Rückenschmerzen beim Schlafen – was hilft wirklich?

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Wenn es im Rücken schmerzt, wird die Nachtruhe schnell zur nervlichen Belastungsprobe. An einen erholsamen Schlaf ist mit diesen Beschwerden kaum zu denken, zumal sich daran im Liegen in der Regel nichts ändert. Doch es gibt einiges, was Sie tun können, um Rückenschmerzen beim Schlafen zu vermeiden.

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Rückenschmerzen beim Schlafen? - Ursachen und Hilfsmittel

Paar mit Rücken und Nackenschmerzen

Es muss nicht immer gleich an einen Bandscheibenvorfall oder irreparable Verschleißerscheinungen gedacht werden, wenn Rückenschmerzen beim Schlafen auftreten.

Die häufigsten Ursachen für gelegentliche Schmerzen im Rücken liegen meist an folgenden Ursachen:

  • Verspannungen
  • geschwächte Rückenmuskulatur
  • bewegungsarmer Alltag
  • vorwiegend sitzende Tätigkeit im Berufsleben
  • ungünstige oder einseitige Körperhaltungen
  • überbeanspruchte Sehnen, Bänder, Muskeln und Gelenke
  • ungünstige Bettausstattung
  • falsche Schlafposition

Um die natürliche Regenerierung über Nacht gewährleisten zu können, braucht es den Schlaf. Doch gerade ein schmerzender Rücken kann dabei hinderlich sein. Es gilt also in erster Linie diese Ursachen zu erkennen und anschließend zu beseitigen.

Was können Sie tun, um Rückenschmerzen vorzubeugen?

Das kann durch eine bewusste Lebensführung einfach geschehen. Sollten Sie eine überwiegend sitzende Tätigkeit ausüben, sorgen Sie am besten für einen Ausgleichssport, bei dem Sie Ihre Rückenmuskulatur stärken. Verspannungen lassen sich oft leicht durch entsprechende Gymnastik oder auch Physiotherapie beseitigen.

Hinweis: Ein regelmäßiges Rückentraining kann die Rückenmuskulatur nicht nur stärken, sondern verhindert auch unbewusste Schonhaltungen. Gerade wer an Schmerzen im Rücken leidet, neigt fast immer dazu, ganz unbewusst eine andere Körperhaltung einzunehmen, um diesem Schmerz zu entgehen. Das ruft neue Verspannungen auf den Plan, die dann mindestens ebenso schmerzhaft sein können. Ist Ihr stressiger Arbeitsalltag daran schuld, dass sich Ihr Rücken verspannt und wehtut, dann kann ein erholsames und belebendes Bad vor dem Schlafengehen helfen. Ein Kräuterbad mit Melisse zum Beispiel kann wahre Wunder bewirken.

Bettausstattung und Schlafposition tun ihr Übriges

Neben einer ausreichenden Bewegung können eine optimale Bettausstattung wie die richtige Matratze bei Rückenschmerzen und die richtige Schlafposition dafür sorgen, dass Sie beim Schlafen nicht mehr von Rückenschmerzen geplagt werden.

Sollten die Schmerzen im Rücken bereits vor dem Zubettgehen auftreten, kann mit der richtigen Schlafposition und der auf die persönlichen Bedürfnisse angepassten Bettausstattung für Entspannung gesorgt werden.

Schlafender Mann

Was gehört zu einer optimalen Bettausstattung?

Nicht nur dann, wenn es zu regelmäßigen Rückenschmerzen kommt, sollte über eine optimale Bettausstattung nachgedacht werden. Um jede Nacht zu einem gesunden und erholsamen Schlaf zu finden, braucht es neben der angepassten und funktional hochwertigen Matratze auch einen geeigneten Lattenrost. Dieser sollte nicht nur der Liegefläche selbst den nötigen Halt geben, sondern auch die Funktionalität der Matratze vorteilhaft unterstützen.

