Durch Nasenatmung Schnarchen verbessern

Schnarchen reduzieren: Nasenatmung verbessern!

schnarchen-12XRz32ILZ5CJAEin gesunder und erholsamer Schlaf ist für jeden Menschen ungemein wichtig. Denn in dieser Zeit kommt unser Körper endlich einmal dazu, sich gründlich zu regenerieren. Wer allerdings zu den Schnarchern gehört, wird wissen, wie schwer es damit ist, tatsächlich ausgeruht in den nächsten Tag zu starten. Die Gründe für das nächtliche Schnarchen können ganz unterschiedlich sein. Doch es gibt Möglichkeiten, wie sich die Nasenatmung verbessern und damit das Schnarchen reduzieren lässt.

Welche Ursachen kann eine gestörte Nasenatmung haben?

Die menschliche Nase nimmt bei der Atmung eine ganz wichtige Rolle ein. So ist sie zunächst dafür zuständig, die Atemluft zu erwärmen, zu filtern und anzufeuchten. Darüber hinaus ist es die Nase mit ihrer Nasenschleimhaut, die uns Gerüche wahrnehmen lässt und zugleich an einem intakten Immunsystem beteiligt ist.

Sie ist also ein Sinnesorgan, ohne dessen weitreichende Funktionen wir ziemlich aufgeschmissen wären. Um diese von der Natur vorgegebenen Funktionen aufrecht zu erhalten, sind die Nasenmuscheln mit Schleimhaut und Gewebe überzogen. Diese knöcherne Struktur ragt weit in die Nasenhaupthöhle hinein, so dass die Atmung gut gesteuert werden kann.

Insgesamt drei Nasenmuscheln pro Nasenhaupthöhle besitzt jeder Mensch, wobei die untere davon die größte ist. Sind diese Nasenmuscheln nun über einen längeren Zeitraum angeschwollen oder auch vergrößert, beeinträchtigt das nicht nur die Atmung, sondern eben auch den störungsfreien Schlaf.

Unter anderem können für angeschwollene oder vergrößerte Nasenmuscheln nachfolgende Ursachen verantwortlich sein:

• die Nasenscheidewand ist verkrümmt
• der Betroffene leidet an Polypen in der Nase
• eine chronisch verlaufende Nasennebenhöhlenentzündung
• eine Heuschnupfenerkrankung
• eine Allergie, zum Beispiel durch Hausstaubmilben oder Schadstoffe hervorgerufen

Diese Ursachen können zur Folge haben, dass der Atemwiderstand stark ansteigt. Das äußert sich meist in einem erschwerten Ein- und Ausatmen. Betroffene neigen dann ganz automatisch dazu, von der Nasenatmung auf Mundatmung umzustellen.

Doch genau diese Atmung bei geöffnetem Mund ist eher ungesund, denn:

• die Atemluft wird nicht vorgewärmt, wodurch es schneller zu Atemwegsinfekten kommen kann
• für den Körper bedeutet es Stress, was dazu führt, dass die Regeneration des Körpers nicht mehr einwandfrei funktioniert
• es kommt zu einer geringeren Sauerstoffzufuhr für das Blut, welches die Organe versorgt
• das über die Nasennebenhöhlen produzierte Stickstoffmonoxid kann nicht mehr automatisch in die Lungen transportiert werden, was eine Verengung der Blutgefäße nach sich zieht

Vor allem der letzte Punkt macht schnell deutlich, weswegen wir Menschen bei der Atmung allein über den Mund zum Schnarchen neigen. Dieses Phänomen kennt im Übrigen jeder, der einen starken Schnupfen oder eine Erkältung hat und so schlecht Luft über die Nase bekommt.

So lässt sich die Nasenatmung verbessern

Damit die Nase immer frei bleibt und ein ungestörtes Ein- und Ausatmen auch während des Schlafes möglich ist, sollte man immer darauf achten, dass die Nase frei ist. Die folgenden Hilfsmittel können sowohl kurzzeitig angewendet werden, etwa wegen einer Erkältung. Doch auch für die allgemeine Verbesserung der Nasenatmung können diese hilfreich sein.

1. Nasenspray: Verwenden Sie möglichst ein Nasenspray, welches den Wirkstoff Xylometazolin enthält, denn dieser sorgt für ein Zusammenziehen der kleinen Blutgefäße, die sich in der Nasenschleimhaut befinden. So kann bewirkt werden, dass die Schleimhäute abschwellen und das Atmen durch die Nase wieder leichter fällt.

