COPD – so verbessern Sie den Schlaf

COPD: So lindern Sie die Symptome

Mit COPD leben: Tagesmüdigkeit reduzieren und den Schlaf verbessern

Nicht selten wird die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, kurz COPD, umgangssprachlich als sogenannte Raucherlunge oder auch Raucherhusten bezeichnet. Doch diese eher harmlosen Bezeichnungen verdeutlichen nicht wirklich, dass es sich dabei um eine sehr schwerwiegende Erkrankung handelt, die derzeit noch als unheilbar gilt und häufig zum vorzeitigen Tod führt. COPD-Patienten leiden zudem nicht selten an schweren Schlafstörungen, weswegen es infolge dessen immer wieder zu einer starken Tagesmüdigkeit kommt, die sich nachteilig auf den Alltag auswirkt.

Wir haben uns einmal etwas näher angeschaut, was man dagegen tun kann und wie sich der Schlaf verbessern lässt, um die Tagesmüdigkeit zu reduzieren.

Was bedeutet es, an COPD zu leiden?

Wer an COPD leidet, hat mit dem Fortschreiten der Krankheit zunehmend mehr mit den folgenden Symptomen zu kämpfen, die sich massiv auf die Lebensqualität auswirken.

Denn COPD-Patienten leiden unter:

• Atemnot, die zunächst nur bei körperlicher Belastung auftritt, später aber in den Ruhephasen
• Husten, welcher zunächst nur aus unerklärlichen Gründen und gelegentlich auftritt, mit der Zeit aber immer schlimmer und hartnäckiger wird
• Auswurf, der mit der Zeit nicht nur stärker wird, sondern sich auch immer schlechter abhusten lässt

Der Grund liegt hauptsächlich darin, dass sich vor der eigentlichen COPD-Erkrankung eine chronische Bronchitis entwickelt, bei welcher sich die Atemwege im Laufe der Zeit entzünden, sich verdicken und schließlich verschleimen. Für die Betroffenen im Anfangsstadium fühlt es sich also zunächst so an, als ob sie an einer starken Bronchitis leiden, auch ohne erkältet zu sein.

Das schwere Abhusten und die gereizten Atemwege sind ein sicheres Anzeichen dafür, dass die chronische Bronchitis stark ausgebildet ist. COPD kann zudem für eine Veränderung im Gehirn sorgen. Das bedeutet, dass die Betroffenen zusätzlich eine Angst davor entwickeln, bei körperlichen Anstrengungen kurzatmig zu sein, wodurch sie zunehmend körperliche Aktivitäten einschränken.

Welche Ursachen sind für eine COPD-Erkrankung verantwortlich?

Die Ursachen können auch bei dieser Erkrankung sehr vielfältig sein. Sehr oft liegt es zwar am jahrelangen Rauchen, doch nicht immer ist das der Auslöser. Denn auch genetische Ursachen oder Umwelteinflüsse können eine solche chronisch verlaufende Krankheit verursachen.

Dazu gehören unter anderem:

• genetisch bedingter Mangel am Protein Alpha-1-Antitrypsin
• Luftverschmutzung durch Nitrogase und Schwefeldioxid, also einer erhöhten Feinstaubbelastung
• schädlicher Staub, Dämpfe, Gase oder Rauch, wie sie an manchen Arbeitsplätzen im Produktionsprozess entstehen können
• angeborenes Fehlen von entsprechenden Abwehrstoffen, welches als Antikörpermangelsyndrom bezeichnet wird

 

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Wie wirkt sich COPD auf den Schlaf aus?

Normalerweise sollte jeder Mensch ausreichend und gut schlafen, um sich am nächsten Tag fit und frisch zu fühlen. In der Regel genügen 7 bis 8 Stunden für einen Erwachsenen, damit der Körper in dieser Zeit zudem seiner regenerierenden Funktion nachkommt und alle Energien und Kraftreserven wieder auffüllt.

Doch im Schlaf verändert sich generell die Atmung, sodass besonders COPD-Patienten sehr oft zusätzlich von ihrer Atemnot oder Hustenanfällen betroffen sind. Das bedeutet also, dass Schlaf und Atmung in einer wechselseitigen Beziehung stehen. Denn verengen sich die Atemwege beim Schlafen noch weiter und erschlafft die gesamte Muskulatur, kommt es schnell zu Schlafstörungen, weil der Betroffene nachts entweder zu wenig Luft bekommt oder unangenehme Hustenanfälle überwinden muss.

