Restless Legs Syndrom: Was hilft?

Restless Legy Syndrom: Was sind die Ursachen, was hilft?

Was sind die Ursachen, und was hilft beim Restless Legs Syndrom?

Rund 15 Prozent der Menschen sind von dem Restless Legs Syndrom betroffen. Gemeint sind damit die unruhigen Beine, bei denen man meist abends im Bett einen enormen Bewegungsdrang verspürt. Dabei hat man dann das Gefühl, dass die Beine und Füße unkontrolliert zucken. Eine wirklich unangenehme Empfindung, vor allem, wenn man sich gerade in der Einschlafphase befindet. Zwar können die Symptome kurzfristig gelindert werden, wenn man dem Bewegungsdrang nachgibt. Doch eine tatsächliche Abhilfe bringt das natürlich nicht. Wir verraten Ihnen, was gegen das RLS hilft.

Was sind die Ursachen für das Restless Legs Syndrom?

Bevor man das Restless Legs Syndrom behandeln und beseitigen kann, sollte man sich natürlich über die Ursachen klar werden. Denn nur wer den Auslöser kennt, wird das RLS auch bekämpfen können.

Bei den RLS-Ursachen unterscheiden Mediziner nach Formen. Während bei der primären Form die Ursachen oftmals in der Familienanamnese und einem gestörten Dopamin-Eisen-Stoffwechsel im Gehirn zu suchen sind, hat die sekundäre Form des Restless Legs Syndroms folgende Ursachen:

• Eisenmangel
• beeinträchtigte oder gestörte Nierenfunktion
• Erkrankung des peripheren Nervensystems
• Mangel an Folsäure
• Vitamin B12 Mangel
• Funktionsstörungen der Schilddrüse
• Lumbalanästhesie
• Nebenwirkung bestimmter Medikamente
• Rauchen
• mangelnde Bewegung
• ungesunde Ernährung
• übermäßiger Alkoholkonsum

Sehr häufig entsteht gerade bei Frauen das Restless Legs Syndrom während der Schwangerschaft. Doch in diesem Fall verliert es sich nach der Entbindung auch wieder ebenso schnell, wie es aufgetreten ist.

Welche Symptome gehen mit dem RLS einher?

Die Symptome beim Restless Legs Syndrom, die an einen sehr nervösen Unruhezustand erinnern, treten vornehmlich in den Ruhephasen auf. Deswegen verspüren Betroffene hauptsächlich nach dem Zubettgehen, diesen unheimlichen Bewegungsdrang in den Beinen.

In den meisten Fällen beginnt es mit Empfindungen wie Kribbeln, Brennen, Stechen, Klopfen oder Brodeln in den Beinen. Es ist schwer zu erklären und scheint tief aus dem Inneren der Extremitäten zu kommen. Sofern es nicht von selbst zu unkontrollierten Zuckungen der Gliedmaßen kommt, hilft es den Betroffenen, wenn sie die Beine massieren oder auch bewegen. Je nach Ausprägung hilft das aber nur für einen sehr kurzen Zeitraum.

Durch die gestörte Einschlafphase kommt es daher zusätzlich zu ganz typischen Auswirkungen wie bei anderen Schlafstörungen auch. Das bedeutet, dass die tiefe Entspannungsphase sehr viel später einsetzt und letztendlich zu kurz sein wird. Daraus folgen in erster Linie die Tagesmüdigkeit, die unmotivierte Tagesform und die verminderte Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit am nächsten Tag. Hinweis:

Das Restless Legs Syndrom kann in jedem Alter auftreten. Allerdings ist die primäre Form, also jene, die auf genetischen Ursachen beruht, eine fortschreitende Erkrankung. Die Beschwerden können hier also zunehmen. Die sekundäre Form jedoch ist gut behandelbar und verschwindet meist von selbst, wenn die auslösenden Ursachen beseitigt wurden.

Welche Therapieformen gibt es?

Zunächst einmal gilt es beim Restless Legs Syndrom, dass die Form und die Ursachen erforscht werden. Das bedeutet, dass ein erfahrener Arzt erst einmal durch die Anamnese, eine umfassende körperliche Untersuchung und entsprechenden Blutuntersuchungen feststellt, ob es sich um eine genetisch bedingte Erkrankung oder doch um die sekundäre Form handelt.

