Kuhlenbildung vermeiden: so verhindert man Kuhlen in Matratzen

Kuhlenbildung – So verhindern Sie unangenehmen Kuhlen in der Matratze

kuhlenbildung-1Sicher haben Sie das auch schon einmal erlebt: Da geht man ins Bett, um zu einem ruhigen und entspannenden Schlaf zu finden, doch dann hat man ständig das Gefühl uneben zu liegen oder in eine Kuhle zu rollen. Doch in aller Regel trügt dieses Gefühl nicht, sondern es gibt tatsächlich eine Vertiefung in der Matratze. Oftmals tritt dieses Phänomen bei älteren Liegeflächen auf, die schon lange in Gebrauch sind. Dabei ist das eher unruhige und weniger bequeme Liegen auf einer solchen Liegefläche noch das kleinere Übel. Viel erschreckender ist nämlich die Tatsache, dass eine Matratze mit Kuhle durchaus gesundheitsschädlich werden kann. Häufig kommt es nämlich beim Schlafen auf einer solchen Unterlage zu starken Verspannungen bis hin zur ungesunden Schlafstörung. Hier gilt es dann, so schnell wie möglich eine neue Matratze zu kaufen. Doch wer bei einer neuen Qualitätsmatratze die Kuhlenbildung verhindern will, sollte einiges beachten.

Welche Gründe gibt es für die Kuhlenbildung?

Die Gründe, warum sich in der Liegefläche eine Kuhle bildet, können unterschiedlicher Natur sein. Die häufigsten aber sind:

• alte und durchgelegen Matratze
• ständige Zweckentfremdung der Liegefläche
• falsche Matratzenhöhe
• unpassender Lattenrost
• qualitativ minderwertiges Material, welches verarbeitet wurde

Hat sich, aus welchem Grund nun auch immer, eine solche Kuhle gebildet, empfiehlt sich unbedingt der Neukauf einer hochwertigen Qualitätsmatratze. Damit diese aber dann so lange wie möglich in ihrer ursprünglichen funktionalen Qualität erhalten bleibt und sich nicht schon nach kurzer Zeit erneut Kuhlen bilden, sollten einige Punkte beachtet werden.

1. Kaufen Sie eine passende Matratze von hochwertiger Qualität

Zunächst einmal sollte die neue Qualitätsmatratze nicht nur Ihren Anforderungen hinsichtlich des verwendeten Materials entsprechen, sondern vor allem zu Ihnen und Ihren Schlafgewohnheiten passen. Darüber hinaus sollte man bedenken, dass die punktelastischen Kaltschaummatratzen gegenüber Federkernmatratzen generell weit weniger anfällig für Kuhlenbildung sind. Denn der Kaltschaum verhindert ein zu tiefes Einsinken.

Stattdessen passt er sich jeder Körperform und Liegeposition perfekt an, so dass die Wirbelsäule und der gesamte Bewegungsapparat bestens gestützt liegen können. Nach dem Aufstehen aber springt die Matratze wieder in ihre eigentliche Position zurück. Garantiert werden kann dies in erster Linie bei Kaltschaummatratzen mit einem hohen Raumgewicht. Das bedeutet, dass bei einem höheren Raumgewicht die Liegefläche flexibler, formstabiler und damit langlebiger ist.

! Merke: Eine hochwertige Matratze weist immer mindestens 40 Kilogramm pro Kubikmeter auf -> Angabe also mit 40 RG

2. Überprüfen Sie vor dem Kauf die Höhe der Matratze

Weist die ausgewählte Liegefläche ein hohes Raumgewicht auf und ist zugleich höher als andere Liegeflächen, so ist die Wahl optimal. Denn dickere beziehungsweise höhere Matratzen mit einem hohen RG bieten Liegekuhlen kaum eine Chance, sich überhaupt zu entwickeln.

! Merke: Der Härtegrad der Liegefläche oder auch die Materialeigenschaften des Matratzenbezuges beeinflussen die Kuhlenbildung weder negativ noch positiv, sind also nicht ausschlaggebend.

