CPAP-Beatmung: Definition, Gründe, Risiken

Wie funktioniert die CPAP Beatmung?

CPAP-Beatmung: Gründe und Risiken erläutert

Wenn der Schlaf durch die eigenen Atemaussetzer massiv gestört wird und die gesunde und erholsame Nachtruhe nicht mehr gewährleistet ist, kommt die sogenannte CPAP-Beatmung zum Einsatz.

Wir erklären, was es damit auf sich hat und worauf man als Patient zu Hause achten sollte.

Was versteht man unter einer CPAP-Beatmung?

Die Abkürzung CPAP steht für:

  • C = continuous
  • P = positive
  • A = airway
  • P = pressure

 

Damit ist eine technische Methode gemeint, mit welcher die Atmung unterstützt wird. Vielen ist die Methode auch im Zusammenhang mit einer Atemmaske bei der Behandlung einer Schlafapnoe bekannt.

Über diese Maske wird kontinuierlich ein leicht erhöhter Druck in den Atemwegen erzeugt, wodurch die Betroffenen leichter ein- und ausatmen können. Dadurch wird die Blockade in den Atemwegen verhindert, die schlussendlich die Atemaussetzer beim Schlafen forcieren.

Hinweis: Die CPAP-Beatmung ist nicht in der Lage, die Atmung eines Menschen selbstständig auszulösen. Vielmehr ist sie nur dazu konzipiert, das Atmen zu unterstützen und gesundheitsgefährdende Atemaussetzer zu unterbinden. Das bedeutet also, dass die Betroffenen in der Lage sein müssen, selbstständig zu atmen.

Wobei wird diese spezielle Form der Beatmung angewendet?

Neben dem Einsatz auf der Intensivstation kommt die CPAP-Therapie hauptsächlich bei Patienten mit einer Schlafapnoe zum Einsatz. Da es bei dieser Erkrankung zu unkontrollierbaren Atemaussetzern kommt, zählen die Betroffenen zu Risikogruppen, bei denen das Schlaganfall-Risiko sowie das Herzinfarkt-Risiko stark erhöht ist.

Der Grund liegt hierbei an den nächtlichen Atemaussetzern, bei denen sich die Zunge durch die stark erschlaffte Muskulatur in den Rachenraum absenkt und somit die Atemwege verschließt. Durch die verordnete Schlafmaske aber können diese Aussetzer oder auch gelegentliche Schnappatmung vermieden werden, sodass sich die Schlafqualität nahezu sofort wieder verbessert.

Welche Risiken können durch die CPAP-Beatmung entstehen?

Die Risiken durch eine CPAP-Beatmung sind verhältnismäßig gering zu nennen. Natürlich wird es in jedem Fall einen Zeitraum der Gewöhnung geben müssen, wenn der behandelnde Arzt eine solche Atemmaske für die Nacht verordnet. Möglicherweise können dabei gerade zu Beginn der Therapie unangenehme Druckstellen um den Mund- und Nasenbereich entstehen.

Ebenso wird das Geräusch des Gerätes zunächst für ein wenig Irritation sorgen. Doch in der Regel werden diese anfänglich etwas störenden Begleiterscheinungen schon nach ein paar Tagen nicht mehr als nachteilig empfunden. Denn das ausgesprochen gute Schlafgefühl überwiegt bei den meisten Patienten.

Darüber hinaus kann es bei manchen Patienten zu einer Rötung der Augen sowie zu trockenen Schleimhäuten kommen. In diesem Fall ist unbedingt Rücksprache mit dem Arzt zu halten. Möglicherweise muss man hier auf einen anderen Typ dieser Atemmaske umsteigen. Allgemein wird von einem erhöhten Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt gewarnt, wenn es im Vorfeld zu ständigen Atemaussetzern kommt, weswegen oft die Schlafmaske verordnet wird.

Obwohl sich durch diese gängige Therapie die Atmung sehr deutlich verbessert und Atemaussetzer schnell unterbunden werden können, bleibt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall dennoch bestehen, wie eine Studie nun herausfand.

Jedoch in weit geringerem Maße als ohne die Therapie. Zudem wurde in dieser Studie auch nachgewiesen, dass sich durch das Schlafen mit einer CPAP-Maske der Blutdruck nachts deutlich absenkt werden kann. Das wiederum ist eine klare Verbesserung, denn Patienten, die unter Schlafapnoe leiden, haben in der Nacht meist einen stark steigenden Blutdruck.

