Mythen rund um Schlaf unter die Lupe genommen

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Um den Schlaf und alles, was damit in Zusammenhang steht, ranken sich zahlreiche Mythen. Einiges stimmt, doch gibt es auch anderes, was nicht der Richtigkeit entspricht. Wir haben uns einmal sechs Mythen rund um den Schlaf genauer angesehen. Gibt es z.B. den Schönheitsschlaf wirklich? Ist Schlaf das beste Anti-Aging Mittel? Kann man sich tatsächlich schlank schlafen? Und wie sieht es mit Schlafstörungen in Vollmondnächten aus? Hat der Mond tatsächlich Auswirkungen darauf, wie wir schlafen? Diesen und weiteren Aussagen, die oft zu finden sind, wollen wir im Folgenden auf den Grund gehen.

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Inhaltsverzeichnis

Schönheitsschlaf - Mythos oder Realität?

Schlafende Frau in Pink

In unserer heutigen Zeit wird Schlaf längst nicht mehr als notwendiges Übel angesehen, der die tägliche Arbeit unterbricht. Vielmehr ist ein gesunder und erholsamer Schlaf ins Bewusstsein der Gesellschaft gerückt, so dass er weder ein Tabu-Thema ist noch ein schlechtes Gewissen verursacht.

Doch Schlaf bringt uns viel mehr, als nur geruhsame Nachtstunden, um am kommenden Tag ausgeruht und leistungsfähig zu sein. Ausreichend Schlaf kann durchaus die eigene Schönheit unterstreichen und das individuelle Aussehen frischer und jugendlicher erstrahlen lassen.

Der Schönheitsschlaf ist also nachgewiesenermaßen kein Mythos, sondern tatsächliche Realität.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Schlaf und Gesundheit?

Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben es bewiesen: Die Qualität und auch die Quantität des nächtlichen Schlafes wirkt sich nachhaltig auf die Gesundheit aus. Wer dauerhaft zu wenig schläft oder zu schlecht schläft, ist am nächsten Tag nicht nur müde, gereizt und abgespannt, sondern kann sich nur schlecht konzentrieren oder nur weniger leisten und lernen.

Darüber hinaus besteht die Gefahr ernsthaft zu erkranken, wie zum Beispiel:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • erhöhter Blutdruck
  • Depressionen
  • erhöhte Anfälligkeit für Infektionen

Hingegen sind Menschen, die gut und ausreichend schlafen, nicht nur aktiver und ausgeruhter, sondern meist auch allgemein gesünder.

Lachende Frau im Bett

Auffällig ist aber vor allem, dass ihre Haut viel frischer erscheint als bei Gleichaltrigen, die beispielsweise dauerhaft unter Schlafstörungen leiden.

Das liegt daran, dass unser Körper sich während der Tiefschlafphase erholt und regeneriert. Menschen mit Schlafstörungen erreichen diese Phase aber nur selten beziehungsweise zu kurz. Von daher kann der Körper in diesem Fall nicht seine regenerative Eigenheilung vornehmen.

Man kann sich also nicht nur gesund schlafen, sondern durchaus auch schön!

Was macht die nächtliche Ruhe zum Schönheitsschlaf?

Ganz besonders die Haut wird bei einem schlechten Schlaf in Mitleidenschaft gezogen. Man merkt es recht schnell daran, dass die Haut faltiger, schlaffer und grauer erscheint, dass man mit dick geschwollenen Augenlidern und Tränensäcken oder Augenringen zu kämpfen hat.

Schläft man allerdings gut und auch dem eigenen Schlafrhythmus entsprechend ausreichend, dann haben die Zellen der Haut über Nacht Zeit, sich wieder zu regenerieren.

Dies geschieht hauptsächlich über die im Tiefschlaf produzierten und ausgeschütteten Hormone wie dem Melatonin. Melatonin ist für unseren Körper das wohl wichtigste Hormon, denn es schützt und reguliert alle Zellen, insbesondere die der Haut im Schlaf. Da es auch nur in der Tiefschlafphase vom Körper produziert wird, nennt man es auch Schlafhormon.

Das Melatonin-Hormon ist der wirksamste Schutz, den unser größtes Organ, die Haut bekommen kann. Es hilft sogar noch effizienter gegen vorzeitige Hautalterung zum Beispiel als Vitamin C.

Darüber hinaus wird hauptsächlich in der Tiefschlafphase das Hormon Somatropin ausgeschüttet. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Anti-Aging Hormon, denn es ist in der Lage, selbst beschädigtes Zellgewebe der Haut über Nacht zu reparieren und wieder herzustellen. Es ist also auch für die Wundheilung von immenser Wichtigkeit.

Der Schönheitsschlaf und die nackten Fakten

Wenn die Nachtruhe zum Schönheitsschlaf wird, stehen also in erster Linie die Hormone Melatonin und Somatropin im Fokus. Ihre nachweislich heilsame Wirkung beginnt mit dem Abstoßen alter, abgestorbener Hautzellen, geht über die Reparatur dieser schadhaften Hautzellen und endet bei der wohltuenden Regeneration der Haut.

Doch auch wenn die beiden im Tiefschlaf ausgeschütteten Hormone hauptsächlich der Haut dabei helfen, sich vom Tag zu erholen, bringt ein gesunder und erholsamer Schlaf immer auch eine komplette Sanierung des gesamten Organismus mit sich.

  1. Im Schlaf kleinere Fältchen ad acta legen: Durch die wirksamen Regenerationseigenschaften von Somatropin werden Hautzellen über Nacht repariert. Das kann bei ersten Fältchen durchaus dazu führen, dass diese über Nacht verschwinden und sich nicht vertiefen können.
  2. Durch einen guten Schlaf den Appetit zügeln: Natürlich nimmt man nicht einfach ab, nur weil man gut schläft. Aber durch den angekurbelten Regenerationsprozess während der Nachtruhe werden die Fettzellen abgebaut. Zudem verhindert das Leptin-Hormon, dass man nach dem Aufwachen einen zu großen Appetit verspürt.
  3. Gesunder Teint im Schlaf: Während des erholsamen und guten Schlafes werden die Hautzellen besser durchblutet. Darüber hinaus werden während dem Regenerationsprozess am Tag aufgenommene Giftstoffe abtransportiert und mehr Sauerstoff in die Zellen gepumpt. Daher wird der Teint praktisch ganz von allein wieder schön rosig und gesund.
  4. Abbau der Stresshormone im Schlaf: Stress am Tag spiegelt sich ebenso oft auf der Haut wider, wie es beispielsweise Umweltgifte oder auch andere Belastungen tun. So kann ein gesunder Schlaf dazu beitragen, die Hormone Cortisol und Adrenalin abzubauen, was am nächsten Tag auch auf der Haut sichtbar wird.