Es steht zudem außer Frage, dass das Bett oder die Liegefläche immer die richtige Größe haben sollte. Hat man zu wenig Platz, liegt man schnell in einer völlig unbequemen Haltung und verspannt Muskeln und Gelenke. Da bleiben Rückenschmerzen beim Schlafen nicht aus.

Matratze und Lattenrost

Zu einer optimalen Bettausstattung gehört:

    • eine Matratze, die den persönlichen Ansprüchen und Bedürfnissen entspricht
    • eine Matratze, die den richtigen Härtegrad hat und auf das eigene Körpergewicht abgestimmt ist
    • Bettzeug, welches dem eigenen Schlafverhalten angepasst ist
    • ein stabiles Bettgestell, welches mindestens 30 Zentimeter länger sein sollte, als die eigene Körperlänge
    • eine ausreichend breite Liegefläche von mindestens 90 Zentimeter pro Person
    • ein passender Lattenrost, der die funktionale Qualität der Matratze unterstützt und Rücken und Gelenke gleichzeitig mit stützt

Wenn Rückenschmerzen beim Schlafen ein Thema sind, kommt es auf den richtigen Matratzentyp, den optimalen Härtegrad und den dazu passenden Lattenrost an. Nur auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass die Wirbelsäule ausreichend gestützt wird und Gelenke schonend gebettet werden können.

Tipp: Nutzen Sie eine fachliche Beratung, wenn es um Ihre Bedürfnisse und die darauf abgestimmte Bettausstattung geht. Beim richtigen Härtegrad der Matratze oder dem dazu passenden Lattenrost können vom Laien schnell Fehlentscheidungen getroffen werden. Die Folge sind verspannte Muskeln, schmerzende Gelenke und unruhige Nächte.

Wie sollte die Liegefläche bei Rückenschmerzen beschaffen sein?

Prinzipiell sollte eine Liegefläche, also eine Matratze, immer den persönlichen Bedürfnissen und Ansprüchen angepasst sein. Niemals umgekehrt!

Wer unter starken Rückenschmerzen leidet, sollte sich eine Qualitätsmatratze auswählen, die weich genug ist, um bestimmte Körperregionen einsinken zu lassen.

Dennoch sollte es aber die Matratze ermöglichen, dass die Muskulatur und die Gelenke im Schlaf ausreichend gestützt werden. Auf diese Weise kann sich die Rückenmuskulatur über Nacht soweit entspannen, dass das Aufstehen zur Qual wird.

Wichtig: Je älter der Schläfer ist, desto weicher sollte die Matratze sein!

Selbst wenn man jahrelang auf einer härteren Liegefläche gut geschlafen hat, kann diese im Alter ein Problem darstellen. Die Muskulatur verändert sich im Laufe der Lebensjahre, daher kommt mit zunehmenden Alter oftmals eine erhöhte Druckempfindlichkeit dazu, die mit einer härteren Liegefläche gesundheitliche Probleme verursachen kann.

Zudem bringt es das Alter mit sich, dass auch Gelenke nicht mehr so vorbehaltslos alles mitmachen. Deswegen sollte eine weichere Matratze mit Stützfunktion gewählt werden.

TIPP: Wählen Sie immer eine Matratze, die Ihren Ansprüchen und Bedürfnissen entspricht. Dabei spielen neben dem Alter auch das Körpergewicht, mögliche Erkrankungen, Körperbau und die individuellen Schlafgewohnheiten eine große Rolle.

Schlafende Frau

Welche Schlafposition ist die richtige?

Menschen und ihre Schlafgewohnheiten unterscheiden sich ganz generell. Während der eine wunderbar auf der Seite schlafen kann, wird der nächste die Bauchlage bevorzugen und damit keine Probleme haben. Im Hinblick auf die befürchteten Rückenschmerzen beim Schlafen kann die optimale Schlafposition jedoch durchaus entscheidend sein.

