Eine Matratze für alle? Das ist Unsinn!

20.10.2017 15:30  Von:: Oliver

Eine Matratze, die für jeden passt - das ist Unsinn!

Es dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass jeder Mensch seinen ganz eigenen Anspruch und individuelles Bedürfnis hat, wenn es um die Bettausstattung geht. Während der eine lieber eine Matratze hat, in die er weich einsinkt, hält sich der andere lieber an eine sehr feste Liegefläche. Doch nicht nur die Schlafgewohnheiten sind bei der Matratzenwahl ausschlaggebend. Immerhin sind wir nicht alle gleich groß und haben nicht alle das gleiche Körpergewicht. Auch unser körperlicher Zustand ist nicht gleich, denn wir sind alle weder gleich alt, noch sind wir alle auf dem gleichen Stand der Gesundheit. Dass bedeutet im Umkehrschluss: Eine Matratze, die für jeden passt – das ist Unsinn!

Eine Matratze sollte nicht für jedermann passen, sondern allein auf Sie abgestimmt sein!

Matratze-1Die Vielfalt der Matratzen ist nicht etwa eine Erfindung von Herstellern, die sich mit einer großen Produktvielfalt am Markt etablieren wollen. Vielmehr rührt die mittlerweile große Auswahl an unterschiedlichen Matratzen daher, dass wissenschaftliche Studien immer wieder aufzeigen, wie unterschiedlich die Bedürfnisse und Ansprüche beim Schlafen sind.

Bevor man sich also für eine bestimmte Matratzenart entscheidet, sollte man prüfen, welche Bedürfnisse man selbst hat und welche Besonderheiten die neue Liegefläche aufweisen sollte, damit man immer zu einem gesunden und erholsamen Schlaf finden kann. Individuelle Ansprüche und Bedürfnisse richten sich beim Matratzenkauf unter anderem nach:

 

 

 

 

• der üblichen Schlafposition (seitlich, Rücken Bauch)

• dem persönlichen Körpergewicht • dem eigenen Temperaturempfinden beziehungsweise dem Wärmebedarf

• vorhandenen Allergien oder einer Anfälligkeit diesbezüglich

• nach der körperlichen Verfassung im Hinblick auf orthopädische Befunde

• nach dem individuellen Schlafverhalten

Was die eigene Schlafposition angeht, die man üblicherweise einnimmt, oder auch das persönliche Körpergewicht, so ist schnell klar, dass diese beiden Faktoren ausschlaggebend dafür sind, welchen Härtegrad die Matratze haben sollte. Denn beispielsweise sollte die hochwertige Liegefläche bei einem Seitenschläfer andere Körperregionen unterstützen, als bei einem Rückenschläfer.

Dieser verschieden gelagerte Härtebereich ist schlussendlich aber auch ausschlaggebend, bezieht man das persönliche Körpergewicht mit ein. Denn je schwerer man ist, umso tiefer sinkt man in die Liegefläche ein und die stützende Funktion einer Qualitätsmatratze kommt unter Umständen nicht mehr zum Tragen, einfach weil bei einer Allroundmatratze nicht mehr auf die individuellen Ansprüche eingegangen werden kann. Doch auch das eigene Temperaturempfinden ist wichtig, will man die passende Matratze finden.

Wer beispielsweise sehr schnell friert, sollte sich eher für eine Kaltschaummatratze entscheiden, da eine Federkernmatratze zum Beispiel die Wärme nicht so gut speichern kann. Ob man an einer Allergie leidet oder nicht, schlägt sich ebenfalls in der Auswahl der Matratze nieder. Denn möglicherweise ist eine Latexmatratze oder eine staubanfällige Liegefläche keine gute Wahl, will man allergieauslösende Momente minimieren.

Was die körperliche Verfassung angeht, so wird man gegebenenfalls darauf achten müssen, ob die ausgewählte Matratze genau die Stützfunktionen bieten kann, die man zum Beispiel unbedingt benötigt, weil man an starken Rückenschmerzen leidet. Denn in diesem Fall muss eine Matratze nicht nur die betroffenen Stellen gut stützen, sondern auch optimal nachgeben, damit Muskeln und Gelenke über Nacht entspannen und regenerieren können.