Schlafmaske "Schönheitsschlaf"

Wirkliche Fake-News beim Schönheitsschlaf

Schönheitsschlaf ist also kein Mythos, sondern durchaus möglich. Allerdings ranken sich um diesen von den meisten so angestrebten Nachtschlaf tatsächlich Mythen und Fake-News.

  • die Seitenlage fördert nicht die Faltenbildung, sie ist auch nicht der Grund dafür, dass sich Falten bilden -> vielmehr liegt es an der Tiefschlafphase, ob der hormonelle Regenerationsprozess in Gang kommt oder nicht
  • es ist unsinnig auf einem Kissenberg zu schlafen, damit die Flüssigkeit aus den Augenlidern abgeleitet wird -> diese Schlafposition führt eher zu Rückenproblemen, als zu geschwollenen Augen

Es gibt ihn tatsächlich: Den Schönheitsschlaf!

Es gibt ihn also wirklich: Den Schönheitsschlaf. Denn der Körper produziert in der tiefsten Schlafphase einige Hormone, die unsere Haut dabei unterstützen, sich wieder zu erneuern und frischer auszusehen. Darüber hinaus sorgen diese Hormone auch dafür, dass unser Organismus über Nacht entgiftet wird und sich so besser erholen kann.

Unterstützen kann man den eigenen Schönheitsschlaf durch eine optimale Raumtemperatur, aber auch durch entsprechende Nachtcrémes. Nicht zuletzt beginnt es aber schon damit, dass man nicht zu spät ins Bett geht und nicht zu viel am Abend isst. Dadurch gelangt man einfacher und schneller in den Schlaf, der doch so wohltuend ist und uns schöner macht.

Zusätzlich sollte man durch das regelmäßige Wechseln der Bettwäsche sowie dem täglichen Lüften von Bettwaren und Matratzen dazu beitragen, dass der allabendliche Schlaf zur Tiefenentspannung führt. Allerdings ist es ganz unterschiedlich, wie lange bei jedem der optimale Schönheitsschlaf dauert. Durchschnittlich benötigen Erwachsene zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf, um sich wohl zu fühlen. Manche brauchen aber ein wenig mehr und andere wieder weniger.

Entscheidend ist einzig und allein die Qualität der Tiefschlafphase – dann klappt es auch mit dem Schönheitsschlaf!

Damit sind wir auch schon bei Mythos Nummer 2, den man oft hört: Schlaf ist das beste Anti-Aging Mittel. Ist das richtig? Oder gibt es doch andere Mittelchen, die noch besser wirken?

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Ist Schlaf das beste Anti-Aging Mittel?

Entspannte Frau am Morgen

Die Drogeriemärkte und Apotheken-Sortimente sind voll mit unterschiedlichen Anti Aging Mittelchen, die dem natürlichen Alterungsprozess der Haut entgegenwirken sollen. In der Regel sind diese nicht immer ganz günstig. Allerdings gibt es ein Anti-Aging Mittel, das nicht nur kostenlos, sondern auch das Beste ist: der Schlaf.

Es ist also kein Mythos, dass es sich bei diesem, um das beste Anti-Aging Mittel handelt.

Was versteht man unter einem Anti Aging Mittel?

Unter dem Begriff Anti Aging werden alle Maßnahmen zusammengefasst, welche die natürlichen Alterungsprozesse eines Menschen verlangsamen sollen. Es geht demnach nicht nur um die viel gefürchtete Faltenbildung.

Der Begriff selbst wird vor allem in den folgenden Bereichen angewendet:

  • Ernährungswissenschaft
  • Nahrungsergänzungsmittelindustrie
  • Kosmetikindustrie

Im Zusammenhang mit Schönheitsoperationen trifft man auch auf diese Begrifflichkeit, wobei man hier ganz klar unterscheiden muss: Eine Anti Aging Maßnahme dient nicht dem Verjüngungsprozess, sondern hat das Ziel, die biologische Alterung zu verlangsamen.

Schlafende Frau

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass man durch eine geeignete Anti Aging Maßnahme langsamer altert. Das kann man über eine gesunde Ernährung und gesunde Lebensführung ebenso erreichen, wie durch die Anwendung von speziellen Kosmetikprodukten oder Nahrungsmittelergänzungen.

Hinweis: Ein gesunder und erholsamer Schlaf sollte in ausreichender Länge stattfinden können. Dann gehört er ganz selbstverständlich zu einer gesunden Lebensweise, die sich besonders vorteilhaft auf den natürlichen Alterungsprozess der Haut auswirkt.

Warum ist ein gesunder Schlaf das beste Anti Aging Mittel?

Grundsätzlich wirkt sich ein qualitativ hochwertiger Schlaf positiv auf den Gesundheitszustand aus. Während man bei einem dauerhaft schlechten Schlaf tagsüber müde, abgespannt und wenig leistungsfähig ist, pusht der gesunde Schlaf den menschlichen Organismus regelrecht.

Denn wer gut und seinem Alter entsprechend lange schläft, wird nicht so stark an nachteiligen Auswirkungen zu leiden haben. Zudem stärkt ein Schlaf von hoher Qualität nachhaltig das körpereigene Abwehrsystem, sodass man weniger krank wird.

Doch eine Nachtruhe, die von hoher Schlafqualität geprägt ist, macht uns nicht nur fit für den Alltag. Vielmehr ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass Menschen mit einem guten Schlaf erste Anzeichen des natürlichen Alterungsprozesses sehr viel später bei sich feststellen werden.

Schlafende Frau

So kommt es erst später zu:

  • sichtbaren Falten
  • Augenringen oder ausgeprägten Tränensäcken
  • grauem Haar
  • altersbedingten Haarausfall
  • verminderter Hautelastizität

Ein gesunder Schlaf ist demnach das beste Anti Aging Mittel. Man kann es jedoch nicht kaufen oder innerhalb einer Therapie beim Schönheitschirurgen erlangen. Vielmehr ist es uns von Natur aus mitgegeben und kostet uns im Prinzip nichts, außer einer optimalen Nachtruhe. Diese wiederum ist sehr stark davon abhängig, wie gut oder schlecht unser Bett inklusive Matratze ausgestattet ist oder wie wir unsere Schlafhygiene gestalten.

Tipp: Das Nutzen des nächtlichen Regenerationsprozesses unseres Körpers verlangsamt das sichtbare Älterwerden und gilt daher als das beste Anti Aging System!

Was passiert beim nächtlichen Regenerationsprozess?

Während wir schlafen, arbeiten unsere körpereigenen Prozesse munter weiter. Es ist also definitiv keine vertane Lebenszeit, wenn man sein Schlafbedürfnis ausreichend stillt. Denn es wirkt sich besonders positiv auf das gesamte System Mensch aus.

