Narkolepsie: Die Schlafkrankheit

Narkolepsie: Alles Wissenswerte über die Schlafkrankheit

Wissenswertes über die Schlafkrankheit Narkolepsie

Wer sich trotz eines scheinbar ausreichenden Nachtschlafes am Tag sehr häufig völlig übermüdet fühlt und nicht so wirklich sein Leistungshoch erreichen kann, leidet möglicherweise an Narkolepsie, die Schlafkrankheit. Dabei handelt es sich um eine seltene neurologische Krankheit, die zu einer dauerhaften Störung des individuellen Schlaf-Wach-Rhythmus führt. Wie sich diese Schlafkrankheit äußert und welche Ursachen hierfür möglich sind, haben wir uns einmal etwas genauer angeschaut.

Woran erkennt man, dass man an Narkolepsie leidet?

Der Fachbegriff für die Schlafkrankheit Narkolepsie stammt aus dem Griechischen. Narke ist dabei mit Erstarrung, Lähmung oder Krampf gleichzusetzen, während Lepsis ins Deutsche übersetzt annehmen, empfangen bedeutet. Die Schlafkrankheit, die sich im Übrigen oftmals schon zwischen 15 und 30 Jahren zeigt, zeichnet sich durch verschiedene Symptome aus, die manchmal nur einzeln auftreten und in anderen Fällen auch in einem komplexen Zusammenspiel sichtbar werden.

Zu den typischen Symptomen gehören:

• Tagesschläfrigkeit, nicht nur einfach Tagesmüdigkeit
• unruhiger und gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus, was zunächst leicht mit herkömmlichen Schlafstörungen verwechselt werden kann
• Kataplexien, kurze Phasen, in denen die Muskulatur extrem erschlafft oder auch versagt
• Schlaflähmung, also einer Bewegungsunfähigkeit aufgrund eines Muskelversagens, obwohl man hellwach ist
• schlafbezogene Halluzinationen, lebhafte und real wahrgenommene Trugerscheinung oder auch Träume, die extrem ängstigen und für wahr empfunden werden
• automatisches Verhalten, insbesondere bei der Tagesschläfrigkeit werden dann Tätigkeiten weitergeführt, obwohl der Betroffene schläft

Welche Ursachen können die Schlafkrankheit auslösen?

Die neurologische Erkrankung Narkolepsie ist eine Funktionsstörung, die vom Gehirn ausgeht. Das bedeutet, dass die Bereiche im Gehirn, die für den Schlaf-Wach-Rhythmus zuständig sind, gestört sind und nicht in normaler Abfolge funktionieren. Als Ursachen können hier Umweltfaktoren und erbliche Veranlagung genannt werden, die vermutlich in einem Zusammenhang stehen oder unter bestimmten Voraussetzungen miteinander reagieren.

Die Schlafforschung hat leider noch nicht alle Faktoren in puncto Narkolepsie erforscht. Fest steht allerdings, dass bei den meisten Narkolepsie-Patienten im Gehirnwasser zu wenig von dem Botenstoff Hypocretin vorhanden ist. Dieser biochemische Stoff aber ist wichtig dafür, dass Informationen zwischen den Nervenzellen komplett weitergegeben werden.

Fehlt es an diesem Neurotransmitter, kann die natürliche Regulation zwischen dem Schlaf und dem Wachzustand nicht fehlerfrei funktionieren. Es kommt also zu einem Chaos in den Schlafphasen.

Neben den genetischen Veranlagungen gibt es aber auch Ursachen, die man als Umweltfaktoren nennen könnte.

Dazu können unter anderem gehören:

• bakterielle Infektionen, wie zum Beispiel mit Streptokokken
• Impfungen
• langandauernder starker Stress
• Schädel-Hirn-Trauma
• Operationen
• Narkosen
• entzündliche Erkrankungen, wie zum Beispiel Multiple Sklerose oder Enzephalitis
• Tumore
• Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Hinweis: Diese genannten Faktoren sind möglicherweise nicht die direkte Ursache für die Narkolepsie-Erkrankung. Doch häufig gehen diese Erkrankungen oder Lebensumstände der Schlafkrankheit voraus. Ob sie aber tatsächlich ursächlich dafür verantwortlich sind, ist derzeit noch nicht eindeutig nachgewiesen.

 

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Was kann man gegen diese Erkrankung tun?

