Schlafapnoe - guter Schlaf dank Marihuana?

Bei Schlafapnoe gut schlafen mit Hilfe von Marihuana?

Hilft Marihuana bei Schlafapnoe?Wohl kaum einer kann sich vorstellen, wie belastend es sein kann, unter Schlafapnoe zu leiden. Zumindest niemand, der nicht davon betroffen ist. Denn diese nächtlichen Atemaussetzer rauben nicht nur den gesunden Schlaf, sondern sind durchaus auch sehr gesundheitsgefährdend.

Zudem fühlen sich Betroffene am nächsten Tag nur wenig ausgeruht, stoßen schneller an ihre persönlichen Leistungsgrenzen und fühlen sich unheimlich schlapp und müde. Doch kann Marihuana tatsächlich dazu beitragen, besser zu schlafen und weniger von den gefährlichen Atemaussetzern betroffen zu sein? Wir sind der Sache einmal auf den Grund gegangen.

Was genau ist Schlafapnoe?

Bevor man sich damit beschäftigt, ob Marihuana tatsächlich gegen Schlafapnoe hilft, sollte man zunächst verstehen, was genau damit gemeint ist. Unter einer Schlafapnoe versteht man nächtliche Aussetzer der Atmung, die bis zu 50-mal pro Nacht für eine Sekunden oder gar Minuten auftreten können.

Die häufigsten Symptome sind dabei:

• lautes, aber unregelmäßiges Schnarchen
• Aussetzen der Atmung, während des Schlafes
• verstärktes Schwitzen in der Nacht
• wenig erholsamer Schlaf
• Tagesmüdigkeit
• Kopfschmerzen
• geringe Konzentrations- und Leistungsfähigkeit tagsüber
• Depressionen
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Hinweis: Die Symptomatik zeigt sich bei Frauen und Männern unterschiedlich. Während es bei männlichen Betroffenen recht deutlich zutage tritt, dass sie unter einer Schlafapnoe leiden, sind die Symptome bei Frauen häufiger weniger deutlich erkennbar. Dadurch wird eine Schlafapnoe bei Frauen oftmals nicht früh genug erkannt.

Was kann man gegen nächtliche Atemaussetzer tun?

Ob man tatsächlich unter einer Schlafapnoe leidet, kann im Endeffekt nur ein Mediziner herausfinden. Häufig geschieht die endgültige Diagnose in einem Schlaflabor. Behandelt wird die Schlafapnoe üblicherweise mit speziellen Apparaturen, welche die nächtliche Atmung unterstützen. Aber auch chirurgische Eingriffe und andere Hilfsmittel sind denkbar.

Fast schon als Standard-Therapie gilt heutzutage die CPAP-Behandlung, bei welcher die Atmung mithilfe von Überdruck unterstützt wird. Dazu wird eine sogenannte Schlafmaske eingesetzt, die der Betroffene in der Nacht tragen muss.

Hinweis: Eine unbehandelte Schlafapnoe kann zu schweren gesundheitlichen Folgen, wie zum Beispiel Diabetes, Herzerkrankungen, kognitiven Störungen und chronischer Schläfrigkeit führen.

Die Betroffenen selbst können aber auch einiges tun, um die nächtlichen Atemaussetzer zu minimieren. In erster Linie sind das Dinge, die mit der allgemeinen Schlafhygiene zu tun haben, und welche das Ein- und Durschlafen ganz allgemein verbessern können. Dazu zählen:

• anregende Getränke und Alkohol sollten möglichst bis zu vier Stunden vor dem Schlafen nicht mehr getrunken werden
• auch schwere und üppige Mahlzeiten sollten weit vor den Zeitpunkt des Zubettgehens geschoben werden
• rauchen sollte möglichst ganz unterlassen werden, oder zumindest vor allem am Abend sehr stark reduziert werden
• das Schlafzimmer sollte optimale Raumtemperaturen aufweisen und gut abgedunkelt sein
• im Zimmer sollten zudem keine störenden technischen Geräte laufen und schon gar nicht nah am Bett stehen

Tipp: Alkoholgenuss führt zu einer allgemeinen Erschlaffung der Atemmuskulatur, wodurch eine Schlafapnoe zusätzlich verstärkt wird.

 

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Wie wirkt Marihuana bei Schlafapnoe?