So werden hauptsächlich folgende Dinge in Ihrem Körper passieren, während Sie schlafen:

  • Herzfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur sinken ab
  • Stresshormone werden abgebaut und Körper und Geist können sich entspannen und erholen
  • Appetit regulierende Hormone werden ausgeschüttet, sodass wir nachts keinen Hunger haben
  • Wachstumshormone werden ausgeschüttet, wodurch die Zellerneuerung in Gang kommt und Muskeln sowie Knochen wachsen können
  • Abwehrzellen vermehren sich, sodass das Immunsystem ganz natürlich gestärkt werden kann
  • Informationen werden aus dem Zwischenspeicher gelöscht und ins Langzeitgedächtnis verschoben, wodurch man am nächsten Tag auch mental wieder leistungsfähiger ist

Schlafende Frau

Darüber hinaus wirkt sich ein gesunder Schlaf natürlich auch auf die Psyche aus, sodass Depressionen weitaus seltener auftreten, wenn der betreffende Mensch gut und ausreichend schläft.

Die optimale Nachtruhe ist aber nicht nur ein Stimmungsaufheller, sondern in erster Linie für einen frischeren Teint und eine gesunde Hautstruktur zuständig. Daher ist auch der Schönheitsschlaf, der weiter oben angesprochen wurde, kein Mythos.

Tipp: Schauen Sie direkt nach dem Schlafen einmal in den Spiegel. Sie werden feststellen, dass Ihre Haut weitaus frischer und straffer aussieht, als am Abend zuvor.

Betrachtet man den Schwerpunkt Regeneration von der anderen Seite, so wird deutlich, dass Stress, schlechter oder nicht ausreichender Schlaf zu einem erhöhten Cortisolspiegel führt.

Bei Cortisol handelt es sich faktisch um den Gegenspieler zum Wachstumshormon. Ist der Hormonspiegel von Cortisol also zu hoch, können die Wachstumshormone nicht vollumfänglich ausgeschüttet werden. Demnach findet auch keine optimale Zellerneuerung statt, wenn man zu wenig oder zu schlecht schläft.

Was hat die Schlafposition mit der Faltenbildung zu tun?

Befasst man sich etwas näher mit dem natürlichen Anti Aging Mittel Schlaf, wird schnell deutlich, dass es nicht nur ausreichend davon braucht.

Denn egal wie lange Sie schlafen: Können Sie aufgrund der unpassenden Bettausstattung keine bequeme Schlafposition einnehmen, werden Sie sich häufiger hin und her drehen und am Ende vielleicht in einer eher ungünstigen Position liegen.

Das bedeutet, dass es durchaus zu Druckstellen kommen kann, durch welche die Faltenbildung in der Haut eher gefördert als unterdrückt wird.

Als Bauch- oder Seitenschläfer sind Sie besonders stark davon betroffen. Während Rückenschläfer in der günstigsten Position liegen, um die Faltenbildung durch Druckstellen zu vermeiden.

Was hilft sonst noch gegen den Alterungsprozess der Haut?

Im Grunde ist die hohe Schlafqualität bereits das beste Anti Aging Mittel für eine gesunde und frische Haut. Das geht natürlich nur, wenn Matratze, Bettwaren und Bettwäsche neben den optimalen Bedingungen auf Sie abgestimmt sind.

Sich streckende Frau in der Sonne

Um den natürlichen Alterungsprozess der Haut zu verlangsamen, sollten Sie zudem auf folgende Punkte achten:

  • denken Sie an den passenden Sonnenschutz, denn zu wenig davon lässt die Haut vorzeitig altern
  • vermeiden Sie Tabakkonsum, da sich dadurch die Blutgefäße verengen und die Haut nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden kann
  • essen Sie viel frisches Obst und Gemüse, denn in ihnen sind viele Antioxidantien enthalten, welche dem Alterungsprozess vorbeugen
  • vermeiden Sie übermäßigen Stress, da sonst zu viel Cortisol ausgeschüttet wird
  • trinken Sie besser Wasser anstatt zu viel Alkohol, denn große Mengen Alkohol lagern Gifte in den untersten Hautschichten ein, während Wasser diese Gifte eher ausschwemmen

Erholsamer Schlaf bringt mehr als teure Cremes

Sie brauchen im Grunde keine teuren Cremes, um den natürlichen Alterungsprozess der Haut zu verlangsamen. Eine gesunde Ernährung und Lebensführung, kombiniert mit einer Nachtruhe von hoher Schlafqualität reichen vollkommen aus, um als bestes Anti Aging Mittel so zu wirken, wie es Ihnen und Ihrem Körper guttut.

Doch kann man sich auch schlank schlafen? Handelt es sich dabei um einen Mythos oder aber um ein Fakt?

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Schlank im Schlaf: Was ist dran?

Waage und Beine

Gerade für Menschen, die das eine oder andere Pfund zu viel auf die Waage bringen erscheint die Aussage „Schlank im Schlaf“ sehr verheißungsvoll. Denn entgegen der Versprechen von Diäten und Ernährungswissenschaftlern scheint dies doch eine beneidenswert einfache Methode zu sein, um abzunehmen.

Was auf den ersten Blick so gänzlich ohne eigene Initiative erscheint, entpuppt sich auf den zweiten Blick doch als etwas umfangreichere Schlaf-Diät, wenn man es so nennen kann. Denn es gehört schon etwas mehr dazu, als sich nur in einem bequemen und den eigenen Ansprüchen entsprechend ausgestatteten Bett auszustrecken und genüsslich zu schlafen.

Was ist dran an der neuen Methode Gewicht zu verlieren? Kann man sich wirklich schlankschlafen? Wir sind der Sache einmal auf den Grund gegangen.

Was steckt hinter der Schlank-im-Schlaf-Methode?

Das eigene Idealgewicht zu erreichen und dann auch zu halten, gelingt niemals mit Hungerdiäten oder Ähnlichem. So viel steht fest.

Doch allein mit einem gesunden Schlaf funktioniert der Gewichtsverlust natürlich auch nicht!

Prinzipiell wurde daher eine Methode entwickelt, die grundlegend darauf aufbaut, die Fettverbrennung über Nacht in Schwung zu halten und somit Pfunde zu verlieren. Hierzu muss man wissen, dass sich tagsüber Stoffwechselprodukte in den Zellen festsetzen, die irgendwie wieder abtransportiert werden müssen.

Darüber hinaus muss sich nicht nur der Körper allgemein, sondern auch das Zellgewebe regenerieren können. Dieser Vorgang kann der menschliche Körper aber nur absolvieren, wenn er die nötige Ruhe und ausreichend Energie hat. Also im Schlaf.