Hinweis: Den Ergebnissen der Studie steht aber ein weiteres Ergebnis gegenüber. Es wurde nämlich auch festgestellt, dass die Betroffenen, die mit einer Atemmaske schlafen, weitaus weniger Tagesmüdigkeit aufweisen und somit die Zahl der Verkehrsunfälle in diesem Zusammenhang deutlich zurückgegangen sind.

 

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Worauf sollte man achten?

Es ist immer wichtig, die CPAP-Maske entsprechend den Anordnungen des Arztes zu nutzen. Darüber hinaus gehört unbedingt auch die regelmäßige Pflege dazu, damit sich keine Bakterien in den einzelnen Teilen der Maske absetzen können. Am Anfang wird der Arzt mit einem niedrigen Druck die Therapie beginnen.

Dieser wird nach und nach so gesteigert, bis der individuell richtige Atemwegsdruck erreicht ist. Es kann also sein, dass dies nicht sofort nach der ersten Anpassung der Fall ist.

Des Weiteren gibt es einige Dinge, die auftreten können, wenn man sich einer CPAP-Behandlung unterzieht. Dazu gehören unter anderem:

  • Sitz der Maske: Hier ist die passende Größe ausschlagegebend. Zudem gibt es die Atemmasken auch in verschiedenen Ausführungen. Manche werden nur auf den Mund gesetzt, andere umfassen Mund und Nase. Andere wiederum sind sogenannte Nasenpolster, bei denen zwei Endstücke direkt in die Nasenlöcher eingeführt werden.

  • Undichte Maske: Wenn bei der Atemmaske Luft austreten kann, führt das häufig zu trockenen Augen. Zudem kann sich der Luftdruck verändern, wodurch die CPAP-Therapie in dem Sinne gefährdet werden kann, dass die Wirkung stark minimiert wird. Häufig liegt das an einer schlecht sitzenden Maske, an ausgeleierten oder unpassenden Maskenbändern oder auch an einer veralteten Maske sowie einer größenmäßig unpassenden Atemmaske.

 

Darüber hinaus ist es immer wichtig zu beobachten, ob es zu einem trockenen Mund oder austrocknenden Nasenschleimhäuten kommt. Hier kann ein zusätzlicher Luftbefeuchter Abhilfe schaffen, die man an moderne Geräte anschließen kann. Mitunter liegt es auch an einem falsch eingestellten Luftdruck, den man dann vom Arzt überprüfen lassen sollte.

Hinweis: Eine CPAP-Maske hat durchschnittlich eine Lebensdauer von ein bis zwei Jahren. Danach sollte es eine neue Maske sein, um die optimale Wirkungsweise jederzeit garantieren zu können.

Gerade in der Eingewöhnungszeit sollte zudem auf eine optimale Schlafhygiene geachtet werden. So können ein richtig abgedunkelter und ruhiger Schlafplatz ebenso das Einschlafen unterstützen, wie der abendliche Verzicht auf übermäßigen Tabak- und Alkoholkonsum sowie zu schweres und üppiges Essen kurz vor dem Zubettgehen.

Fazit

Immer mehr Menschen werden von nächtlichen Atemaussetzern geplagt, die in jedem Fall dazu führen, dass man die Nachtruhe nicht vollumfänglich genießen kann und der Schlaf selbst nicht erholsam genug ist, um die Herausforderungen des Alltags bewältigen zu können.

Eine sehr häufig angewandte Behandlungsmethode ist die Verordnung einer CPAP-Maske, welche die Atmung dahingehend unterstützt, dass sie den Luftdruck erhöht und die Zunge nicht in den Rachenraum rutschen lässt. In der Regel ist diese Therapieform sehr hilfreich, denn die Schlafqualität verbessert sich nach der Eingewöhnungsphase schnell.

Da sich durch eine solche Atemmaske der Blutdruck nachts nicht mehr erhöht, kann das Risiko vermindert werden, an einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erkranken. Wichtig ist aber auch hier die Einhaltung einer optimalen Schlafhygiene sowie die Beachtung einer passenden Bettausstattung.

Foto: © Amy Walters #30371275 adobe.stock.com

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