Nachtlicht – schädlich für Kinder?

Kann ein Nachtlicht schädlich für mein Kind sein?

Nachtlicht-2Viele Kinder können leichter und beruhigter schlafen, wenn in ihrem Zimmer ein kleines Nachtlicht für eine wohltuende Atmosphäre sorgt. Denn gerade die Kleinsten haben oftmals Angst, wenn sie im Dunkeln aufwachen. Doch immer wieder fragen sich besorgte Eltern, wie sich dieses kleine Licht im Kinderzimmer auf die Entwicklung des Kindes auswirken kann.

Dabei stehen vor allem ein anzunehmender Gewöhnungseffekt, Elektrosmog oder gar Kurzsichtigkeit und ein ungesunder Schlaf im Fokus der elterlichen Bedenken. Wir geben Antworten auf diese Fragen und räumen mit weitverbreiteten Irrtümern auf.

Ein Nachtlicht steht nicht im Widerspruch zum gesunden Schlaf des Kindes

Es steht sicherlich außer Frage, dass flimmerndes oder zu grelles Licht den gesunden Schlaf eines jeden Menschen massiv stören kann. Also auch den eines Kindes. Man kann und sollte aber ein Nachtlicht für Kinder niemals mit einem laufenden Fernseher oder ähnlichem vergleichen. Denn im Gegensatz zum TV gibt das Nachtlicht kein zu grelles oder flackerndes Licht ab, welches dann die für den Schlaf benötigte Melatonin-Produktion im Körper hemmt.

Zudem besitzen die auf dem Markt befindlichen Lichter für die Nacht keinen blauen Lichtanteil, wie es beispielsweise beim flimmernden Bildschirm oder einem Handy-Display der Fall ist. In der Regel aber besitzen sie einen roten Lichtanteil, der förderlich für ein gutes Einschlafen ist.

Wichtig für den gesunden Schlaf eines Kindes sind stattdessen:

• ein gut gelüftetes und wohltemperiertes Zimmer
• wiederkehrende Einschlafrituale
• keine grellen Lichteinflüsse
• keine übermäßig laute Geräuschkulisse

Was die sonst empfohlene Dunkelheit angeht, ist es bei kleinen Kindern ohnehin nicht immer machbar, denn meist gehen sie dann ins Bett, wenn es entweder draußen noch hell ist oder aber in der Wohnung irgendwo Licht brennt. So sind Nachtlichter durchaus kein Hindernis, um dem Kind einen gesunden Schlaf zu ermöglichen.

Nachtlichter verursachen keinen oder kaum Elektrosmog im Kinderzimmer

Diese Aussage mag vielleicht zunächst verunsichern. Doch sie ist schnell erklärt. Der Unterschied, ob nun kaum oder gar kein Elektrosmog im Kinderzimmer entsteht, wenn ein Nachtlicht zum Einsatz kommt, liegt in der Betriebsweise.

So erzeugen jene kleinen Lichter, die man in die Steckdose steckt, nur sehr wenig Elektrosmog. Dieser ist aber keineswegs schädlich für das Kind, da das Kinderbettchen in der Regel nicht direkt neben der Steckdose steht, in welcher das Licht eingesteckt ist. Hierbei ist aber generell ein Abstand von mindestens einen Meter zu beachten.

Jene Nachtlichter aber, die batteriebetrieben sind, erzeugen gar keinen Elektrosmog. Dennoch sollten beim Nachtlicht im Kinderzimmer einige Faktoren beachtet werden:

• über das Stromnetz betriebene Lichter sollten sich in möglichst mehreren Metern Entfernung zum Kinderbett befinden
• stromzuführende Kabel, falls erforderlich, niemals offen verlegen -> generelle Unfallgefahr
• bei batteriebetriebenen Nachtlichtern darauf achten, dass das Fach für die Batterien sicher verschlossen ist -> insbesondere dann, wenn das Kind das Licht mit den Händen erreichen kann

Die gesunde Entwicklung des Kindes ist nicht durch Nachtlichter gefährdet

Besorgte Eltern kommen auch heute noch immer wieder auf eine Studie von 1999 zu sprechen, in welcher nachgewiesen wurde, dass die Verwendung eines Nachtlichtes im Kinderzimmer häufiger zur Kurzsichtigkeit führt. Doch diese Studie wurde seitdem mehrfach widerlegt, denn es besteht schlichtweg kein Zusammenhang zwischen einem kleinen Nachtlicht und der Kurzsichtigkeit von Kindern.

