Kinder: Schlaf, Schlafstörungen und die richtige Schlafumgebung

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Das Kind und der Schlaf, ein Thema, das Eltern in vielen Facetten beschäftigt. Wieviel Schlaf braucht mein Kind? Was kann man bei Schlafstörungen tun, und wie sieht die richtige Schlafumgebung aus? Im Folgenden beschäftigen wir uns mit den wichtigsten Fragen, die sich Eltern stellen, wenn es um den Schlaf des Nachwuchses geht.

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Inhaltsverzeichnis

Wieviel Schlaf braucht ein Kind?

Schlafendes Mädchen mit Kuscheltier

Viele Eltern sind sich unsicher – schläft mein Kind genug? Schläft mein Kind zu viel? Und woran kann man erkennen, dass ein Kind ausreichend geschlafen hat? Zumindest auf die letztere Frage gibt es eine klare Antwort von den Experten.

Wenn Kinder morgens problemlos wach werden und aufstehen, haben sie in der Regel ausreichend Schlaf bekommen.

Natürlich hängt die optimale Schlafenszeit vorrangig vom Alter des Kindes ab.

Mutter mit Baby im Bett

Säuglinge und Neugeborene benötigen am meisten Schlaf

Ein neugeborenes Kind verschläft die ersten Wochen seines Lebens zum Großteil. Durchschnittlich 18 Stunden schaffen die Kleinen an einem Tag. Die kurzen Wachphasen werden lediglich zum Essen genutzt.

Ab etwa 6 Monaten geht die tägliche Schlafenszeit etwas zurück. 14 bis 18 Stunden Schlaf genügen Kindern in diesem Alter.

Tipp: Achten Sie als Eltern darauf, die Zeiten gut einzuteilen – auch damit Sie in der Nacht ein paar ruhige Stunden für sich haben.

Viele Experten empfehlen zwei oder vier Schlafetappen täglich. Ab etwa sechs Monaten müssen Sie das Kind, wenn es nachts wach wird, nicht mehr füttern.

Kleinkinder – ohne Mittagsschlaf geht es nicht

Kinder von einem bis drei Jahren benötigen täglich etwa 12 bis 15 Stunden Schlaf. Neben der Nachtruhe brauchen kleine Kinder bis etwa vier Jahre einen täglichen Mittagsschlaf, um den Tag gut gelaunt und voller Energie zu überstehen.

Kindergarten- und Schulkinder

Kinder ab dem vierten Lebensjahr und Grundschulkinder sollten pro Nacht zehn bis zwölf Stunden Schlaf bekommen.

Ab dem vierten Lebensjahr ist in der Regel kein Mittagsschlaf mehr nötig. Hören Sie hier auf Ihr Kind – wenn es mittags voller Energie ist und nicht schlafen möchte, sollten sie es auch nicht erzwingen.

Schulkinder sollten so lange schlafen, dass sie morgens ohne Probleme aufstehen können. Das kann gerade bei „Langschläfern“ mit einer Eingewöhnungsphase einhergehen.

Ältere Schulkinder kommen mit einer Schlafenszeit von etwa zehn bis zwölf Stunden aus.

Teenager zwischen 15 und 16 Jahren

Teenager haben ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Der Körper befindet sich im Umbruch, hinzu kommen die Hormone. Kinder bis etwa 16 Jahren benötigen daher etwa zehn Stunden Schlaf pro Tag.

Wann Teenager diesen Schlaf bekommen sollten, ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Viele Teenager entwickeln sich in dieser Zeit zu „Nachteulen“ und schlafen erst spät ein.

Damit das Aufstehen morgens nicht zum Problem wird, empfiehlt sich ein Mittagsschlaf von etwa 20 Minuten.

Es ist wichtig, dass Schulkinder ausgeschlafen sind, damit sie den Lernstoff in der Schule gut aufnehmen können. Besonders wenn das Schuljahr neu startet, kann es schwierig werden, die Kleinen zur Ruhe zu bringen.

Warum ist das so? Warum brauchen Schulkinder generell einen erholsamen, ausreichend langen Schlaf? Und das nicht nur, wenn das Schuljahr neu beginnt, sondern an jedem Schultag? Wie können Eltern für einen guten Schlaf sorgen? Diese Fragen wollen wir im Folgenden genau unter die Lupe nehmen.

Keine Frage, ausgeschlafen läuft es in der Schule besser!

Jedes Jahr aufs Neue heißt es allerorts: Schulanfang. Während die Jüngsten dann das erste Mal den Weg zur Schule nehmen und völlig aufgeregt und nervös ihre Schultüte tragen, gehen die älteren Kinder oftmals etwas relaxter mit dem Beginn des neuen Schuljahres um.

Auch diese Kinder und Jugendlichen sind zum Schulstart immer ein wenig nervöser, immer ein wenig aufgeregter – auch wenn sie das natürlich niemals zugeben würden. Denn zum einen sind es womöglich die neuen Unterrichtsfächer, neue Lehrer oder neue Mitschüler, denen man am ersten Tag des neuen Schuljahres begegnet.

Auf der anderen Seite sind es die eigenen Ferienerlebnisse, die man den Schulkameraden erzählen möchte. Es gibt also in jedem Alter die unterschiedlichsten Gründe, ein wenig unruhiger, ein wenig nervöser und auch ein wenig gespannter zu sein, wenn der Schulanfang bevorsteht.

Umso wichtiger ist es, dass man dem ersten Schultag gut ausgeschlafen entgegentritt. Doch nicht nur dann ist es optimal, wenn man richtig ausgeschlafen hat.

Auch an jedem anderen Tag sollten Schulkinder ausgeschlafen zur Schule gehen!

Warum ein gesunder Schlaf besonders für Schulkinder so wichtig ist?

Nicht nur uns Erwachsenen geht es so, sondern auch unserem Nachwuchs: Ausreichend Schlaf unter optimalen Bedingungen ist ungemein wichtig.