In dieser Phase regeneriert sich der Körper nicht nur am besten, sondern er nutzt dafür auch die eingelagerten Fette. Das führt schlussendlich dazu, dass über Nacht der Stoffwechsel sehr aktiv ist.

Frau mit Maßband und Waage

Der nächtliche Stoffwechsel fördert:

  • die Fettverbrennung
  • den geregelten Lymphabfluss
  • die Bindegewebs-Straffung

Voraussetzung ist hierfür immer, dass man einen erholsamen und gesunden Schlaf hat. Dieser hängt nicht zuletzt davon ab, wie passend das eigene Bett ausgestattet ist. Nur eine hochwertige Matratze mit entsprechendem Matratzenschutz sowie die auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmten Bettwaren können einen solchen Schlaf garantieren.

Darüber hinaus ist es für das Thema Schlank im Schlaf aber immer auch wichtig, dass man sich richtig und gesund ernährt. Nur so kann das Verdauungssystem hinreichend entlastet werden, um den gesunden Schlaf nicht zu stören.

Eine gesunde Ernährung unterstützt die Schlank-im-Schlaf-Methode

Zunächst einmal sollte darauf geachtet werden, dass die Mahlzeiten über den Tag verteilt in regelmäßigen Abständen eingenommen werden, wobei die kohlehydrathaltigen Lebensmittel hauptsächlich in den früheren Tageszeiten eingenommen werden sollten.

Diese Kohlehydrate am Morgen zum Beispiel liefern gute Energie für den Tag und können bis zum Abend hin gut vom Körper abgebaut werden.

Generell ist es gesund, wenn man etwa fünf Stunden nach dem Frühstück sein Mittagessen zu sich nimmt, welches durchaus auch etwas üppiger ausfallen darf. Weitere fünf Stunden später sorgt eine reine Eiweißmahlzeit dafür, dass man gut satt wird, der Insulinspiegel aber niedrig bleibt. So baut der Körper anstatt von Muskeln die Fettdepots über Nacht ab.


Gemüsesuppe neben Gemüse

Schlank im Schlaf – hier sind hilfreiche Tipps

  1. Sofort damit beginnen! Wer schlank im Schlaf werden will, sollte sofort damit beginnen und nicht erst lange mit einer „Eingewöhnungsphase“ hantieren. Wichtig ist, dass man darauf achtet, den Blutzuckerspiegel mit entsprechenden Mahlzeiten im Gleichgewicht zu halten. Dann gibt es auch keine Heißhungerattacken.
  2. Frühstück muss sein! Ohne die erste Mahlzeit könnte der Tag lang werden und die Wirkung von Schlank im Schlaf nicht vollumfänglich einsetzen. Besser am Morgen Kohlenhydrate in Form von Müsli oder auch Brot mit Konfitüre zu sich nehmen, um dem Gehirn ausreichend Power zu geben.
  3. Mittagsruhe macht Sinn! Ob es nun ein kurzes Powernapping im Büro wird oder eine kurze Ruhephase von 15 Minuten auf der Couch – eine Mittagsruhe ist durchaus sinnvoll. Denn beim Mittagessen ist grundsätzlich alles erlaubt, was schmeckt. Eine kurze Mittagsruhe unterstützt nicht nur den Kreislauf, sondern hilft dem Körper auch dabei, die aufgenommenen Nährstoffe besser zu verteilen.
  4. Bewegung ist immer gut! Selbst wenn es nicht das körperliche Auspowern im Fitnessstudio ist, sollte man sich doch immer bewegen. So kann ein Spaziergang von rund 1,5 km Länge durchaus hilfreich sein, um die Fettverbrennung gut anzukurbeln. Natürlich geht das Abnehmen mit mehr Bewegung immer etwas schneller.
  5. Auch Belohnungen sind erlaubt! Bei der Schlank-im-Schlaf-Methode ist so ziemlich alles erlaubt, wenn es zur richtigen Zeit passiert. So darf man sich durchaus auch mit ca. 30 g Schokolade am Morgen oder nach dem Mittagessen belohnen oder seinen geliebten Kaffee trinken. Zumal die Schokolade wirkungsvolle Antioxidantien liefert, mit denen Schadstoffe im Körper bekämpft werden.
  6. Ausreichend essen! Im Gegensatz zu herkömmlichen Diäten sollte bei der Schlank-im-Schlaf-Methode niemals zu wenig gegessen werden. Um das Abnehmen etwas zu beschleunigen, kann der Verzicht auf Kohlehydraten beim Mittagessen sinnvoll sein. Aber ansonsten geht es immer darum, dass der Körper und auch das Gehirn ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.
  7. Ein gesunder Schlafrhythmus und ausreichend Schlaf sind wichtig! Wie der Name schon sagt, kann man hier nur abnehmen, wenn man schläft. Ein gestörter Schlafrhythmus aber oder auch zu wenig Schlaf wirken kontraproduktiv, wenn man im Schlaf abnehmen will. Ideal ist hier ein Richtwert von 7 bis 8 Stunden Schlaf. Denn nur so kann der Körper wirklich seinen vorprogrammierten Regenerationszyklus erreichen und vollenden.

„Schlank im Schlaf“ ist kein Mythos, sondern kann durchaus funktionieren

Schlank im Schlaf funktioniert dann, wenn man ein wenig mehr auf ausreichend Bewegung und die richtigen Mahlzeiten in den richtigen Abständen achtet. Wer also den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, sollte möglichst wenigstens einen langen Spaziergang machen.

Frühstücksmuffel hingegen sollten sich bewusst für ein kohlehydrathaltiges Frühstück entscheiden. Wobei die eiweißhaltige Hauptnahrung zum Abendessen ohnehin dafür sorgt, dass man morgens sehr hungrig sein wird.

Abnehmen im Schlaf funktioniert also, wenn man auf die Ernährung, Essens- und Ruhephasen achtet und für Bewegung sorgt. Ebenso sollte man darauf achten, dass die tägliche Kalorienzufuhr von 2000 kcal nicht unterschritten wird. Andernfalls hat der Körper nicht genügend Kraft- und Energiereserven.

Was nicht funktioniert, ist das superschnelle Abnehmen. Denn bei der Schlank-im-Schlaf-Methode fällt das Gewicht zwar langsam, dafür aber stetig. Auch darf die abendliche Eiweißmahlzeit durchaus etwas größer sein. Auf diese Weise fällt aber der gefürchtete Jo-Jo-Effekt weg.

Wenngleich das Ruhen auf einem weichen Kissen und einer hervorragenden Matratze die Grundlage für Schlank im Schlaf bildet, gehören schon noch einige Dinge dazu, damit es auch wirklich funktioniert. Aber als Zusammenspiel aus allen Faktoren stellt die Schlank im Schlaf Diät eine gute Alternative zu herkömmlichen Diäten und Hungerkuren dar.

