Jetlag? Die besten Tipps

Die besten Tipps gegen Jetlag

Die besten Tipps gegen Jetlag

Unter einem Jetlag versteht man eine vorübergehende Störung des persönlichen Schlaf-Wach-Rhythmus. Er ist für die Betroffenen meist sehr nachteilig, weil sehr oft gerade dann auftritt, wenn man sich eigentlich erholen will, nämlich nach einer Flugreise und häufig im Urlaub. Wir haben uns mit dieser Befindlichkeitsstörung einmal näher befasst und halten die besten Tipps gegen Jetlag für Sie bereit.

Was sind die Ursachen für einen Jetlag?

Jeder Mensch hat seinen ganz eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus, der auch als innere Uhr oder Biorhythmus bezeichnet wird. Damit wird faktisch für jeden ganz individuell gesteuert, wann man müde wird oder auf einem Leistungshoch ist.  

Der Hormonhaushalt und der Elektrolythaushalt werden darüber ebenso gesteuert wie die Körpertemperatur und natürlich das individuelle Leistungsvermögen in jeglicher Hinsicht.  

Das Steuerungsmodel, wenn man so will, befindet sich im Gehirn, wo es sozusagen auf den jeweiligen Tag-Nacht-Rhythmus, also auf hell und dunkel reagiert. Üblicherweise also jene Zeitzone, in der man hauptsächlich lebt und an deren Tageszeiten der Körper gewöhnt ist.  

Kommt es nun durch eine Flugreise zu einem schnellen Überschreiten verschiedener Zeitzonen, gerät die innere Uhr aus dem Takt und ein Jetlag ist die Folge.

Wie macht sich ein Jetlag bemerkbar?

Da sich selbst bei Menschen aus einer Zeitzone der individuelle Biorhythmus voneinander unterscheidet, machen sich die Symptome eines Jetlags auch unterschiedlich stark bemerkbar. Das jeweilige Lebensalter, das Geschlecht sowie die individuellen Lebensumstände können dabei eine Rolle spielen, wie stark die Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus in Erscheinung tritt.  

In der Regel kann man einen Jetlag daran erkennen, dass er sich in folgenden Symptomen äußert:  

  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Tagesmüdigkeit und Abgeschlagenheit
  • körperliches Unwohlsein
  • erhöhtes Schlafbedürfnis
  • verminderte Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Magen-Darm-Probleme
  • Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit

 

Viele der Betroffenen haben also das Problem, dass sie sich nach der Flugreise regelrecht krank fühlen, was gerade im Urlaub oft als extrem störend empfunden wird. Denn wer will in der schönsten Zeit ausgerechnet das Bett hüten, anstatt sich der Erholung hinzugeben?  

Wer geschäftlich unterwegs ist, wird damit oftmals sogar noch mehr Einschränkungen verknüpfen. Denn bei einer Geschäftsreise kommt oftmals noch der Zeitfaktor hinzu. Nach dem Flug muss man spätestens am nächsten Tag wieder topfit sein, doch durch den Jetlag gestalten sich Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit eher schwierig.  

 

Magazin-Anzeige-Topper

 

Was hat die Flugrichtung mit den Auswirkungen zu tun?

  In zahlreichen Studien konnte zudem nachgewiesen werden, dass die Flugrichtung maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass man die Symptome des Jetlags deutlicher oder weniger deutlich zu spüren bekommt.  

Geht der Flug in Richtung Osten, treten die Jetlag-Symptome am stärksten zutage. Denn wer in diese Richtung seine Flugreise antritt, reist in einen gefühlt kürzeren Tag. Damit kommt der Organismus meist schlechter zurecht, als bei einer Flugreise gen Westen. Hier verlängert sich der Tag und es fühlt sich im Grunde so an, als ob man einfach mal einen Tag länger wach war.   Zudem sind es nicht nur die Flugrichtungen, die sich auf die Stärke des Jetlags auswirken können. Es kommt immer auch darauf an, wie viele Zeitzonen überflogen werden.  

