Sollte man einen Mittagsschlaf halten?

Macht ein Mittagsschlaf Sinn?

Ist ein Mittagsschlaf zu empfehlen?

Wenn um die Mittagszeit der Biorhythmus ein wenig in die Knie geht und möglicherweise noch ein gutes Mittagessen um diese Zeit dafür sorgt, dass man sich satt, zufrieden und vor allem müde fühlt, dann wird es Zeit für einen Mittagsschlaf. Natürlich geht das nicht jeden Tag und nicht überall, schon gar nicht bei jedem von uns. Doch ist eine solche zusätzliche Ruhephase überhaupt zu empfehlen? Welche Vor- und Nachteile kann das Mittagsschläfchen mit sich bringen? Wir informieren zu diesen Punkten und klären über den Mythos Mittagsschlaf auf.

Wie gesund kann der Mittagsschlaf sein?

So beneidenswert uns vielleicht jene Menschen erscheinen, die zur Mittagszeit die Freiheit genießen können, sich etwas auszuruhen und die Augen ein wenig zu schließen, stellt sich uns immer wieder die Frage: Ist ein Mittagsschläfchen gesund und bringt tatsächlich Erholung?

Diese Frage kann man eigentlich sowohl mit einem Ja als auch mit einem Nein beantworten. Denn wirklich Erholung bringt uns diese Ruhephase nur dann, wenn die Umstände passen. Das bedeutet nicht, dass ein Sofa in der Nähe stehen muss oder einfach die Zeit nach dem Mittagessen dafür genutzt werden kann.

Es liegt an ganz anderen Voraussetzungen, um den Mittagsschlaf als gesund und erholsam zu bewerten. Der Leiter des interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité in Berlin, Herr Ingo Fietze sagt, dass der Mittagsschlaf nur dann gesund und erholsam ist, wenn:

• die Menschen ohnehin einen gesunden Schlaf haben
• die Nacht ausnahmsweise mal ein wenig zu kurz war, also die Schlafdauer maximal 6 Stunden betrug
• die Menschen durch Schichtbetrieb zum Beispiel eher unregelmäßig schlafen

Sind diese Voraussetzungen, oder zumindest eine davon, gegeben, dann macht das Nickerchen um die Mittagszeit durchaus Sinn. Denn dann fühlt man sich fit, ausgeruht und steigert seine Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit für den Nachmittag. Allerdings betont der Experte auch, dass es schlussendlich immer auch auf die Dauer ankommt.

Wie lange sollte ein Nickerchen am Mittag dauern?

Einmal abgesehen davon, dass man als arbeitender Mensch kaum mehr als 30 bis 40 Minuten Mittagspause hat, und somit die Schlafdauer ohnehin begrenzt ist, sollte der Mittagsschlaf nie länger dauern. Ein recht kurzes Entspannen also. Doch es gibt einen Grund, um den gesunden Mittagsschlaf auf diese Zeitspanne zu begrenzen.

Nach diesen 40 Minuten beginnt nämlich die Tiefschlafphase. Wer die erreicht, der schläft natürlich länger als die empfohlenen 30 bis 40 Minuten und braucht somit nach dem Aufstehen bis zu einer Stunde, um wieder völlig fit zu werden.

Das bedeutet also im Umkehrschluss: Ein ausgedehnter Mittagsschlaf von über 40 Minuten und länger bringt eine regelrechte Blockade des Geistes mit sich. Man braucht also sehr viel länger, um wieder effektiv arbeiten zu können.

Tipp: Den Mittagsschlaf im Sitzen zu genießen hat den Vorteil, dass man nicht in diese Tiefschlafphase abrutscht, sondern innerhalb der empfohlenen 30 bis 40 Minuten wieder völlig wach ist.

 

Magazin-Anzeige-Bettwaren

 

Was passiert mit unserem Körper?

Solange man den Mittagsschlaf als gesund einstufen kann und dieser nur die empfohlene kurze Zeitspanne einnimmt, kann das Nickerchen sehr viele Vorteile mit sich bringen:

• man fühlt sich glücklicher und energiegeladen
• die Kraftreserven sind wieder aufgeladen
• das Leistungs- und Konzentrationsvermögen steigt wieder an, wodurch zudem weniger Fehler passieren
• die Gehirnleistung verbessert sich um bis zu 500 Prozent
• die Kreativität steigt an
• das Risiko sinkt um bis zu 37 Prozent an Herzerkrankungen zu erkranken
• die Lust auf ungesunde Snacks sinkt deutlich
• es kommt zu einer tieferen Gelassenheit, wodurch man weniger übersensibel reagiert
• das Risiko eines Burnouts sinkt erheblich

Welche Auswirkungen kann die Dauer des Mittagsschlafes erzeugen?