Raucher, die ohnehin zu den Personengruppen mit stark erhöhtem COPD-Risiko gehören, werden sich unter Umständen nachts nicht wie gewohnt ihrem erholsamen Schlaf widmen können, sondern sich immer öfter mit störenden Hustenanfällen und Atemnot herumschlagen müssen. Diese Störungen aber rufen natürlich Folgeerscheinungen auf den Plan.

Angefangen von einer dauerhaften Tagesmüdigkeit und verminderten Leistungsfähigkeit bis hin zu Depressionserkrankungen können die Folge sein.

Wie lässt sich die Tagesmüdigkeit reduzieren und der Schlaf verbessern?

Am besten wäre es natürlich, wenn man gar nicht erst an COPD leiden muss. Doch es ist natürlich nicht so ganz einfach, ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen. Es gibt zwar Medikamente, welche die zunehmende Atemwegsobstruktion etwas abmildern, aber diese lösen häufig ein Stresshormon aus, weswegen man dann auch wieder nicht so gut in den gesunden und erholsamen Schlaf findet.

Im Grunde ist es aber vor jeder Therapieform bei einer COPD-Erkrankung notwendig, dass entweder im Schlaflabor oder auch ambulant sogenannte Schlaffragebögen ausgefüllt und eine individuelle Diagnose durch den Arzt gestellt werden sollte. Denn nur so können zum einen Grunderkrankungen ausgeschlossen werden sowie zum anderen die Atmung während des Schlafes zu messen, um die tatsächlich am besten geeignete Therapieform zu wählen.

Optional werden in der Regel folgende Therapieformen in Angriff genommen, um die Tagesmüdigkeit zu reduzieren und den Schlaf zu verbessern:

• Sauerstofftherapie
• Masken-Beatmungstherapie
• Rauchentwöhnung
• Medikamente

Hinweis: Eine ärztliche Kontrolle und eine vollumfängliche Untersuchung mit anschließender Diagnose sind zudem wichtig, um festzustellen, welches Krankheitsstadium vorliegt.

Wer unter COPD leidet und zu den Risikopatienten der Raucher gehört, kann die Therapie des Arztes besonders gut unterstützen, indem er sofort das Rauchen einstellt.

Sicher: Für die meisten keine ganz einfache Angelegenheit, die man aber zusätzlich mit einer entsprechenden Verhaltenstherapie und Raucherentwöhnung einfacher schaffen kann. Denn schon nach wenigen Minuten seit dem letzten Zug an einer Zigarette werden sich der Blutdruck und die Körpertemperatur wieder auf einem gesunden Normalwert einpendeln.

Schafft man die Rauchentwöhnung tatsächlich, dann öffnen sich in den ersten 1 bis 9 Monaten die bisher verstopften Atemwege wieder deutlich und COPD-Patienten bekommen wieder einfacher Luft beziehungsweise können wieder sehr viel besser durchatmen.

Tipp: Übrigens wird die Lunge bereits einige Wochen nach dem Rauchentzug beginnen, sich wieder selbst zu reinigen, wodurch sich ihre natürliche Funktion wieder verbessert und stabilisiert.

Fazit

COPD ist eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung, die vor allem Raucher trifft. Doch auch andere Ursachen können dafür sorgen, dass man mit Fortschreiten der Erkrankung an Atemnot, Hustenanfällen und Auswurf leidet.

Die Begleitumstände äußern sich fast immer in einem gestörten Schlaf, der dann wiederum zu einer Tagesmüdigkeit führt, der man sich kaum entziehen kann. Die COPD-Erkrankung ist noch nicht vollständig erforscht und bei Weitem noch nicht als direkt heilbar eingestuft. Doch selbst in akuten Fällen kann man einiges bewirken.

Wer also eine Therapie beginnt und als Raucher dem Glimmstängel abschwört, wird die Symptome deutlich verbessern können, so dass sich nach und nach auch wieder ein gesunder und erholsamer Schlaf einstellen kann. Ist der Schlaf aber erst einmal wieder in diesem gesunden Stadium, verflüchtigt sich auch die hässliche Tagesmüdigkeit und das Leistungs- und Konzentrationsvermögen nimmt wieder zu.

Foto: © RFBSIP #159010874 adobe.stock.com

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