Schlafprobleme im Baby- und Kindesalter

Schlafprobleme bei Babys und Kleinkindern: Tipps

Schlafprobleme im Baby- und Kindesalter: Ursachen und Tipps

Babys und Kinder schlafen in der Regel nicht nur viel mehr als Erwachsene, sondern oft genug auch unkompliziert tief und fest. Der Schlafbedarf ist dabei eine naturgegebene Sache, wohingegen das Schlafverhalten erst antrainiert werden muss. Nur ganz wenige Neugeborene schlafen beispielsweise die ganze Nacht durch. Hin und wieder treten auch Schlafprobleme im Baby- und Kindesalter auf. Welche davon entwicklungsbedingt und welche eher bedenklich sind, erklären wir ausführlich.

Welche Schlafprobleme können im Baby- und Kindesalter auftreten?

Um es vorweg zu nehmen: Kinder, insbesondere Babys und Neugeborene, müssen erst lernen, durchzuschlafen. Das bedeutet, dass der Schlaf-Wach-Rhythmus nach der Geburt noch nicht gefunden wurde und es somit auch häufig dazu führt, dass die Kleinen nachts wach werden.

Diese Phase zählt also nicht zu den Schlafproblemen, die im Baby- und Kindesalter auftreten können. Abgesehen davon können aber durchaus auch beim Nachwuchs Probleme beim Schlafen auftreten, die sich in drei Gruppen unterteilen lassen:

  • Insomnien, also Ein- und Durchschlafstörungen
  • Parasomnien, also Aufwachstörungen beziehungsweise nächtliches Aufwachen mit besonderen Phänomenen
  • Hypersomnie, also Schläfrigkeit und Tagesmüdigkeit

 

Hinweis: Auch bei Babys und Kindern spricht man erst dann von einer echten Schlafstörung, wenn sich die Symptome oder das Schlafproblem über einen längeren Zeitraum bemerkbar macht. Zudem gehören die gestörten Nachtruhen bei Kindern unter 12 Monaten nicht zu den Schlafstörungen, denn in diesem Zeitraum stellt sich der individuelle Schlaf-Wach-Rhythmus des Kindes erst ein.

Sind Schlafprobleme eine Sache der Entwicklung?

Grundsätzlich könnte man diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Denn natürlich kommt es jedem Erwachsenen erst einmal ungewöhnlich oder gar chaotisch vor, wie ein Baby in den ersten Monaten schläft. Abgesehen vom erhöhten Schlafbedarf unterteilt sich das Kind seine Nacht nämlich noch lange nicht in Tag und Nacht, sondern in ganz eigene und individuelle Zyklen.

Die Wachphasen werden erst mit zunehmendem Alter etwas länger. Aus der Sicht der Evolution aber muss man sich als Vater und Mutter bewusst machen, dass jedes Menschenkind praktisch als unfertiges Frühgeborenes zur Welt kommt.

Nicht umsonst sind die Babys noch nicht in der Lage, selbst zu gehen und zu stehen oder zu denken. Das Gehirn ist faktisch noch vollkommen unterentwickelt. Doch um diese Entwicklung voranzutreiben, braucht es am besten ganz viel Schlaf. Den holt sich das Neugeborene ganz automatisch, braucht aber eine Weile, bis es seinen ganz eigenen Rhythmus dabei gefunden hat.

Tipp: Schlafforscher definieren das Durchschlafen im Babyalter übrigens anders als die Eltern. Durchschlafen bedeutet nämlich nicht, dass das Kind die ganze Nacht schläft, sondern dass es nachts sechs bis acht Stunden schläft und möglichst nach der Wachphase auch allein wieder einschläft.

 

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Welche Ursachen haben diese Schlafprobleme?

Ebenso wie bei den erwachsenen Menschen können die Ursachen für Schlafprobleme bei Kindern sehr verschieden sein. In nahezu allen Fällen aber hängt der Tagesablauf damit zusammen oder ist dafür verantwortlich.

So können als Ursachen benannt werden:

  • unregelmäßige Abläufe im Tagesgeschehen des Kindes
  • ein Tag mit zu viel Abwechslung, Aufregung oder neuen Dingen
  • emotionale Belastungen
  • Stress
  • übermäßiger Lärm und Unruhe
  • verstärktes Hungergefühl in den Wachstumsphasen
  • Trotzphasen, die sich häufig gerade in der Einschlafphase als Problem darstellen können
  • Zahnung
  • Schmerzen, Fieber und Koliken
  • Erkrankungen

 

Um die wahren Ursachen bei einem Baby oder Kind herauszufinden, ist eine sehr genaue Beobachtung seitens der Eltern notwendig. Denn häufig lassen sich Symptome nicht eindeutig dem Schlafmangel oder einem Schlafproblem zuordnen.