Denn nur ein erholsamer und gesunder Schlaf fördert:

  • das kreative Denkvermögen
  • das Konzentrationsvermögen
  • die gesteigerte Leistungsfähigkeit

Gute Gründe also, den Schulanfang und jeden Schultag wirklich ausgeschlafen in Angriff zu nehmen.

Das gilt im Übrigen auch für die Mütter und Väter von schulpflichtigen Kindern.

Kleinkind im Bett

So fördern Sie den gesunden Schlaf Ihres Kindes

Grundsätzlich ist an dieser Stelle anzumerken, dass sich die Schlafgewohnheiten, aber auch der Schlafrhythmus bei Kindern verändert. Das bedeutet, dass gerade bei einem so wichtigen Start in einen neuen Lebensabschnitt bei den Schulanfängern durchaus auch gewisse Schlafstörungen auftreten können.

Es ist nämlich gerade in den ersten Tagen nach dem Schulanfang so viel Neues und Aufregendes, was den Kleinen auch am Abend noch im Kopf herumschwirrt.

Auch ältere Kinder haben in den ersten Tagen nach den großen Ferien immer wieder das Problem, dass sich der Tag-Nacht-Rhythmus wieder etwas verschiebt und es somit durchaus schwerer fällt, abends gleich einzuschlafen und morgens frühzeitig wieder fit zu sein.

Ein gesunder Schlafrhythmus muss sich also erst einstellen.

Die folgenden Tipps helfen Ihrem Kind, schneller und besser einzuschlafen und am Morgen wirklich erholt und fit für den Schultag aufzuwachen – und das nicht nur, wenn das Schuljahr neu beginnt.

1. Sorgen Sie für einen klar strukturierten Tagesablauf, soweit das möglich ist. Dazu gehören feste Zeiten, zu denen gegessen oder ins Bett gegangen wird. Auch wenn das vielleicht ein wenig eintönig klingen mag, aber in der Schulwoche ist das eine ideale Möglichkeit, den Kindern die nötige Ruhe zu geben.

2. Achten Sie im Tagesablauf darauf, dass Ihr Kind genügend Bewegung an der frischen Luft hatte und ausreichend Sonnenlicht tanken konnte. Das fördert ungemein die kreative Entwicklung und Leistungsfähigkeit Ihres Kindes. Dabei ist stets auf eine sinnvolle Abwechslung von An- und Entspannung zu achten, denn Kinder brauchen ihre Pausen.

3. Zusätzlich liegt es häufig an der gesunden und vollwertigen Ernährung, ob ein Kind gut schlafen kann.

4. Zudem können feste Einschlafrituale helfen, dass jüngere Schulkinder schneller und einfacher abschalten und zur Ruhe kommen können. Doch auch älteren Kindern ist mit solchen kleinen, immer wieder kehrenden Ritualen geholfen. Denn die Gute-Nacht-Geschichte oder ein ruhiges Musikstück für die Kleineren können ebenso wundervolle Hilfen sein, wie es für die Älteren vielleicht ein Hörspiel oder ein entspanntes miteinander Meditieren sein kann. Was am besten hilft, ist natürlich ein wenig abhängig von dem, was das Kind besonders gern mag.

5. Sorgen Sie für eine ideale Schlafumgebung im Kinderzimmer. Wichtig ist hierbei vor allem, dass der Raum vor dem Schlafen gut gelüftet wurde, dass die Bettausstattung den Bedürfnissen und Ansprüchen Ihres Kindes optimal angepasst ist und, dass keine Störgeräusche oder Lichtquellen im Kinderzimmer den Ton angeben. Im Übrigen sollte das Kinderzimmer zum Schlafen ruhig auf 16° bis 18° heruntergekühlt werden, bevor es ins Bett geht.

6. Neben der Schlafumgebung und der kindgerechten Ausstattung des Bettes sollten Sie immer für ein ausgeglichenes Klima im Bett sorgen. Denn Kinder haben zwar ein ausgesprochen hohes Wärmebedürfnis auf der einen Seite, neigen aber auf der anderen Seite auch schneller zum Schwitzen. Von daher ist es sinnvoll, Bettwaren zu nutzen, die für einen guten Wärme- und Temperaturaustausch sorgen können.

Tipp: Decken und Kissen mit einer Füllung aus Schafschurwolle sind ideal, denn sie bieten den Kindern die nötige Wärme und können gleichzeitig die Temperatur so regulieren, dass das Kind nicht zu stark schwitzt.

Schlafendes Mädchen

HINWEIS: Nicht nur das Schlafverhalten und die Gewohnheiten bei Kindern unterscheiden sich von denen der Erwachsenen. So brauchen jüngere Kinder durchaus zehn Stunden Schlaf, um sowohl zum Schulanfang als auch während der gesamten Schulzeit effektiv lernen zu können. Jugendliche hingegen benötigen nur noch etwa acht Stunden Schlaf. Wobei bei den älteren Schülern durchaus häufiger Probleme mit dem richtigen Schlaf-Wach-Rhythmus auftreten, da die Jugendlichen erst später am Abend müde werden und am Morgen dann dafür noch zu viel Melatonin im Blut haben, so dass sie nur schwer aus den Federn kommen.

Was aber, wenn Ihr Kind einfach nicht schlafen will, und das nicht nur vor Schulbeginn, sondern generell, egal welches Alter?

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Kindliche Schlafstörungen - was tun, wenn Kinder keine Ruhe finden

Kind mit Schlafstörungen

Kinder brauchen besonders viel Schlaf. Gleich ob Babys, Schulkinder oder Jugendliche. Davon hängt in entscheidendem Maße ihre körperliche und geistige Entwicklung ab.

Statistiken jedoch beweisen, dass nahezu jedes 3. Kind im Laufe seines jungen Lebens bereits mit Schlafstörungen zu kämpfen hat.

Auch wenn viele der kindlichen Schlafprobleme nicht unbedingt organische Ursachen haben, stellen sich doch alle Eltern dann die Frage: Was tun, wenn Kinder keine Ruhe finden?

Welche Ursachen haben Schlafstörungen bei Kindern?

