Natürlicher Schlaf ist ein essenzieller Bestandteil unseres täglichen Lebens, der weitreichende Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden hat. Besonders wichtig ist die Tiefschlafphase, ein Schlafstadium, das für die körperliche Erholung und geistige Regeneration von entscheidender Bedeutung ist. Doch was genau passiert in dieser Schlafphase und warum ist sie so entscheidend für uns? Unsere Schlafexpert*innen von Matratzenschutz24.net haben sich intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt und möchten Ihnen hier alles Wichtige rund um das Thema Tiefschlaf näherbringen.
Der Tiefschlaf: Die wichtigste Phase im Schlafzyklus
Beim Schlafen durchlaufen wir mehrere Schlafzyklus und darin jeweils verschiedene Schlafphasen. Um gesunden und erholsamen Schlaf zu bekommen, ist eine ungestörte Abfolge dieser verschiedenen Schlafphasen unerlässlich. Insgesamt setzt sich der gesunde Schlafrhythmus aus fünf Schlafphasen zusammen:
- Einschlafen
- Leichtschlaf
- moderater Tiefschlaf
- fester Tiefschlaf
- REM-Schlaf
Jede dieser Schlafphasen ist durch bestimmte Gehirnaktivitäten charakterisiert, die sich mit der Elektroenzephalografie (EEG) nachweisen lassen. Der Mensch braucht in der Regel sechs bis neun Stunden Schlaf, abhängig von Alter, Geschlecht und Schlaftyp. Jede Schlafphase, die man in diesem Zeitraum durchläuft, dauert circa 90 bis 110 Minuten. Erst, wenn man mindestens vier Zyklen abgeschlossen hat und die wichtigste Schlafphase lang genug war, spricht man von gesundem Schlaf.
Die wichtigste dieser Schlafphasen markiert die Tiefschlafphase. Das liegt daran, dass während dieser Phase heilende und regenerative Prozesse ablaufen, die dem Körper folgendermaßen zugutekommen:
- Stärkung des Immunsystems
- Unterstützung des geistigen und körperlichen Wohlbefindens
- Förderung der Schlafqualität
Zudem werden im Tiefschlaf enorm viele Wachstumshormone ausgeschüttet und die Zellerneuerung wird vorangetrieben. Dank der Tiefschlafphase schreibt man dem Schlaf auch seine heilende Wirkung zu. Ohne ausreichenden (Tief-)Schlaf würde z. B. auch das Heilen von Wunden viel langsamer vonstattengehen.
Die besondere Bedeutung der Tiefschlafphase
Während wir schlafen, läuft unser Gehirn auf Hochtouren. Es sorgt dafür, alle wichtigen Informationen des Tages zu verarbeiten, zu sortieren und zu speichern. In der Phase des Tiefschlafs erfährt der Körper eine vollständige Entspannung. Während dieser Zeit werden von unserem Gehirn Deltawellen erzeugt, was dem Gehirn die Möglichkeit zur maximalen Erholung bietet. Die Frequenz der Hirnströme liegt in dieser Phase lediglich zwischen 0,5 und 2 Hertz. Dieser Zustand der physischen Ruhe ist entscheidend für die Regeneration unseres Körpers. Gewebe wird erneuert und unser Immunsystem gestärkt. Indem Wachstumshormone ausgeschüttet werden, können sich die Zellen regenerieren. Die Zellen müssen sich regelmäßig erneuern, damit Ihre Organe lange gesund bleiben und Ihr Körper und Geist den täglichen Anforderungen gewachsen sind.
Darüber hinaus hat die Tiefschlafphase auch eine immense Bedeutung für unsere geistige Gesundheit und kognitive Leistungsfähigkeit. Während wir schlafen, arbeitet unser Gehirn auf Hochtouren, um Informationen zu kategorisieren, Gedächtnisinhalte zu konsolidieren und überflüssige Daten zu löschen. Dieser Prozess trägt maßgeblich zur Verbesserung unseres Gedächtnisses und unserer Fähigkeit bei, neues Wissen zu erwerben und komplexe Aufgaben zu bewältigen. Es ist, als würde unser Gehirn während der Tiefschlafphase den Schreibtisch aufräumen und frischen Platz für neue Ideen und Erinnerungen schaffen.
