Sollte man das Handy mit ans Bett nehmen?

19.08.2016 05:00  Von:: Elisabeth

Das Handy am Bett – welche Risiken gibt es?

Viele Menschen lassen ihr Handy oder Smartphone nicht mehr aus den Augen. Abends im Bett werden E-Mails verschickt, Fotos angeschaut oder zur Entspannung im Netz gesurft. Nicht wenige Smartphone-Nutzer nehmen ihr Handy auch deshalb mit ans Bett, weil sie es als Wecker einsetzen. Doch ist das gesund? Gibt es Risikofaktoren, die man beachten sollte?

Smartphones und Schlafstörungen

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die abends schlecht zur Ruhe kommen, könnte das Smartphone am Bett ein Grund dafür sein. Zwar ist es angenehm, vor dem Schlafen noch ein wenig Zerstreuung im Internet zu suchen oder etwas online zu lesen. Doch zum Einschlafen sind die Smartphones am Bett nicht förderlich. Aspekte wie Strahlung und Elektrosmog durch technische Geräte sind weiterhin umstritten – aber auch nicht gänzlich widerlegt. Bewiesen hingegen sind die psychischen Folgen, die die Nutzung eines Smartphones im Bett mit sich bringen kann.

Smartphones rauben Nutzern den Schlaf?

Sicherlich gibt es Personen, die vor dem Schlafengehen im Internet surfen und danach in einen entspannten Schlaf übergehen. Doch die stetige Reizüberflutung im Netz wirkt sich in vielen Fällen ungünstig auf das Einschlafverhalten aus. Immer mehr Menschen verbringen die Zeit vor dem Zubettgehen mit Laptop oder Smartphone. Dieses veränderte Freizeitverhalten hat Einfluss auf den Schlaf, denn: Forscher vermuten, dass das vermeintlich entspannte Surfen im Internet eine eher aktivierende als beruhigende Wirkung hat. Das Gehirn muss zwischen sozialen Netzwerken, E-Mail und Online-Shopping zahllose Informationen verarbeiten – und das stört beim Abschalten. Neben der Reizüberflutung besteht weiterhin die Vermutung, dass sich auch das helle Display negativ auf das Einschlafritual auswirkt. Das künstliche Licht, so vermuten Forscher, hemme dabei die Produktion des Schlafhormons Melanin.

Soziale Probleme mit dem Partner

Partner, die beim Zubettgehen mit Smartphone oder Tablet beschäftigt sind, können sich oft nur schwer von der nicht abreißenden Informationsflut lösen. Das kann auf lange Sicht zu Problemen in der Partnerschaft führen. Intimität und Zuneigung brauchen nämlich vor allem zwei Dinge: Ruhe und Zeit. Wissenschaftler raten: Wer Einschlafprobleme hat, sollte alle technischen Geräte eine Stunde vor dem Zubettgehen ausschalten. Dazu gehört auch die Empfehlung, Handys und Smartphones außerhalb des Schlafzimmers zu positionieren. Experten nennen dies „elektronischen Sonnenuntergang“ – ein Ritual, das dabei hilft, einen klaren Schlussstrich unter den Tag zu ziehen und das Zubettgehen einzuleiten.

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