Tipp: Da es sich beim Restless Legs Syndrom um eine neurologische Erkrankung handelt, ist es durchaus empfehlenswert, auch einen Neurologen bei der Diagnose und für die Therapie hinzuzuziehen.

Liegt beispielsweise ein Mangel an Eisen, Folsäure oder Vitamin B12 vor, der auf die sekundäre Form hinweist, ist damit schnell auch die Ursachenforschung abgeschlossen und kann mit entsprechenden Präparaten auf das RLS eingewirkt werden.

Ist eine genetische Veranlagung dafür verantwortlich, dass die Beine abends einem unkontrollierten Bewegungsdrang ausgeliefert sind, wird der Arzt mit nicht ergolinen Dopaminagonisten die Schlaf- und Lebensqualität verbessern.

Was kann man selbst dagegen tun?

Neben der unter ärztlichen Kontrolle stattfindenden Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder auch Medikamenten können Betroffene in jedem Fall auch selbst einiges tun, um die Schlafqualität wieder zu erhöhen und die Symptome ein wenig zu minimieren. Vornehmlich bei der sekundären Form des Restless Legs Syndroms hilft es, wenn man die nachfolgenden Dinge beachtet:

1. Der eigene Schlafrhythmus sollte weitestgehend eingehalten werden: Soweit es möglich ist, sollte man also immer zur gleichen Zeit schlafen gehen und zur gleichen Zeit wieder aufstehen.

2. Ausreichend Bewegung, Wechselduschen und Massagen: Der Tagesablauf sollte also regelmäßige Bewegung, möglichst in Verbindung mit entsprechenden Dehnungsübungen, Wechselduschen und Beinmassagen enthalten. Idealerweise verfestigt sich hier ein Ritual, welchem man folgen sollte, auch wenn man vielleicht gerade beschwerdefrei ist.

3. Verzicht auf Genussmittel: Da sich übermäßiger Alkohol- und Koffeingenuss ebenso nachteilig auswirken, kann wie das Rauchen und zu viel Schokolade, sollte auf diese Genussmittel weitestgehend verzichtet werden.

4. Ablenkung kann im akuten Fall helfen: Gerade wenn es abends zum Restless Legs Syndrom kommt, kann man sich mit Lesen, Puzzeln oder auch anderen geistigen Aktivitäten gut ablenken. Wichtig ist hierbei, dass man sich auf etwas geistig konzentriert, damit es körperlich nicht zum unkontrollierten Bewegungsdrang kommt.

5. Stressabbau auf der ganzen Linie: Stress ist generell nicht gut für das körperliche Wohlbefinden. Doch gerade im Hinblick auf das RLS ist Stressabbau überaus sinnvoll. Hier können abendliche Entspannungsrituale wie Meditation, Autogenes Training oder auch Yoga zum Beispiel eine sehr wertvolle Hilfe sein.

Fazit

Am Restless Legs Syndrom zu leiden, kann verschiedene Ursachen haben. Während es sich bei einer genetischen Veranlagung um eine dauerhafte neurologische Erkrankung handelt, bei welcher in der Regel nur eine Medikamententherapie Aussicht auf Verbesserung verspricht, kann es bei der sekundären Form von RLS oftmals reichen, Mangelerscheinungen auszugleichen und Stress abzubauen. Massagen, Wechselduschen, Bewegung und eine gesunde Lebensführung können die Symptome schnell abklingen lassen.

Für alle Betroffenen ist das abendliche Kribbeln in den Beinen und Füßen mit einem seltsam unkontrollierbaren Bewegungsdrang verbunden, der nicht nur unangenehm ist, sondern zudem die Einschlafphase massiv beeinträchtigt. Nicht selten sind die Folgen Schlafstörungen, die sich dann auch tagsüber bemerkbar machen.

Neurologen und Schlafmediziner können im Rahmen der Diagnose die Ursachen feststellen und dementsprechende Therapien verordnen. Nur so kann die Lebensqualität und die Qualität des Schlafes wieder optimiert werden. Wichtig sind hier zudem regelmäßige Zubettgehzeiten und im akuten Fall richtige Ablenkungsmanöver.

Foto: © juniart #84029382 adobe.stock.com

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