Empfohlene Matratzen für die unterschiedlichen Ansprüche und Bedürfnisse

Die jeweiligen Ansprüche und Bedürfnisse unterscheiden sich also sehr stark, so dass es wenig Sinn macht, eine Matratze zu wählen, die gerade der Verkaufsschlager ist.  

Allergiker Sofern keine Latexallergie vorliegt, bietet sich eine Latexmatratze besonders gut an, da sie nicht so viel Hausstaub anzieht.

 

Seitenschläfer

 

Empfehlenswert ist hier eine Matratze aus Viscoschaum.

 

Bauchschläfer

 

Für diese überwiegende Schlafposition ist eine stabile Federkernmatratze zu empfehlen.

 

Rückenschläfer

 

Auch hier kann die Federkernmatratze eine gute Wahl sein, damit Rücken und Bandscheibe gut gestützt werden.

 

„Frostbeulen“

 

Für Personen, die leicht frieren, sind Visco- oder Kaltschaummatratzen zu empfehlen, da sie die Wärme besser speichern.

 

„Hitzköpfe“

 

Durch die sehr gute Luftzirkulation ist eine Federkernmatratze bei Personen, die schnell und stark schwitzen, die bessere Alternative.

 

„Schwergewichte“

 

Hier sollte vorzugsweise eine stabile Federkernmatratze gewählt werden, damit der Körper nicht zu weit und zu tief in die Liegefläche einsinkt.

 

Kinder

 

Für die Kleinsten sind in erster Linie jene Matratzen wichtig, die sich dem kleinen, in der körperlichen Entwicklung befindlichen Körper wunderbar anpassen und gänzlich ohne schädliche Inhaltsstoffe gefertigt wurden.

 

Fazit

Matratze-2Eine Matratze, die für jeden passt – das ist nicht nur Unsinn, sondern es gibt sie einfach nicht! Im Grunde kann es sie auch nicht geben, denn wir alle haben ganz unterschiedliche Schlafgewohnheiten, individuelle Bedürfnisse und Ansprüche.

Das beginnt mit der eigenen körperlichen Konstitution, geht über Temperaturempfinden und Körpergewicht beziehungsweise Alter und endet bei der eigenen Schlafposition, die wir bevorzugt einnehmen. Matratzen von heute sind nicht eben mal so entworfen und gefertigt worden.

Vielmehr liegen ihnen langfristige wissenschaftliche Studien zugrunde, die weit über das verwendete Material hinausgehen. Denn wir alle wissen schließlich, dass ein gesunder Schlaf unabdingbar für unser Wohlbefinden ist. Nur wer im Schlaf wirklich entspannen kann, nur bei wem sich der Körper optimal regenerieren kann, nur derjenige ist am nächsten Tag ausgeruht genug, um den Anforderungen gerecht zu werden. Aus diesem Grund ist es unabdingbar, dass man sich vor dem Matratzenkauf hinreichend informiert und beraten lässt. Denn ist die Liegefläche nicht perfekt auf die eigenen Bedürfnisse und Ansprüche angepasst, kommt es im besten Fall zu schmerzhaften Verspannungen und im schlimmsten Fall unter Umständen zu Depressionen, um nur einige Auswirkungen der falschen Matratzenwahl aufzuzeigen.

Wer also behauptet, dass es eine Mega-Matratze gibt, die sich jedem Schlaftyp anpasst und für jeden von uns geeignet ist, dem scheinen die kleinen und feinen Unterschiede entgangen zu sein, die uns Menschen ausmachen. Die richtige Matratze auszuwählen und zu kaufen sollte niemals eine Sache von nur 5 Minuten sein. Vielmehr ist es ratsam, sich dafür hinreichend Zeit zu nehmen, denn mit einer guten Liegefläche werden wir die nächsten acht bis zehn Jahre viele gemeinsame Nächte verbringen.

 

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