Ebenso wie bei uns Erwachsenen können Schlafstörungen bei Kindern sehr unterschiedliche Ursachen haben. Nicht selten findet man die Auslöser von Schlafproblemen bereits im Tagesablauf.

So reagieren gerade Babys und Kleinkinder auf die folgenden Faktoren häufig mit einem gestörten Schlaf.

Auslöser sind unter anderem:

    • Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf
    • besonders aufregende Erlebnisse am Tag
    • Stresssituationen im direkten Umfeld der Kinder
    • starke emotionale Belastungssituationen im Leben der Kleinen
    • hohe Lärmbelästigungen
    • der Schlaf-Wach-Rhythmus hat sich nicht reguliert oder entwickelt

Kinder brauchen in erster Linie klare und gut strukturierte Tagesabläufe. Dass das unter Umständen hin und wieder durch besondere Lebensumstände nicht eingehalten werden kann, ist völlig normal.

Doch es geht hier um die Regelmäßigkeit hinsichtlich der Essens-, Spiel- und Ruhezeiten sowie um regelmäßige Abläufe im Tagesgeschehen. Es kann für ein Kind immens viel Stress bedeuten, wenn es nicht in festen Strukturen leben kann, weil jeden Tag die Essenszeit oder auch die Zubettgehzeit anders gelagert ist.

Ängstlicher Junge

Ebenso reagieren Kinder besonders feinfühlig auf emotionale Belastungen. Wenn beispielsweise die Zuwendung fehlt oder die Mama mal nicht zu Hause ist.

Selbst Stress, der durch die persönlichen Probleme bei den Eltern ausgelöst werden kann, bringt für ein Kind meist eine unruhige Nacht mit sich.

Sind die Kinder älter, können auch Ursachen hinzukommen, die mit Mobbing in der Schule oder starkem Leistungsdruck in Zusammenhang stehen.

Natürlich kann es trotz geregeltem Tagesablauf gerade bei kleineren Kindern Schlafstörungen geben. Vielleicht, weil sie gerade zahnen oder einen Wachstumsschub durchmachen. Möglicherweise ist das Kind aber auch gerade in seiner Trotzphase und reagiert anders auf das ins Bett legen, wie üblich.

Darüber hinaus spielen natürlich bei kindlichen Schlafproblemen auch Erkrankungen eine Rolle. Beispielsweise sind Erkältungen, Blähungen oder andere Schmerzen oftmals der Auslöser für ein Schlafproblem.

Hinweis: Die meisten Schlafstörungen bei Kindern sind nur vorübergehend oder treten nur gelegentlich auf. Sollten allerdings Zweifel daran bestehen, dass es nur ein vorübergehendes Problem gibt, sollte immer der Kinderarzt hinzugezogen werden. Denn es gibt auch Ursachen für eine kindliche Schlafstörung, die auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen können.

Was sind typische Schlafprobleme bei Kindern?

Wer sein Kind genau beobachtet und weiß, wie es in bestimmten Lebenssituationen reagiert, wird schnell herausfinden, dass die Anzeichen für einen schlechten Schlaf denen bei Erwachsenen nicht unähnlich sind.

Allerdings kann auch eine Weigerung, ins Bett zu gehen oder das nächtliche Wandern ins elterliche Bett ein Hinweis darauf sein, dass das Kind nicht gut schläft.

Bei Kindern gibt es typische Schlafprobleme, die es als Eltern zu beachten und zu unterscheiden gilt:

  1. Einschlafprobleme: Ist das Kind nicht innerhalb von etwa 20 Minuten friedlich eingeschlafen, spricht man von Einschlafstörungen. Das kann daran liegen, dass es noch nicht die individuelle Schlafenszeit des Kindes ist oder dass es besonders aufgewühlt ist, von den direkten Aktivitäten vor dem Zubettgehen. Hier spielt der Tagesablauf eine große Rolle. Zu viel Stress kann hier ebenso nachteilig wirken, wie zu wenig Bewegung an der frischen Luft oder einem viel zu späten Mittagsschlaf.
  2. Albträume: Die meisten Kinder leiden unter Schlafstörungen, weil sie von Albträumen geplagt werden. Diese treten hauptsächlich in der zweiten Nachthälfte auf und resultieren zum Großteil ebenfalls aus dem Tagesgeschehen inklusive der medialen Berieselung.
  3. Nachtschreck: Der medizinische Ausdruck für dieses Phänomen lautet Pavor nocturnus und bezeichnet das nächtliche Aufschrecken, das überwiegend bei Kindern zwischen vier und sechs Jahren auftritt. Ausgelöst wird dies meist durch mangelnde Schlafhygiene und/oder besonders emotionale Erlebnisse am Tag, die dann beim Schlaf verarbeitet werden.
  4. Schlafwandeln: Besonders jüngere Kinder neigen dazu, in den ersten Stunden nach dem Einschlafen komplexe Bewegungen auszuführen, ergo sie schlafwandeln.
  5. Schnarchen und Schlafapnoe: Nicht selten schnarchen auch Kinder. Das hängt zumeist mit der Entwicklung zusammen und kann durch Fehlbildungen des Kiefers, durch Polypen oder vergrößerte Mandeln ausgelöst werden. Treten jedoch Atemaussetzer auf, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden.
  6. Bettnässen: Gerade bei kleineren Kindern kann das durchaus häufiger passieren. Doch dieses Einnässen weckt die Kinder, sodass der Schlaf gestört wird.

In seltenen Fällen kann das Kind an einer Narkolepsie leiden. Das bemerkt man vor allem daran, dass das Kind auch am Tag plötzlich einschlafen, selbst wenn es vielleicht eine ruhige Nacht hatte.

Sollte das öfter auftreten, dann ist es ratsam, mit dem Kinderarzt Rücksprache zu halten!

Ängstliches Mädchen im Bett

Wie kann man den kindlichen Schlafstörungen vorbeugen?

Kindliche Schlafstörungen, sofern sie keine schweren Erkrankungen als Ursache haben, lassen sich in der Regel mit einer optimalen Schlafhygiene schnell beheben.

