Die Schlafphasen: was mit uns im Schlaf passiert

12.12.2017 15:30  Von:: Oliver

Die Schlafphasen: was mit uns im Schlaf passiert

Schlafphasen-1Mittlerweile sollte jeder wissen, wie gesund und erholsam der Nachtschlaf ist. Unser Körper braucht ihn, um sich zu regenerieren und um für den nächsten Tag wieder genügend Kraft zu tanken.

Während manche unserer Körperfunktionen in der nächtlichen Ruhephase auf ein Minimum heruntergefahren werden, sind andere Körperorgane besonders aktiv, wenn wir schlafen. Besonders unser Gehirn läuft in dieser Zeit sehr hochtourig, muss es doch unter anderem die gesamten Abläufe und Prozesse in unserem Körper regulieren und kontrollieren.

Der Körper selbst aber durchläuft mehrere Phasen, während wir schlafen. Experten nennen sie Schlafphasen. Doch welche Schlafphasen gibt es und was passiert in dieser Zeit mit uns und unserem Körper?

Die Schlafphasen und ihre Merkmale

Generell wird zwar nach verschiedenen Phasen beim Schlafen unterschieden, doch diese wiederholen sich mehrmals in der Nacht. Während man die Einschlafphase im Normalfall nur einmal durchlebt, kann sie sich jedoch in späteren Phasen in ihren Merkmalen mit denen der Leichtschlafphase vermischen.

Einschlafphase – wie der Name schon andeutet, handelt es sich hierbei um das Anfangsstadium unserer nächtlichen Ruhe. Gekennzeichnet ist dieses Stadium durch ein stetiges Herunterfahren unseres Organismus. Das bedeutet: der Körper entspannt sich zunehmend, die Atmung wird nach und nach ruhiger, bis man tiefer, aber dafür langsamer atmet. In dieser Phase schläft man noch sehr oberflächig, weswegen es gerade in dieser Phase häufig dazu kommen kann, dass man durch die kleinste Störung wieder richtig wach wird.

Leichtschlafphase – oft auch als die 2. Phase bezeichnet. In dieser Zeit schläft man sehr tiefenentspannt. Das heißt, die Muskeln sind sehr entspannt und das Bewusstsein ist faktisch ausgeschaltet. Die Aktivität unseres Gehirns aber beschränkt sich hauptsächlich auf niedrige Frequenzen.

Tiefschlafphase – auch hier verrät der Name schon etwas über den Level, auf dem wir uns schlafmäßig befinden. Der Körper ist in seiner absoluten Erholungsphase und völlig tiefenentspannt. An dieser Stelle weckt uns so leicht nichts mehr, und wenn doch, so finden wir nur schwer zum bewussten Denken zurück.

REM-Phase – die Abkürzung REM steht für "rapid eye movement" und bedeutet übersetzt: schnelle Augenbewegungen. Sie wird umgangssprachlich auch als die Traumphase bezeichnet, was wiederum Rückschlüsse darauf zulässt, was passiert. Doch nicht nur die Augenbewegungen nehmen zu, sondern auch die Hirnaktivität. In dieser Phase, wo es überwiegend zu den Träumen kommt, werden laut wissenschaftlichen Untersuchungen Emotionen, Sinneseindrücke und Informationen verarbeitet.

Alle Schlafphasen zusammen bilden einen Zyklus, der bei einem gesunden Menschen in aller Regel etwa 90 Minuten dauert. Von diesen anderthalb Stunden befinden wir uns gut 50 Minuten in der Einschlaf- beziehungsweise Leichtschlafphase, während nur gut 40 Minuten auf die Tiefschlaf- oder REM-Phase entfallen. Sofern man einen normalen und gesunden Schlafrhythmus hat, kann man davon ausgehen, dass sich die einzelnen Zyklen des Schlafes drei bis fünf Mal pro Nacht wiederholen.

Auf die gesamte Nacht hin betrachtet befindet man sich in der ersten Nachthälfte vermehrt in der Tiefschlafphase und erst zum Ende hin in der zweiten Nachthälfte vermehrt in der Traumphase. In dieser Phase bereitet sich der Körper bereits auf das Erwachen vor.

Wie verlaufen die Schlafphasen bei Menschen mit abweichendem Schlafbedarf?

