Träume, Albträume und Schlafverhaltensauffälligkeiten – das sollten Sie wissen!

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Bereits Leonardo da Vinci, das Multitalent der Renaissance, brachte es auf den Punkt: "Was ist das? Der Mensch wünscht es sich herbei, und wenn er es endlich hat, lernt er es nicht kennen.“ Gemeint ist der Schlaf als faszinierendes Phänomen, geheimnisvoll und paradox. So sehr wir uns darum bemühen, wir werden den Schlaf niemals mit unserem Bewusstsein wahrnehmen können. Und das, obwohl wir fast ein Drittel unseres Lebens schlafend verbringen. Geprägt ist der Schlaf von Träumen, Albträumen und Verhaltensauffälligkeiten. Um zumindest ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, werden wir die genannten Phänomene im Folgenden genauer unter die Lupe nehmen.

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Träume sind Schäume – Was ist dran an dieser Aussage?

Frau mit Matratze auf See

Hätten Sie gewusst, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens rund 150.000 Träume erlebt? Denn laut einer Studie des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt befinden wir uns in unserem Leben etwa 4 Jahre in der Traumschlafphase, dem sogenannten REM-Schlaf.

Dabei sind es längst nicht alle Träume, an die wir uns nach dem Aufstehen noch erinnern. Viel häufiger ist es so, dass man zwar weiß, dass man geträumt hat, aber nicht immer genaue Erinnerungen an die Einzelheiten hat.

Andere Träume wieder sind so plastisch und beeindruckend, dass man sich haargenau an alles erinnert oder sogar aus dem Schlaf hochschreckt.

Warum träumen wir überhaupt, und kann man alle Träume als unwirklich abtun?

Was sind Träume eigentlich?

Zunächst einmal sind Träume eine Aktivität unserer Psyche, die während des Schlafes stattfindet. Dabei kommen diese besonderen Schlaferlebnisse zwar grundsätzlich in allen Schlafphasen vor, verstärkt aber in der REM-Phase.

Diese Phase des Schlafes ist gekennzeichnet von schnellen Augenbewegungen unter den geschlossenen Lidern, weswegen sie Rapid-Eye-Movement, also als REM bezeichnet wird.

In der Regel und bei einem gesunden Schlafrhythmus befindet sich jeder Erwachsene nach 60 bis 90 Minuten in dieser Phase, die dann rund 10 Minuten andauert. Viele nennen einen Traum auch ein Gefühl, dass sich in bewegten Bildern darstellt und neue Emotionen hervorruft.

Ein Traum ist ein Ablauf von bewegten Bildern und wird meist von sehr intensiven Gefühlen begleitet. Die Traumphase wirkt dabei oftmals sehr bizarr, denn nicht immer sind die im Traum erlebten Geschehnisse in der Realität umsetzbar oder logisch.

Schließlich wird kaum einer mit einem tonnenschweren LKW eine abschüssige Straße hinunterfahren und dabei die Tachonadel auf gute 350 Stundenkilometer schwingen sehen, ohne Schaden zu nehmen. Noch dazu, wenn man keinen Führerschein besitzt oder nicht wirklich von der Stelle kommt, obwohl man das Gaspedal bis zum Anschlag durchtritt.

Welchen Sinn hat das nächtliche Träumen?

Schlafendes Paar

Schlafforscher haben bereits mehrfach nachgewiesen, dass die nächtlichen Träume dazu dienen:

  • am Tag Erlebtes besser zu verarbeiten
  • neu Gelerntes besser einzuprägen und abzuspeichern

Neben diesen durchaus nachvollziehbaren und wichtigen Gründen gibt es die These, dass man träumt, um seinem Ideal näher zu kommen. Oder aber, weil man insgeheime Wünsche so für sich selbst sichtbar macht. Manche Neurologen sind der Ansicht, dass wir träumen, um zu trainieren, mit bestimmten Stresssituationen in der Realität besser umgehen zu können.

Somit kann man das Träumen auch mit dem Reifeprozess des Gehirns in Verbindung bringen. Denn nachgewiesenermaßen träumen gerade Säuglinge und Kleinkinder viel intensiver als Erwachsene. In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich unweigerlich die Frage, ob Träume wirklich Schäume sind.