Experten raten zu einem Mittagsschlaf, der möglichst nicht länger als 30 bis maximal 40 Minuten dauern sollte. Doch natürlich gibt es Menschen, denen genügen auch 20 Minuten und andere wieder schlafen aus den unterschiedlichsten Gründen dann doch länger als diese 40 Minuten.

Doch welche Auswirkungen können die verschieden langen Phasen haben?

10 bis 20 Minuten: Hier spricht man vom Powernapping, was besonders am Arbeitsplatz eine ideale Lösung ist, um schnell wieder zu mehr Energie und Leistungsfähigkeit zu gelangen. Idealerweise setzt man sich dazu bequem auf den Bürostuhl und schließt für kurze Zeit die Augen.

30 bis 40 Minuten: Diese Zeit reicht bei manchen Menschen schon aus, um nach dem Aufwachen ein leichtes Katergefühl zu haben. Denn in dieser Zeitspanne durchlaufen manche von uns bereits die eine oder andere Schlafphase, wodurch wir uns nach dem Aufwachen leicht benommen und geistig müde fühlen.

60 Minuten: Solch ein Mittagsschlaf klingt vielleicht verführerisch, doch er führt uns bereits in die Tiefschlafphase. In dieser Phase bringen die stark verlangsamten Gehirnwellen eine sehr intensive Entspannung mit sich. Im Arbeitsalltag ganz sicher nicht praktizierbar, ist dieser Mittagsschlaf aber durchaus sinnvoll, wenn man sich in der Vorbereitungsphase auf eine Prüfung befindet. Denn in dieser Zeit werden das Gedächtnis und die kognitive Leistungsfähigkeit gesteigert.

90 Minuten: Wer diese Zeit für ein Mittagsschläfchen nutzt, kann eigentlich optimal alle Vorteile genießen, die ein gesunder Schlaf mit sich bringt. Denn in dieser Zeitspanne durchlaufen wir praktisch jede Schlafphase einmal, was am Ende zu einer Turbo-Entspannung führt. Vor allem aber wird bei einem solch langen Nickerchen der Kreativität auf die Sprünge geholfen und auf emotionaler Ebene kommt es zur besseren Verarbeitung von Erlebten.

Fazit

Ein Mittagsschlaf ist immer dann zu empfehlen, wenn die Nacht einmal zu kurz war, der Schichtbetrieb wieder einmal den unregelmäßigen Schlaf mit sich brachte oder einfach der Biorhythmus etwas im Keller ist, obwohl man in der Nacht zuvor sehr gut geschlafen hat. Dann nämlich gilt der Mittagsschlaf als gesund und bringt sogar erholsame Effekte.

Wichtig ist jedoch immer, die Länge des Mittagsschlafes im Auge zu behalten. Denn üblicherweise gelangt man bei mehr als 40 Minuten in die Tiefschlafphase, wodurch wir uns nach dem Nickerchen nicht wirklich erholt, sondern eher schlapp, müde und träge fühlen.

Soll der Mittagsschlaf wirklich Erholung bringen, sollte er also möglichst kurz gehalten werden. Das gelingt am besten im Sitzen, denn in dieser zwar kurzzeitig bequemen Haltung können wir zwar entspannen, aber doch nicht tief genug, um völlig ins Land der Träume abzudriften.

Foto: © contrastwerkstatt #117440136 adobe.stock.com

medicase® Encasing Kissenbezüge aus Evolon
medicase® Encasing Kissenbezüge aus Evolon
ab 16,95 €
Garanta Cotton Dream Unterbett aus Baumwolle mit Spanngummis
Cotton Dream Unterbett aus Baumwolle mit Spanngummis
ab 44,95 €
ELLI Wende-Matratze aus Erfurt von PROCAVE 100% in Deutschland hergestellt
„ELLI“ Wende-Matratze aus Erfurt by PROCAVE
ab 229,95 €
Diese Website nutzt Dienste von Facebook® u.a. zur Optimierung von Anzeigen. Sie können der Nutzung hier widersprechen. Mehr erfahren