Schlechter Schlaf? Daran liegt's
In der Tat sind die Auswirkungen einer unzureichenden Tiefschlafphase auf unseren Alltag direkt spürbar. Menschen, die regelmäßig zu wenig Schlaf bekommen, sind tagsüber müde und unkonzentriert. Sie können auch Schwierigkeiten haben, Informationen abzurufen oder kreative Lösungen für Probleme zu finden. Daher ist es entscheidend, die besondere Bedeutung der Tiefschlafphase zu verstehen und Wege zu finden, sie zu fördern. Nur so wird ein gesunder und erfüllter Schlaf sowie eine optimale geistige und körperliche Leistungsfähigkeit gewährleistet.
Tiefschlafphase: Dauer & Verlauf
Die Dauer der Tiefschlafphase spielt eine entscheidende Rolle dabei, ob wir am nächsten Morgen ausgeruht und erholt oder eher müde und gerädert aufwachen. Doch wie lange dauert der Tiefschlaf und wie viel Tiefschlaf ist überhaupt normal? Diesen Fragen wollen wir in den nächsten Abschnitten auf den Grund gehen.
Wann beginnt die Tiefschlafphase?
Die Tiefschlafphase ist die dritte Phase im Schlafzyklus und folgt auf die Leichtschlafphase. Wann genau sie beginnt, lässt sich jedoch so einfach nicht festlegen. Das liegt zum einen daran, dass jeder Mensch unterschiedlich lang zum Einschlafen braucht. Während einige bereits nach zehn Minuten ins Land der Träume abtauchen, benötigen andere auch schon mal 30 Minuten, um einzuschlafen.
Ebenso variiert es, wie lange man sich in der Leichtschlafphase befindet. Dieses Stadium beansprucht ungefähr 45 bis 60 % des Nachtschlafs und macht daher in einem 90 Minuten andauernden Zyklus mindestens 35 Minuten aus. Nimmt man die Werte der beiden ersten Schlafphasen zusammen, beginnt die Tiefschlafphase etwa nach 45 bis 60 Minuten.
Wie viel Tiefschlaf ist normal?
Sie fragen sich sicherlich, wie viel Tiefschlaf pro Nacht normal ist. Rund 15 bis 25 % des Schlafs sollte ein gesunder Erwachsener in der Tiefschlafphase verbringen. Wie viel Tiefschlaf man braucht bzw. am Ende tatsächlich bekommt, hängt von einigen individuellen Einflüssen ab. Die genannten Zahlen sind somit nur grobe Richtwerte. Bei einer Nachtruhe von sechs Stunden Schlaf würden Sie etwa 54 bis 90 Minuten reinen Tiefschlaf erhalten. Schlafen Sie mindestens acht Stunden, können Sie insgesamt eine Tiefschlafphase von 72 bis 120 Minuten genießen. Verweilen Sie länger im Bett, lässt sich die Regenerationszeit allerdings nicht unendlich steigern. Das ist auch gar nicht notwendig, wenn Sie dieses Pensum nicht deutlich unterschreiten und deshalb dauerhaft zu wenig Tiefschlaf bekommen.
Wie lange dauert der Tiefschlaf?
Die Schlafzyklen behalten stets ihre Gesamtdauer von rund 90 Minuten bei. Anders verhält sich das jedoch beim jeweiligen Anteil der Schlafphasen. Je länger Sie schlafen, desto kürzer befinden Sie sich anteilig in der Tiefschlafphase, wohingegen die Dauer des Traumschlafes zunimmt. Aus diesem Grund erinnern wir uns auch besonders gut an die Träume kurz vor dem Aufwachen.