Traumarten und ihre Merkmale

Neben dem als normal empfunden Traum gibt es andere, die sich durch unterschiedliche Merkmale unterscheiden lassen.

  • Albträume: Hier werden im Traum Ängste oder angstmachende Situationen durchlebt, die sehr häufig zu einem spontanen Erwachen führen. Häufig sind die Schlafenden unruhig, haben einen erhöhten Herzschlag, eine flache Atmung oder sind wie in Schweiß gebadet.
  • Erotische Träume: Bei diesen Träumen geht es fast immer um Sehnsüchte, die nicht in jedem Fall etwas mit Geschlechtsverkehr zu tun haben.
  • Luzide Träume: Von einem solchen Traum spricht man, wenn man zwar rein körperlich in der Schlafphase ist, aber bei vollem Bewusstsein wahrnimmt, dass man träumt. In diesem Fall kann es sogar möglich sein, Einfluss auf den Fortgang des Traumes zu nehmen.
  • Tagträume: Wie der Name schon verrät, träumt man hier bei klarem Bewusstsein und im Wachzustand. Im Grunde sind diese Träume eher eine Fantasievorstellung, auf die man sich konzentriert und somit von seiner Umgebung in dieser Phase nichts mitbekommt.

Schlafende Frau am Schreibtisch

Was ist dran am Sprichwort: „Träume sind Schäume“?

Ursprünglich verbindet sich mit diesem Sprichwort die Bedeutung, dass Wunschträume nicht immer in Erfüllung gehen. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass Visionen und Träume schnell zerstört werden können oder wie Schaumblasen beim kleinsten Windhauch zerplatzen werden.

Ausgehend davon, dass Träume in aller Regel bizarr und unwirklich erscheinen, würde dieses altbekannte Sprichwort natürlich stimmen. Denn die Traumerlebnisse sind in aller Regel nicht realisierbar. Doch die Wissenschaft ist sich in dem Punkt einig, dass Träume wichtig für uns und unsere Gesundheit sind.

So konnte nachgewiesen werden, dass eine unterbrochene Traumphase oder gar eine vollkommen übergangene REM-Phase dafür verantwortlich ist, dass man nur vermindert leistungs- und konzentrationsfähig ist.

Nicht einig sind sie sich jedoch, wenn es um die Bedeutung der Träume für unseren Körper und unsere Psyche geht. Es scheint zwar auf der Hand zu liegen, dass das nächtliche Träumen sinnbildlich unser Gehirn über Nacht entrümpelt und Gelerntes besser verfestigt, aber allein das beweist noch nicht die Richtigkeit des Sprichwortes „Träume sind Schäume“.

Hingegen gilt es als erwiesen, dass Träume Signale für kreative oder geniale Einfälle sind. Oftmals können geträumte Lösungen durchaus auf die Realität angewandt werden oder bestimmte Sequenzen eines Traumes in einem Songtext, Buchinhalt oder Ähnlichem verarbeitet werden.

So gesehen, sind Träume also nicht in jedem Fall Schäume, denn es gibt durchaus berühmte Beispiele, bei denen diese nächtlichen Eingebungen Erfolge in der Realität nach sich zogen.

Träume sind gut für Körper und Seele

Träume erleben wir jede Nacht, in welcher Form auch immer. Dass man sich nicht immer daran erinnern kann, ist zwar bekannt, aber noch nicht gänzlich erforscht. So wie viele Aspekte des sehr komplexen Themas noch nicht erforscht sind.

Sicher ist es jedoch, dass die nächtlichen Träume gut für Körper und Seele sind. Denn das menschliche Gehirn verarbeitet in dieser Phase Erlebtes ebenso wie es Gelerntes besser verfestigt.

Das Lernen vor dem Einschlafen ist also durchaus von Erfolg gekrönt, da die Informationen über Nacht optimal gespeichert werden können. Träume sind insofern nicht in jedem Fall Schäume, weil es auf die Schlafphasen bezogen durchaus dazu führen kann, dass man im Traum sinnvolle Lösungen für ein Problem findet oder eine geniale Eingebung in kreativer Hinsicht haben kann.

Die nächtliche Aktivität unserer Psyche ist zudem erforderlich, um nicht an Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit zu verlieren.

