Schweißausbrüche in der Nacht

15.07.2016 07:00  Von:: Elisabeth

Warum treten in der Nacht Schweißausbrüche auf?

Schwitzen ist eine normale Reaktion des Körpers. Nicht nur das: Gäbe es den Schweiß und die dazugehörigen Drüsen nicht, wäre das lebensgefährlich. Denn nur durch diese Ausscheidung schützt sich der Mensch vor einer Überhitzung. Diese entsteht durch starke Wärme (durch Anstrengung oder die Lufttemperatur). Auch Stress oder Anspannung kann zu einem vermehrten Schwitzen führen. Viele Menschen leiden jedoch regelrecht unter dem sogenannten Nachtschweiß. Die meisten davon wissen allerdings nicht, warum.

Schwitzen in der Nacht ist meistens harmlos

Wie auch am Tag ist Schwitzen in der Nacht in den meisten Fällen nicht mit einer Krankheit verbunden. Vor allem an sommerlichen Abenden kann Schweiß schnell entstehen, in Verbindung mit einer zu warmen Decke verstärkt sich das. Die Heizung sollte möglichst niedrig gestellt sein, denn bei über 20 Grad Celsius schläft man nicht gut und Schwitzen ist vorprogrammiert. Generell kann man hinzufügen, dass Alltags- und Schlafgewohnheiten die Schweißproduktion ebenfalls beeinflussen. Das eine oder andere Gläschen Wein zu viel am Abend vorher oder das zu scharfe Essen beim Mexikaner ums Eck können die Nacht zu einem unangenehmen Erlebnis werden lassen. So weiß man aber auch immer, an was es gelegen hat - und bekommt auch schnell wieder ein ruhiges Gewissen.

Ab wann der Schweiß nicht mehr normal ist

Im medizinischen Sinne als krank bezeichnet man denjenigen Schweiß, der regelmäßig über längere Zeit auftritt, und man dort so stark schwitzt, dass das Betttuch oder der Schlafanzug komplett durchnässt sind. Nach einer kurzen Phase der Beruhigung sollte der Schweiß jedoch wieder nachlassen. Tut er das nicht, kann ein anderer Grund als ein Albtraum, eine zu dicke Decke oder Ähnliches dahinterstecken. Nachtschweiß wird in einem solchen Fall als Hyperhidrose bezeichnet. Bemerkt man das bei sich selbst, sollte ein Arzt konsultiert werden. Wenn zusätzliche, schwerere Beschwerden wie Fieber, Gewichtsverlust und Gelenkschmerzen mit auftreten, sollte der Mediziner das dringend erfahren. Im schlimmsten Fall kann das alles auf eine Krebserkrankung oder bestimmte Tumore hinweisen. Tuberkulose und eine Herzinnenhautentzündung sind ebenfalls möglich. Als Frau kann es sein, dass oftmals hormonelle Schwankungen Schuld am übermäßigen Schweiß sind. Die Wechseljahre oder eine Schwangerschaft verstärken die Ausscheidungen zusätzlich.

Zusammenfassung: die Hauptursachen von Nachtschweiß

  • Ungünstige Schlafbedingungen
  • Medikamente
  • Infektionskrankheiten
  • Hormone, Stoffwechsel
  • Autoimmunerkrankungen
  • Krebserkrankungen
  • Psyche, Nerven

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