Die erste Tiefschlafphase der Nacht ist die längste und dauert ungefähr eine Stunde. Aufgrund von individuellen Faktoren ist eine exakte Angabe jedoch nicht möglich. Gewiss ist jedoch, dass sich mit Fortschreiten der Nacht die Zeit, die Sie im Tiefschlaf verbringen, verkürzt. Im Gegensatz dazu verlängert sich die Dauer der traumreichen REM-Phase, die im letzten Schlafzyklus fast 15 Minuten betragen kann. Das ist also nahezu so lange, wie Sie im Schnitt zum Einschlafen benötigen. Die eben bereits angesprochenen individuellen Faktoren wie das Alter und auch die Schlafdauer lassen eine genaue Antwort darauf, wie lange die Tiefschlafphase konkret dauert, nicht zu. Laut der Schlafforschung ist allerdings eine Schlafdauer von mindestens sechs Stunden entscheidend, damit Sie einen ausreichenden Tiefschlafanteil erreichen.
Wie viele Tiefschlafphasen pro Nacht sind normal?
In einer typischen Nacht durchläuft ein Mensch mehrere Schlafzyklen, die aus verschiedenen Schlafphasen bestehen. Der Tiefschlaf ist eine Phase des Schlafes, der normalerweise in der ersten Hälfte der Nacht häufiger auftritt. Im Laufe der Nacht nimmt die Dauer des Tiefschlafs tendenziell ab, während die REM-Schlafphasen länger werden. Im Regelfall hat ein Erwachsener in einer durchschnittlichen Nacht etwa drei bis fünf Tiefschlafphasen, wobei jede Tiefschlafphase etwa 20 bis 40 Minuten dauert. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Anzahl und die Dauer der Tiefschlafphasen von Person zu Person variieren können und auch von Faktoren wie dem Alter, der Schlafqualität und individuellen Schlafmustern abhängen. Ein jüngerer Mensch hat tendenziell mehr Tiefschlafphasen als eine ältere Person. Ebenso können Schlafstörungen oder Stress die Schlafarchitektur beeinflussen.
Wie sich die Tiefschlafphase im Alter verändert
Die Tiefschlafphase, auch als Slow-Wave-Schlaf oder SWS bezeichnet, ist ein essentieller Bestandteil unseres Schlafzyklus und spielt, wie schon mehrfach betont, eine bedeutende Rolle für unsere körperliche und geistige Erholung. Allerdings unterliegt die Tiefschlafphase im Laufe des Lebens Veränderungen, die sowohl Kinder als auch Senior*innen betreffen. Doch wie viel Tiefschlaf brauchen Erwachsene, und wie ändert sich diese Phase mit dem Alter?
Während des Tiefschlafs sind die Gehirnwellen langsamer, und der Körper befindet sich in einem besonders tiefen Entspannungszustand. Diese Phase ist wichtig, um sich zu erholen, das Immunsystem zu stärken und das Gedächtnis zu festigen. Mit zunehmendem Alter gibt es jedoch bemerkenswerte Veränderungen in der Tiefschlafphase: In jungen Jahren, insbesondere in der Kindheit und Jugend, verbringen Menschen tendenziell mehr Zeit im Tiefschlaf. Diese Phase ist reich an Slow-Wave-Aktivität und sorgt so für eine tiefe Erholung. Dies ist besonders für das kindliche Wachstum und die Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Im Erwachsenenalter verkürzt sich die Dauer der Tiefschlafphase nach und nach, und die Zeit im Leichtschlaf nimmt zu. Im Alter von etwa 20 bis 30 Jahren erreicht die Tiefschlafphase ihren Höhepunkt, danach beginnt sie allmählich abzunehmen. Die optimale Dauer der Tiefschlafphase variiert dabei von Person zu Person. Für die meisten Erwachsenen ist es allerdings von Vorteil, wenn sie etwa 15-25 % ihrer Schlafzeit im Tiefschlaf verbringen. Dies entspricht ungefähr ein bis zwei Stunden pro Nacht.
Bei älteren Erwachsenen, primär bei Senior*innen, reduziert sich die Tiefschlafphase häufig weiter. Dies kann auf altersbedingte Veränderungen im Gehirn, hormonelle Schwankungen und andere Faktoren zurückzuführen sein. Als Folge davon haben ältere Menschen oft Schwierigkeiten, so viel Tiefschlaf wie in jüngeren Jahren zu erreichen, was zu Schlafproblemen und verminderter Schlafqualität führen kann.
