Die Stunde des Wolfes

Was tun, wenn die Stunde des Wolfes einem den Schlaf raubt?

Die Stunde des Wolfes – was hat es damit auf sich?

Wenn die Nacht ganz langsam in den kommenden Tag hinübergleitet, lange bevor die Welt um uns herum endgültig erwacht, werden viele Menschen wach und wissen gar nicht genau, warum. Diese Zeit wird auch oft als die Stunde des Wolfes bezeichnet. Wir haben einmal genauer hingeschaut, um herauszufinden, was es mit dieser Stunde auf sich hat und weswegen man in dieser Zeitspanne besonders schlecht wieder einschlafen kann.

Was hat es mit dem Phänomen der Stunde des Wolfes auf sich?

Den Begriff „Stunde des Wolfes“ würde man vielleicht im ersten Moment einem Kriminalroman oder auch einem Film zuordnen. Doch auch wenn ein Regisseur diese Zeit der Nacht einmal so betitelt hat, hat das Phänomen rein gar nichts mit einem aufregenden Kriminalfall zu tun. Es hat auch nicht wirklich etwas mit dem Wolf als wildes Tier zu tun.

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, wann die Stunde des Wolfes ist. Wissenschaftler nennen die Zeit zwischen 3 und 4 Uhr Wolfstunde. Doch warum kann man nicht wieder gut einschlafen, wenn man ausgerechnet in dieser Stunde wach wird? Das hat in der Regel folgende Ursachen, wie der Schlafforscher Jürgen Zulley herausgefunden hat:

• der nächtliche Schlaf-Rhythmus bringt es mit sich, dass jeder Mensch etwa aller vier Stunden kurz aus dem Schlaf aufwacht
• die Körpertemperatur ist um diese Zeit immer am niedrigsten
• in dieser Stunde kurz vor dem Morgengrauen ist unsere Hormon-Produktion auf der höchsten Stufe, so dass das Melatonin praktisch alle anderen Hormone überlagert; vor allem jene, die uns fröhlich stimmen

Gerade der letzte Punkt ist besonders verzwickt. Denn wer in der Stunde des Wolfes wach wird und nicht wieder einschlafen kann, plagt sich sehr häufig mit schweren Gedanken herum, die auf die Stimmung schlagen können. Ängste und Sorgen werden plötzlich übergroß und schon bald wälzt man Gedankenspiralen, aus denen kein Ausweg ersichtlich wird.

Tipp: Experten sagen, dass es weitaus besser wäre, dann einfach so früh aufzustehen, als noch zwei Stunden im Bett zu liegen und sich von der depressiven Stimmung herunterziehen zu lassen. Denn wer im Dunkeln wach liegt und mit dem Grübeln beginnt, fühlt sich allein und einsam.

Zudem hat man in zahlreichen Studien mittlerweile nachgewiesen, dass nach einem so frühmorgendlichen Stimmungstief fast unweigerlich auch ein Leistungstief kommt. Zum einen, weil man vielleicht noch einmal ein wenig einnickt, bis der Wecker klingelt, und man sich ausgesprochen müde und kaputt fühlt, wenn man dann aufstehen muss. Auf der anderen Seite aber birgt die Wolfsstunde noch andere Gefahren.

Die Stunde des Wolfes verursacht ein Leistungstief

Es ist nicht immer nur der Schlaf, der uns in den letzten Stunden der Nacht durch das Phänomen der Wolfsstunde geraubt wird und oftmals in düstere Stimmung versetzt. Auch die Leistungskurve bekommt einen absoluten Tiefpunkt.

So hat man nachgewiesen, dass in dieser Zeit zwischen 3 und 4 Uhr die meisten Unfälle passieren. In Betrieben mit Schichtarbeit aber werden die Angestellten genau zu dieser Zeit besonders unaufmerksam, machen mehr Fehler und neigen zu verstärkter Müdigkeit. Das kann man nicht einmal dann umgehen, wenn man vorher gut und ausreichend geschlafen hat.

Das nächtliche Aufwachen, was normalerweise bis zu 28 Mal pro Nacht auftritt, und von dem wir in der Regel kaum etwas mitbekommen, scheint bei dem Phänomen der Wolfsstunde anders zu verlaufen. Doch eine wirklich einleuchtende Erklärung hat man hier noch nicht gefunden.

