Bettnässen bei Kindern – Tipps und Tricks

Bettnässen bei Kindern? - Das können Sie tun

Die Diagnose Bettnässen hängt ganz vom Entwicklungsstand des eigenen Kindes ab. Viele Kleinkinder verschlafen nachts einfach den Druck der Blase und bemerken nicht, dass sie auf Toilette müssen. Wann ein Kind diesen Drang merkt und sich selbstständig meldet, lässt sich nicht pauschalisieren. Sie müssen die Vorgänge im Körper erlernen und zu beherrschen wissen. Während die einen mit drei Jahren bereits komplett trocken sind, machen die anderen regelmäßig ein. Grund zur Sorge gibt es erst im Alter von etwa fünf Jahren.

Enuresis als Entwicklungsverzögerung bei Kindern

Das Krankheitsbild zum Bettnässen nennt sich Enuresis. Das Kind muss mit dieser Entwicklungsverzögerung ab dem sechsten Lebensjahr mindestens zwei Nächte im Monat einmachen. Betroffene Kinder haben einen sehr tiefen Schlaf und es fehlt ein bestimmter Botenstoff im Körper. Er sorgt dafür, dass die Urinproduktion in der Nacht zurückgefahren und somit der Blasendruck gemindert wird. Kinder mit Enuresis verschlafen den Drang der Blase solange, bis der Schließmuskel nicht mehr standhalten kann. Das nächtliche Einnässen ist ein chronisches Leiden und kann mit viel Geduld und den richtigen Tipps erfolgreich behandelt werden. Zunächst führt der Weg zum Kinderarzt, der auf eine Harnwegsinfektion oder andere Krankheiten prüft. Herauszufinden ist dies nur mit genauen Aufzeichnungen, wie oft Ihr Kind am Tag getrunken hat und auf Toilette war.

Tipps für erfolgreiche trockene Nächte

  • Geduld der Eltern

    Eltern dürfen ihre Kinder nicht für das Einnässen bestrafen oder schimpfen. Andernfalls erhöht sich der Druck zu stark und ist weniger förderlich für trockene Nächte.

  • Belohnungen und gutes Zureden

    Manche Kinder brauchen einen direkten Anreiz, um besser auf ihre Körperfunktionen zu hören. Eine Belohnung am nächsten Morgen kann bereits wahre Wunder wirken. Manchmal genügt ein einfaches Lob als Belohnung.

  • Angenehme Schlafumgebung

    Sorgen Sie für eine angenehme Schlafumgebung, damit sich ihr Kind auch in der Nacht wohlfühlt. Oftmals sind es Bettwäsche oder Unterlagen, die als störend empfunden werden.

  • Trinkverhalten anpassen

    Kinder sollten am Abend weniger trinken. Manche Regeln untersagen das Trinken nach 18 Uhr. Dies ist jedoch von Kind zu Kind unterschiedlich und sollte individuell ausprobiert werden.

  • Töpfchen am Bett / Nachtlicht

    Ist der Weg zur Toilette zu lang, getrauen sich viele Kinder nicht das Aufstehen. Andere brauchen ein Nachtlicht, um den Weg zur Toilette überhaupt zu finden. Bei kleineren Kindern kann ein Töpfchen neben dem Bett helfen, um das eigene Aufstehen zu fördern.

Bettnässen nach einer langen Trockenphase

Sind Kinder bereits trocken und machen in der Nacht wieder ein, liegen verschiedene Störungen vor. Seelische Belastungen, Stress in der Schule oder die Trennung der Eltern sind ausschlaggebend für solch unruhige Nächte. Oftmals stehen Angstgefühle hinter diesem Verhalten.

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