Folgender Tabelle können Sie die durchschnittliche Tiefschlafdauer nach Altersgruppen entnehmen:
| Alteresgruppe | Durchschnittliche Tiefschlafdauer pro Nacht |
| Kinder (6-12 Jahre) | 40-50 % der Gesamtschlafzeit |
| Jugendliche (13-19 Jahre) | 20-25 % der Gesamtschlafzeit |
| Erwachsene (20-60 Jahre) | 15-20 % der Gesamtschlafzeit |
| Senior*innen (über 60 Jahre) | 10-15 % der Gesamtschlafzeit |
Beachten Sie, dass diese Werte lediglich Durchschnittswerte sind und individuell variieren können. Die Schlafdauer und -qualität sind von vielen Einflüssen abhängig, einschließlich genetischer Veranlagung, Gesundheitszustand und Lebensstil. Doch das Verständnis dieser Veränderungen im Schlafmuster im Laufe des Lebens kann dazu beitragen, Schlafprobleme zu bewältigen und einen gesunden Schlaf zu fördern.
Probleme mit der Tiefschlafphase
Wie wichtig ausreichend Tiefschlaf ist und welche Bedeutung er für uns und unseren Körper hat, haben wir nun ausführlich besprochen. In den nächsten Abschnitten soll es darum gehen, was passiert, wenn man Probleme mit der Tiefschlafphase hat. Welche Folgen zieht es nach sich, wenn man zu wenig Tiefschlaf bekommt? Und ist es umgekehrt möglich, zu viel Tiefschlaf zu bekommen? Diese und weitere Probleme wollen wir nun beleuchten.
Zu wenig Tiefschlaf: Was tun?
Wer weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft oder unter Schlafstörungen wie Ein- und Durchschlafproblemen leidet, riskiert eine verkürzte Tiefschlafphase. Dies führt zu anhaltender Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und gereizter Stimmung. Auch die körperliche Regeneration wird erheblich beeinträchtigt. Gelegentliche Störungen lassen sich meist ausgleichen, ein langfristiger Mangel an Tiefschlaf hingegen kann schwerwiegende Probleme wie eine geschwächte Immunabwehr, Gedächtnisprobleme, Herz-Kreislauf-Beeinträchtigungen und hormonelle Störungen verursachen.
Was können Sie also gegen zu wenig Tiefschlaf tun? Im Folgenden haben wir Ihnen einige Tipps aufgelistet, die Ihnen dabei helfen sollen, endlich mehr Tiefschlaf zu bekommen:
- Tipp 1 – Koffeinkonsum reduzieren: Koffein hemmt unsere Müdigkeitsrezeptoren im Gehirn etwa acht Stunden lang und kann somit den Schlaf beeinträchtigen. Trinken wir also zu spät am Tag Kaffee, kann dies den Schlaf beeinflussen. Wie man auf den Kaffeekonsum reagiert, ist von Person zu Person unterschiedlich, daher sollte jede*r für sich herausfinden, wie viel Zeit zwischen dem letzten Kaffee und dem Zubettgehen optimal ist.
Ist Kaffee gesund oder ungesund?
- Tipp 2 – Stressfaktoren minimieren: Stress kann den Schlaf erheblich stören, da er die Aktivität des sympathischen Nervensystems erhöht und die Entspannung behindert. Durch Techniken zum Stressabbau wie Meditation, progressive Muskelentspannung oder Atemübungen können Sie die Schlafqualität verbessern. Außerdem ist die Bewältigung von Stressfaktoren im Alltag, sei es beruflicher oder persönlicher Natur, entscheidend, um einen ruhigen und erholsamen Tiefschlaf zu fördern.
- Tipp 3 – Elektrische Geräte und Medienkonsum verringern: Das von elektronischen Geräten erzeugte blaue Licht kann den Schlafrhythmus stören und durcheinanderbringen. Reduzieren Sie daher Ihre Bildschirmzeit und/ oder schalten Sie den Blaufilter auf Smartphone, Laptop & Co. an. Verzichten Sie möglichst auch darauf, abends aufregende Medien zu konsumieren, sei es ein dramatischer Film oder actionreiche Videospiele. Dies führt unter Umständen zu emotionaler Erregung und wirkt sich negativ auf den Einschlafprozess aus.
