Milben in der Bettwäsche vorbeugen

26.05.2014 08:30  Von:: Oliver

Milben in der Bettwäsche vorbeugen - wie funktioniert's?

Komplett vertreiben – das geht bei Hausstaubbmilben leider nicht. Doch wer allergisch auf die mit bloßem Auge nicht sichtbaren Spinnentiere reagiert, hat viele Möglichkeiten, Ihnen zu Leibe zu rücken.

So vertreiben Sie Milben aus dem Bett

Die Matratze ist einer der Lieblingsorte von Milben. Da sich Milben von den Hautschuppen der Menschen ernähren, ist es wichtig, sie vom menschlichen Körper abzuschirmen. Besonders gut funktioniert dies mit einem speziellen Schutzbezug. Er bewirkt zum einen, dass die Tiere nicht an den Menschen herankommen. Zum anderen hält der Schutz auch den Kot der Tiere, auf den Allergiker eigentlich reagieren, von der Matratzenoberfläche fern. Die Tiere und ihre Absonderungen werden unter dem Bezug (Encasing) zurückgehalten. Sie sollten unbedingt darauf achten, dass dieser Bezug luftdurchlässig und vor allem waschbar ist. In regelmäßigen Abständen von sechs bis zwölf Wochen müssen Sie diesen Schutzbezug gründlich in der Waschmaschine reinigen. Da Milben über die Kleidung schnell von außen hereingetragen werden, würden sich sonst wieder viele Tiere auf der Oberfläche befinden. Ein Waschgang bei 60 Grad Celsius tötet die Milben komplett ab und beseitigt alle Allergene.

Für besonders starke Allergiker gibt es diese milbendichten Bezüge auch für Kissen und Bettwäsche. Allerdings wird das Bettzeug dadurch erheblich schwerer, besonders wenn man das Bett zusätzlich mit normaler Bettwäsche bezieht. Eine Alternative sind bei 60 Grad waschbare Kissen und Decken aus Synthetik-Materialien. Ebenfalls alle 6 Wochen gehört dieses Bettzeug in die Waschmaschine. Bettwäsche aus besonders feiner Microfaser kann ebenfalls Abhilfe schaffen, da die Milben das feine Gewebe nicht durchdringen können. Das gleiche Prinzip gilt für besonders hochwertige Daunenkissen. Schütteln Sie Ihr Bett täglich gründlich auf, um den Milben ihre Lebensgrundlage zu rauben.

Kühl und trocken – so machen Sie Milben das Leben schwer

Um zu überleben und sich fortzupflanzen benötigen Milben Wärme und eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit. Experten empfehlen Allergikern daher, das Schlafzimmer möglichst kühl und trocken zu halten. Eine Luftfeuchtigkeit unter 60 Prozent und eine Raumtemperatur von unter 20 Grad gelten hier als ideal. Um dies zu erreichen, sollten Sie regelmäßig stoßlüften. So gelangt frische, kühle Luft in den Raum. Gleichzeitig entweicht die Feuchtigkeit, die sich über Nacht naturgemäß im Schlafzimmer ansammelt, nach außen. Fünf bis zehn Minuten Lüften bei weit offenem Fenster genügen. Im besten Falle wiederholen Sie den Vorgang bis zu drei Mal am Tag. Pflanzen sind für ein angenehmes Raumklima zwar sehr nützlich, erhöhen aber gleichzeitig auch die Luftfeuchtigkeit. Allergiker sollten daher im Schlafzimmer auf Topfpflanzen verzichten.

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