Denn wenn die Rahmenbedingungen stimmen, schlafen auch die Kinder besser und ungestörter.

Zudem wirkt sich ein geregelter Tagesablauf sehr förderlich auf die Entwicklung der Kinder aus. Da diese häufig auch erst ein gesundes Schlafverhalten entwickeln müssen.

Schlafendes Mädchen mit Kuscheltier

Mit den folgenden Regeln lassen sich Schlafstörungen im Kindesalter perfekt vorbeugen:

  • Licht- und Geräuschquellen möglichst komplett aus dem Kinderzimmer verbannen
  • die Raumtemperatur sollte zum Schlafen zwischen 16 und 19 Grad liegen
  • das Bett sollte tagsüber nicht zum Spielen, essen oder lernen genutzt werden
  • das Bett sollte inklusive der Matratze auf die Bedürfnisse des Kindes angepasst sein
  • das Kind sollte niemals zur Strafe ins Bett geschickt werden
  • nicht nur der Tag, sondern speziell der Abend sollten ruhig und strukturiert ablaufen
  • abendliche Einschlafrituale sind wichtig, damit das Kind schon vor dem Schlafen zur Ruhe kommt
  • direkt vor dem Schlafen sollte das Kind nichts mehr essen oder trinken oder körperliche anstrengende Aktivitäten vollführen
  • um das Bettnässen zu umgehen, sollte das Kind direkt vor dem Schlafen noch einmal auf die Toilette gehen (das führt zu einer Gewöhnung, von der es selbst im Erwachsenenalter noch profitiert)
  • möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen lassen (das fördert die Entwicklung eines gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus)

Darüber hinaus hilft es älteren Kindern, wenn sie autogenes Training erlernen. Bei Kleinkindern sollte man darauf achten, dass der Mittagsschlaf nicht zu spät und zu lange erfolgt.

Viele Kinder haben Angst vor der Dunkelheit. Diese Angst kann ein Grund sein, dass Kinder schwer einschlafen oder nachts ins elterliche Bett wandern.

Als Abhilfe werden gerne Nachtlichter genutzt. Doch können diese mehr schaden als nutzen oder sollten Sie ein Nachtlicht für ihren Nachwuchs, der Angst in der Dunkelheit hat, anschaffen?

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Kann ein Nachtlicht schädlich für mein Kind sein?

Schlafendes Mädchen mit Kuscheltier

Viele Kinder können leichter und beruhigter schlafen, wenn in ihrem Zimmer ein kleines Nachtlicht für eine wohltuende Atmosphäre sorgt. Gerade die Kleinsten haben oftmals Angst, wenn sie im Dunkeln liegen oder aufwachen. Immer wieder fragen sich besorgte Eltern, wie sich dieses kleine Licht im Kinderzimmer auf die Entwicklung des Kindes auswirken kann.

Dabei stehen vor allem ein anzunehmender Gewöhnungseffekt, Elektrosmog oder gar Kurzsichtigkeit und ein ungesunder Schlaf im Fokus der elterlichen Bedenken. Wir geben Antworten auf diese Fragen und räumen mit weitverbreiteten Irrtümern auf.

Ein Nachtlicht steht nicht im Widerspruch zum gesunden Schlaf des Kindes

Es steht sicherlich außer Frage, dass flimmerndes oder zu grelles Licht den gesunden Schlaf eines jeden Menschen massiv stören kann. Also auch den eines Kindes. Man kann und sollte aber ein Nachtlicht für Kinder niemals mit einem laufenden Fernseher oder ähnlichem vergleichen.

Im Gegensatz zum TV gibt das Nachtlicht kein grelles oder flackerndes Licht ab, das dann die für den Schlaf benötigte Melatonin-Produktion im Körper hemmt.

Zudem besitzen die auf dem Markt befindlichen Lichter für die Nacht keinen blauen Lichtanteil, wie es beispielsweise beim flimmernden Bildschirm oder einem Handy-Display der Fall ist. In der Regel aber besitzen sie einen roten Lichtanteil, der förderlich für ein gutes Einschlafen ist.

Und auch, was die Angst vor Elektrosmog angeht, kann Entwarnung gegeben werden.

Die gesunde Entwicklung des Kindes ist nicht durch Nachtlichter gefährdet

Besorgte Eltern kommen heute noch immer wieder auf eine Studie von 1999 zu sprechen, in welcher nachgewiesen wurde, dass die Verwendung eines Nachtlichtes im Kinderzimmer häufiger zur Kurzsichtigkeit führt.

Diese Studie wurde seitdem mehrfach widerlegt, denn es besteht schlichtweg kein Zusammenhang zwischen einem kleinen Nachtlicht und der Kurzsichtigkeit von Kindern.

Was den Gewöhnungseffekt angeht, so ist auch hier nicht wirklich negatives zu sagen. Ob nun ein Kind bei angelehnter Tür schläft oder mit einem Nachtlicht im Zimmer, das macht keinen Unterschied.

Nachtlichter verursachen keinen oder kaum Elektrosmog im Kinderzimmer

Diese Aussage mag vielleicht zunächst verunsichern. Doch sie ist schnell erklärt. Der Unterschied, ob nun kaum oder gar kein Elektrosmog im Kinderzimmer entsteht, wenn ein Nachtlicht zum Einsatz kommt, liegt in der Betriebsweise.

So erzeugen jene kleinen Lichter, die man in die Steckdose steckt, nur sehr wenig Elektrosmog. Dieser ist aber keineswegs schädlich für das Kind, da das Kinderbettchen in der Regel nicht direkt neben der Steckdose steht, in welcher das Licht eingesteckt ist. Hierbei ist aber generell ein Abstand von mindestens einen Meter zu beachten.