  1. Schlafen in der Rückenlage: Diese Schlafposition zählt zu den rückenfreundlichsten Positionen. Hier können Sie vor allem bei akuten Rückenschmerzen mit einem weichen Kissen unter den Kniegelenken für eine zusätzliche Entlastung des belasteten Lendenwirbelbereiches sorgen. -> Achten Sie darauf, dass das Kissen nicht zu dick ist, damit Ihre obere Wirbelsäule nicht zu stark geknickt wird. Mit einem speziellen Nackenkissen können Sie für ein entspanntes Liegegefühl im Bereich von Hals und Schultern sorgen.
  2. Schlafen auf dem Bauch: Wer unter Rückenschmerzen leidet, wird bei dieser Schlafposition den Schmerz noch verstärken. In dieser Position macht man automatisch ein Hohlkreuz, was keineswegs zur Entspannung führt. -> Mit einem Kissen unter dem Bauch kann man einiges ausgleichen. Dadurch wird der Rücken nicht allzu sehr durchgedrückt und in eine unnatürliche Haltung gebracht.
  3. Schlafen in der Seitenlage: Diese Schlafposition ist bei Rückenschmerzen nicht optimal. In dieser Lage wird die Wirbelsäule zu einer Seite hin durchgedrückt, so dass sich das Becken in eine Schiefstellung bewegt. Auf diese Weise lässt sich die angespannte Rückenmuskulatur nicht entlasten. -> ein Seitenschläferkissen, das zwischen die Knie genommen wird, kann dabei helfen, das Becken wieder gerade zu schieben. Zudem kann mit einem etwas dünneren Kissen der Bereich um die Taille zusätzlich gestützt werden.

Im Mittelpunkt sollte immer das persönliche Bedürfnis stehen

Damit das eigene Bett nicht zur nächtlichen Folterkammer wird, sollte bei der Bettausstattung immer das persönliche Bedürfnis im Mittelpunkt stehen. Sparen Sie nicht an der Qualität der Matratze, sondern entscheiden Sie sich für die Liegefläche, die auch ihren Rückenbeschwerden die besten Chancen bietet, Vergangenheit zu werden.

Neben der optimalen Bettausstattung ist es oftmals die falsche Schlafposition, die schnell zu zusätzlichen Verspannungen und Rückenproblemen führen kann. Idealerweise schlafen Sie auf dem Rücken.

Auch in der Bauch- und Seitenlage kann man mit einigen Tricks die richtige Lage einnehmen, um sich und dem Rücken Entspannung zu bieten. Darüber hinaus kann eine gewisse Vorsorge niemals verkehrt sein. Ein durch ausreichend Bewegung gestärkter Rücken wird Sie in Zukunft gänzlich ohne Schmerzen entzücken.

Sicherlich gehören Rückenschmerzen nicht wirklich zu den Dingen im Leben, die es uns ermöglichen, einen erholsamen Schlaf zu genießen. Wer einmal damit zu tun hatte und selbst auf einer hochwertigen Matratze nicht wirklich zum Schlafen gekommen ist, wird sich schnell an die alten Empfehlungen und Volksweisheiten erinnern, dass man sich ein Brett ins Bett legen sollte.

Ist ein Brett im Bett bei Rückenschmerzen wirklich die ideale Lösung? Oder handelt es sich dabei eher um einen Mythos aus längst vergangenen Tagen, in denen man noch nicht sonderlich viel von der Schlafmedizin und gesunden Liegepositionen wusste?

Woher stammt die Volksweisheit Brett im Bett bei Rückenschmerzen?

Im Grunde handelt es sich wohl weniger um eine Weisheit, als vielmehr um einen Notbehelf aus längst vergangenen Tagen. Der Ausspruch hat seinen Ursprung in den Zeiten, als es nur Federkernmatratzen gab, die auf einem eher nachgiebigen Lattenrost aus Metall lagen. Diese Metallroste gaben im Laufe der Zeit nach und hingen durch, so dass man wohl eher wie in einer Hängematte geschlafen hat, anstatt auf einer stützenden Liegefläche.

