Der Lattenrost - Aufbau und Funktion

10.06.2014 18:30  Von:: Oliver

Wie funktioniert ein Lattenrost?

Beim flüchtigen Blick auf ein Bett scheinen das Gestell und der Lattenrost, die wichtigsten Teile zu sein. Häufig führt dies dazu, dass man dem Lattenrost beim Kauf eine geringere Bedeutung beimisst und meint, sparen zu können. Dem ist selbstverständlich nicht so. Als Verbindungselement zwischen Gestell und Matratze gewährleistet der Lattenrost Stabilität und Liegekomfort. Darüber hinaus übernimmt er noch einige weitere Funktionen.

Der Aufbau eines Lattenrosts

Lattenroste bestehen aus rechteckigen Rahmen, in denen hölzerne Querstreben eingelegt sind. Bei hochwertigen Modellen sind diese aus starken Hölzern wie Buche gefertigt. Bei günstigeren Ausführungen kommen weiche Materialien wie Kiefer oder Fichte zum Einsatz. Der Rahmen ist in Kunststoff- oder Kautschukhalterungen eingelegt, die sich an den Innenseiten des Bettgestells befinden. Dadurch wird er in Position gehalten. Bei teuren Ausführungen sind diese Halterungen mit Federungen ausgestattet. Sie gleichen Bewegungen des Schlafenden und der Matratze aus.

Welche Funktion haben die Leisten?

Jeder Lattenrost besteht aus unterschiedlich vielen hölzernen Leisten. Sie sind elastisch, so dass sie sich ideal an den Druck der Matratze anpassen können. Zwischen den Leisten befinden sich kleine Zwischenräume. Sie begünstigen die Luftzirkulation. Ohne sie erhielte die Unterseite der Matratze nicht ausreichend Luft. Das würde zu Stockflecken und im schlimmsten Fall zu Schimmel führen. Gleichzeitig dürfen die Abstände nicht zu groß sein. Besonders weiche Matratzen würden in die Zwischenräume rutschen und schneller verschleißen. Das ist besonders bei Kaltschaummatratzen zu beachten. An häufig belasteten Stellen neigen sie zum Aufweichen.

Vorsicht bei Sondergrößen und hohen Gewichten

Die Anzahl der Leisten gibt Auskunft darüber, mit welchem Gewicht der Lattenrost belastet werden kann. Je mehr Leisten vorhanden sind, desto weniger Gewicht wirkt auf jede einzelnen davon. Dieser Umstand ist besonders bei schweren und zu zweit schlafenden Personen zu berücksichtigen. In diesem Fall spielt auch die Breite eine wichtige Rolle. Einige Hersteller bieten Lattenroste in Überbreiten an, wie sie z.B. bei Betten französischer Maßgabe gebaut werden (140 x 200 cm). Bei Betten dieser und größerer Breiten müssen die Leisten länger sein. Entsprechend schwer ist die Masse, die auf dem Mittelpunkt lastet. Würde man die Leiste dicker fertigen, verlöre sie aber ihre Flexibilität. Aus diesem Grund ist es ratsam, bei breiten Betten zwei Lattenroste zu nutzen. Dadurch wirkt man auch dem Umstand entgegen, dass sich die Federleisten bei höherer Länge stärker nach oben beugen. Leichte Personen könnten durch den entstehenden Hügel zur Seite abrutschen.


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