Grundsätzlich gehören Träume immer zu einem gesunden Schlaf, selbst wenn man sich nicht immer an sie erinnert oder manche uns in Form eines Albtraums aus dem Schlaf reißen.

Bei Alpträumen wachen wir nicht unbedingt entspannt und glücklich auf, sondern schlagen schweißgebadet und mit rasendem Herzschlag die Augen auf. Oftmals bleibt ein beängstigendes und negatives Gefühl zurück, mit dem wir durch den Tag müssen. Solange es nur gelegentlich vorkommt, ist alles in Ordnung.

Wenn jedoch regelmäßige Albträume die Schlaf- und Lebensqualität rauben, ist schnelle Abhilfe nötig. Wir verraten, wie Sie bei wiederkehrenden Albträumen schnell raus aus dem Horror kommen.

Welche Ursache haben Albträume?

Ängstliche Frau im Bett

Üblicherweise verarbeiten wir im Traum, also in der REM-Phase, Dinge und Geschehnisse, die uns und unser Unterbewusstsein beschäftigen oder die wir am Tag erlebt haben, wie weiter oben bereits ausgeführt.

Bei einem Albtraum aber spielen Ängste und Sorgen eine große Rolle. Oftmals sogar jene, deren wir uns bei wachem Verstand noch nicht einmal eindeutig bewusst sind.

Ursachen für Albträume können sein:

  • beängstigende Erlebnisse aus der Vergangenheit
  • Tod oder Unfall von nahen Angehörigen oder Freunden
  • Sorgen und Probleme, die Angst verbreiten oder auch unbewusst als Bedrohung der Existenz angesehen werden
  • posttraumatische Belastungsstörungen
  • dauerhafte Stresssituationen im privaten und beruflichen Alltag

Hinweis: Manche Medikamente, die zum Beispiel gegen Bluthochdruck und Parkinson eingesetzt werden, können Albträume hervorrufen oder diese zumindest begünstigen.

Gibt es einen Unterschied zwischen schlechten Träumen und Albträumen?

Auch wenn man gerade Kindern, bei denen Albträume deutlich häufiger vorkommen als bei erwachsenen Menschen, sagt: „Es war nur ein schlechter Traum!“, stimmt diese Aussage so nicht ganz. Denn einen Albtraum sollte man nicht zwangsläufig mit einem schlechten Traum oder dem Hochschrecken aus der Traumphase verwechseln.

Der Unterschied zwischen diesen beiden Traumarten liegt vor allem in der Intensität der Gefühle, die während dieses Traums ausgelöst werden.

Während bei sogenannten schlechten Träumen häufig zwischenmenschliche Konflikte im Mittelpunkt des Traumgeschehens stehen, sind es bei einem Albtraum eher die angsteinflößenden, teilweise auch körperlichen Aggressionen, die uns wütend oder auch traurig machen.

Zudem ist das Geschehen in einem Albtraum deutlich bizarrer und abwegiger, als in einem anderen Traum. Oftmals begreift man noch während des Träumens, dass da etwas nicht stimmen kann, dass etwas völlig absurd ist. Trotzdem fühlt man sich wie gefangen in diesem Traum und spürt, wie sich der Herzschlag erhöht, wie die Atmung flacher wird und der kalte Schweiß beginnt auszubrechen.

Welche Folgen können ständig wiederkehrende Albträume haben?

Professor Michael Schredl, wissenschaftlicher Leiter des Schlaflabors des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim sagt, dass etwa 5 Prozent aller Erwachsenen an regelmäßigen und wiederkehrenden Albträumen leiden.

Kehren diese Träume über einen längeren Zeitraum von drei bis sechs Monaten mindestens einmal in der Woche wieder, dann sprechen die Mediziner von chronischen Albträumen, die der Behandlung durch einen Spezialisten bedürfen.

Albträume bedeuten immer auch eine Unterbrechung des nötigen Schlafes, was durchaus Folgen für die Gesundheit haben kann:

  • Tagesmüdigkeit
  • negative Gefühlslage am Tag
  • ängstliches Hinauszögern der Einschlafphase
  • Angespanntheit
  • verminderte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit
  • depressive Stimmungen können sich entwickeln
  • Begünstigung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Hinweis: Da ständig wiederkehrende Albträume auch ein Anzeichen für psychische Erkrankungen sein können, sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn sich diese nächtlichen Horrortrips nicht abstellen lassen.