Ist es nur eine, spürt man selten etwas von einem Jetlag. Sind es hingegen mehrere, ist das eine echt harte Belastungsprobe für den Organismus und dementsprechend fallen die Symptome deutlich stärker ins Gewicht.  

Insgesamt gibt es 12 Zeitzonen. Bei einem Flug nach Osten und einem Zeitunterschied von etwa acht bis zehn Stunden, sollte man möglichst einen Tag mehr einplanen, weil der Jetlag da am stärksten auftritt und vermutlich der Tag nach der Ankunft ohnehin nicht erholsam sein wird.   Überquert man sechs Zeitzonen, braucht es oftmals bis zu drei Tagen, bis der eigene Körper wieder auf Normaltaktung läuft.  

Tipp: Als Faustformel gilt: Für jede Stunde Zeitverschiebung, braucht der Körper in etwa einen halben Tag, bis er sich angepasst und erholt hat.

Was kann man gegen einen Jetlag tun?

So unwahrscheinlich es im ersten Moment klingen mag, aber man kann dem Jetlag durchaus etwas entgegensetzen. Mit den folgenden Tipps lassen sich die eventuell auftretenden Symptome schon im Vorfeld minimieren beziehungsweise kann man die Störung des eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus verhindern, indem man:  

  • bereits drei Tage vor dem Flug den Körper auf die neue Zeitzone einstellt à fliegt man nach Osten, sollte man schon zu Hause eine Stunde früher zu Bett gehen und eine Stunde früher aufstehen, fliegt man nach Westen, sollte man eine Stunde später ins Bett gehen und auch eine Stunde später aufstehen
  • die Uhr bereist dann auf die neue Zeit umstellt, wenn man den Flieger besteigt
  • beim Flug nach Osten versucht, im Flieger zu schlafen und bei einem Flug nach Westen möglichst wach bleibt
  • am Zielort bewusst den Rhythmus der neuen Zeitzone annimmt à das beinhaltet die ortsüblichen Essenszeiten ebenso, wie das Ausnutzen des Tageslichts vor Ort
  • viel Wasser trinkt und auf Alkohol während des Fluges verzichtet
  • im Flugzeug auf die richtige Ernährung achtet à Richtung Osten kann man sich ruhig mit kohlehydratreichen Essen sättigen, da man so leichter schlafen kann, geht es indes nach Westen, sollte man nur leichte und eiweißreiche Kost zu sich nehmen, damit man möglichst leichter wachbleiben kann

 

Zudem sollte man sich in den ersten Tagen möglichst die Zeit nehmen, alles ein wenig ruhiger anzugehen und die erste Nacht möglichst lange zu schlafen. Zusammen mit einem langen Aufenthalt im Freien und bei Tageslicht, kann das sehr gut gegen Jetlag-Symptome helfen.  

Hinweis: Auch im Urlaub wird durch den Aufenthalt im Freien bei Tageslicht die Melatoninproduktion angekurbelt, weswegen man selbst bei starken Jetlag-Symptomen den ausgedehnten Strandspaziergang zum Beispiel unbedingt machen sollte, bevor man sich im Hotelzimmer zum Schlafen hinlegt.

Fazit

Wer unter einem Jetlag leidet, ist im medizinischen Sinne nicht krank, auch wenn viele sich nach dem schnellen Überqueren mehrerer Zeitzonen so fühlen. Doch den durch eine Flugreise gestörten Biorhythmus kann man bereits im Vorfeld auf diese Reise einstellen, indem man sich einige Tipps zu Herzen nimmt. Dann sollten auch die bekannten Ein- und Durchschlafstörungen leichter zu umgehen sein.  

Foto: © ibreakstock #139560317 stock.adobe.com  

!!!!!!!!!!!!!!!!!!