Die Matratzen aber, die bei einem so überstrapazierten Metallrost mit durchhingen, neigten zu einer starken Kuhlenbildung.

Durchaus nachvollziehbar also, dass man bei einer solchen Bettausstattung am Morgen mit größeren Rückenschmerzen aufstand, als man abends zu Bett ging.

Um ein wenig Linderung für malträtierte Rücken zu schaffen, wurde kurzerhand ein Brett unter die Matratze geschoben.

Heute wissen wir, dass nicht das Brett dafür verantwortlich war, dass die Rückenschmerzen etwas nachließen. Sondern einzig die Tatsache, dass die Matratze auf diese Weise wieder etwas mehr von unten gestützt wurde und so eine bequemere Liegeposition ermöglichte.

Mann mit Rücken- und Nackenschmerzen

Was passiert, wenn die Unterlage so hart wie ein Brett ist?

In erster Linie ist eine brettharte Unterlage zum Schlafen gänzlich ungeeignet. Wenn der Körper nicht bis zu einem gewissen Punkt in die Matratze einsinken kann, muss die Rückenmuskulatur entlang der Wirbelsäule diese Stützfunktion übernehmen.

Dadurch kann sie sich nicht richtig entspannen und das Resultat liegt auf der Hand: Der Rücken schmerzt bereits beim Aufstehen.

Schlechte Schlafposition: Seitenschläfer

Eine zu harte Unterlage hat noch ganz andere Folgen:

  • Der Bereich um die Taille liegt bei solch einer brettharten Liegefläche nicht auf, somit kann die Rückenmuskulatur niemals entspannen.
  • Da der Schulterbereich in der Seitenlage nicht einsinken kann, wird sie nach innen verdreht, was zusätzliche Verspannungen bis zur Nackensteifheit mit sich bringt.
  • Das Becken kann bei einer brettharten Unterlage nicht einsinken, weswegen man unbewusst in eine leichte Bauchlage rutscht und die Lendenwirbelsäule dadurch stark verdreht wird.
  • Die Durchblutung wird massiv gestört. Die Körperbereiche, die auf der harten Unterlage aufliegen, werden regelrecht auf die harte Liegefläche gepresst, was dazu führt, dass Arme und Beine „einschlafen“ und zu kribbeln beginnen.

Es wird deutlich, dass mit einem Brett im Bett die Rückenschmerzen nicht verschwinden, sondern im Gegenteil noch schlimmer werden.

Brett im Bett? Keine gute Idee!

Das Brett im Bett hilft also nicht wirklich gegen Rückenschmerzen. Es handelt sich um einen Mythos, der in grauen Vorzeiten eher ein Notbehelf war, da die Bettausstattungen in dieser Zeit nicht wirklich optimal waren.

Ein Brett im Bett führt zu noch mehr Rückenschmerzen und weiteren Verspannungen. Darüber hinaus können auch schmerzhafte Durchblutungsstörungen die Folge sein. Von daher ist von einem Experiment mit Brett im Bett abzuraten.

Idealerweise sorgt man besser für eine den eigenen Bedürfnissen angepasste Matratze, die den Körper tief genug einsinken lässt, um über Nacht die Muskulatur und die Gelenke optimal zu stützen. Nur auf diese Weise kann die Rückenmuskulatur weit genug entspannen, um das Aufstehen am nächsten Morgen zu erleichtern.

Darüber hinaus ist in diesem Zusammenhang auch immer der passende Lattenrost wichtig. Er unterstützt die vorteilhaften Eigenschaften einer guten Matratze, was sich schlussendlich auch in einem entspannten Schlaf widerspiegelt.

Wichtig ist bei der Auswahl, die Matratze entsprechend dem Alter, des Körpergewichtes, der Schlafgewohnheiten sowie möglicher körperlicher Einschränkungen auszuwählen.