- Tipp 4 – Regelmäßiger Schlafrhythmus: Indem Sie zu ähnlichen Zeiten ins Bett gehen und aufstehen, hilft dies Ihrem Körper, seinen internen Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren. Dies kann die Effizienz des Tiefschlafs erhöhen und die Schlafqualität fördern. Es ist wichtig, diesen Rhythmus auch am Wochenende beizubehalten, um Ihren Schlaf insgesamt zu optimieren.
- Tipp 5 – Kein Essen kurz vor dem Schlafen: Schwere oder fettige Mahlzeiten können die Verdauung stören und den Schlaf beeinträchtigen. Nehmen Sie circa zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen keine schweren Mahlzeiten mehr zu sich, um Ihrem Körper die Möglichkeit zu geben, sich auf den Schlaf vorzubereiten und eine erholsame Nachtruhe zu gewährleisten.
- Tipp 6 – Schlaftemperatur beachten: Ein kühles Schlafzimmer, idealerweise mit einer Temperatur zwischen 16 und 18 Grad Celsius, schafft optimale Bedingungen für den Tiefschlaf. Der Körper hat in einer kühleren Umgebung weniger Schwierigkeiten, die ideale Temperatur für die Schlafphasen zu erreichen, was zu einer erholsameren Nachtruhe führt.
- Tipp 7 – Verzicht auf Mittagsschlaf: Lange Schläfchen am Tag können den nächtlichen Schlafzyklus stören, insbesondere wenn sie zu spät am Tag stattfinden. Falls ein Mittagsschlaf erforderlich ist, sollten Sie darauf achten, dass er nicht länger als 20-30 Minuten dauert, um den Schlaf in der Nacht nicht zu beeinträchtigen und die Qualität des Tiefschlafs zu verbessern.
- Tipp 8 – Klima im Schlafzimmer optimieren: Stellen Sie sicher, dass Ihr Schlafzimmer gut belüftet und die angenehm ist. Ein kühles, sauerstoffreiches Schlafzimmer trägt dazu bei, dass Sie sich während des Schlafs wohlfühlen. Wenn nötig, verwenden Sie Ventilatoren oder Luftbefeuchter, um das Raumklima zu regulieren und so die Schlafqualität zu steigern.
- Tipp 9 – Kein Sport kurz vor dem Schlafengehen: Vermeiden Sie sportliche Aktivitäten kurz vor dem Schlafengehen, da sie den Körper aktivieren und Adrenalin freisetzen können. Dies kann den Übergang in den Tiefschlaf erschweren und den Schlafzyklus stören. Idealerweise sollten sportliche Aktivitäten mindestens zwei bis drei Stunden vor dem Zubettgehen beendet sein. So hat der Körper genügend Zeit, sich zu beruhigen und auf den Tiefschlaf vorzubereiten.
- Tipp 10 – Störfaktoren minimieren: Dunkeln Sie das Schlafzimmer vollständig ab und reduzieren Sie die Lärmbelastung im Schlafbereich. Indem Sie eine bequeme Schlafumgebung schaffen, minimieren Sie Unterbrechungen während des Schlafes und erhöhen die Chancen auf einen tiefen und erholsamen Schlaf.
Zu viel Tiefschlaf: Ist das ungesund?
Während ausreichender Tiefschlaf für die Gesundheit unerlässlich ist, stellt sich die Frage, ob zu viel Tiefschlaf umkehrt auch negative Auswirkungen haben kann. Grundsätzlich ist es schwierig, zu viel Tiefschlaf zu erreichen, da der Schlafzyklus normalerweise selbstregulierend ist. Der Körper wechselt zwischen den verschiedenen Schlafphasen, die wiederum verschiedene Funktionen erfüllen.