Wenn Sie ab und an unter Schlafstörungen leiden, tut dies dem Erfolg der Schlank im Schlaf Diät keinen Abbruch. Unter gelegentlichen Schlafstörungen leidet jeder von uns. Gerne wird der schlechte Schlaf zu einer bestimmten Zeit jeden Monat auf den Mond geschoben. Aber stimmt das wirklich? Schläft man bei Vollmond schlechter?

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Schlafstörungen bei Vollmond? Alles Einbildung?

Schlaflose Frau bei Nacht

Es sind nicht gerade wenige Menschen, die in einer Vollmondnacht schlechter schlafen und morgens völlig übermüdet in den Tag starten. Doch die Meinungen gehen hier selbst unter Wissenschaftlern und Schlafforschern weit auseinander. Sind die Schlafstörungen bei Vollmond also doch alles nur Einbildung oder ist tatsächlich etwas dran, an diesem Phänomen?

Was bedeutet der Begriff Vollmond-Effekt?

Den Begriff Vollmond-Effekt kennt man eigentlich nur aus der Astronomie. In diesem Wissens- und Forschungsbereich geht es dabei um den Effekt, wenn Laserstrahlen auf den Mond gerichtet werden und diese förmlich von unserem Erdtrabanten „geschluckt“ werden.

Immer häufiger trifft man diesen Begriff auch in den Studien von Schlafforschern an, die aber etwas völlig anderes damit meinen. Gemeint ist hier das Phänomen, dass so viele Menschen in einer Vollmondnacht schlecht schlafen und sich generell in dieser Zeit müde und erschöpft fühlen.

Die Meinungen der Forscher geht dabei auseinander. Während die einen es als bewiesen ansehen, dass der Mond in dieser Phase Einfluss auf unsere Schlafqualität nimmt, sprechen andere von Einbildung und können bei ihren Studien keine nennenswerten Unterschiede zu anderen Nächten ausmachen.

Hinweis: Bei den unterschiedlichen Studien, die sehr oft unter völlig verschiedenen Voraussetzungen oder Bedingungen erhoben werden, spielt schlussendlich immer auch die menschliche Psyche eine große Rolle. Wissen Probanden, um was es bei der Studie geht, verhalten sich viele Studienteilnehmer unbewusst anders.

Was haben die Mondphasen mit Schlafstörungen zu tun?

Dass der Erdtrabant massiv Einfluss auf die Erde nimmt, ist allgemeinhin bekannt. So scheint es zunächst auch völlig korrekt und normal, dass er Einfluss auf unsere Schlafqualität nimmt, wenn er voll und rund am nächtlichen Himmel zu sehen ist. Doch nicht alle Menschen sind gleichermaßen davon betroffen.

Bei einer Studie nachgewiesen, dass es in Vollmondnächten:

  • gut 5 Minuten länger dauert, bis man eingeschlafen ist
  • zu einer Schlafverkürzung von rund 20 Minuten kommt
  • zu sehr viel kürzeren Tiefschlafphasen kommt
  • der Melatonin-Spiegel weitaus niedriger ist

Schaut man sich diese Studienergebnisse genauer an, ist die Frage nach dem Zusammenhang von Mondphasen und Schlafstörungen schnell beantwortet. Schließlich sind vor allem der niedrige Melatonin-Spiegel und die kürzeren Tiefschlafphasen praktisch schon ein Grund, damit Schlafstörungen überhaupt entstehen können. Doch natürlich können für Schlafstörungen auch andere Ursachen ausschlaggebend sein.

Schlafloser Mann bei hellem Mond

Neben all diesen nachweisbaren Einflüssen des Mondes auf unsere Schlafqualität in Vollmondnächten scheint aber noch ein ganz anderer Aspekt wichtig zu sein. Wissenschaftler vermuten, dass nicht nur ein individueller Tagesrhythmus unser Leben beeinflusst, sondern zusätzlich ein Mondrhythmus, der in uns von Anbeginn der Zeit verankert ist.

Das, was man also durchaus bei manchen Tieren beobachten kann, ist auch bei uns zivilisierten und weiterentwickelten Menschen in seiner Urform noch vorhanden. Während unser modernes Leben in all seinen Facetten von den technischen Entwicklungen und Erlebnissen stark geprägt ist, halten Schlafforscher es durchaus für möglich, dass unsere Vorfahren in ihren Verhaltensmustern weitaus abhängiger vom Mond und seinen unterschiedlichen Phasen waren.

Generell kann man jedoch sagen, dass nicht der Mond oder eine seiner Mondphasen es ist, durch den unser Schlaf gestört wird. Vielmehr ist es das Licht, was natürlich bei Vollmond sehr viel intensiver sichtbar und spürbar ist, welches unseren Schlafrhythmus und vielleicht auch unsere innere Uhr durcheinanderbringt.

Welche Ursachen sind für Schlafstörungen verantwortlich?

Die Ursachen für Schlafstörungen können immer in äußerliche und innerliche Einflüsse unterteilt werden.

Zu den äußerlichen Einflüssen zählen unter anderem:

  • Lichtquellen
  • Geräuschquellen
  • zu hohe Raumtemperatur
  • zu alte oder unangepasste Bettausstattung
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • ungesunde Lebensführung einschließlich zu hohem Alkohol- und Nikotinkonsums

Als Ursache von innen kann unter anderem gesehen werden:

  • Stress
  • Probleme, Sorgen, Nöte und andere belastende Ereignisse
  • Konflikte privater oder beruflicher Natur
  • psychische Erkrankungen
  • genetische Vorbelastung
  • Lebensalter

Darüber hinaus können organische Ursachen oder schlechte Schlafgewohnheiten eine Schlafstörung forcieren. Setzt man das wieder in Bezug zur Vollmondphase, erkennt man, dass es vor allem die Lichtverhältnisse sind, die ein Durchschlafen bei Vollmond oft nicht möglich machen.

Denn wenn der Erdtrabant in all seiner Schönheit voll und rund ins Schlafzimmer scheint, ist ein häufiges oder frühzeitiges Wachwerden ebenso vorprogrammiert, wie sich das erschwerte Einschlafen erklären lässt.

Schlafloser Mann im Bett

Was kann man selbst gegen Schlafstörungen bei Vollmond tun?

Um Schlafstörungen vorzubeugen, ist es von Haus aus immer sinnvoll, die eigenen Schlafgewohnheiten einschließlich der optimalen Raumgestaltung und Bettausstattung sowie der abendlichen Rituale zu überprüfen.

