Sorgen? Trotzdem gut schlafen!

Trotz sorgen gut schlafen

Wie Sie trotz Sorgen gut schlafen

Immer mehr Menschen leiden unter Schlafproblemen, wobei im Verhältnis gesehen, nur die wenigsten durch eine Erkrankung ausgelöst werden. Sehr viel häufiger sind es die Alltagsprobleme und Sorgen, die uns bis in den Schlaf verfolgen. Ein gutes ein- und durchschlafen ist dabei fast undenkbar. Doch die Folgen können sehr belastend und gesundheitsgefährdend sein. Allerdings gibt es einiges, was man tun kann, um trotz Sorgen gut schlafen zu können.  

Wie wirken sich Alltagsprobleme und Sorgen auf den Schlaf aus?

Nicht jeder Tag in unserem Leben verläuft problemlos. Sei es beispielsweise der Stress im Beruf, die Sorgen um kranke Familienangehörige oder auch finanzielle Nöte und Engpässe, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen.  

All diese Beispiele setzen uns mental zu, weswegen sich mitunter aus dem gesunden Schlaf ein wenig erholsamer Nachtschlaf entwickelt.   Der Grund für diese aus den Sorgen und Nöten resultierenden Schlafprobleme liegt darin, dass unser Gehirn beim Schlafen die Eindrücke vom Tag verarbeitet.  

Im Normalfall ist es nicht wirklich ein Problem, das zur Schlaflosigkeit führt. Doch sofern die Alltagsprobleme noch keine Lösung in Aussicht haben, kreisen die Gedanken vor allem beim Einschlafen wie in einer Endlosschleife. Kommen die Gedanken aber nicht zur Ruhe, gelingt die Einschlafphase nicht.  

Einschlafstörungen aufgrund zu großer Belastungen und durch Sorgen auf geistiger Ebene gehören zu jenen Schlafproblemen, die sehr weit verbreitet sind.  

Bei so manchem werden sie sogar zum Dauerzustand. Im Idealfall schläft man nach rund 10 Minuten ein. In Zeiten einer gestörten Einschlafphase dauert es oftmals bis zu mehreren Stunden

Die Folge ist die verminderte Schlafqualität, denn erstens fehlen am Ende einige Stunden Schlaf. Zweitens kann sich der Körper nicht in Ruhe über Nacht regenerieren, da die Schlafdauer schlussendlich zu kurz ist.    

Bettwaren

Was folgt auf die nächtlichen Unruhezeiten?

Die Folgen einer gestörten Einschlafphase treten schon am nächsten Morgen zutage.  

Denn wie bei jeder anderen Schlafstörung auch, kommt es zu:  

  • innere Unruhe und Nervosität
  • gestörter Schlafzyklus
  • Müdigkeit
  • Abgespanntheit
  • Konzentrations- und Leistungsabfall
  • geringere Gedächtnisleistung
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht
  • Depressionen

 

Während es bei gelegentlichen Einschlafproblemen nicht gleich zu sehr starken Beeinträchtigungen der eigenen Leistungsgrenze und Folgeerkrankungen kommt, ist bei einem gehäuften Auftreten durchaus Vorsicht geboten.  

Denn aus anfänglichen kleinen Problemen werden schnell massive Schlafstörungen, die weitaus schlimmere Folgen haben können! 

Was tun, wenn die Sorgen den Schlaf rauben?

 Egal wie groß die Herausforderungen sind oder wie belastend die Probleme auf uns wirken: Zunächst einmal gilt es am Abend den Kopf frei zu kriegen. Sonst findet man sich schnell in einer sehr gesundheitsschädlichen Abwärtsspirale wieder, die uns nur vor zusätzliche Probleme stellt.  