Ein übermäßiger Tiefschlaf kann auf verschiedene gesundheitliche Probleme hinweisen. Eine mögliche Ursache könnte z. B. Schlafapnoe sein, eine Störung, bei der Atemaussetzer während des Schlafs auftreten und den Körper zwingen, vermehrt Tiefschlaf zu durchlaufen, um Sauerstoff zu kompensieren. In solchen Fällen ist eine ärztliche Untersuchung ratsam. Darüber hinaus kann exzessiver Tiefschlaf ein Anzeichen für Depressionen oder andere psychische Gesundheitsprobleme sein. Menschen, die übermäßig viel Zeit im Tiefschlaf verbringen, könnten einen gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus aufweisen, der mit emotionalen Herausforderungen in Verbindung steht.
Es ist wichtig zu beachten, dass die optimale Menge an Tiefschlaf von Person zu Person variieren kann. Daher ist es ratsam, Ihre individuellen Schlafmuster und Gewohnheiten zu überwachen, beispielsweise durch Smartwatches, einem Schlafjournal oder Schlaf-Apps. Während ausreichender Tiefschlaf für Ihre Gesundheit von entscheidender Bedeutung ist, ist ein ausgewogener Schlafzyklus ebenso wichtig, um einen gesunden und erholsamen Schlaf zu gewährleisten.
Schlafüberwachung & -tagebuch mit Schlaf-Apps
Zu tiefer Schlaf: Eine Krankheit?
Tiefschlaf, die Phase, in der unser Körper in einen tiefen und erholsamen Schlaf sinkt, spielt eine entscheidende Rolle für unsere Schlafqualität. Doch kann ein als „zu tief" empfundener Schlaf auf eine zugrunde liegende Erkrankung hinweisen? Die Antwort lautet: In den meisten Fällen ist dem nicht so. Ein tiefer Schlaf an sich ist normal und gesund, solange er nicht von anderen Symptomen begleitet wird. Allerdings können bestimmte Schlafstörungen wie die zuvor erwähnte Schlafapnoe dazu führen, dass der Schlaf so tief ist, dass er die Atmung beeinträchtigt.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Wahrnehmung von „zu tiefem Schlaf" oft subjektiv ist. Einige Menschen können sich in einem tiefen Schlafzustand sicher und erholt fühlen, während andere das Gefühl haben, dass sie nicht ausreichend erfrischt sind. Wenn tiefer Schlaf zu einer Beeinträchtigung des täglichen Lebens führt, sollten Sie individuelle Gewohnheiten, Schlafmuster und mögliche Ursachen mit einem Arzt bzw. einer Ärztin oder Schlafspezialist*innen besprechen. In den meisten Fällen ist ein tiefer Schlaf jedoch ein natürlicher und gesunder Bestandteil des Schlafzyklus, der zur Erholung beiträgt. Achten Sie auf begleitende Symptome und Veränderungen in Ihrem Schlafverhalten, um ernsthafte Schlafstörungen zu erkennen und bei Bedarf entsprechend zu handeln.
Störung durch Alkohol: Tiefschlaf verlängert
Alkohol hat enorme Auswirkungen auf den Schlaf und bringt unseren Schlafzyklus durcheinander. Anstelle des üblichen 90-minütigen Schlafzyklus ändert sich jetzt die Abfolge der Schlafphasen. Durch den Alkoholkonsum wird die Einschlafphase übersprungen und man gelangt direkt in die Tiefschlafphase. Die Tiefschlafphase dauert deutlich länger als üblich und verläuft anders als gewohnt. Das liegt daran, dass während des Tiefschlafs unter dem Einfluss von Alkohol bestimmte Bereiche Ihres Gehirns viel aktiver sind als normalerweise. Sie befinden sich dann in einem erhöhten Stresszustand und sind in Alarmbereitschaft, wodurch Sie auch häufiger kurzzeitig aufwachen.