Zudem können sich Kinder meist noch nicht genau artikulieren, sodass Eltern natürlich nicht genau wissen können, woran es liegt.

Wie äußern sich Schlafprobleme bei Babys und Kleinkindern?

Ein sicheres Anzeichen bei kleinen Kindern ist meist die enorme Weinerlichkeit oder auch die Tagesmüdigkeit. Neben jenen Anzeichen, die man auch als Erwachsener kennt, wird sich ein Baby oder Kleinkind auch anders verhalten, wenn es Schlafprobleme gibt. Selten wird das Kind sagen, dass es sehr müde ist, aber nicht schlafen kann. Aber es wird sich anderweitig bemerkbar machen.

Beispielsweise möchte es vielleicht nicht zur gewohnten Zeit ins Bett oder versucht immer wieder, sein Schlafplätzchen bei den Eltern zu finden. Bei manchen Kindern äußern sich die Schlafprobleme auch im plötzlichen Bettnässen, im Schlafwandeln oder darin, dass die etwas älteren Kleinkinder plötzlich nur unter gewissen Bedingungen ins Bett wollen.

Hinweis: Eltern sollten niemals vergessen, dass das kindliche Gehirn alle Eindrücke des Tages im Schlaf besonders intensiv verarbeitet. Das ist ein ganz wesentlicher Teil der Entwicklung und auch im Erwachsenenalter nicht unbekannt. Bei Babys und Kleinkindern aber ist diese Phase ganz wichtig.

Was kann man dagegen tun?

In erster Linie sollte ein möglichst ruhiger Tagesablauf stattfinden. Selbst an jenen Tagen, wo es doch einmal hektischer oder aufregender wird, müssen dem Kind die nötigen Erholungsphasen eingeräumt werden. War beispielsweise Besuch da, sollte vor dem Schlafen eine Zeit lang explizit auf Ruhe geachtet werden.

Es nutzt nichts, wenn der Besuch gegangen ist, das Kind ohne „Einstimmung“ ins Bett zu legen. Neben dem geregelten Tagesablauf mit seinen festen Zeiten, auch fürs Schlafen, sind für Kinder Schlafrituale sehr wichtig und hilfreich. Diese sollten überall stattfinden, selbst im Urlaub.

Diese Rituale sind wichtig, damit der kindliche Körper sich auf die Nachtruhe einstellen kann. Mit einem kleinen Nachtlicht kann man es dem Kind zudem erleichtern, beruhigt ein- und durchzuschlafen.

Nicht selten hat der Nachwuchs Angst vor der Dunkelheit und dem Unbekannten. Ein abendliches Bad mit einigen Tropfen lavendel oder Baldrian können zusätzlich für ein besonders Gefühl der Entspannung sorgen.

Fazit

Schlafprobleme im Baby- und Kindesalter sind in erster Linie nichts Ungewöhnliches. Vieles hängt mit der kindlichen Entwicklung zusammen. Anderes wiederum bedarf der gründlichen Ursachenforschung. Bevor das Kind seinen eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus entwickelt, wird es so einige Nächte geben, in denen es sprichwörtlich drunter und drüber gehen kann.

Dabei sollten Eltern jedoch immer Ruhe bewahren und dem Kind die nötige Geborgenheit und Sicherheit bieten, damit es schneller wieder einschlafen kann. Einschlafrituale gehören hier ebenso zur Vorbeugung, wie die kindgerechte Ausstattung des Bettchens. Wichtig sind auch hier eine passende Kindermatratze und das ideale Bettzeug sowie die richtige Schlafumgebung. Denn Babys und Kinder reagieren sehr viel schneller negativ auf zu heiße oder zu kalte Räume, auf zu viel Lärm und Licht oder andere den Schlaf beeinträchtigende Dinge.

Darüber hinaus ist ein geregelter Tagesablauf besonders wichtig, um dem Nachwuchs weitestgehend Schlafprobleme zu ersparen. Auch wenn diese in bestimmten Lebensphasen natürlich trotzdem auftreten können.

Foto: © samuel #246631267 adobe.stock.com

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