Lebensdauer einer Matratze: so lange hält die Matratze

Die Lebensdauer einer Matratze: wie lange hält sie?

Lebensdauer-Matratze-1Ein wirklich gesunder und erholsamer Schlaf hängt maßgeblich mit einer optimalen Liegefläche zusammen. Denn nur, wenn die Qualitätsmatratze den individuellen Besonderheiten und Anforderungen entspricht, kann der Körper Nacht für Nacht genügend Reserven für den nächsten Tag sammeln. Doch es dürfte jedem bewusst sein, dass eine Matratze, die tagtäglich benutzt wird, auch immer wieder starken Belastungen ausgesetzt ist, die früher oder später zu einer Qualitäts- und Funktionsminderung führen können.

Von daher stellt sich wohl jeder einmal die Frage: Wie lange hält meine Matratze? In aller Regel empfehlen Experten, die Matratze nach 5 bis 7 Jahren gegen eine neue auszutauschen. Mit einigen Tricks aber lässt sich die Lebensdauer der Matratze deutlich verlängern.

Welche Faktoren beeinflussen die Lebensdauer einer Matratze?

• Verschmutzungen
• Feuchtigkeit
• mechanische Beanspruchung

Grundsätzlich ist jede noch so gute Matratze in jeder Nacht diesen Faktoren ausgesetzt. Es lässt sich beispielsweise nicht verhindern, dass die durch die Schlafbewegungen abgelösten Hautpartikel oder auch Haare durch die textile Oberfläche der Matratze eindringen.

Ebenso wenig kann man die unter der Bettdecke und/oder durch übermäßiges Schwitzen erzeugte Feuchtigkeit eindämmen.

Schlussendlich verhält es sich mit der mechanischen Beanspruchung genauso, denn immerhin liegt jeder mit seinem Körpergewicht auf der Matratze und drückt sie gegen Bettgestell und Lattenrost. Wenn dann noch die ganz normalen Schlafbewegungen hinzukommen, sind die Voraussetzungen für die Abnutzung der textilen Oberfläche ebenso gegeben, wie die starke Belastung des Matratzenkerns.

Doch auch die eventuell falsche Wahl der Matratze kann leicht dazu führen, dass die Liegefläche nicht ganz so lange hält, wie sie sollte. Denn wer zum Beispiel generell sehr stark schwitzt, sollte am besten eine sehr atmungsaktive Matratze kaufen.

Wann sollte man die Matratze auswechseln?

Einmal abgesehen von der Empfehlung die Experten und Hersteller bezüglich der Lebensdauer einer Matratze geben, sind es durchaus auch andere Gründe, warum man eine Liegefläche austauschen sollte. Meist sind es Anzeichen, die sich in der eigenen körperlichen Befindlichkeit äußern oder die aufgrund einer veränderten Lebenssituation entstehen können.

So sollte die Matratze ausgetauscht werden, wenn:

• sich das Körpergewicht so verändert hat, dass der Härtegrad der Matratze nicht mehr optimal ist
• durch Erkrankungen eine andere Liegefläche erforderlich wird
• sich morgens verstärkt und mit regelmäßiger Häufigkeit Rückenschmerzen und Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich bemerkbar machen
• sich in der Matratze Liegekuhlen zeigen oder deutlich zu spüren sind
• allergische Reaktionen, wie beispielsweise tränende Augen, Niesanfälle und dergleichen immer nach dem Aufstehen das Leben schwer machen

Wie lässt sich die Lebensdauer einer Matratze verlängern?

Auch wenn es vielleicht zunächst als eine lange Zeit erscheint, wenn man sich eine neue Matratze zulegt, die empfohlenen 5 bis 7 Jahre ziehen unter Umständen schnell ins Land. Wenn man dann noch bedenkt, wie viele Nächte die hochwertige Liegefläche mit den Schlafbewegungen, mit der Feuchtigkeit und auch mit Hausstaub, abgestorbenen Hautpartikeln und Haaren fertig werden muss, dann ist diese Zeitvorgabe durchaus berechtigt.