  1. Die Sorgen akzeptieren und aufschreiben, denn noch am gleichen Abend lassen sich nicht immer gleich die richtigen Lösungen finden. Dafür aber sind sie schon einmal visualisiert und liegen für den nächsten Tag bereit, wo man ausgeruht und frisch nach Problemlösungen suchen kann.
  2. Nach dem Tagesabschluss und dem Niederschreiben der Sorgen und Nöte, etwas Beruhigendes tun, was die Gedanken ablenkt. Einschlafrituale wie Atemübungen, Meditation oder Autogenes Training sind dafür ideal.
  3. Phantasiereisen können sogar dabei helfen, die auf die Sorgen und Nöte gerichteten Gedanken völlig neu zu programmieren. Dafür stellt man sich einen Ort vor, an dem man sich wohl und geborgen fühlt. Dabei ist es zunächst egal, ob es ein Ort ist, an dem man selbst schon einmal war oder ob man dieses Erlebnis noch vor sich hat. Indem man sich darauf konzentriert, wie es dort riecht oder wie die warme Sommersonne zum Beispiel auf den Körper scheint oder wie der warme Sand die nackten Füße umschmeichelt, flachen die sorgenvollen Gedanken ab und verlieren an Dringlichkeit.
  4. Schlaflieder oder Hörbücher können das eigene Gedankenkarussell ebenso wirkungsvoll anhalten, denn auch hier wird der Verstand von den Sorgen abgelenkt und der Geist auf eine ruhigere Ebene gebracht.
  5. Eine schwere Zudecke wirkt wie eine feste Umarmung. Wer also keinen Partner neben sich im Bett liegen hat, kann auch auf diesen Trick zugreifen, um sich von den eigenen und sorgenvollen Gedanken zu distanzieren. Im Gehirn werden dadurch wichtige Neurotransmitter ausgeschüttet, die am Ende das Einschlafen beschleunigt.

 

Einschlafhilfen wie Schlaftabletten und Co sollten dabei jedoch vermieden werden. Sie sind selten wirklich effektiv und können zudem schnell zu einer Gewöhnung führen, bei denen die Schlafprobleme in der Regel noch zunehmen.  

Viel besser und gesünder sind hingegen die Hausmittel bei Schlafstörungen, die wohl jeder von uns kennt. Warme Milch mit Honig, entspannende Fußbäder oder auch ein wohlriechendes Duftkissen im Schlafzimmer wirken wahre Wunder. Nicht selten auch gegen dunkle und sorgenvolle Gedanken.  

Schlussendlich können aber auch eine gute Schlafhygiene, eine den eigenen Bedürfnissen angepasste Bettausstattung und die optimale Gestaltung des Schlafzimmers dazu betragen, wie schnell und wie gut man einschläft.  

Unterbetten

Was braucht es für einen gesunden und erholsamen Schlaf?

  Eigentlich nicht viel, könnte man meinen. Doch immer noch gibt es viele Menschen, die zu wenig darauf achten, dass:  

  • die Matratze den eigenen Bedürfnissen angepasst ist, und nicht umgekehrt
  • keine störenden Licht- und Geräuschquellen den Schlaf beeinträchtigen
  • das Schlafzimmer gut durchlüftet und nicht zu stark beheizt ist
  • die Bettwaren an die eigenen Schlafgewohnheiten und Bedürfnisse angepasst sind
  • das Schlafzimmer gemütlich eingerichtet ist und genügend Platz bietet
  • das Schlafzimmer so dunkel wie möglich ist, damit die Produktion von Melatonin nicht unterbrochen wird

 

Darüber hinaus kann ein passender Pyjama hilfreich sein, der weder zu groß noch zu eng ist, damit man sich bei den Schlafbewegungen nicht zu beengt fühlt oder gar verheddert.  

Fazit

Sorgen und Probleme sind Dinge, die unsere Psyche sehr stark belasten. Kommt dann noch Schlafmangel dazu, wird die Gesundheit sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Doch das muss nicht sein!   So negativ Alltagsprobleme auch sein mögen: Sie gehören nicht mit ins Bett. Denn dort wirken sie sich negativ aus und verhindern den gesunden Schlaf. Aus diesem Grund sollte am Abend ein Schlussstrich gezogen werden.  

Sehr hilfreich ist es, wenn man neben der optimalen Schlafhygiene auch für die Ablenkung der Gedanken und für die Beschäftigung des Versandes sorgt. Zusammen mit dem einen oder anderen Hausmittel gelingt das Einschlafen dann viel besser und einfacher und die Nachtruhe ist gerettet.  

Die Probleme werden damit natürlich nicht gelöst. Allerdings kann man bei einem guten Schlaf viele Kräfte sammeln, um die Sorgen und Probleme dann am nächsten Tag angehen zu können.    

Foto: © Kenstocker #317141438 stock.adobe.com    

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