Kaltschaummatratzen auf Lattenrost problematisch?

14.08.2016 07:00  Von:: Elisabeth

Was ist bei Kaltschaummatratzen auf einem Lattenrost zu beachten?

Kaltschaummatratzen sind aufgrund ihrer guten Wärmeisolation, leichten Transportierbarkeit und Geräuschfreiheit sehr beliebt bei vielen Menschen. Bei der Nutzung mit einem Lattenrost werden ihr allerdings Schwächen nachgesagt. Wir wollen uns einmal genauer anschauen, was an den Warnungen dran ist und was Sie bei Problemen tun können.

Die Besonderheiten der Kaltschaummatratze

Kaltschaummatratzen werden durch Aufschäumen von Polyurethan mit CO2 oder Treibmitteln hergestellt. Ihre Qualität hängt maßgeblich von ihrem Raumgewicht ab. Es gibt an, wieviel PU auf einem Kubikmeter der Matratze aufgeschäumt worden ist. Grundlegend kann man sich merken, dass eine Schaumstoffmatratze umso hochwertiger ist, je höher das Raumgewicht ist. Eine sehr leichte Matratze lässt auf schlechte Qualität schließen. Weitere Faktoren, die beim Kauf berücksichtigt werden sollten, sind die Stauchhärte und die Art des Profils. Kaltschaummatratzen haben eine Reihe von Vorteilen. Sie passen sich sehr gut an Körperkonturen an, können für den Transport gerollt werden, haben eine sehr lange Lebensdauer und sind gute Wärmeisolatoren. Dank eines abziehbaren Matratzenbezugs sind sie zudem sehr hygienisch.

Die Nachteile von Kaltschaummatratzen

Wie alle anderen Matratzentypen hat auch die Kaltschaummatratze Nachteile. Der erste davon ist der chemischer Geruch, der neuen Modellen anhaftet. Oftmals verschwindet er erst nach mehreren Wochen des Lüftens. Zum damit in Zusammenhang stehenden Nachteil kann die hohe Wärmeisolation werden. Für Menschen, die im Bett schwitzen, ist die Matratze ungeeignet. Sie sollten eher zu einer atmungsaktiven Federkernmatratze greifen. Der dritte Nachteil ist die Brandgefahr. Polyurethanschaum ist bei über 400 C brennbar. Es ist deshalb daran zu denken, sie mit einen schwer brennbaren Überzug abzudecken.

Probleme bei der Nutzung eines Lattenrosts

Kaltschaummatratzen neigen dazu, an stärker belasteten Stellen weicher zu werden. Das ist vorteilhaft bei der Herstellung von 7-Zonen-Matratzen, bringt aber einige Probleme bei der Nutzung von Lattenrosten mit sich. Da beim Schlafen ein punktuell hohes Gewicht auf der Matratze lastet, wird sie in die Zwischenräume der Leisten gedrückt. Es entstehen Abdrücke, die mit einer nachlassenden Stauchhärte einhergehen. Um dies zu vermeiden, verwendet man Lattenroste mit einem besonders geringen Leistenabstand. Er sollte nicht größer als 3 cm sein. Dadurch wird verhindert, dass die Matratze durchhängt und verschleißt. Gleichzeitig ist gewährleistet, dass die Matratze von unten stark genug belüftet wird.

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