Eine verlängerte Tiefschlafphase hört sich zunächst einmal gut an. Die Folge ist aber eine verkürzte und sehr unruhige REM-Schlafphase. Auch in dieser wacht man nach dem Konsum von Alkohol öfter auf als sonst. Hinzu kommt, dass man stärker schwitzt, da der Körper und das Gehirn damit beschäftigt sind, den Alkohol und seine Wirkung zu verarbeiten. Somit sind entspannte Träume und entsprechende Regeneration kaum möglich. Die Folge: Sie fühlen sich am nächsten Morgen müde und erschöpft, da Sie in der Nacht häufig erwacht sind und die Schlafphasen nicht lang genug waren. Körper und Gehirn konnten sich zudem nicht ausreichend erholen. Dies kann dazu führen, dass Sie sich emotional unausgewogen fühlen und Ihre Konzentration darunter leidet. Genießen Sie Alkohol also in Maßen und sorgen Sie dafür, dass er Ihren Schlaf nicht dauerhaft beeinträchtigt.
Keine Tiefschlafphase mehr: Wie ist das möglich?
Ebenso ist Schlaf ohne Tiefschlaf möglich. Beispiele wären hierfür der Mittagsschlaf oder das Powernapping. Diese Schlafformen sind bewusst so kurz gehalten, damit der bzw. die Schlafende stets in der Leichtschlafphase erwacht. Es gibt neben diesem gezielten Vermeiden des Tiefschlafs aber auch andere Gründe, warum man keine Tiefschlafphase erreicht:
- Zu hell: Helles Licht signalisiert dem Körper, in den Wachmodus zu schalten. Wird man in den ersten vier Stunden des Schlafs von hellem Licht aus dem Schlaf gerissen, muss der Schlafzyklus erneut gestartet werden. Die unangenehme Folge: Die Schlafphasen verschieben sich nach hinten und das Einschlafen fällt schwerer. Somit geht wertvolle Schlafenszeit verloren und auch die Tiefschlafphase fehlt. Ein abgedunkeltes Zimmer kann hier Abhilfe verschaffen.
- Falsche Matratze: Wälzen Sie sich nachts hin und her, weil Sie keine geeignete Schlafposition finden oder wachen Sie morgens mit Rückenschmerzen auf, kann dies an der falschen Matratze liegen. Guter Schlaf ist auf einer zu alten, zu harten oder zu weichen Matratze nicht möglich, was sich selbstverständlich auch negativ auf die Tiefschlafphasen auswirkt. Wählen Sie daher eine Matratze, die zu Ihren individuellen Schlafgewohnheiten passt. Vor allem Ihr Gewicht, Ihr Körperbau und Ihre Körpergröße sind hierbei ausschlaggebend.
- Unregelmäßiger Schlafrhythmus: Sie beeinflussen die Dauer der Tiefschlafphase auch negativ, wenn Ihre Zubettgehzeiten stark schwanken. So bringen Sie Ihren Biorhythmus aus dem Gleichgewicht. Etablieren Sie daher feste Bettgeh- und Aufstehzeiten und strukturieren Sie Ihren Alltag dahingehend.
- Schlechtes Schlafklima: Zu hohe Luftfeuchtigkeit oder ein nicht richtig temperiertes Schlafzimmer führen dazu, dass Sie sich nachts hin und her wälzen. Ein festes Schlafen in der Tiefschlafphase ist so nahezu unmöglich. Indem Sie ausreichend lüften, erreichen Sie eine optimale Schlaftemperatur. Mit der richtigen Bettwäsche und der passenden Bettdecke können Sie nächtlichem Schwitzen oder Frieren vorbeugen. So schaffen Sie ein gesundes Raumklima im Schlafzimmer und genießen den Tiefschlaf in vollen Zügen.
Übrigens: Auch die richtige Matratze trägt zu einem angenehmen Raumklima bei, besonders wenn Sie nachts stark schwitzen. Mit atmungsaktiven, feuchtigkeitsdurchlässigen Matratzen aus Viscoschaum oder mit Federkern setzen Sie dem nächtlichen Schweißtreiben ein Ende und können entspannt durchschlafen.
- Ungesunde Abendroutine: Ihre Schlafqualität wird maßgeblich von dem beeinflusst, was Sie vor dem Schlafengehen tun. Schweres Essen, sportliche Aktivitäten oder ein Serien-Marathon sind echte Wachmacher, weshalb Sie auf diese Dinge lieber verzichten sollten. Durch Anpassungen in Ihrer Abendroutine schaffen Sie eine entspannte Atmosphäre am Abend, die Ihnen ermöglicht, rechtzeitig einzuschlafen und ausreichend Tiefschlaf zu erhalten.