Sicher ist:

Wer zu einer langen Nachtfahrt aufbricht oder zur Nachtschicht muss, sollte sich darauf einstellen, dass in der Stunde des Wolfes immer auch das Unfallrisiko steigt und die Müdigkeit trotzdem kommt beziehungsweise die Stimmung schnell und oft aus unerklärlichen Gründen auf einen Tiefststand rauschen kann.

 

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Was tun, wenn die Wolfsstunde den Schlaf raubt?

Zunächst einmal sollte man sich nicht verrückt machen, wenn es gelegentlich dazu kommt, dass man zwischen 3 und 4 Uhr wach wird und nicht gleich wieder einschlafen kann. So ärgerlich das dann vielleicht auch sein mag, in der Regel ist es noch kein Grund zur Sorge. Sollte es jedoch regelmäßig dazu kommen, dass die eigentlich kurze Aufwachphase zwischen zwei Tiefschlafphasen sich zu einem endlosen Gedankenkarussell ausweitet, dann gibt es einiges, was man tun kann:

1. Wer in der glücklichen Lage ist, sich seinen Tagesablauf weitestgehend selbst zu gestalten, sollte überlegen, nicht besser aufzustehen, anstatt sich den grüblerischen Gedanken hinzugeben.

2. Gelingt das Einschlafen nicht sofort wieder, dann sollte man sich bewusst machen, in welcher Lage man ist. Jedoch nicht in der Art, dass man sich nun auch noch förmlich einredet, dass jetzt die negativen Gedanken gleich alles beherrschen werden.

3. Drängen sich Sorgen und Nöte aus dem Alltag in die Gedanken, macht es durchaus Sinn, diese auszuschalten. Das gelingt unter anderem durch den bewussten Einsatz der eigenen Fantasie. So ist das „Hinwegträumen“ an einen Lieblingsplatz oder die Erinnerungen an die letzte Urlaubsreise eine ideale Methode, um düstere Gedanken unterbrechen zu können.

4. Bei wem das bewusste Ablenken der eigenen Gedanken nicht funktioniert, weil vielleicht die Probleme zu groß sind, dem können individuelle Visualisierungen helfen. So kann man sich vorstellen, dass jedes Problem ein kleiner Notizzettel ist, den man immer in eine Schublade steckt, die man dann schließt.

5. Sollte das nicht funktionieren, bleibt am Ende nur das Aufstehen. Sei es, um sich schon auf den Arbeitstag vorzubereiten, die Wohnung zu putzen oder bereits mit dem Arbeiten zu Hause zu beginnen. Oftmals sind es dann genau die Stunden, die man effektiv nutzen kann und gleichzeitig negative Gedanken ausgesperrt werden können.

Tipp: Ein Hörspiel kann eine wundervolle Ablenkungsmethode sein, wenn in der Stunde des Wolfes düstere Gedanken kommen und uns am Einschlafen hindern. Im Gegensatz zum Fernsehen stört hier auch kein blaues Licht, welches unsere Melatonin-Produktion unterbrechen würde.

Fazit

Die Stunde des Wolfes ist ein Phänomen, das sich jede Nacht zwischen 3 und 4 Uhr zwischen zwei Tiefschlafphasen abspielt. Oftmals kommt es dann dazu, dass das schnelle Wiedereinschlafen nicht gelingen will. Bevor man sich hier aber massiv quält und unter Druck setzt, sollte man im Zweifelsfall besser aufstehen, als sich im Bett herumzuwälzen.

Der Grund für dieses Einschlafproblem liegt daran, dass zu dieser Tageszeit die Körpertemperatur am niedrigsten ist, die Melatonin-Produktion aber auf dem Höhepunkt. Dadurch drängen sich in dieser Zeit besonders häufig Probleme und Sorgen in die Gedanken, weswegen viele Menschen dann nicht wieder einschlafen können. Mit Ruhe und einer gewissen Akzeptanz kann es aber gelingen, diese Wolfsstunde entweder zu umgehen oder auch in eine effektive Lebenszeit umzuwandeln.

Foto: © ortlemma #172680790 adobe.stock.com

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