Da es gegen die nächtlichen Atemaussetzer keinerlei medikamentöse Behandlung gibt, haben sich Forscher der Northwester Medicine Klinik und der University of Illinois in Chicago im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie damit beschäftigt, inwieweit Marihuana eingesetzt werden könnte. Zunächst einmal wurde durch diese Studie bestätigt, dass die Schlafapnoe nicht allein ein physisches Problem darstellt, also aufgrund verengter Atemwege auftritt.

Offensichtlich liegen bei manchen Betroffenen die Ursachen auch im psychischen Bereich, also direkt im Gehirn. Bei den Probanden, denen im Rahmen der Studie Dronabinol, einen Wirkstoff der Hanfpflanze, verabreicht wurde, stellten die Forscher eine Wirkung im Gehirn fest. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass durch die Gehirntätigkeit die Atemwegsmuskulatur geregelt und gesteuert werde.

Das Dronabinol aber verbessert diese Kommunikation zwischen Gehirn und Atemwegsmuskulatur, wodurch es bei der Studie weitaus weniger Atemaussetzer gab. Medizinisches Marihuana kann also durchaus positiv wirken. Auch wenn noch längst nicht alle Studien in diesem Bereich abgeschlossen sind, steht jetzt schon fest, dass dieses Präparat die unmittelbaren Symptome einer Schlafapnoe lindern und minimieren kann. Das bedeutet für den Konsum von Marihuana folgendes:

• die Schlafqualität nimmt zu
• die Schlafunterbrechungen werden geringer
• die Probleme beim Einschlafen nach nächtlichen Aufwachphasen werden weniger
• tagsüber eingenommen können zudem Stimmungsschwankungen weniger stark auftreten

Hinweis: Bei allen Studien und vorläufigen Forschungsergebnissen liegt immer die Einnahme von medizinischem Cannabis vor.

Kann man jedes Marihuana bzw. Cannabis verwenden?

Es wäre wohl zu einfach, wenn man einfach vor dem Schlafen Marihuana  konsumiert, um vor Atemaussetzern geschützt zu sein. Doch man kann nicht jede Art von Marihuana verwenden. Das liegt in der unterschiedlichen Zusammensetzung der Inhaltsstoffe begründet, welche die verschiedenen Arten von Cannabis aufweisen.

Hinweis: Bei dem in der Studie verwendeten Dronabinol handelt es sich um ein synthetisch hergestelltes THC.

Doch auch wenn die positive Wirkung im Falle von einer Behandlung von Schlafapnoe zunächst nachgewiesen werden konnte: Die Forschungen in dieser Hinsicht sind längst noch nicht abgeschlossen. Erkannt hat man aber zumindest schon einmal, dass Marihuana die Wirkung von Serotonin einschränken kann.

Hauptsächlich jenes, welches im Vagusnerv nachweisbar ist. Denn dieser Nerv spielt eine nicht ganz unwesentliche Rolle bei der Atemempfindung. Somit könnte sich das auch auf die Atemmuskulatur auswirken, die bei einer Schlafapnoe ja besonders stark erschlafft ist.

Im Übrigen ist es nicht wirklich sinnvoll, ein entsprechendes Marihuana über einen Verdampfer zu inhalieren! Denn diese Vorgehensweise reizt die Atemwege nur noch mehr und ist deswegen denkbar ungeeignet, eine Schlafapnoe zu behandeln.

Fazit

Marihuana kann in der Tat bei Schlafapnoe helfenAuch wenn es sich zunächst ein wenig abstrus anhört, doch offensichtlich kann man mit einem medizinischen Marihuana eine Schlafapnoe tatsächlich behandeln. Allerdings sind die Forschungen dazu noch nicht abgeschlossen.

Ersten Anzeichen einer großen Studie zufolge können aber die Ursachen für die nächtlichen Atemaussetzer deutlich minimiert werden, nimmt man vor dem Schlafen verschreibungspflichtiges Cannabis zu sich. Darüber hinaus können die offensichtlich zutage tretenden Symptome und Begleiterscheinungen der Erkrankung durch die Einnahme von Marihuana beseitigt oder zumindest eingedämmt werden.

Wichtig ist aber dennoch immer: Ohne ärztliche Kontrolle geht gar nichts. Das gilt nicht nur für die Schlafapnoe selbst, sondern auch für die Behandlung mit Marihuana.

Fotos: © creativefamily, © cendeced – Fotolia.com

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