2. Nasendusche: Verwenden Sie diese Nasendusche bei Schnupfen, lässt sich damit wunderbar Nasensekret herausspülen. Benutzt man sie zudem in Kombination mit salzhaltigem Wasser, sorgt es zudem für ein Abschwellen der Nasenschleimhäute.

3. Nasenpflaster: Mit einem äußerlich angewendeten Nasenpflaster lassen sich die Eingänge der Nase beziehungsweise die Nasenflügel sanft weiten.

4. Nasendilatatoren oder Nasenspreizer: Auch bei diesem Hilfsmittel werden die Eingänge der Nase geweitet, allerdings von innen. Sie sind in verschiedenen Formen erhältlich. Allergiker sollten hierbei aber möglichst einen Nasenspreizer verwenden, der zusätzlich über einen Schaumstofffilter verfügt. Dadurch wird die Atemluft gereinigt und allergieauslösende Momente minimiert.

5. Stent: Vor allem bei vergrößerten Nasenmuscheln ist ein Stent für die Nase ein durchaus sinnvolles Hilfsmittel. Denn er spannt sich auf und weitet so die Atemwege, damit ein leichtes Ein- und Ausatmen wieder möglich wird.

6. Operativer Eingriff: Sofern beispielsweise eine verkrümmte Nasenscheidewand oder auch Polypen daran schuld sind, dass es mit der Nasenatmung nicht einwandfrei klappt, ist ein operativer Eingriff durch den HNO-Arzt oder auch den Schönheitschirurgen nötig.

TIPP: Wer zu den Schnarchern gehört und unter wenig erholsamen Nächten leidet, sollte unbedingt mit seinem HNO-Arzt abklären, woran es liegt. Denn oftmals kann allein die Verbesserung der Nasenatmung dazu führen, dass das nächtliche Schnarchen minimiert werden kann.

Weitere Maßnahmen, die eine ruhigere Nacht mit sich bringen können

Natürlich ist es immer auch wichtig, auf die eigene Optimierung der Schlafumgebung und Schlafhygiene zu achten. So kann unter anderem auch eine eventuell nötige Gewichtsabnahme oder der Verzicht auf Alkohol hilfreich sein, um ungestörter und weitestgehend schnarchfrei durch die Nacht zu kommen.

TIPP: Besonders vorteilhaft für eine ungestörte Nasenatmung ist die Rückenlage. Denn hier kommt es nicht, wie bei der Seitenlage, zur anatomischen Verengung der Atemwege. Somit kann auch das bereits Erleichterung verschaffen und das Schnarchen minimiert werden. Besonders empfehlenswert ist auch die Kontrolle durch den Hausarzt. Denn nur auf diesem Wege lässt sich die gefährliche Schlafapnoe diagnostizieren und gegebenenfalls behandeln.

HINWEIS: Auf Präparate mit ätherischen Ölen sollte indes möglichst verzichtet werden. Denn diese Mittel helfen nur bedingt, wenn es um eine verbesserte Nasenatmung und die Verminderung des Schnarchens geht.

Fazit

schnarchen-28T4FZsDaMb8s3Gerade Menschen mit einem Schnarchproblem leiden oft darunter, dass sie nicht wirklich ausgeruht aufstehen, an Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwächen leiden oder häufig an Infekten der oberen Luftwege erkranken.

Auch wenn eine gestörte Nasenatmung nicht in direktem Zusammenhang mit dem Schnarchen steht, ist sie dennoch Auslöser. Denn wer nicht störungsfrei durch die Nase ein- und ausatmen kann, stellt automatisch auf die Mundatmung um. Diese aber sorgt schlussendlich dafür, ob man stärker schnarcht oder auch an häufigen Infekten leidet.

Für die Verbesserung der Nasenatmung gibt es viele Hilfsmittel, die idealerweise aber erst nach der Rücksprache mit einem Arzt Anwendung finden sollten. Denn nur ein Mediziner kann die tatsächlichen Ursachen ergründen und diagnostizieren.

Darüber hinaus kann aber jeder Betroffene dafür selbst sorgen, dass seine Schlafumgebung, seine Schlafhygiene und auch sein Schlafverhalten so optimiert sind, dass eine ungehinderte Nasenatmung möglich ist. Oftmals genügen diese Dinge schon, um eine Verbesserung des Schnarchens und somit des erholsamen Schlafes feststellen zu können.

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