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass im Regelfall ein Erwachsener im Alter von 18 bis 64 Jahren etwa 7 bis 9 Stunden Schlaf benötigt, über 64jährige indes nur noch etwa 7 bis 8 Stunden. Doch nicht immer wird diese optimale Zeit erreicht. Gemeint sind mit diesen Abweichungen nicht jene Tage, an denen man einmal früher aufstehen muss oder später ins Bett kommt als üblich. Abweichender Schlafbedarf zeichnet sich durch eine gewisse Stetigkeit aus.

So gibt es Menschen, die durchaus mit weniger Schlaf auskommen oder generell ein erhöhtes Schlafbedürfnis haben. Bei Menschen, denen auch bereits gut 4 Stunden Schlaf genügen, wurde festgestellt, dass im Hinblick auf die „voreingestellten“ Schlafphasen die Einschlaf- und Leichtschlafphase sowie die REM-Phase stark verkürzt wird, wohingegen die Tiefschlafphase meist denen von anderen Schläfern ähnelt. Wer indes unter immer wiederkehrenden Schlafstörungen leidet, bei dem werden die einzelnen Phasen praktisch durcheinander gewirbelt.

Allein die Einsparung der Leicht- oder REM-Phasen wäre hier wohl noch nicht weiter problematisch. Indes ist die verkürzte Tiefschlafphase meist Auslöser dafür, dass die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit am nächsten Tag stark beeinträchtig werden.

Schnarchen und Schlafphasen – gibt es da einen Zusammenhang?

Schlafphasen-25a2baa8c2b7feZunächst einmal gehört das einfache Schnarchen irgendwie dazu. Es kann häufiger und weniger oft auftreten, ist bei dem einen lauter und bei dem anderen leiser.

Dabei kann man sagen, dass dieses Schnarchen in jeder Schlafphase auftreten kann. Ganz anders verhält es sich bei den schlafbedingten Atmungsstörungen oder auch der Schlafapnoe.

In diesem Fall tritt das Schnarchen hauptsächlich und oft sehr intensiv in den Traumphasen auf, da in dieser Phase die Muskulatur besonders schlaff wird. Das liegt an den neurologischen Prozessen im menschlichen Körper.

Die mit der Schlafapnoe zusammenhängenden Atemaussetzer sind aber auch sehr oft in der Tiefschlafphase anzutreffen, wo sie besonders nachteilig wirken. Denn diesen Atemaussetzern folgen abrupte Weckreaktionen, die den Schläfer aus der Tiefschlaf- oder auch REM-Phase emporschrecken lässt. Die Folge kann ein Mangel an ausreichender Erholung während des Schlafes sein, welche generell und über einen langen Zeitraum andere Krankheitsbilder nach sich ziehen kann.

Fazit

Die einzelnen Schlafphasen sind voreingestellt und folgen einem bestimmten Muster. Dazu gehören die Einschlafphase, die Leichtschlafphase, die Tiefschlafphase und die Traumphase. In der Nacht wiederholen sie sich bis zu fünf Mal, auch wenn die Schlafdauer vielleicht einmal nicht so lang ist, wie üblich.

Während sich bei einer kürzeren Schlafdauer die Leichtschlaf- und REM-Phasen einfach ein bisschen verkürzen, bleibt die Tiefschlafphase bei gesunden Menschen mehr oder weniger gleich. Gestört werden diese Zyklen der Schlafphasen zum Beispiel durch Schlafstörungen und/oder der Schlafapnoe. Wer unter Schlafstörungen oder auch Schlafapnoe leidet, sollte sich Hilfe bei seinem Arzt suchen. Denn ein gesunder Schlaf, dessen Phasen maßgeblich dafür verantwortlich sind, ob sich der Körper und der Geist ausreichend regenerieren können, ist wichtig für die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit am nächsten Tag.

Man kann die Schlafphasen nicht beeinflussen, jedoch kann man die äußeren Umstände optimieren, damit ein ungestörter Schlaf möglich ist. So wenig man die Phasen des Schlafes aktiv beeinflussen kann, so sehr beeinflussen sie indes unsere Körperfunktionen und die Gehirnaktivität beziehungsweise den allgemeinen Erholungsprozess.

 

-> Zurück zum Matratzenschutz-Magazin

 

 

 

 

Fotos: © bmf-foto.de, © XtravaganT – Fotolia.com

Passende Artikel


Kommentar schreiben
Captcha

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.