur so ist gewährleistet, dass die Füllung nicht verklumpt oder Feuchtigkeit im Inneren zurückbleibt, die zu einer gesundheitsgefährdenden Stockflecken- und Schimmelbildung führen kann. Geben Sie einen oder zwei Tennisbälle mit in den Trockner, die nicht abfärben. Dadurch wird die Füllung während der Trocknung immer wieder gleichmäßig verteilt, so dass nichts verklumpt. Wählen Sie ein Trocknerprogramm mit niedriger Temperatur, maximal 30° Celsius. Am besten ist es, die Decke nach einer Stunde im Trockner herauszunehmen, gut aufzuschütteln und erneut für eine Stunde bei niedriger Temperatur zu trocknen.

Tipp: Haben Sie keine Möglichkeit zum maschinellen Trocknen, sollten Sie die gewaschene Bettdecke in feuchtem Zustand gespannt über vier Stühle an der Luft trocknen. So ist eine schnelle Trocknung garantiert und ein Einlaufen oder verziehen wird verhindert.

 

Alles über Wasch- und Pflegesymbole

Neue Bettdecke reinigen: notwendig oder unnötig?

Manche fragen sich, ob man eine neue Bettdecke vor dem ersten Gebrauch waschen muss. Die Antwort darauf lautet: Nein. Man muss die Bettdecke nicht vor dem ersten Benutzen waschen. Sie können dies aber tun, wenn Sie sich dadurch wohler fühlen. Wesentlich wichtiger ist das gründliche Auslüften. Nehmen Sie die neue Bettdecke dazu aus der Hülle und lüften Sie sie an der frischen Luft für ein paar Stunden aus. Danach können Sie Ihre neue Decke mit Bettwäsche beziehen und sofort benutzen.

Perfekte Bettwäsche finden

Bettdecken richtig pflegen

Bettdecken müssen nur einmal im Jahr, vielleicht sogar seltener gewaschen werden. Allerdings ist dafür eine regelmäßige Pflege der Decke erforderlich. Was Sie tun müssen, damit Ihre Bettdecke möglichst lange hält und nur selten gewaschen werden muss, erfahren Sie hier:

  • Regelmäßig aufschütteln: Das regelmäßige Aufschütteln der Bettdecke ist enorm wichtig. So wird die Füllung gelockert und es können neue Lufträume entstehen, die für den Luftaustausch und die Wärmeerhaltung sorgen. Außerdem verschwindet die eingelagerte Feuchtigkeit wieder und die Bauschkraft wird gefördert. Versuchen Sie, das Aufschütteln zu einer morgendlichen Routine zu machen.

  • Auslüften lassen: Das Auslüften ist ebenso wichtig, da wir in der Nacht etwa einen halben Liter Flüssigkeit über die Atmung und als Nachtschweiß an unsere Schlafumgebung abgeben. Lassen Sie Ihre Bettdecke also morgens eine bis zwei Stunden auslüften. Dafür reicht ein angekipptes Fenster meist aus. Befindet sich die Bettdecke in einem dunstigen, feuchten Zimmer und wird nicht gelüftet, wird sie klamm. Das müssen Sie unbedingt verhindern, denn sonst wird die Füllung der Decke feucht und liegt schlaff im Bezug. Der Schlafkomfort leidet enorm darunter. Lüften Sie Ihre Bettdecke morgens gründlich, können Sie sich am Abend auf ein perfekt hergerichtetes und flauschiges Bett freuen.

  • Waschen: Etwa einmal im Jahr sollten Sie Ihre Bettdecken waschen, denn nicht immer kann der Bettbezug die Decke vor Feuchtigkeit oder Flecken schützen. Beachten Sie immer die Anweisungen des Pflegeetiketts, um beim Waschen nichts falsch zu machen. Je nach Material kann es zu Unterschieden kommen, was die Verwendung von Waschmittel und dem Waschprogramm sowie die Waschtemperatur, das Schleuderprogramm oder den Trocknungsprozess betrifft. Schneiden Sie das Pflegeetikett deshalb besser nicht ab!

  • Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen: Vermeiden Sie, dass Ihre Bettdecke direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Dies gilt vor allem, wenn Sie die Decke zum Trocknen oder Auslüften aufhängen. Den Federn in Federdecken wird dabei das Aufbauwasser entzogen, wodurch sie verspröden und an Elastizität verlieren. Im schlimmsten Fall kann es zum Bruch der Federn kommen. Auch die Hülle der Decke kann durch Sonnenlicht in Mitleidenschaft gezogen werden: Es kommt zu einer chemischen Veränderung der Baumwolle, wodurch ihre Festigkeit verringert wird. Das Gewebe wird mürbe und undicht. Einzelne Federn können mit ihren spitzen Kielen dann durch den Stoff nach außen dringen.

