Schlafstörungen: die besten Hausmittel

Die besten Hausmittel bei Schlafstörungen

hausmittel-schlafstoerungen-1Nicht immer verläuft unsere Nachtruhe völlig störungsfrei, ist also unter Umständen nicht immer erholsam und gesund. Stattdessen wälzen wir uns in manchen Nächten von einer Seite auf die andere und stehen morgens völlig gerädert auf. Die Ursachen dafür können verschieden gelagert sein und reichen von starken nervlichen Anspannung inklusive psychischer Belastungen und Erkrankungen bis hin zu einer nicht ganz optimal gestalteten Schlafumgebung.

Im günstigsten Fall handelt es sich bei diesen Einschlaf- und Schlafstörungen um einen zeitlich begrenzten Ausnahmezustand, dem nicht zwangsläufig mit starken Medikamenten entgegengewirkt werden muss. Oftmals helfen auch Hausmittel bei Schlafstörungen, die in aller Regel weitaus bekömmlicher für den Organismus sind.

Ab wann sollte eine Schlafstörung beim Hausarzt zum Thema werden?

Generell spricht man erst dann von einer Schlafstörung, wenn dieser Zustand über mehrere Wochen zur Belastungsprobe wird. Wenn also das Ein- und Durchschlafen über einen verhältnismäßig langen Zeitraum gestört ist und die allgemeine Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden nachhaltig davon beeinträchtigt werden, liegt eine Schlafstörung vor, die vom Arzt behandelt werden sollte. Hier sollte man nichts auf die lange Bank schieben, denn Schlafstörungen können viele Erkrankungen nach sich ziehen, wie zum Beispiel:

• Depressionen
• Herzkreislauf-Erkrankungen
• Bluthochdruck
• Stoffwechselerkrankungen nebst Folgeerscheinungen

Umgekehrt kann die Schlafstörung aber auch durch verschiedene Erkrankungen ausgelöst werden, wie beispielsweise:

• Asthma
• Herzleiden
• Bluthochdruck
• Rheuma

Zudem haben Stresssituationen im Alltag oder die regelmäßige Einnahme von bestimmten Medikamenten einen entscheidenden Einfluss auf die Schlafqualität.

Hausmittel bei Schlafstörungen sind die bessere Alternative

Sofern nicht etwa eine ernst zu nehmende Erkrankung vorliegt, können altbewährte Hausmittel bei Schlafstörungen nicht nur wahre Wunder bewirken, sondern durchaus auch die bessere Alternative sein. Ohne chemische Inhaltsstoffe bewirken diese Mittel oftmals eine ruhigere Einschlafphase und die Fähigkeit, gut durchzuschlafen, ohne den Körper zusätzlich zu belasten.

Da diese Hausmittel nicht bei jedem Menschen gleich schnell oder intensiv wirken, gehört wohl ein wenig Experimentierfreude dazu, um das für sich passende Hausmittel zu finden. Denn eines haben alle nachfolgenden Hausmittel gemeinsam: Sie haben keine Nebenwirkungen und sind nicht verschreibungspflichtig. Sehr oft werden Heilpflanzen und Kräuter als Hausmittel bei Schlafstörungen genutzt, da diese sehr oft eine entspannende und beruhigende Wirkung besitzen.

Dazu gehören unter anderem:

• Baldrian
• Melisse
• Hopfen
• Lavendel

Doch auch Vollbäder oder heiße Milch mit Honig gehören zu jenen Hausmitteln, die unsere Großmutter schon kannte, wenn es darum ging, Einschlafstörungen einzudämmen.

Baldrian ist bei Schlafstörungen vielseitig anwendbar

Besonders der Wurzel der Baldrianpflanze werden beruhigende Kräfte zugeschrieben. Die natürlichen Botenstoffe dieser Heilpflanze bestehen hauptsächlich aus ätherischen Ölen, welche direkt im zentralen Nervensystem ihre Wirksamkeit entfalten. Baldrian wirkt schlaffördernd und entspannend.

Baldriantee: 1 Teelöffel loser Baldrianwurzel wird mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergossen. Den Aufguss 10 bis 15 Minuten ziehen lassen und vor dem Zubettgehen trinken.
Badezusatz aus Baldrian: 100 g lose Baldrianwurzel werden mit 2 Litern Wasser übergossen und zum Kochen gebracht. Über ein Sieb wird dieser Aufguss abgeseiht und anschließend dem Badewasser zugegeben.

Mit Melisse die Schlafstörungen bekämpfen

Ebenso wie dem Baldrian wird auch der Heilpflanze Melisse eine entspannende und beruhigende Wirkung zugeschrieben. Zudem besitzt die Melisse eine antivirale Wirkung, so dass auch Virusinfektionen damit bekämpft werden können.

