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Textilkennzeichnungsgesetz

Was ist das Textilkennzeichnungsgesetz?

Im Textilkennzeichnungsgesetz wird geregelt, dass Produzenten und Hersteller bei Textilerzeugnissen dem Verbraucher Auskunft über die verwendeten Fasern geben.

Durch eine EU Verordnung wurde das ursprüngliche Textilkennzeichnungsgesetz jedoch im Jahr 2016 außer Kraft gesetzt und stattdessen gilt nun die EU-weit gültige Textilkennzeichnungsverordnung, die sich im Grundsatz jedoch nicht allzu sehr von dem Textilkennzeichnungsgesetz unterscheidet.

Auskunftspflichtig sind Hersteller und Produzenten zu allen Textilerzeugnissen. Als solche gelten alle Erzeugnisse, die zu 80% oder mehr aus textilen Rohstoffen bestehen. Neben Kleidung zählen dazu daher auch Erzeugnisse wie Sonnenschirme, Regenschirme, mit Stoffen bezogene Möbel wie Betten und Sofas sowie Bettwaren aller Art und Matratzenbezüge.

Die verwendeten Materialien müssen am Produkt selbst über ein Label in Prozentzahlen deklariert werden.

Was ist das Textilkennzeichnungsgesetz?

Diese Angaben müssen gemacht werden

Zu den Pflichtangaben gemäß der Textilkennzeichnungsverordnung gehört die Aufzählung der verwendeten Materialien in absteigender Reihenfolge.

Fasern, deren Anteil weniger als 10 % des Nettogewichts des fertigen Erzeugnisses beträgt, müssen nicht namentlich deklariert werden, sie fallen unter den Oberbegriff „sonstige Fasern“.

Eine relativ neue Regelung der Textilkennzeichnungsverordnung besagt, dass tierische Erzeugnisse wie beispielsweise Fell oder Leder gesondert aufgeführt werden müssen. Dabei bedarf es jedoch nicht unbedingt einer detaillierten Deklaration darüber, welches Bestandteil von welchem Tier stammt, doch es muss ein Hinweis enthalten sein, der den Verbraucher informiert, dass das Erzeugnis „nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ enthält.

Nicht gesetzlich verpflichtet ist der Hersteller jedoch zu Angaben darüber, wie das Erzeugnis zu pflegen ist, um welche Größe es sich handelt oder in welchem Land es hergestellt wurde. Diese Informationen, die sich sehr häufig auf den Etiketten textiler Erzeugnisse finden lassen, sind rein freiwillig und werden vom Hersteller ohne gesetzliche Verpflichtung bereitgestellt. Nichtsdestotrotz müssen sie, wenn sie gemacht werden, natürlich auch korrekt sein und auf Fakten basieren.

Ebenfalls nicht in der Textilkennzeichnungsverordnung enthalten sind Angaben über die Schadstofffreiheit. Hierüber kann sich der Verbraucher mit Hilfe von Zertifizierungen wie beispielsweise dem Öko-Tex 100 Siegel informieren.