Dazu gehören neben den regelmäßigen Zubettgehzeiten immer die den eigenen Bedürfnissen angepasste Matratze, eine geräuscharme und gut durchlüftete Umgebung sowie eine gesunde Lebensführung.

Im Hinblick auf die durch den Vollmond verursachten Schlafstörungen ist zudem immer auf eine möglichst dunkle Schlafumgebung zu achten. Hier kann es sinnvoll sein, dass die Fenster soweit abgedunkelt werden wie möglich, damit das helle Mondlicht nicht die individuelle Melatonin-Produktion unterbricht. Diese vergleichsweise hellen Nächte, vor allem, wenn es einen klaren Himmel gibt, sorgen dafür, dass in der Zirbeldrüse nicht ausreichend Melatonin produziert wird.

Frau in Yoga-Sitz

Darüber hinaus kann es sehr hilfreich sein, wenn man anstelle vom eher wahllosen Einnehmen von Schlaftabletten und Co auf folgende Maßnahmen zurückgreift, um der Schlafstörung bei Vollmond ein Schnippchen zu schlagen:

  • Entspannungstechniken
  • beruhigende Schlafrituale
  • pflanzliche Einschlafhilfen

Tipp: Sollte sich der Vollmond negativ auf die Einschlafzeit auswirken, kann es sinnvoll sein, die Zubettgehzeit einmal mehr den tatsächlichen Bedürfnissen anzupassen. Das bedeutet, dass man zunächst überprüft, wie viel Schlaf man tatsächlich braucht, und dann eventuell ein wenig später ins Bett geht, um dafür umso besser und schneller ein- und durchschlafen kann.

In Vollmondnächten sollte das Schlafzimmer gut abgedunkelt werden

Auch wenn es manche Schlafforscher und Wissenschaftler nicht als erwiesen ansehen, macht der Vollmond vielen von uns zu schaffen. Nachweislich kommt es in dieser Mondphase zu einer verlängerten Einschlafphase, zu einem kürzeren Tiefschlaf und zu einer verminderten Melatonin-Produktion.

Allerdings können Stress, Probleme, Erkrankungen oder Medikamente gleichermaßen eine Ursache für die Schlafstörungen sein. Hier gilt es, immer genau zu beobachten, um den wirklichen Grund herauszufinden.

Zudem kann schon allein die Vorstellung einer bevorstehenden Vollmondnacht dazu führen, dass es allein aufgrund der psychischen Stressphase zu einer verminderten Schlafqualität kommt. Am besten also gar nicht darüber nachdenken und das Schlafzimmer gut abdunkeln, dann klappt es auch mit dem Durchschlafen bei Vollmond.

Wacht man hingegen immer um dieselbe Uhrzeit, nämlich zwischen 3 und 4 Uhr auf, dann kann es sich um ein anderes Phänomen handeln, das auch gerne als „Stunde des Wolfes“ bezeichnet wird. Ist diese Begrifflichkeit ein Mythos? Wir haben einmal genauer hingeschaut, um herauszufinden, was es mit dieser Stunde auf sich hat und weswegen viele in dieser Zeitspanne besonders schlecht wieder einschlafen können.

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Die Stunde des Wolfes – ein Mythos oder Realität?

Heulende Wolfe vor Mond

Wenn die Nacht ganz langsam in den kommenden Tag hinübergleitet, lange bevor die Welt um uns herum endgültig erwacht, werden viele Menschen wach und wissen gar nicht genau, warum. Diese Zeit wird oft als die Stunde des Wolfes bezeichnet.

Was hat es mit dem Phänomen der Stunde des Wolfes auf sich?

Den Begriff „Stunde des Wolfes“ würde man vielleicht im ersten Moment einem Kriminalroman oder auch einem Film zuordnen. Auch wenn ein Regisseur diese Zeit der Nacht einmal so betitelt hat, hat das Phänomen rein gar nichts mit einem aufregenden Kriminalfall zu tun. Es hat auch nicht wirklich etwas mit dem Wolf als wildes Tier zu tun.

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, wann die Stunde des Wolfes ist. Wissenschaftler nennen die Zeit zwischen 3 und 4 Uhr Wolfstunde. Warum kann man nicht wieder gut einschlafen, wenn man ausgerechnet in dieser Stunde wach wird? Das hat in der Regel folgende Ursachen, wie der Schlafforscher Jürgen Zulley herausgefunden hat:

  • der nächtliche Schlaf-Rhythmus bringt es mit sich, dass jeder Mensch etwa aller vier Stunden kurz aus dem Schlaf aufwacht
  • die Körpertemperatur ist um diese Zeit immer am niedrigsten
  • in dieser Stunde kurz vor dem Morgengrauen ist unsere Hormon-Produktion auf der höchsten Stufe, so dass das Melatonin praktisch alle anderen Hormone überlagert; vor allem jene, die uns fröhlich stimmen

Schlafloser Mann im Bett

Gerade der letzte Punkt ist besonders verzwickt. Denn wer in der Stunde des Wolfes wach wird und nicht wieder einschlafen kann, plagt sich sehr häufig mit schweren Gedanken herum, die auf die Stimmung schlagen können. Ängste und Sorgen werden plötzlich übergroß und schon bald wälzt man Gedankenspiralen, aus denen kein Ausweg ersichtlich wird.

Tipp: Experten sagen, dass es weitaus besser wäre, dann einfach so früh aufzustehen, als noch zwei Stunden im Bett zu liegen und sich von der depressiven Stimmung herunterziehen zu lassen. Wer im Dunkeln wach liegt und mit dem Grübeln beginnt, fühlt sich allein und einsam.

Zudem hat man in zahlreichen Studien mittlerweile nachgewiesen, dass nach einem so frühmorgendlichen Stimmungstief fast unweigerlich auch ein Leistungstief kommt. Zum einen, weil man vielleicht noch einmal ein wenig einnickt, bis der Wecker klingelt, und man sich ausgesprochen müde und kaputt fühlt, wenn man dann aufstehen muss. Auf der anderen Seite aber birgt die Wolfsstunde noch andere Gefahren.

Die Stunde des Wolfes verursacht ein Leistungstief

Es ist nicht immer nur der Schlaf, der uns in den letzten Stunden der Nacht durch das Phänomen der Wolfsstunde geraubt wird und oftmals in düstere Stimmung versetzt. Auch die Leistungskurve bekommt einen absoluten Tiefpunkt.

So hat man nachgewiesen, dass in dieser Zeit zwischen 3 und 4 Uhr die meisten Unfälle passieren. In Betrieben mit Schichtarbeit aber werden die Angestellten genau zu dieser Zeit besonders unaufmerksam, machen mehr Fehler und neigen zu verstärkter Müdigkeit. Das kann man nicht einmal dann umgehen, wenn man vorher gut und ausreichend geschlafen hat.