Jene Nachtlichter aber, die batteriebetrieben sind, erzeugen gar keinen Elektrosmog. Dennoch sollten beim Nachtlicht im Kinderzimmer einige Faktoren beachtet werden:

  • über das Stromnetz betriebene Lichter sollten sich in möglichst mehreren Metern Entfernung zum Kinderbett befinden
  • stromzuführende Kabel, falls erforderlich, niemals offen verlegen -> generelle Unfallgefahr
  • bei batteriebetriebenen Nachtlichtern darauf achten, dass das Fach für die Batterien sicher verschlossen ist -> insbesondere dann, wenn das Kind das Licht mit den Händen erreichen kann

Schlafendes Mädchen

Die Angst vor der Dunkelheit verschwindet mit zunehmendem Alter

Je älter die Kinder werden, umso mehr verliert sich auch ihre Angst vor der Dunkelheit. Hilfreich sind hier jene Einschlafrituale, die dem Nachwuchs eine gewisse Sicherheit geben.

Nach und nach entwickeln sich bei jedem Kind zudem feste Gewohnheiten, die insbesondere auch die Einschlaf- und Durchschlafzeiten betreffen. Ist das Kind zudem nicht etwa unterfordert, sondern kann immer wieder einen ereignisreichen Tag erleben und hält sich viel an der frischen Luft auf, wird es ohnehin keinen Mangel an gesundem Schlaf geben.

Wichtige Tipps, die bei einem Nachtlicht zu beachten sind

Grundsätzlich sind Nachtlichter also nicht schädlich für das Kind. Dennoch gibt es einige Aspekte, auf die man unbedingt achten sollte, wenn ein solches Nachtlicht angeschafft oder zum Einsatz kommen soll.

  1. Die Helligkeit des Nachtlichtes: Ein solches Licht soll der Orientierung in der Nacht dienen, sollte also nicht übermäßig hell erstrahlen. Es reicht also, wenn das Nachtlicht bei einem Abstrahlwinkel von 65° und bei mindestens einem Meter Entfernung eine Lichtintensität von weniger als 10 Lumen aufweist.
  2. Abschaltung oder Dämmerungssensor: Wirklich gute Nachtlichter verfügen über einen An- und Ausschalter oder einen Dämmerungssensor. In beiden Fällen kann so das Licht bei helleren Tageszeiten ausgeschaltet werden. Das bedeutet, dass nicht unnötig Strom verbraucht wird. Manche der Nachtlichter verfügen zudem über eine Abschaltautomatik, welche das kleine Licht nach einer gewissen Zeit abschalten und so in der Tiefschlafphase des Kindes für absolute Dunkelheit sorgen.
  3. Geprüfte Sicherheitsstandards: Auch bei einem Nachtlicht für Kinder gilt die Devise, dass man auf geprüfte Sicherheit achten sollte. Hier helfen zum Beispiel Qualitäts- und TÜV-Siegel, wie zum Beispiel „GS – Geprüfte Sicherheit“ weiter. Fehlen diese Siegel, sollte auf den Kauf eines solchen Nachtlichtes verzichtet werden.
  4. Besser netzbetriebene Nachtlichter verwenden: Auch, wenn batteriebetriebene Nachtlichter gar keinen Elektrosmog erzeugen, haben diese den Nachteil, dass die Batterie oftmals ausgerechnet dann leer ist, wenn das Nachtlicht zum Einsatz kommen soll.

Eine andere Bitte, die viele Eltern Abend für Abend hören, ist es, die Tür zum Kinderzimmer offen zu lassen. Was verbirgt sich hinter dieser Bitte, und sollten Sie ihr nachkommen?

Bitte lasse die Tür auf... Wenn Kinder nur bei offener Kinderzimmertüre schlafen

Mädchen mit Kuscheltier an Tür

Kinder müssen das Einschlafen und vor allem Durchschlafen erst lernen. Sie haben Probleme allein in die Nacht zu gehen und denken, sie könnten etwas Spannendes verpassen. Ab einem Alter von etwa zwei Jahren gesellt sich Angst als begleitendes Gefühl dazu.

Die Dunkelheit überkommt das Zimmer, Schatten entstehen und so manche Gegenstände sind nicht mehr zu deuten. Kinder entwickeln eine Urangst für seltsame Geräusche und fühlen sich unwohl, nicht mehr alles einsehen zu können.

Früher oder später tritt in vielen Haushalten daher die Bitte auf, die Tür des Kinderzimmers beim Einschlafen offen zu halten.

Hinter dieser Bitte steckt der Wunsch nach etwas mehr Licht im Kinderzimmer. Der Lichtschein des Vorraums und die vertrauten Geräusche des Haushalts lassen Kinder deutlich besser einschlafen.

Sie fühlen sich in ihrem Zimmer nicht alleine und finden einfacher in den Schlaf.

Tür in der Nacht schließen?

Manche Kinder benötigen die offene Tür nur beim Einschlafen, um den Lichtschein im Zimmer zu haben und um die Geräusche aus der Wohnung zu hören. Einmal eingeschlafen bemerken sie die offene Tür nicht mehr. Eltern können die Tür in diesem Fall beim Zubettgehen einfach schließen.

Andere Kinder bemerken eine geschlossene Tür auch in der Nacht und werden mit Angstzuständen wach.

Überlegen Sie deshalb gut, ob die Tür noch geschlossen werden soll!

Mit geschlossener Tür können Sie sich allerdings freier im Haushalt bewegen und brauchen selbst bei Besuch keine Angst zu haben, die bereits schlafenden Kinder zu wecken.

Eine gute Alternative, wenn Ihr Nachwuchs vorrangig wegen des Lichtscheins aus dem Flur besser einschlafen kann, ist die Anschaffung eines der weiter oben beschriebenen Nachtlichter.

Oft ist es auch in der Tat so, dass sich das Kind nachts ins elterliche Schlafzimmer schleicht, da es nicht schlafen kann. So manche Eltern sind daher gleich dazu übergegangen alle stets gemeinschaftlich in einem Bett zu schlafen. Entweder aus dem Problem heraus, da das Kind nicht alleine in seinem Bett schläft oder auch aus einer Einstellung heraus.

Ist es aber gut, wenn Eltern und Kind immer gemeinschaftlich in einem Bett schlafen?

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Ist Co-Sleeping schädlich für Kinder?