Nachtlichter im Kinderzimmer sind also nicht schädlich!

Was den Gewöhnungseffekt angeht, so ist auch hier nicht wirklich negatives zu sagen. Den ob nun ein Kind bei angelehnter Tür schläft oder mit einem Nachtlicht im Zimmer, das macht keinen Unterschied. Je älter die Kinder werden, umso mehr verliert sich auch ihre Angst vor der Dunkelheit. Hilfreich sind hier aber auch jene Einschlafrituale, die dem Nachwuchs eine gewisse Sicherheit geben.

Nach und nach entwickeln sich bei jedem Kind zudem feste Gewohnheiten, die insbesondere auch die Einschlaf- und Durchschlafzeiten betreffen. Ist das Kind zudem nicht etwa unterfordert, sondern kann immer wieder einen ereignisreichen Tag erleben und hält sich viel an der frischen Luft auf, wird es ohnehin keinen Mangel an gesundem Schlaf geben.

Wichtige Tipps, die bei einem Nachtlicht zu beachten sind

Grundsätzlich sind Nachtlichter nicht schädlich für das Kind. Dennoch gibt es einige Aspekte, auf die man unbedingt achten sollte, wenn ein solches Nachtlicht angeschafft oder zum Einsatz kommen soll.

1. Die Helligkeit des Nachtlichtes: Ein solches Licht soll der Orientierung in der Nacht dienen, sollte also nicht übermäßig hell erstrahlen. Es reicht also, wenn das Nachtlicht bei einem Abstrahlwinkel von 65° und bei mindestens einem Meter Entfernung eine Lichtintensität von weniger als 10 Lumen aufweist.

2. Abschaltung oder Dämmerungssensor: Wirklich gute Nachtlichter verfügen über einen An- und Ausschalter oder einen Dämmerungssensor. In beiden Fällen kann so das Licht bei helleren Tageszeiten ausgeschaltet werden. Das bedeutet, dass nicht unnötig Strom verbraucht wird. Manche der Nachtlichter verfügen zudem über eine Abschaltautomatik, welche das kleine Licht nach einer gewissen Zeit abschalten und so in der Tiefschlafphase des Kindes für absolute Dunkelheit sorgen.

3. Geprüfte Sicherheitsstandards: Auch bei einem Nachtlicht für Kinder gilt die Devise, dass man auf geprüfte Sicherheit achten sollte. Hier helfen zum Beispiel Qualitäts- und TÜV-Siegel, wie zum Beispiel „GS – Geprüfte Sicherheit“ weiter. Fehlen diese Siegel, sollte auf den Kauf eines solchen Nachtlichtes verzichtet werden.

4. Besser netzbetriebene Nachtlichter verwenden: Auch wenn batteriebetriebene Nachtlichter gar keinen Elektrosmog erzeugen, haben diese den Nachteil, dass die Batterie oftmals ausgerechnet dann leer ist, wenn das Nachtlicht zum Einsatz kommen soll.

Fazit

Nachtlicht-1Ein Nachtlicht ist für ein Kind keinesfalls schädlich oder stört gar den gesunden Schlaf. Denn diese Lichter sind so konzipiert, dass kein blauer Lichtanteil ins Zimmer fällt, der sich störend auf den Schlaf und vor allem die Melatonin-Produktion auswirken kann.

Ist ein Nachtlicht mit den nötigen Qualitäts- und Gütesiegeln ausgestattet, ist es sicher für Kinder und entspricht den vorgeschriebenen Standards. Damit ist auch sichergestellt, dass weder Elektrosmog noch andere Gefahren von dem Nachtlicht ausgehen.

Ideal ist allerdings ein Nachtlicht, welches nicht über ein störendes Kabel verfügt. Dafür aber mit einem Dämmerungssensor oder einem An- und Ausschalter ausgestattet ist. Nachtlichter sind somit ungefährlich, ermöglichen aber eine gute Orientierung in der Nacht und kann die Geister vertreiben, von denen gerade kleinere Kinder oftmals heimgesucht werden.

Fotos: © Kristin Gründler – Fotolia.com

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