Darüber hinaus sollte bei Rückenschmerzen niemals außer Acht gelassen werden, dass allein die Matratze die Schmerzen im Rücken nicht wegzaubern kann. Hier sollte zusammen mit dem Orthopäden und einem guten Physiotherapeuten auf Ursachenforschung gegangen werden.

Mittels einem speziellen Rückenschulprogramm, auf die Erkrankung abgestimmte Sportarten und Behandlungen beim Physiotherapeuten können Rückenschmerzen nachhaltig bekämpft werden. Wenn dann noch die Matratze diese Aktionen unterstützt, wird der Schlaf wieder zu dem, was er sein soll: Entspannend und erholsam auf der ganzen Linie!

Ein Bereich des Körpers, der nicht unter die allgemeinen Rückenschmerzen fällt, sondern eine „Sonderstellung“ einnimmt, ist der Ischiasnerv.

Typisch für Rückenprobleme in diesem Bereich sind plötzlich auftretende, stechende Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich. Sie sind nicht nur unangenehm und schmerzhaft, sondern beeinträchtigen die Betroffenen stark.

Welche Ursachen Ischiasbeschwerden haben können und wie Sie die Ischiasschmerzen möglichst schnell wieder loswerden, haben wir einmal etwas näher unter die Lupe genommen.

Lattenrost

Wo verläuft der Ischiasnerv?

Der Ischiasnerv ist der dickste Nerv im menschlichen Körper. Werfen wir einen kurzen Blick auf den Verlauf des Ischiasnervs.

Er entspringt der Lendenwirbelsäule, ist direkt an das Rückenmark angebunden und zieht sich am Gesäß entlang über den hinteren Oberschenkel und das gesamte Bein hindurch, wobei er sich ab der Höhe des Knies in mehrere Verästelungen aufteilt, die bis in den Fuß reichen.

Je nachdem, wo genau der Ischiasnerv entzündet ist, verlaufen die Schmerzen über den hinteren äußeren Oberschenkel zum vorderen Unterschenkel bis in den Knöchel oder durch die Oberschenkelrückseite durch die Kniekehle und bis in den Fuß.

Die Aufgabe des Ischiasnervs im menschlichen Körper

Nur die wenigsten kennen die Aufgabe dieses Nervs, der uns hin und wieder um den Schlaf bringen kann, weil er so stark schmerzt. Er ist dafür verantwortlich, dass wir in den Beinen etwas fühlen können. Er leitet zum einen die Befehle des Gehirns hinsichtlich unserer Motorik und Fortbewegung über das Rückenmark an unsere Beine und Beinmuskulatur weiter.

Auf der anderen Seite übermittelt dieser Nerv Gefühlswahrnehmungen über die Beine an das Rückenmark. Er nimmt eine sehr zentrale Rolle ein, der Ischiasnerv. Umso deutlicher schränkt er uns in unseren Bewegungsabläufen ein, wenn er einmal überreizt ist und stark schmerzt.

Hinweis: Ein schmerzender Ischiasnerv ist nicht automatisch ein Hexenschuss!

Unterschiede zwischen Schmerzen am Ischiasnerv und dem Hexenschuss

Auch wenn es häufig so ist, dass beide gleichzeitig auftreten können und die beiden tatsächlich ähnliche Symptome und einen gemeinsamen Auslöser haben, ist beides nicht gleichzusetzen.

Hexenschuss und der Unterschied zu Ischiasbeschwerden:

Ischias Hexenschuss
plötzlich auftretender ausstrahlender Schmerz im Lendenwirbelbereich, bei dem eine Reizung und Entzündung der Spinalnerven (auch Rückenmarksnerven genannt) zugrunde liegt, die bis in den Fuß abstrahlen kann plötzlich auftretender Schmerz, der einseitig im Lendenwirbel-Bereich auftritt, jedoch nicht ausstrahlt und bei dem eine Irritation der Wirbelsäulen-Nerven auftritt

Je nachdem, welche Beschwerden vorliegen, unterscheidet sich die Behandlung. Liegt eine Entzündung am Ischiasnerv (Ischialgie) vor, gibt es je nach Stärke der Ischiasbeschwerden verschiedene Methoden.