Schlaflose Frau neben Wecker

Das nächtliche Aufwachen, was normalerweise bis zu 28 Mal pro Nacht auftritt, und von dem wir in der Regel kaum etwas mitbekommen, scheint bei dem Phänomen der Wolfsstunde anders zu verlaufen. Doch eine wirklich einleuchtende Erklärung hat man hier noch nicht gefunden.

Sicher ist:

Wer zu einer langen Nachtfahrt aufbricht oder zur Nachtschicht muss, sollte sich darauf einstellen, dass in der Stunde des Wolfes immer auch das Unfallrisiko steigt und die Müdigkeit trotzdem kommt beziehungsweise die Stimmung schnell und oft aus unerklärlichen Gründen auf einen Tiefststand rauschen kann.

Was tun, wenn die Wolfsstunde den Schlaf raubt?

Zunächst einmal sollte man sich nicht verrückt machen, wenn es gelegentlich dazu kommt, dass man zwischen 3 und 4 Uhr wach wird und nicht gleich wieder einschlafen kann. So ärgerlich das dann vielleicht sein mag, in der Regel ist es noch kein Grund zur Sorge.

Sollte es jedoch regelmäßig dazu kommen, dass die eigentlich kurze Aufwachphase zwischen zwei Tiefschlafphasen sich zu einem endlosen Gedankenkarussell ausweitet, dann gibt es einiges, was man tun kann:

  1. Wer in der glücklichen Lage ist, sich seinen Tagesablauf weitestgehend selbst zu gestalten, sollte überlegen, besser aufzustehen, anstatt sich den grüblerischen Gedanken hinzugeben.
  2. Gelingt das Einschlafen nicht sofort wieder, dann sollte man sich bewusst machen, in welcher Lage man ist. Jedoch nicht in der Art, dass man sich nun auch noch förmlich einredet, dass jetzt die negativen Gedanken gleich alles beherrschen werden.
  3. Drängen sich Sorgen und Nöte aus dem Alltag in die Gedanken, macht es durchaus Sinn, diese auszuschalten. Das gelingt unter anderem durch den bewussten Einsatz der eigenen Fantasie. So ist das „Hinwegträumen“ an einen Lieblingsplatz oder die Erinnerungen an die letzte Urlaubsreise eine ideale Methode, um düstere Gedanken unterbrechen zu können.
  4. Bei wem das bewusste Ablenken der eigenen Gedanken nicht funktioniert, weil vielleicht die Probleme zu groß sind, dem können individuelle Visualisierungen helfen. So kann man sich vorstellen, dass jedes Problem ein kleiner Notizzettel ist, den man immer in eine Schublade steckt, die man dann schließt.
  5. Sollte das nicht funktionieren, bleibt am Ende nur das Aufstehen. Sei es, um sich schon auf den Arbeitstag vorzubereiten, die Wohnung zu putzen oder bereits mit dem Arbeiten zu Hause zu beginnen. Oftmals sind es dann genau die Stunden, die man effektiv nutzen kann und gleichzeitig negative Gedanken ausgesperrt werden können.

Tipp: Ein Hörspiel kann eine wundervolle Ablenkungsmethode sein, wenn in der Stunde des Wolfes düstere Gedanken kommen und uns am Einschlafen hindern. Im Gegensatz zum Fernsehen stört hier auch kein blaues Licht, welches unsere Melatonin-Produktion unterbrechen würde.

Jeder ist der „Wolfsstunde“ ausgesetzt

Die Stunde des Wolfes ist ein Phänomen, das sich jede Nacht zwischen 3 und 4 Uhr zwischen zwei Tiefschlafphasen abspielt. Oftmals kommt es dann dazu, dass das schnelle Wiedereinschlafen nicht gelingen will. Bevor man sich hier aber massiv quält und unter Druck setzt, sollte man im Zweifelsfall besser aufstehen, als sich im Bett herumzuwälzen.

Der Grund für dieses Einschlafproblem liegt daran, dass zu dieser Tageszeit die Körpertemperatur am niedrigsten ist, die Melatonin-Produktion auf dem Höhepunkt. Dadurch drängen sich in dieser Zeit besonders häufig Probleme und Sorgen in die Gedanken, weswegen viele Menschen nicht wieder einschlafen können. Mit Ruhe und einer gewissen Akzeptanz kann es aber gelingen, diese Wolfsstunde entweder zu umgehen oder auch in eine effektive Lebenszeit umzuwandeln.

Nicht nur, wenn man nachts schlecht schläft, sondern vor allem, um die Energiereserven am Tag erneut aufzutanken wird oftmals empfohlen, sich einen Turboschlaf zu gönnen. Doch funktioniert das oder handelt es sich bei diesem Vorschlag um einen Mythos, der nicht wirkt?

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Mythos Turboschlaf: Funktioniert Powernapping wirklich?

Schlafender Mann am Schreibtisch

Jeder von uns hat wohl schon einmal dieses Leistungstief erlebt, wenn plötzlich alle Räder im Körper stillzustehen scheinen. Eigentlich wäre ein kurzes Nickerchen hilfreich, doch im Job geht das nicht wirklich, und nach Feierabend fehlt die Zeit.

So quält man sich manchmal förmlich bis zum Abend. Es geht aber auch anders. Denn dank Powernap kann man die Konzentration schnell wieder aktivieren und die Leistungsfähigkeit wieder steigern.

Der Turboschlaf ist also kein Mythos, sondern eine hilfreiche Methode, um die Energiereserven aufzutanken, die wirklich funktioniert!

Was bedeutet Powernap?

Im Grunde ist mit dem Powernapping ein kurzes Schläfchen gemeint. So wie Oma und Opa es bereits vor vielen Jahren schon gemacht haben. Er sollte zwischen 10 und 20 Minuten dauern, idealerweise auch nur zwischen 5 und 7 Minuten. Denn man sollte nicht etwa in einen Tiefschlaf verfallen, sondern wirklich nur kurz Wegnicken. Selbst ein entspanntes Sitzen mit geschlossenen Augen für wenige Minuten kann schon hilfreich sein, um Konzentration und Leistungsfähigkeit wieder zu puschen.

Im Sitzen schlafende Frau

Die Vorteile eines solchen Turboschlafes:

  • er ist kein Tiefschlaf, der Schlaftrunkenheit nach sich zieht
  • er ist ideal, um Stress abzubauen
  • er stärkt das Herz-Kreislauf-System
  • er erhöht die Konzentration
  • er steigert die Aufmerksamkeit
  • er steigert die Leistungsfähigkeit
  • er verbessert die motorischen Fähigkeiten
  • er bringt gute Laune
  • er wirkt wie ein natürliches Aufputschmittel, ganz ohne Chemie und schädliche Nebenwirkungen
  • er erhöht die Gedächtnisleistungen und –fähigkeiten

Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben diese Vorteile mittlerweile bestätigt und sowohl Ärzte als auch Therapeuten haben erkannt, wie effektiv ein solches Nickerchen für Körper und Geist ist.