Grundsätzlich kann man die Schlafkrankheit nichts tun, denn diese Erkrankung ist nicht heilbar. Wohl aber kann man sie dahingehend therapieren, dass sie das tägliche Leben nicht zu sehr beeinträchtigt. So werden nach einer eingehenden Untersuchung und Diagnostik im Schlaflabor Medikamente eingesetzt, die die Tagesschläfrigkeit durch stimulierende Wirkstoffe die Wachphase verlängern oder zumindest positiv beeinflussen. Neben der medikamentösen Behandlung können auch andere Alternativen hilfreich sein beziehungsweise die Therapie mit Medikamenten sinnvoll unterstützen:

• Um den Schlaf-Wach-Rhythmus möglichst regelmäßig zu gestalten, sollte darauf geachtet werden, zur gleichen Zeit schlafen zu gehen und weitestgehend zur gleichen Zeit aufzustehen.
• Wenn das Schlafbedürfnis am Tag zu stark wird, sollten kurze Nickerchen gehalten werden.
• Ein Zeitplan kann helfen, den Tagesablauf möglichst unfallfrei zu überstehen. Wer also zu Beginn herausfindet, wann die Tagesschläfrigkeit am meisten auftritt und in welchem Zeitrahmen man am wachsten ist, kann Unfälle besser vermeiden. Denn dadurch können Autofahrten oder auch das Kochen in jene Stunden gelegt werden können, in denen man in der Regel nicht vom Schlaf übermannt wird.
• Das soziale Umfeld sollte möglichst gleich darüber informiert werden, dass die Narkolepsie zum Alltag gehört. So lassen sich unnötige Missverständnisse umgehen und der damit verbundene Stress kommt gar nicht erst auf.

Hinweis: Da Narkolepsie nicht heilbar ist, sollte für eine Akzeptanz der Erkrankungen gesorgt werden. Bei den Betroffenen selbst, aber auch bei Angehörigen, Freunden und Kollegen. Denn wer einmal an der Schlafkrankheit leidet, wird damit sein ganzes Leben umgehen müssen.

Fazit

Aufgrund genetischer Veranlagungen und bestimmten Umweltfaktoren können manche Menschen an Narkolepsie erkranken. Dabei handelt es sich um eine neurologische Funktionsstörung, die den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus beeinträchtigt und verändert. Diese Schlafkrankheit ist nicht heilbar, aber behandelbar.

Dennoch wird bei den Betroffenen fast immer der Alltag stark beeinträchtig, da es zu einer Tagesschläfrigkeit kommt. Das ist nicht zu vergleichen mit einer gelegentlichen Tagesmüdigkeit, weil die letzte Nacht schlichtweg einmal zu kurz war. Denn bei dieser Erkrankung kommt es auch tagsüber dazu, dass ein Teil des Gehirns einfach einschläft. Die Erkrankung kann sowohl schleichend beginnen als auch von heute auf morgen auftreten.

Wichtig ist in jedem Fall, dass ein entsprechend geschulter Arzt zu Rate gezogen wird, damit dieser eine umfassende Diagnostik stellen und mit der medikamentösen Behandlung beginnen kann. Diese speziellen Medikamente, die vor allem stimulierend auf den Wach-Rhythmus wirken, müssen ein ganzes Leben lang eingenommen werden. Von daher ist eine lebenslange Kontrolle durch den behandelnden Arzt erforderlich. Während die Lebensqualität der betroffenen durch Krankheit sehr stark beeinträchtig ist, bleibt die Lebenserwartung davon unberührt.

Die Schlafforschung steht bei der Narkolepsie noch ziemlich am Anfang ihrer Forschungen. Doch schon jetzt ist man sich sicher, dass die neurologische Funktionsstörung hauptsächlich zwischen dem 10. Und 20. Lebensjahr sowie zwischen dem 30. Und 40. Lebensjahr auftritt beziehungsweise sich die Symptome bemerkbar machen.

Weltweit sind laut zahlreicher Studien zwischen 0,02 und 0,08 Prozent der Bevölkerung von dieser Schlafkrankheit betroffen. Allerdings geben Schlafmediziner hier zu bedenken, dass die Krankheit zwar verhältnismäßig selten auftritt, doch die Dunkelziffer ungleich höher sein dürfte. Denn nicht jeder, der sich mit Tagesschläfrigkeit abplagt, erkennt die Symptome und lässt diese von einem Arzt untersuchen. Leider wird nämlich eine herkömmliche Schlafstörung angenommen, wenn der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört ist.

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