Badezusatz aus Melissen-Blätter: 50 bis 60 g Melissen-Blätter werden mit 1 Liter Wasser übergossen und zum Sieden gebracht. Nach etwa 10 Minuten wird der Sud durch ein Sieb gegeben und dem Badewasser zugesetzt.
Melissen-Blätter-Tee: 5 Teelöffel Melissen-Blätter werden mit 150 ml kochendem Wasser übergossen. Den Aufguss anschließend für 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen und vor dem Schlafengehen eine Tasse dieses Tees trinken.

Der wohlriechende Lavendel hilft auch bei Einschlafproblemen

Besonders die getrockneten Lavendelblüten wirken durch ihre wohlriechenden ätherischen Öle und natürlichen Inhaltsstoffe wie Cumarine, Gerbstoffe, Flavonoiden und Kaffeesäureverbindungen äußerst beruhigend auf das Nervensystem. Dadurch wird das entspannte Ein- und Durchschlafen gut gefördert.

Lavendelblütentee: 1 bis 2 Teelöffel getrocknete Lavendelblüten werden mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergossen und anschließend für 10 Minuten stehen gelassen. Eine Tasse vor dem Zubettgehen getrunken wirkt wahre Wunder.
Lavendel-Bad: Mit 2 Litern kochendem Wasser werden 100 g getrocknete Lavendelblüten übergossen. Dieser Aufguss muss anschließend 5 Minuten ziehen, bevor man ihn zum Badewasser hinzugibt. Das Vollbad mit Lavendelblüten sollte etwa 20 Minuten dauern und ungefähr eine Stunde vor dem Zubettgehen genossen werden.

Hausmittel können auch gut miteinander kombiniert werden

Aus allen Heilpflanzen, denen eine beruhigende und entspannende Wirkung nachgewiesen wurde, lassen sich zum einen wundervolle Beruhigungstees oder auch Badezusätze herstellen. Doch gerade bei den trinkbaren Aufgüssen lassen sich alle Heilpflanzen gut miteinander kombinieren – je nach individuellem Geschmack. Da auch Honig auf den menschlichen Organismus eine wohltuend beruhigende Wirkung hat, kann dieser beispielsweise zum Süßen der Tees benutzt werden. Dadurch wird die natürliche Wirkung dieser Tees noch unterstützt.

In Bezug auf die Entspannungsbäder lassen sich auch verschiedene Heilpflanzen miteinander kombinieren. Zusammen mit der angenehmen Wärme eines Vollbades wirken hier die Inhaltsstoffe über die ätherischen Öle, die eingeatmet werden und beruhigend wirken.

Welche Hausmittel sich außerdem eignen?

Neben den beruhigenden Teemischungen oder den entspannenden Badezusätzen gehören zur Bekämpfung von Schlafstörungen auch Hausmittel wie beruhigenden Atemübungen, Reflexzonenmassagen, Meditationsübungen, Akupressur oder Aromatherapien. Genau genommen aber gehört in diese Gruppe auch die optimale Bettausstattung und Gestaltung der Schlafumgebung.

Denn wenn beispielsweise das Schlafzimmer völlig überheizt, zu hell oder zu laut ist, dann nützt der beste Beruhigungstee nicht viel. Ebenso verfehlt das vor dem Schlafengehen genossene Vollbad mit entspannenden Heilkräutern seine Wirkung, wenn zum Beispiel die Matratze nicht den eigenen Ansprüchen und Bedürfnissen genügt.

Fazit

hausmittel-schlafstoerungen-2Als Hausmittel gegen Schlafstörungen zählt prinzipiell alles, was dem Körper gut tut und Entspannung bringt. Das kann neben diversen Heilpflanzen oder entspannenden Atemübungen also durchaus auch der Verzicht auf Alkohol und Tabak sein oder das persönliche Schlafritual, bei dem sich der Körper auf die Nachtruhe einstellen kann. Tritt indes eine echte Schlafstörung auf, die sich über mehrere Wochen hinzieht, sollte allerdings trotz aller Hausmittel der Arzt aufgesucht werden, denn es können durchaus ernsthafte Erkrankungen zugrunde liegen, wodurch die Ein- und Durchschlafstörungen forciert werden. Medikamentös sollte eine Schlafstörung aber nur unter ärztlicher Aufsicht behandelt werden, denn hier spielt oftmals die Gefahr einer Abhängigkeit, eine nicht zu unterschätzenden Rolle.

Fotos: © Gina Sanders, © H. Brauer – Fotolia.com

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