  • Auf Klopfen verzichten: Vermeiden Sie es, auf Ihre Bettdecke zu klopfen. Das führt dazu, dass sich die federdichte Verkreuzung der Inlay-Federn lockert und verschiebt. Die kleineren Federn könnten dadurch durchschlüpfen, da die Kiele der Federn durch den Druck des Klopfens nach außen getrieben werden. Außerdem können die Federn durch das Klopfen brechen.

  • Nicht mit dem Staubsauger absaugen: Auf das Absaugen mit dem Staubsauger sollten Sie ebenfalls verzichten. Durch die dichten Gewebe der Bettdecken kann ohnehin kein Staub eindringen. Das Absaugen ist ebenso schädlich wie das Klopfen: Durch den starken Sog wird das Gewebe des Inletts gelockert, die Füllung der Decke wird dann durch die erweiterten Poren herausgezogen. Passiert dies einmal, beginnt die Füllung stetig nach außen zu wandern, da die einzelnen Poren vergrößert sind.

  • Flecken abbürsten: Oberflächlichen Schmutz sollten Sie von Ihrer Bettdecke immer direkt abbürsten. So verhindern Sie eine stärkere Verschmutzung der Decke.

  • Richtiges Lagern: Sollten Sie Bettdecken nicht ständig gebrauchen, müssen diese richtig gelagert werden. Beachten Sie, dass Decken mit Feder- oder Daunenfüllung nicht in Plastiktüten verpackt werden dürfen. Verstauen Sie sie besser in einer Tasche aus atmungsaktivem Material. Pressen Sie die Decke zudem nicht zu stark zusammen, da sonst die Federn brechen.

Zusammenfassung

Fast alle Bettdecken können Sie problemlos selbst zu Hause waschen. In den meisten Fällen geht dies sogar in der Waschmaschine. Wichtig ist nur, dass Sie verschiedene Kriterien bei der Wäsche beachten. Allgemein ist das Material der Decke ausschlaggebend für die Art der Wäsche. Das Material bestimmt über das passende Waschprogramm, das Waschmittel, die Temperatur, den Schleudergang und darüber, ob Sie Weichspüler verwenden sollten und wie Sie die Decke am besten trocknen. Beachten Sie diese Kriterien, erhalten Sie die Flauschigkeit und Thermoaktivität Ihrer Bettdecke für lange Zeit. Pflegen Sie die Bettdecke auch zwischen den Waschgängen regelmäßig, schlafen Sie Abend für Abend mit einem guten Gefühl ein.

FAQ

Mit welchem Programm wäscht man Bettdecken?
Mit welchem Waschmaschinen-Programm man Bettdecken waschen sollte, ist abhängig vom Füllmaterial. Oft ist ein Fein- oder Wollwaschprogramm die richtige Wahl. Wichtig ist auch eine niedrige Schleuderdrehzahl. Beachten Sie am besten das Pflegeetikett Ihrer Bettdecke.
Wie trocknet man Bettdecken?
Viele Decken kann man im Trockner trocknen. Wichtig ist hier ein Schongang und eine nicht allzu hohe Temperatur, um das Füllmaterial der Decke nicht zu beschädigen. Eine Decke, die nicht trocknergeeignet ist, können Sie auch an der frischen Luft trocknen. Dabei sollten Sie die Decke nicht aufhängen, sondern eher auf einem Wäscheständer oder einer flachen Unterlage ausbreiten. Setzen Sie Bettdecken nie direkter Sonneneinstrahlung aus, dies schadet der Elastizität der Decke und lässt das Füllmaterial brüchig werden.
Wie oft sollte man Bettdecken waschen?
Sehr oft muss man Bettdecken nicht waschen, mehr als einmal im Jahr ist es nicht nötig. Manche Decken sollten sogar noch seltener gewaschen werden. Decken mit Naturhaarfüllung müssen aufgrund ihrer Fähigkeit zur Selbstreinigung eigentlich gar nicht gewaschen werden, möglich ist es aber. Viel wichtiger als das Waschen der Bettdecke ist ihre regelmäßige Pflege. Schütteln Sie Bettdecken regelmäßig aus und lüften sie, bleiben die Decken lange haltbar. So sorgen Sie für Hygiene und verhindern, dass die Decke gewaschen werden muss.
Dürfen Bettdecken in den Trockner?
Manche Bettdecken dürfen im Trockner getrocknet werden. Achten Sie auf das Material und das Pflegeetikett, das vermerkt, ob Ihre Bettdecke trocknergeeignet ist. Nutzen Sie zudem ein Schonprogramm und achten Sie darauf, dass die Temperaturen nicht zu hoch sind, denn das schadet der Füllung Ihrer Decke. Alternativ können Decken auch an der frischen Luft getrocknet werden. Direkter Sonneneinstrahlung sollten sie dabei allerdings nicht ausgesetzt sein.

Der Autor:

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Oliver

„Schlaf ist für Menschen lebenswichtig. Im Schlaf entspannt und erholt sich der ganze Körper, das Immunsystem schöpft neue Kraft und die Seele verarbeitet Erlebtes. Wer nachts gut schläft, ist tagsüber fit und leistungsfähig."

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