Die Dicke der Matratze - ein Qualitätsmerkmal?

01.06.2014 19:30  Von:: Oliver

Ist es wichtig, wie dick die Matratze ist?

Matratzen werden mit den unterschiedlichsten Ausstattungen produziert. Es gibt sie mit Federkernen, Latexaufschäumungen und sogar mit integrierter Wasserheizung. Bei all diesen Extras sollten die elementaren Größen wie Länge, Breite und Dicke nicht vergessen werden. Nur zu schnell würde sich eine zu dünne Matratze auf den nächtlichen Schlaf und die Gesundheit der Wirbelsäule auswirken.

Wichtige Fakten zu Liegekomfort und Belüftung

Häufig begegnet man der Faustregel, dass der Liegekomfort mit der Dicke der Matratze zunimmt. Während eine Unterlage von 10-12 cm vergleichsweise schnell durchgelegen sei, biete eine Matratze mit 17-18 cm Dicke auch nach langer Zeit noch einen angenehmen Liegekomfort. Dies kann, muss aber nicht stimmen. Ein Faktor, der bei dieser einfachen Faustregel nicht berücksichtigt wurde, ist die Härte der Matratze. Es gibt dickere Matratzen mit dem weichen Härtegrad H1, während es auch schmale H3-Matratzen gibt. Ein relevanterer Aspekt bei der Betrachtung der Dicke ist die Atmungsaktivität. Eine dünnere Matratze lässt sich leichter belüften als ein schweres Modell. Für Menschen, die stark schwitzen, ist sie deshalb besonders interessant. Selbst wenn sie einmal nass geworden ist, trocknet sie an der Sonne oder der Heizung schnell wieder.

Der entscheidende Wert ist die Härte

Wichtiger als die Dicke der Matratze sind das Herstellungsverfahren und die Härte. Bei der Federkernmatratze hängt die Härte und das Federverhalten von der Stärke der Metallfedern in ihrem Innern ab. Während die Kennzeichnung H1 für eine Federstärke von 2,0 Millimetern steht, hat eine Matratze der Kategorie H2 schon eine Federstärke von 2,2 Millimetern. Bei H3 sind es dann schon 2,4 Millimeter. Anhand der Tatsache, dass all diese Matratzen die gleiche Dicke aufweisen können, wird schnell ersichtlich, dass der Wert nur bedingt aussagekräftig ist. Vorsicht ist allerdings dahingehend geboten, dass die Kennzeichnungen zwischen verschiedenen Herstellern variieren. Man sollte auf jeden Fall probeliegen.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Matratzen bei Latex und Schaumstoff. Hier errechnet sich die Härte anhand des sogenannten Raumgewichts. Es gibt an, wie viel Material pro Kubikmeter Matratze aufgeschäumt worden ist. Je höher das Raumgewicht ist, desto härter ist die Matratze.

Die richtige Härte finden

Am leichtesten lässt sich anhand der Kennzeichnungen H1, H2 und H3 erkennen, ob eine Matratze geeignet ist. Matratzen mit der Stärke H1 sollten nur von Personen mit einem Gewicht von weniger als 60 kg genutzt werden. H2 ist gut für Personen zwischen 60 und 80 kg geeignet. H3 ist für alle darüber.


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