Die einfachste Art der Ischias-Behandlung kann selbst vorgenommen werden, indem man sich selbst ein Stufenbett baut und sich schont. Zusätzlich können Medikamente, manuelle Therapie und Schmerzmittel verordnet werden.

In Härtefällen können zur Ischias-Behandlung sogar opioide Schmerzmittel verordnet werden, was mit strenger ärztlicher Überwachung einhergeht, schlimmstenfalls muss eine Operation angeordnet werden.

Ursachen einer Ischias-Entzündung

Steifer Rücken

Auch wenn es sich für viele so anhört und anfühlt, aber Ischias ist keine eigenständige Erkrankung. Vielmehr ist es die Begleiterscheinung, die verschiedene Ursachen haben kann:

  • schnelle und unübliche Bewegungen, die oft in Zusammenhang mit einem falschen Heben und Tragen von schweren Gegenständen stehen
  • Fehlbelastungen oder großer Bewegungsmangel, wodurch ein Bandscheibenvorfall oder eine Bandscheibenvorwölbung entstehen können
  • zu hohe Muskelverspannungen, die dauerhaft zu einer degenerativen Verengung des Wirbelkanals führen können, wodurch der Ischiasnerv eingeklemmt werden kann.
  • arthritische Krankheitsbilder der Wirbelsäule, welche durch den Verschleiß der Bandscheibe ausgelöst werden können und wiederum zu einer erhöhten Muskelverspannung führen
  • falsche Körperhaltung oder eine Überdehnung der Wirbelsäule. Dadurch können sich einzelne Wirbel verschieben, so dass zum Beispiel der Ischiasnerv eingeklemmt wird.
  • dauerhaft sitzende Tätigkeiten. Sie können dazu führen, dass der Piriformis-Muskel stark verspannt ist und dadurch den Ischiasnerv ständig reizt.

Schmerzen im Ischias in der Schwangerschaft sind keine Seltenheit. Durch die Schwangerschaft verlagert sich der Körperschwerpunkt, so dass die Gesäßmuskulatur zusätzlich und stärker belastet wird.

Nur in seltenen Fällen kann ein spinaler Tumor die Ursache für einen schmerzenden Ischias sein. Häufig tritt der abrupte und stechende Schmerz dann auf, wenn man etwas Schweres falsch angehoben oder getragen hat und gleichzeitig den Oberkörper schnell bewegt hat.

Auch einseitige und ungewohnte Drehungen im Oberkörper können einen Ischias-Schmerz auslösen, der sich durch Husten, Niesen oder Toilettengänge blitzartig verstärken können.

Ischias-Symptome

Es liegt in der Natur der Sache, dass Menschen den Schmerz im Rücken unterschiedlich wahrnehmen. Um den stechenden Schmerz im Lendenwirbelbereich richtig zuordnen zu können, sind die folgenden für Ischias typischen Symptome eine Orientierung:

  • stechender Schmerz, der vom Lendenwirbelbereich über das Gesäß bis in die Beine ausstrahlt
  • Lähmungserscheinungen, starkes Kribbeln oder ein brennender Schmerz können in den betroffenen Körperregionen auftreten
  • Schmerzen werden von starken Muskelverspannungen begleitet
  • meistens schmerzt eine Gesäßhälfte besonders stark und langanhaltend
  • ein ausgestrecktes Bein oder ein angehobener Fuß verstärken den Schmerz im Lendenwirbelbereich

Mann mit Rückenschmerzen

Die Folge ist immer eine Einschränkung der allgemeinen Beweglichkeit. Zudem nehmen Betroffene nahezu sofort eine Schonhaltung ein, um den Schmerz erträglicher werden zu lassen.