Doch man kann die Lebensdauer einer Matratze deutlich verlängern, indem man:

• den passenden Matratzenschutz benutzt
• möglichst eine Liegefläche mit abnehmbaren Bezug kauft
• die Matratze regelmäßig auslüftet
• der Liegefläche entsprechend einen passenden Lattenrost verwendet
• der Matratze ausreichend Pflege zukommen lässt

Im Hinblick auf den passenden Matratzenschutz ist es nicht nur für Allergiker unerlässlich, entweder eine Matratzenauflage, ein Unterbett oder gar einen Matratzenbezug zu benutzen. Denn jeder Schutz ist immens wichtig für die Liegefläche. Immerhin gelangen Hautpartikel und Hausstaub auf diese Weise nicht ungehindert in die Matratze, sondern verfangen sich im Matratzenschutz, den man in aller Regel einfach mitwaschen kann.

Zudem verhindert ein solcher Schutz, dass die Matratze durch die Schlafbewegungen zu sehr am Bettgestell und auf dem Lattenrost entlangscheuert und abgenutzt wird. Denn auch diese Belastung fängt ein Bezug oder eine Unterlage perfekt ab.

Doch auch die durch die eigene Körpertemperatur entstehende Feuchtigkeit kann mit dem passenden Matratzenschutz nicht einfach in das Innere der Matratze eindringen. Der Lattenrost aber stellt in jedem Fall die Unterfederung dar und sorgt für eine ausreichende Luftzirkulation. Zumindest dann, wenn er der Matratzenart entsprechend gekauft wurde.

Durch regelmäßiges Drehen und Wenden der Matratze kann man darüber hinaus dafür Sorge tragen, dass immer genügend Feuchtigkeit entweichen kann und dass sich Liegekuhlen kaum bilden können, wodurch nicht so schnell Materialermüdungen auftreten.

Fazit

Lebensdauer-Matratze-2Die Lebensdauer einer Matratze hängt nicht zuletzt davon ab, wie sorglich damit umgegangen wird und welcher Matratzenschutz benutzt wird. Denn auch wenn eine Liegefläche als funktionstüchtiger Gebrauchsgegenstand anzusehen ist, ist dann wohl doch in den meisten Fällen eine Kostenfrage, ob man sich früher oder doch lieber etwas später eine neue Liegefläche anschafft.

Schlussendlich ist es nämlich vor allem die funktionale Qualität der Matratze, die uns gut oder eher schlecht schlafen lässt. Darüber hinaus kommt es natürlich auch auf die Materialien an, aus denen die Matratze gefertigt wurde. Generell sind Kaltschaum-, Federkern- oder auch Latexmatratzen sehr hochwertig verarbeitet.

Dabei spielen Schlafgewohnheiten und individuelle Ansprüche eine Rolle, welcher Matratzentyp ideal ist und ins heimische Bett sollte. Doch der Härtegrad einer Matratze oder auch die Matratzenstärke können einen immensen Unterschied in der zu erwartenden Lebensdauer ausmachen. Besonders dünne Liegeflächen nämlich, wie man sie unter Umständen für ein gelegentlich zu nutzenden Gästebett anschafft, werden mit Sicherheit nicht länger als 4 Jahre halten, wenn sie dann doch öfter benutzt werden.

Welche Matratze auch immer demnächst im neuen Bett liegen wird: Durch die entsprechende Pflege und einen optimalen Matratzenschutz lässt sich die Lebensdauer einer jeder Matratze verlängern, so dass man unter Umständen vielleicht doch 8 bis 10 Jahre Vergnügen an der Liegefläche haben kann.

Regelmäßig gedreht und gewendet, kann sich Feuchtigkeit nicht in der Matratze festsetzen. Mit einem passenden Bezug ausgestattet, können Staub und Hautpartikel nicht ins Innere der Matratze eindringen. Generell aber spielt eine gute Luftzirkulation und möglichst atmungsaktives Material eine große Rolle dabei, ob eine Liegefläche lange oder nicht so lange haltbar ist, wenn sie tagtäglich benutzt wird.

Ob und wann eine Matratze ausgetauscht werden muss, hängt von den persönlichen Umständen ab. Sobald die Qualitätsmerkmale einer Liegefläche aufgrund von Erkrankungen und einem veränderten Köpergewicht nicht mehr ausreichend sind, sobald sich im textilen Obermaterial Risse bilden, Liegekuhlen sicht- und spürbar werden oder sich gar Stock- und Schimmelflecken gebildet haben, muss die Matratze auf dem schnellsten Weg ausgetauscht werden.

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