- Seelische Anspannung: Ein weiterer Grund für zu wenig Tiefschlaf können Sorgen oder Stress sein. Entspannungsmethoden helfen dabei, gegen seelische Anspannungen vorzugehen. Mit Atemübungen oder autogenem Training können Sie Ihre Gedanken und Emotionen gezielt beeinflussen. Dies unterstützt Sie dabei, erfolgreich einzuschlafen und in einen tiefen und erholsamen Schlaf überzugehen.
Autogenes Training zum Einschlafen
Besser & tiefer schlafen: Hausmittel & Tipps für mehr Tiefschlaf
Die Verbesserung der Schlafqualität und ein tieferer Schlaf können sich positiv auf Ihr tägliches Leben auswirken. Ein tiefer Schlaf ermöglicht nicht nur die körperliche Erholung, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle für unsere geistige Fitness und emotionale Stabilität. Aus diesem Grund haben wir Ihnen die besten Hausmittel und Tipps für mehr Tiefschlaf zusammengestellt. Diese sollen Ihnen dabei helfen, Ihren Schlaf so effektiv wie möglich zu gestalten, sodass Sie jeden Morgen ausgeruht und voller Tatendrang in den Tag starten können. 
Angenehme Schlafumgebung schaffen
Viele wissen es vielleicht nicht, aber die Schlafumgebung hat einen großen Einfluss auf die nächtliche Erholung. Nur, wer sich in seinem Schlafzimmer vollends wohlfühlt, kann erholsamen Schlaf bekommen. Falls Sie häufiger Probleme beim Ein- und/ oder Durchschlafen haben, kann dies an einer ungünstigen Schlafumgebung liegen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Schlafzimmer gemütlich einrichten und für eine angenehme Schlafumgebung sorgen können.
Beginnen wir mit der Beleuchtung. Ihre Schlafumgebung sollte möglichst abgedunkelt sein. Denn Licht weist den Körper darauf hin, die Melatonin-Produktion einzustellen. Nur wenn es ausreichend dunkel ist, kann sich unser Körper auf die Nachtruhe einstimmen. Eliminieren Sie störende Lichtquellen wie z. B. Straßenbeleuchtung, intensives Mondlicht oder leuchtende LED-Anzeigen. Vorhänge, Jalousien oder gegebenenfalls eine Schlafmaske können dabei helfen, Ihre Schlafumgebung so dunkel wie möglich zu machen.
Auch das Schlafklima ist ein entscheidender Faktor für die optimale Schlafumgebung. Idealerweise beträgt die Raumtemperatur in Ihrem Schlafzimmer zwischen 16 und 18°C. Kühlen Sie Ihr Schlafzimmer im Sommer daher herunter und schalten Sie im Winter ggf. die Heizung an. Auch die Wahl der richtigen Bettwäsche beeinflusst Ihr Schlafklima positiv. Nutzen Sie im Sommer Bettwäsche, die einen kühlenden Effekt hat. Hierfür bieten sich Materialien wie Satin, Leinen oder Jersey an. Für den Winter sind Baumwolle oder Biber gut geeignet.
Wichtig ist auch die Luftqualität im Schlafzimmer. Denn eine schlechte Luftqualität hat einen negativen Einfluss auf die Gesundheit Ihrer Atemorgane und kann Schlafprobleme verursachen. Daher ist es von großer Bedeutung, dass Ihr Schlafzimmer ausreichend belüftet ist. Einen direkten Luftzug sollten sie dabei jedoch nicht abbekommen. Wohnen Sie an einer wenig befahrenen Straße, können Sie gut und gerne mit angekipptem Fenster schlafen. So gelangt stets ausreichend kühle Luft in Ihr Zimmer. Bei höherer Geräuschkulisse empfehlen wir Ihnen Stoßlüften vor dem Schlafengehen. Wie Sie im Schlafzimmer richtig lüften, erfahren Sie in unserem Ratgeber.






















