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Polypropylen

Was ist Polypropylen?

Polypropylen ist ein Kunststoff, der sehr oft für Verpackungen genutzt wird. Der thermoplastische Kunststoff, der sich unter Hitze sehr gut verformen lässt, ist aber auch ideal geeignet, um daraus Fasern zu ziehen, die ihrerseits zu textilen Erzeugnissen wie Garn, Vlies oder Gewebe weiterverarbeitet werden.

Polypropylen wurde im Jahr 1954 erstmals synthetisiert und zwar zeitgleich in Frankfurt am Main von dem deutschen Chemiker Karl Rehn in den Farbwerken Höchst und am Polytechnikum Mailand von dem italienischen Chemiker Giulio Natta. Natta meldete das Polypropylen als erster zum Patent an.

Heute ist Polypropylen der weltweit zweitwichtigste Kunststoff, aus dem zahlreiche Produkte hergestellt werden. So wird Polypropylen beispielsweise im Maschinen- und Fahrzeugbau eingesetzt, in der Elektrotechnik, in der Lebensmittelindustrie und der Verpackungstechnik und im Bauwesen.

In Neuseeland und Australien wird Polypropylen wegen des teilweise sehr feuchten Klimas sogar auch zur Herstellung von Kunststoffgeldscheinen verwendet, um die Scheine haltbarer zu machen. Aber auch in der Textilindustrie werden Polypropylenfasern oft verwendet. Aus ihnen werden beispielsweise Sporttextilien und oft auch verschiedene Bettwaren hergestellt.

Was ist Polypropylen?

Bettwaren aus Polypropylen

Im Bereich Bettwaren wird Polypropylen zur Herstellung von Matratzenbezügen und Bezügen von Kissen und Decken verwendet. Polypropylen ist ein hautfreundliches Gewebe, bei dessen Herstellung keine Phthalate verwendet werden. Diese Weichmacher, die in vielen anderen Kunststoffen enthalten sind, sind gesundheitsschädlich und stehen im Verdacht, unter anderem Unfruchtbarkeit und Frühgeburten hervorzurufen.

Polypropylengewebe hingegen sind gesundheitlich unbedenklich und daher gut geeignet für die Herstellung hautnah verwendeter Textilien.

Vorteile von Geweben, die Polypropylen enthalten

Polypropylen ist wasserabweisend, atmungsaktiv und strapazierfähig und damit ideal zur Herstellung von Bettwaren geeignet. Gewebe aus Polypropylen sind sehr strapazierfähig und können sehr dicht gewebt werden. Aus ihnen werden daher die Encasings für Allergiker hergestellt, die kleinste Partikel wie abgestorbene Hautschuppen und Milbenkot zurückhalten und die so im zwei-Wege-Verfahren dafür sorgen, dass Allergiker nicht mit dem allergieauslösenden Milbenkot in Berührung kommen und den Milben die Nahrungsgrundlage entzogen wird.