Was der Turboschlaf definitiv nicht ist

Die Vorteile des Powernapping sind enorm und klingen verlockend. Wichtig ist in jedem Fall, die kurze Zeit nicht zu überschreiten. Auch, wenn der Turboschlaf den Körper in der kurzen Zeit soweit regenerieren kann, dass die Leistungsfähigkeit bereits nach 20 Minuten um rund 34 Prozent gesteigert werden kann, so ist er nicht der erholsame Schlaf, den man über Nacht genießen sollte. Er kann die wichtigen Schlafphasen nicht ersetzen. Aber er ist gut und wichtig für unseren Biorhythmus und unseren gesamten Organismus.

Entspannend Frau auf der Couch

Wie kann man am besten Powernappen?

Zunächst einmal kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Ideal ist hier die Zeit zwischen 13 und 14 Uhr, also in den meisten Fällen kurz nach dem Mittagessen.

Tipp: Ein zu spät angesetzter Turboschlaf, also nach 15 Uhr, ist wieder nicht so optimal, denn dann kann der Nachtschlaf aus dem Gleichgewicht kommen.

Powernap kann im Grunde überall durchgeführt werden, aber die Sitz- oder Liegeposition sollte möglichst bequem sein.

Hinweis: Da die Wirkung des Kaffees zur Mittagspause ohnehin erst nach rund 20 Minuten einsetzt, ist die Tasse Kaffee nach dem Essen erlaubt beim Turboschlaf, zumindest, wenn Powernap gleich im Anschluss stattfindet.

Idealerweise nutzt man einen dunkleren Raum für das schnelle Nickerchen zwischendurch. Hierbei wird dem Körper Nachtruhe signalisiert und er kann sich schneller entspannen. Ist das nicht möglich, kann auch eine Verdunklung der Augen schon etwas bringen. Die Geräuschkulisse sollte möglichst ruhig und entspannend auf den Körper wirken. Das können die leisen Gespräche der Kollegen oder auch sanfte Musik zum Beispiel sein.

Ist die Umgebung lauter, kann man mit Kopfhörern und einer Entspannungs-CD Abhilfe schaffen. Powernapping sollte nicht unbedingt in einem überhitzten Büro oder dergleichen stattfinden.

Sinnvoll sind Raum- oder Umgebungstemperaturen zwischen 16 und 18°C. Um das Einschlafen schneller zu bewerkstelligen, können Entspannungstechniken sehr hilfreich sein. Angefangen von Yoga über Meditation bis hin zu autogenem Training helfen da ungemein.

Ist man allein im Raum oder zu Hause, dann macht es durchaus Sinn, sich einen Wecker zu stellen, um nicht in die Tiefschlafphase abzurutschen. Zumindest als Anfänger ein wirklich hilfreiches Mittel.

Nach dem Kurzschlaf sollte der Kreislauf angeregt werden. Das können Dehn- und Streckübungen, ein erfrischendes Glas Wasser mit Zitrone oder auch das Treppensteigen sein. So kommt direkt nach dem Powernapping wieder Schwung in den Körper.

Idealerweise tankt man nach dem Nickerchen ein wenig Sonne, dadurch wird dem Körper signalisiert, dass die Ruhephase vorbei ist. In Fällen, wo der Schritt vor die Tür und in die Sonne nicht möglich ist, hilft es kurzzeitig, ein helles Licht einzuschalten.

Glücklich schlafende Frau

Welche Sitzhaltung im Büro ist am besten, um sich in den Turboschlaf zu versetzen?

Die entsprechende Sitz- oder Liegeposition ist wichtig, um schnell in einen leichten Schlaf verfallen zu können. Während man zu Hause wahrscheinlich keine Probleme hat, die richtige Stellung zu finden, kann das im Büro oder am Arbeitsplatz dann schon schwieriger werden.

Ideale Sitzpositionen im Büro oder anderswo:

  • auf dem Stuhl oder im Sessel sitzen und den Kopf auf den Schreibtisch legen
  • auf dem Stuhl oder Sessel sitzen und den Kopf auf ein Polster auf dem Schreibtisch legen
  • zurückgelehnt auf dem Stuhl oder im Sessel sitzen und die Füße auf den Schreibtisch legen

Zugegeben, es sind nicht alle Schreibtische und Sitzgelegenheiten im Büro oder am Arbeitsplatz wirklich ideal. Aber es gäbe auch noch die Möglichkeit, sich in der Pause zum Beispiel in sein Auto zu setzen oder sich auf die Bank im Pausenraum zu setzen, wenn denn die anderen Bedingungen dort passen.

Mit einem kurzen Nickerchen kann man seine Power wieder deutlich steigern

Der Turboschlaf oder auch Powernapping kann im stressigen Alltag echt wahre Wunder bewirken. Schon 10 bis 20 Minuten reichen aus, um den eigenen Körper inklusive Biorhythmus wieder auf Trab zu bringen.

Es mag zwar im Arbeitsalltag nicht immer ganz einfach sein, sich für wenige Minuten ganz in sich zurückzuziehen, und meistens sollte man auch vom Chef die Genehmigung dazu bekommen, doch es gibt einige Möglichkeiten, die man nutzen kann und sollte. Immerhin sind die dadurch erzielten Leistungssteigerungen und all die anderen Vorteile mehr wert, als alles andere.

Schlussendlich greift man mit diesem natürlichen Aufputschmittel alte Traditionen wieder auf, die damals wie heute zahlreiche positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Denn wer kannte zu Großmutters Zeiten schon Burnout oder Ähnliches? Powernap – das ist Krafttanken zum richtigen Zeitpunkt. Einfach mal die Seele baumeln lassen macht außerdem Spaß und man fühlt sich nach wenigen Minuten so frisch und fröhlich, dass die Aufgaben am Nachmittag mit Leichtigkeit absolviert werden können.

In anderen Ländern wird dieser Turboschlaf im Übrigen bereits gefördert und unterstützt. Doch auch immer mehr deutsche Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und gestatten ihren Mitarbeitern die heilsame Wirkung von Powernap.

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Der Autor:

Oliver-Schramm-Chat-2

Oliver

„Schlaf ist für Menschen lebenswichtig. Im Schlaf entspannt und erholt sich der ganze Körper, das Immunsystem schöpft neue Kraft und die Seele verarbeitet Erlebtes. Wer nachts gut schläft, ist tagsüber fit und leistungsfähig."

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