Schlafende Familie

Ein gesunder Schlaf ist für Kinder lebensnotwendig, da ganz besonders diese Altersgruppe für ihre körperliche und geistige Entwicklung darauf angewiesen ist. Darüber lässt sich nicht streiten, wohl aber über den Ort, wo Kinder schlafen sollten.

Während man noch vor einigen Jahren immer wieder predigte, dass der Nachwuchs ein geeignetes Kinderbett braucht, um sich gesund entwickeln zu können, prägt jetzt der Begriff Co-Sleeping zahlreiche Ausführungen zu diesem Thema. Doch was ist das überhaupt und wie wirkt es sich auf die Kinder aus?

Was versteht man unter Co-Sleeping?

Unter dem Begriff Co-Sleeping, der im Übrigen aus dem Englischen kommt, versteht man das Schlafen, bei dem es zu einem unmittelbaren Körperkontakt zwischen Eltern oder auch Geschwisterkindern und Kindern kommt. Wobei es in diesem Fall eigentlich eher Co-Bedding heißen müsste.

Doch im deutschen Sprachgebrauch hat sich der Begriff für das gemeinsame Schlafen im breiten Familienbett eingebürgert. Im weitesten Sinne wird aber auch das Schlafen im elterlichen Schlafzimmer dazu gezählt. Umgekehrt würde es sich auch um ein Co-Sleeping handeln, wenn beispielsweise ein Elternteil mit im Kinderzimmer schläft.

Dabei ist das Co-Sleeping eigentlich keine neue Entdeckung, denn bereits früher war diese Praxis weitverbreitet und zumeist einem beengten Wohnraum geschuldet. Häufig war es in früheren Zeiten auch Bestandteil von kulturellen Begebenheiten.

Jedoch stößt das heutige Co-Sleeping häufig auf Gegenwehr, denn immer noch sind viele Eltern und Großeltern der Meinung, dass Kinder, die mit im elterlichen Bett schlafen, zu sehr verwöhnt werden könnten und später kein eigenes Selbstbewusstsein entwickeln können.

Doch ganz offensichtlich sind diese Meinungen mittlerweile überholt, wie zahlreiche Studien inzwischen nachweisen konnten.

Welche Folgen kann das Co-Sleeping für Kinder haben?

In vielen Studien, die sich mit den Folgen des Co-Sleepings bei Kindern befasst haben, wird deutlich, dass Kinder im Familienbett:

  • besser schlafen
  • auf natürlichem Wege ihr Bindungssystem aktivieren
  • stärkere Bindungen aufbauen können
  • intelligenter werden
  • sicherer schlafen
  • den Schlaf als angenehmer empfinden
  • glücklicher sind

Wenn man also bedenkt, dass unser Nachwuchs bei der Geburt eigentlich noch nicht vollständig entwickelt ist, wird schnell klar, welchen Schutz, Geborgenheit und Sicherheit das Nächtigen im großen Familienbett und direkt neben Mama und Papa für die Kinder mit sich bringt.

Mutter mit Kind beim Spielen im Bett

Durch die unmittelbare Nähe zur Mutter können Babys zudem so auch in der Nacht schneller angelegt und gestillt werden. Das bedeutet für die Mütter weitaus längere und bessere Schlafperioden, als wenn das Kind im Nachbarzimmer liegt.

Darüber hinaus fördert das nächtliche Stillen in dieser ruhigeren Variante nicht nur die Bindung zwischen Mutter und Kind, sondern auch die geistige Entwicklung des Kindes.

Durch das gemeinsame Schlafen im Familienbett kann das Nervensystem des Kindes über Nacht außerdem nachreifen und sich weiterentwickeln. Zumal durch die unmittelbare Nähe der Eltern ein sehr aktiver Schutz aufgebaut wird.

Denn Mutter und Vater geben Pheromone ab, die das Kind ebenso unbewusst wahrnimmt, wie es Gerüche, Bewegungen und die Atmung der Eltern aufnimmt. Diese Sinneseindrücke aber sind es am Ende, durch die das Nervensystem bei den Kindern geschützt wird.

Hinweis: Im Übrigen schlafen Eltern beim Co-Sleeping sehr viel entspannter. Diese Entspanntheit setzt sich sogar bis in den gesamten Tagesablauf hinein fort. Denn gerade Mütter schlafen eher unruhig und nur leicht, wenn das Kind im Nachbarzimmer liegt. Unbewusst lauschen sie nämlich, ob das Kind ruhig atmet, schlecht träumt oder sogar wach wird. Schläft das Kind aber mit im Zimmer oder sogar im Familienbett, kommen Mütter und Väter besser in eine gesunde Tiefschlafphase.

Worauf ist zu achten?

Wer sich für das Co-Sleeping entscheidet, sollte einiges beachten, damit es tatsächlich unschädlich für das Kind ist.

Schläft der Nachwuchs im eigenen Bett, aber im elterlichen Schlafzimmer, steht es außer Frage, dass:

  • in diesem Zimmer nicht geraucht wird
  • für ein ausgeglichenes Raumklima gesorgt wird
  • keine störenden Licht- und Geräuschquellen den Schlaf stören können

Diese Faktoren sollten generell beachtet werden, auch wenn das Kind dann doch im Familienbett mit schläft.