Mit Schonhaltung ist gemeint, dass der Oberkörper leicht schief gehalten wird und/oder das schmerzende Bein angewinkelt und nach außen gedreht wird. Diese Schonhaltung macht es am Ende noch schlimmer. Es verspannen sich Muskelgruppen dauerhaft und lösen am Ende einen neuen Schmerz aus.

Tipps für die Schmerzlinderung

Grundsätzlich ist es immer zu empfehlen, den Arzt aufzusuchen, wenn der Ischiasnerv eingeklemmt, entzündet ist und schmerzt. Hinzu kommen immer vorbeugende Maßnahmen, damit es erst gar nicht so weit kommt.

So ist stets auf das richtige Anheben und Tragen von Lasten zu achten. Zudem ist ausreichend Bewegung immer gut, damit die Rücken- und Beinmuskulatur von Haus aus gut gestärkt ist.

Wichtig ist bei Ischiasbeschwerden ebenso wie bei einer Wirbelsäulenerkrankung allgemein, dass die Bewegungen zur Schmerzlinderung sanft stattfinden. Ein absolutes Powertraining ist der falsche Weg!

Stattdessen sollten Sie:

  • Nicht länger als ein bis zwei Tage liegend verbringen. Das kann am Anfang vielleicht entspannend wirken, aber für den Heilungsprozess ist es nicht förderlich. Tatsächlich kann sich die verspannte Muskulatur im Lendenwirbelbereich auf diese Weise nicht lockern. Darüber hinaus werden durch die fehlende Bewegung Muskeln und Bänder zusätzlich geschwächt.
  • Die üblichen Tätigkeiten und Bewegungsabläufe sollten so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden, jedoch nur so weit, wie es der schmerzende Ischias zulässt.
  • Langsame Spaziergänge oder Schwimmen können die Ischias-Behandlung des Arztes sinnvoll unterstützen und den Heilungsprozess fördern. Bei dieser Bewegung und leichter sportlicher Betätigung sollte immer auf ein sanftes Level geachtet werden, welches man langsam steigern sollte.
  • Führen Sie den betroffenen Bereichen Wärme zu, indem Sie sich beispielsweise in Ruhephasen auf ein warmes Körnerkissen legen. Hier wird zusätzlich ein leichter Druck ausgeübt, was dabei hilft, den Ischiasnerv zu lösen und die Muskeln zu lockern. Ein Besuch in der Sauna oder ein warmes Bad lindern die Schmerzen. Das Badewasser kann zum Beispiel mit Rügener Heilerde angereichert werden, die die Wärme besonders gut speichert.
  • Kneipp´sche Güsse sind ideal, um die Schmerzen schneller zu lindern. Dazu wird entweder über spezielle Massagedüsen in der Armatur der Dusche oder mit dem Schlauch der Dusche ohne Duschkopf zunächst ein lauwarmer Wasserstrahl auf die schmerzende Stelle gerichtet. Dann wird die Wassertemperatur solange erhöht, wie man sie aushält. Anschließend ins Bett legen und schwitzen: Das wirkt Wunder.
  • Nutzen Sie die Möglichkeiten, um Krankengymnastik und Rückenschule durchzuführen, um den Ischiasnerv zu lösen und die Muskulatur gleichermaßen zu lockern und zu stärken. Im Fitnessstudio können Angebote zum Kiesertraining sinnvoll sein.

Hinweis: Achten Sie bei der Arbeit schon vorbeugend auf die richtigen Körperhaltungen. Das betrifft nicht nur das Heben und Tragen, sondern auch die richtige Sitzhaltung. So kann der schmerzende Ischias unter Umständen schon gut ausgeschlossen werden.

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Der Autor:

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Oliver

„Schlaf ist für Menschen lebenswichtig. Im Schlaf entspannt und erholt sich der ganze Körper, das Immunsystem schöpft neue Kraft und die Seele verarbeitet Erlebtes. Wer nachts gut schläft, ist tagsüber fit und leistungsfähig."

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