Schlafpositionen und was sie verraten

28.09.2017 16:30  Von:: Oliver

Die Schlafpositionen und was Sie über den Schlafenden verraten

So verschieden wir Menschen alle sind, so unterschiedlich sind im Grunde auch unsere Schlafpositionen. Während der eine am liebsten auf dem Bauch schläft, kommt der nächste erst zur Ruhe, wenn er sich auf die Seite gedreht und ein Kissen umarmt. Meist behalten wir diese Schlafposition mehr oder weniger ein Leben lang bei und fühlen uns eher unwohl, wenn wir zum Beispiel in einer kurzfristig veränderten Lebenssituation einmal nicht auf dem Rücken oder dem Bauch einschlafen können. Die Schlafpositionen und was Sie über den Schlafenden verraten ist in jüngster Zeit immer häufiger Gegenstand von Forschungen und Studien. Denn schlussendlich wirkt sich unsere individuelle Lage beim Schlafen auch auf die Auswahl der richtigen Matratze aus.

Wie die Schlafpositionen bezeichnet werden

Zum Einschlafen nehmen wir in aller Regel die Schlafposition ein, die unserem Wesen entspricht und in der wir schnell zu einem erholsamen und gesunden Schlaf finden können. Normalerweise reichen zum Einschlafen rund sieben Minuten aus. Wir schlafen

  • In der Rückenlage
  • In der Seitenlage
  • In der Bauchlage
  • In der Fötushaltung

Die Merkmale der einzelnen Schlafpositionen

SchlafpositionenKnapp 70% aller Menschen bevorzugen die seitliche Schlafposition. Dabei werden die Knie leicht angezogen und die Arme befinden sich meist ebenfalls leicht angewinkelt in Körpernähe.

Auf dem Rücken hingegen schlafen gerade Mal um die 7% aller Menschen. Dafür benutzen sie meist ein eher flaches Kissen und liegen gerade ausgestreckt.

Diejenigen, die auf dem Bauch schlafen, haben die Hände und Arme entweder weit ausgestreckt oder angewinkelt unter dem Kopf liegen. Immerhin sind es rund 17%, die diese Schlafposition bevorzugen.

Ähnlich wie die Seitenlage wird auch die Fötushaltung von sehr vielen Menschen bevorzugt. Allerdings sind in dieser Schlafposition die Knie stark angewinkelt und eng an den Körper gezogen.

Das sagen die einzelnen Schlafpositionen über uns aus

Da Forscher herausfanden, dass gerade einmal rund 5% aller Menschen ihre Schlafposition von Zeit zu Zeit wechseln, geht man davon aus, dass die jeweilige Position zum guten Einschlafen eng mit unserer Persönlichkeit zusammenhängt. Demnach ergeben sich grobe Einschätzungen, mit denen wir sagen können, was die jeweilige Schlafposition über uns und unseren Charakter aussagt.

1. Rückenlage 

Meist selbstbewusste Menschen, die mit sich selbst und ihrem Umfeld sehr zufrieden sind. Sie gelten in der Regel als gute Zuhörer und sind sehr hilfsbereit.

2. Seitenlage

Ausgeglichene Menschen, die in ihrem ebenfalls ausgeglichenen Lebensstil gern offen für Neues sind. Sie gelten als sehr humorvoll, verfolgen Ziele eisern und erledigen Aufgaben möglichst besonders akkurat.

3. Bauchlage

Diese Menschen lieben die Kontrolle und geben sie nur ungern aus der Hand. Sie gelten als besitzergreifend, pünktlich, ordnungsliebend und neigen zu Perfektionismus.

4. Fötushaltung

Meist sind diese Menschen erst dann zugänglich, wenn sich genügend Vertrauen zu anderen aufgebaut hat. Sie sind in aller Regel praktisch veranlagt, besonders kreativ und lassen sich gern von Gefühlen leiten.