Schlafende Familie

Hier kommen aber weitere Aspekte hinzu, die es zu beachten gilt:

  • die Matratze im Familienbett sollte möglichst keine zweiteilige sein, denn da könnte das kleine Kind unfreiwillig in die Ritze rutschen
  • die Liegefläche sollte so viel Platz bieten, dass alle beruhigt schlafen können und genügend Bewegungsfreiheit haben
  • die Matratze sollte nicht zu weich sein
  • das Laken sollte möglichst straff auf der Matratze liegen und die Decken- und Kissenbezüge passend sein, damit das Kind sich nicht in überschüssigen Bezügen oder Laken verheddern kann oder diese sich im Schlaf über das Gesicht ziehen kann
  • Zwischenräume an der Wand sollten möglichst ausgestopft werden, damit das Kind nicht hineingeraten kann
  • soll das Kind nicht in der Mitte liegen, sondern am äußeren Rand, empfiehlt sich ein Bettgitter, damit es nicht hinausfallen kann
  • bei Babys und Kleinkindern sollten keine Kissen so liegen, dass sie ihnen auf das Gesicht kippen könnten

Hinweis: Die Kinder via Co-Sleeping mit im Familienbett schlafen zu lassen ist jedoch nichts für Eltern, von denen einer zu Depressionen neigt, extrem übergewichtig ist oder unter Drogeneinfluss steht. Diese Faktoren gelten als Risiko und sollten niemandem zugemutet werden. Außerdem besteht hier tatsächlich die Gefahr, dass das Kind zu Schaden kommen könnte.

Schlafende Familie

Co-Sleeping schadet weder Kind noch Eltern!

Das Co-Sleeping ist für Kinder nicht schädlich. Entgegen der landläufigen Meinung, dass diese Kinder besonders verwöhnt würden, stellt sich in vielen Studien immer wieder heraus, dass diese Kinder früher selbstständig werden, als Kinder, die von Beginn an allein in ihrem Bettchen im Kinderzimmer schlafen.

Vermutlich hängt das mit dem Urinstinkt zusammen, denn diese Kinder fühlen sich dann in der Nacht sehr allein und verlassen, da sie nicht die Gerüche, Atemgeräusche und Bewegungen der Eltern spüren können. Das aber würde ihnen mehr Geborgenheit und Sicherheit geben, wodurch sie am Ende sehr viel gesünder schlafen, als andere Kinder.

Im Grunde hat das Co-Sleeping für alle Beteiligten große Vorteile.

Denn auch Eltern schlafen sicherer, zufriedener und besser, wenn die Kleinen im gleichen Bett oder wenigstens im gleichen Zimmer mit schlafen.

Studien zufolge ist das Co-Sleeping bis zum Schulanfang ideal und durchaus ratsam. Ab dem Schulbeginn ändert sich das, denn dann schlafen Kinder besser allein in ihrem eigenen Bett und kommen auch gut mit dem eigenen Zimmer zurecht.

Zwar erfreut sich das gemeinsame Schlafen steigender Beliebtheit, doch schläft der Großteil der Kinder nach wie vor im eigenen Bett. Um hier für einen erholsamen Schlaf zu sorgen, sollte in jedem Fall ein Augenmerk auf das Bett geworfen werden.

Hier ist es primär der Lattenrost, der gerade bei Kindern, die sich noch im Wachstum befinden, von großer Wichtigkeit ist. Ab wann und welcher Lattenrost ist für Kinder optimal?

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Ab wann sollten Kinder einen Lattenrost unter der Matratze haben?

Schlafendes Mädchen

Babys und Kinder stellen andere Ansprüche an ihre Schlafumgebung als Erwachsene. Sie sind deutlich leichter und besitzen andere körperliche Voraussetzungen. Eine spezielle Matratze und der dazugehörige Lattenrost schützen den kleinen Körper optimal und sorgen für noch mehr Schlafkomfort.

Lachendes Baby im Bett

Babys brauchen keinen Lattenrost

Im Vergleich zu Kindern oder Kleinkindern können Babys komplett auf den Lattenrost verzichten.

Ihr Körpergewicht ist zu gering, sodass die Matratze für ein optimales Abstützen ausreicht.

Viele Kinderbetten oder Wiegen sind ohne Lattenrost ausgestattet und bieten eine entsprechende Matratze als Einlage.

Doch Vorsicht: Die Matratze benötigt auch an der Unterseite genügend Luftzufuhr. Im Schlaf verliert der Körper Flüssigkeit und schwitzt. Die Matratze nimmt je nach Material diese Flüssigkeit auf und transportiert sie an die Unterseite.

Ein Luftzug genügt, um die Matratze gut abtrocknen zu lassen. Liegt sie nur flach auf dem Boden oder einer anderen Fläche auf, ist der Trocknungsvorgang verhindert. Schimmelflecken und schlechte Gerüche setzen sich dann in den Materialien fest.

Starrer Lattenrost für ältere Kinder

Kleinkinder und Babys besitzen einen Rundrücken. Die typische Doppelkrümmung der Wirbelsäule bildet sich erst später aus. Im Alter von fünf bis elf Jahren ist die Wirbelsäule besonders anfällig und noch formbar.

Achten Sie beim Kauf des richtigen Lattenrosts deshalb auf ein starres Modell mit soliden Latten.

Tipp: Spezielle Zonen müssen hier noch nicht eingestellt werden!

Wichtig ist eine feste Unterlage mit einem geringen Lattenabstand. Vier bis fünf Zentimeter genügen zwischen den Latten, da sonst die Matratze durch den Abstand drücken könnte.

Sind die Abstände zu klein, wird die Matratze nicht ausreichend belüftet. Das behindert den Abtransport der Feuchtigkeit an der Unterseite der Matratze.

Eine Faustregel besagt: Die Latten sollten maximal die Hälfte der Grundfläche der Matratze einnehmen. Die andere Hälfte sorgt stets für die Belüftung und verhindert das Ansetzen von Schimmelsporen.

Legen Sie die Matratze keinesfalls in einen geschlossenen Bettkasten. In Bezug auf die Matratze empfiehlt sich eine mittelweiche Schaummatratze.

Bestenfalls besteht die Matratze aus zwei Schichten und kann sich somit noch besser dem kindlichen Körper anpassen. Manche Matratzen sind mit einem Kreuz-Wellenschnitt versehen und sind noch luftdurchlässiger als andere Modelle. So entsteht das optimale Bettklima.

Doch nicht nur der Lattenrost ist wichtig, auch das richtige Bett ist entscheidend. Kinder lieben Hochbetten besonders. Hier gilt es allerdings beim Kauf einiges zu beachten, damit für eine optimale Schlafumgebung gesorgt ist.


Hochbetten - was ist zu beachten?