3. Auch der Lattenrost sollte zur optimalen Bettausstattung passen, um die Kuhlenbildung zu unterbinden

Beim Kauf einer neuen Matratze sollte man darauf achten, dass der Lattenrost dazu passend ist. Denn hier gibt es einige entscheidende Merkmale, die durchaus die Kuhlenbildung begünstigen oder auch verhindern könnten. So sollte vor allem bei einer Kaltschaummatratze der Abstand zwischen den einzelnen Latten nicht zu groß sein. Wenn der Lattenrost dann noch individuell in seiner Nachgiebigkeit einstellbar ist, bildet er die perfekte Grundlage.In Kombination mit einer entsprechend hochwertigen Matratze, die das nötige Raumgewicht aufweist, kann so der Kuhlenbildung vorgebeugt werden.

! Merke: Bei Verwendung einer Kaltschaummatratze sollte der Abstand der einzelnen Latten ungefähr zweifinger- oder dreifingerbreit betragen.

4. Auf das richtige Drehen und Wenden kommt es an!

Vielleicht klingt es im ersten Moment ein wenig abwegig, doch ein regelmäßiges Drehen und Wenden der Matratze kann dazu beitragen, die Kuhlenbildung zu unterbinden. Denn wer ungefähr einmal im Monat die Liegefläche umdreht, kann die regelmäßig beanspruchten Stellen etwas entlasten. In aller Regel können also auf diese Weise die Stellen, wo man immer mit dem Gesäß oder der Schulter zum Beispiel liegt und natürlich auch immer etwas tiefer einsinkt, wieder in den Urzustand zurückspringen.

Beachten sollte man allerdings die Materialbeschaffenheit sowie die Herstellerangaben dazu.

Federkernmatratzen -> werden gewendet
Kaltschaum- und Latexmatratzen -> werden gedreht, also das Kopfteil zum Fußteil

! Merke: Matratzen mit speziellen Liegezonen -> sollten nicht gewendet werden, da hier die Zonen sonst nicht mehr stimmig sind

5. Keine dauerhafte Zweckentfremdung Ihrer Matratze

Jede noch so hochwertige Matratze wird bei einer dauerhaften oder doch sehr häufigen Zweckentfremdung schnell unter einer Materialermüdung an den entsprechenden Stellen leiden. Das bedeutet, dass Liegeflächen, auf denen regelmäßig gesessen wird, weil man sie beispielsweise als Sitzfläche benutzt, genau an diesen Sitzpositionen schnell dauerhaft nachgeben und zur Kuhlenbildung neigen.

Das geschieht zum Beispiel sehr oft in kleinen Pensionen oder engen Studentenzimmern, wo es keine andere Sitzmöglichkeit gibt. Aber auch wer abends im Bett sitzend Fernsehen schaut und sich beispielsweise dabei immer auf das Kopfteil setzt, riskiert die Bildung einer Kuhle. Denn bei diesen Aktivitäten findet die Belastung nur punktuell statt, so dass das Matratzeninnere sehr schnell verschleißt und die funktionale Qualität nicht mehr gegeben ist.

! Merke: Auch die Zweckentfremdung zur Hüpfburg für Kinder kann den Matratzenkern dergestalt schädigen, dass sich schneller Liegekuhlen bilden.

Fazit

kuhlenbildung-2Eine Kuhle in der sonst so bequemen Matratze macht nur wenig Spaß. Zudem kann sie der Grund sein, warum man nicht mehr zu einem erholsamen und gesunden Schlaf findet, denn eine gesunde Schlafhaltung ist damit kaum möglich. Verspannungen oder auch Schäden an der Wirbelsäule können ebenso die Folge sein, wie nervige Schlafstörungen.

Bei der Auswahl der passenden Matratze sollte daher nicht nur auf die Materialbeschaffenheit geachtet werden, sondern auch Matratzenhöhe und Raumgewicht in Betracht gezogen werden. Zuzüglich sollte der Lattenrost immer zur Matratze passen, denn er bildet faktisch den Ausgleich und fängt Belastungen durch das Liegen ab.

Neben dem regelmäßigen Wenden oder Drehen der Matratze sollte auch das Nutzungsverhalten klar sein. Denn eine Qualitätsmatratze ist allein zum Schlafen da. Ständiges Sitzen oder auch Hüpfen führt zur einseitigen Belastung, welche das Material schneller ermüden lassen und der Kuhlenbildung Vorschub leistet. Kuhlenbildung muss also nicht sein, wenn man einige Dinge beachtet!

 Fotos: © Antonioguillem, © Andrey Popov – Fotolia.com