Darüber hinaus gibt es aber auch Schlafpositionen, die eher selten sind. Schlafforscher nennen sie gern Mumie, Sphinx oder Flamingo. Sie sind oftmals bei Kindern und Teenagern anzutreffen und können sich durchaus mit den Jahren wieder verlieren. Wenn jemand schläft wie eine Mumie, so ist damit gemeint, dass er sich ganz fest in seine Decke eingewickelt hat, egal wie warm es ist. Dieses Verhalten zeugt von einem ängstlichen Wesen. Aber auch die Sphinx- oder Flamingo-Position kann auf Ängste hinweisen. Kinder zum Beispiel, die auf Knien ruhend den Po in die Höhe strecken und den Oberkörper nach vorn beugen, schlafen in der Sphinx-Haltung. In der Flamingo-Haltung indes schlafen Kinder, wenn sie auf der Seite liegen und nur ein Bein stark angezogen haben.

Wie sich Vor- und Nachteile der Schlafpositionen auf die Matratzenwahl auswirken

SeitenschläferWie so ziemlich alles im Leben, können auch unsere Schlafpositionen Vor- und Nachteile mit sich bringen. In diesem Fall wirken sich diese vor allem auf die richtige Matratzenwahl aus, denn egal in welcher Position man bevorzugt in den Schlaf findet, die Liegefläche sollte den individuellen Ansprüchen gerecht werden.

Rückenschläfer:

 - keine zu harte Matratze wählen, da der Körper in dieser Position nicht weit genug einsinken kann und so die Wirbelsäule geknickt werden könnte-> starke Schmerzen durch Verspannung und Fehlhaltung sind die Folge

- keine zu weiche Matratze wählen, da der Körper förmlich durchhängt und auch hier eine Knickhaltung der Wirbelsäule forciert wird -> Verspannungen und Schmerzen sind die Folge

+ ideal ist eine nicht zu weiche und vor allem punktelastische Matratze, möglichst mit einem variablen Härtegrad -> Lendenwirbelzone und Becken werden optimal gestützt

Seitenschläfer:

+ besonders optimal ist eine Matratze mit mehreren Zonen, um die Wirbelsäule gerade liegen zu lassen. Außerdem kann die Schulterpartie stärker einsinken -> Gelenke, Muskulatur und Knochen werden so optimal gestützt und zur Entspannung geführt

+ Empfohlen ist überdies die Anschaffung eines Seitenschläferkissens -> es stützt den Körper und verleiht während des Schlafens Stabilität

Bauchschläfer:

- zu weiche Matratzen sind eher ungeeignet, da der Körper zu weit einsinkt -> Verspannungen und Fehlstellungen der Wirbelsäule sind die Folge

+ besser ist eine festere Matratze, die den Bewegungsapparat ideal stützt -> entspanntes und erholsames Schlafen ist möglich

Fazit

Schlafpositionen verfestigen sich bereits in frühen Jahren und stehen in sehr engem Zusammenhang mit dem Wesen und dem Charakter eines Menschen. Nur wenige Menschen schlafen die ganze Nacht in nur einer Lage. Forscher fanden heraus, dass sich jeder Mensch zwischen 20 und 30 Mal im Schlaf dreht, um den Körper besser zu durchbluten. Das geschieht ganz automatisch und selten bewusst. Allerdings gibt es eben Menschen, die ruhiger schlafen. Andere wiederrum drehen und wenden sich sehr häufig. Dafür verantwortlich ist ein ganz normaler Vorgang in unserem Körper. Mit diesem häufigen Drehen und Bewegen im Schlaf fördern wir nicht nur die Durchblutung, sondern es dient auch dazu, dass sich unsere Muskeln völlig entspannen und die Bandscheiben relaxen und regenerieren können. Die unterschiedlichen Schlafpositionen stellen ein entscheidendes Auswahlkriterium beim Matratzenkauf dar, denn jeder hat dadurch einen völlig anderen Anspruch an die Beschaffenheit und den Härtegrad der Matratze.

 

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