Hochbetten für Kinder haben Hochkonjunktur. Und das aus gutem Grund: Kinder lieben es, den Raum ganz im Blick zu haben. Als Herrscher über ihr kleines Reich können sie besonders entspannt in den Schlaf finden. Hochbetten eignen sich perfekt zum Spielen, Klettern, zum Bauen von Höhlen und in einigen Fällen sogar zum Rutschen.

Darüber hinaus haben Hochbetten auch ganz praktische Vorteile. Denn unter der Schlafstätte hat man Platz zum Verstauen von Spielzeug, Kleidung oder für eine gemütliche Kuschelecke.

Trotz der guten Argumente für ein Hochbett gibt es einige Sicherheitsregeln, die man bei Kindern beachten sollte.

Hochbett

Sicherheitsaspekte, die Sie beachten sollten

Kinder unter sechs Jahren sollten nicht in einem Hochbett schlafen. In diesem Alter sind Kinder im Schlaf noch sehr agil, sodass eine zu niedrige Absperrung zur Gefahr werden kann.

Statistisch gesehen sind selbst Jugendliche noch stärker gefährdet, nachts aus dem Bett zu stürzen. Eine wichtige Sicherheitsmaßnahme ist eine Balustrade.

Laut EU-Norm muss die Sicherung mindestens 30 Zentimeter über der Kindermatratze enden, Experten empfehlen jedoch eine Sicherung mit einer Höhe von 40 bis 50 Zentimetern.

Noch sicherer sind Sie, wenn Sie einen Zaun vom Podest bis zur Zimmerdecke errichten. Abgerundete Ecken und Kanten an der Sicherheitsabsperrung und der Leiter sind ebenfalls wichtig.

Für kleinere Kinder sind Leitern, die wie eine kleine Treppe konstruiert sind und einen zusätzlichen Handlauf besitzen. Im besten Falle lässt sich die Leiter wegstellen, um kleine Kinder beim Spielen nicht zu gefährden.

Nutzen junge Erwachsene das Bett sollten Sie vor allem auf die Tragfähigkeit der Konstruktion Wert legen, besonders auch auf einen guten Lattenrost.

Ein tragendes Gestell bildet die Basis, zusätzliche Stabilität erhalten Hochbetten durch Stützbalken, die das Gewicht zusätzlich tragen.

Ob man sich für eine Holz- oder Metallvariante entscheidet, ist in erster Linie Geschmacksache.

Unser Tipp: Achten Sie bei Holzbetten darauf, dass die benutzen Schrauben ein Gewinde besitzen, das bis zum Schraubkopf durchgängig ist. Solche Schrauben verhindern Knarren, wenn das Holz später belastet wird oder arbeitet.

Neben dem beliebten Hochbett ist ein Schlafzelt eine weitere Bettvariante, die bei Kindern sehr beliebt ist, und das freiwillige ins Bettgehen fördern kann.

Hochbett



Das Schlafzelt im eigenen Kinderzimmer

Kinder spielen gern in selbst gebauten Höhlen aus Stühlen und Kissen und auch Zelte sind als Abenteuerspielplatz sehr beliebt. Kein Wunder also, dass Schlafzelte beim Campingausflug für alle Kinder ein absolutes Highlight darstellen.

Dass man ein Schlafzelt auch regulär im Kinderzimmer aufstellen kann, wissen dagegen viele Eltern gar nicht. Dabei sorgen sie für besonders viel Spaß im Kinderzimmer.

Schlafzelt auf dem Bett

Schlafzelte für unterwegs sind auch für den Aufbau im Kinderzimmer geeignet. So kommt das kleine Abenteuer für den Nachwuchs auch nach Hause. Man sollte nur auf eine hochwertige Kindermatratze als Schlafunterlage achten.

Schlafzelte für Kinder sind gerade groß genug, dass ein Kind sich darin ausstrecken kann und nehmen daher nicht sonderlich viel Platz ein. Trotzdem ist manches Kinderzimmer nicht groß genug für ein Schlafzelt neben dem Bett.

Hier gibt es eine so einfache wie praktikable Lösung: das Schlafzelt zur Installation auf dem Bett.

Spaß für das Kind, Sicherheit für die Eltern

Diese Art Schlafzelt hat den zusätzlichen Vorteil, dass Sie sich keine Sorgen darum machen müssen, ob ihr Kind auch rückengesund liegt. Denn es verwendet ja die reguläre Bettmatratze zum Liegen.

Das Schlafzelt nimmt so keinen zusätzlichen Platz weg und bietet ihrem Kind das Gefühl, im eigenen kleinen „Reich“ Abenteuer zu erleben. An einen solch sicheren und lustigen Ort geht so manches Kind auch gern freiwillig, wenn es Bettzeit ist.

Das Zelt kann in das abendliche Schlafritual eingebaut werden und versüßt die Träume.

Selbst bauen geht auch

Schlafzelte zum Campinggebrauch sind witterungssicher und daher meist im höheren Preissegment anzutreffen. Wer nicht unbedingt ein teures Schlafzelt für den Heimgebrauch kaufen möchte, kann auch leicht selbst eines basteln.

Ein bisschen Stoff in einem Muster, dass Ihrem Kind gefällt und ein paar Bambusstangen, wie sie in jedem Baumarkt erhältlich sind, lassen ganz flink ein improvisiertes Zelt entstehen.

Beim Bau gilt es nur darauf zu achten, dass die Konstruktion einsturzsicher ist und nicht nachts plötzlich für Schrecken durch einen kleinen Einbruch sorgt.

Schlafzelte sollten nicht für Kinder verwendet werden, die noch zu klein sind, um sich selbst aus einem eingestürzten Zelt zu befreien. Sonst droht unter dem Stoff Erstickungsgefahr.

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Der Autor:

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Oliver

„Schlaf ist für Menschen lebenswichtig. Im Schlaf entspannt und erholt sich der ganze Körper, das Immunsystem schöpft neue Kraft und die Seele verarbeitet Erlebtes. Wer nachts gut schläft, ist tagsüber fit und leistungsfähig."

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