Erschöpfte Frau im Bett

Wie kann man sich gegen Albträume schützen?

Sofern keine körperliche oder seelische Erkrankung der Auslöser für die Albträume ist, kann man selbst aktiv werden, um nachts wieder ruhiger schlafen zu können. Dafür muss man zunächst einmal herausfinden, was diese Träume verursacht. Dafür kann das Führen eines Traumtagebuches sehr hilfreich sein.

Dadurch werden die Geschehnisse festgehalten, man kann sich besser an die Inhalte des Traumes erinnern und über die Traumdeutung kann man vielleicht besser verstehen, welchen Hinweis man im Traum erhält.

Zudem führt die Auseinandersetzung mit dem Trauminhalt oftmals dazu, dass die Angst weniger wird, wenn man sich im Wachzustand dem nächtlichen Horror stellt. In der Schlafmedizin wird das Desensibilisierung genannt, denn auf diese Weise stellt man sich der Bedrohung und gewöhnt sich weitestgehend daran.

Lässt sich hinter dem Geträumten ein innerer Konflikt erkennen, oder auch eine problematische Situation aus dem Alltag, können die folgenden Fragen in ihrer Beantwortung eine Lösung bringen, mit der sich am Ende auch die Albträume verhindern lassen:

  • Welches Gefühl lässt sich im Traum am intensivsten wahrnehmen?
  • Kommen im Albtraum bestimmte Situationen und Emotionen aus dem wahren Leben vor? Wenn ja, welche?
  • Mit welchen Lebensphasen stehen die Albträume im Zusammenhang?
  • Haben sich die Träume in der letzten Zeit verändert? Wenn ja, in welcher Form?

Häufig geben auch die Albträume, so beängstigend sie auch sein mögen, einen deutlichen Hinweis darauf, dass etwas im Leben verändert werden sollte. Das kann der Abbau von Stress ebenso sein, wie die Beseitigung von Problemen oder Konfliktsituationen.

Darüber hinaus ist es immer sinnvoll, sich die eigene Schlafhygiene und Schlafumgebung etwas genauer anzuschauen und nötigenfalls zu optimieren. Enge und stickige Schlafzimmer, die schlecht belüftet oder zu sehr beheizt sind, können Albträume fördern.

Autogenes Training, Meditation oder Yoga können zudem helfen, Stress abzubauen und zu einer entspannten Gefühlslage zu finden, bevor man sich zum Schlafen hinlegt.

Frau beim Yoga

Im Albtraum stehen starke und intensiv wahrgenommene Gefühle im Vordergrund

Albträume sind fast immer der wahre Horror für die Betroffenen. Doch die Ursachen können ganz unterschiedlicher Natur sein. Während bei dem einen Albträume durch besonders schlechte Erinnerungen ausgelöst werden, ist der nächste vielleicht körperlich oder seelisch erkrankt, und der dritte schlussendlich einfach von großen Sorgen und Problemen geplagt. Auch im Albtraum werden Erfahrungen und Erlebnisse verarbeitet.

Im Gegensatz zu anderen Träumen stehen hier sehr starke und intensiv wahrgenommene Gefühle im Vordergrund. Ständig unter diesen Träumen zu leiden kann ebenso gesundheitliche Folgen haben, wie bei dauerhaften Schlafstörungen.

Die optimale Schlafumgebung und Schlafhygiene kann in den meisten Fällen die nötige Entspannung bringen, damit den Albträumen der Nährboden entzogen wird.

Sollte es nicht genügen, Probleme und Konflikte zu lösen sowie den Stress mit Mediation zum Beispiel abzubauen, kann ein Gespräch mit dem Arzt schnell Aufschluss bringen, woran es liegt und mit welcher Therapie man gegen die Albträume angehen kann.

Dass sowohl Albträume als auch Träume generell die Gefühlsebene ansprechen oder hin und wieder eine nächtliche Brabbelei bei dem Schläfer hervorrufen können, ist hinlänglich bekannt und in der Regel nicht wirklich erschreckend. Bei der REM-Schlaf-Verhaltensstörung, kurz RBD genannt, liegt die Sache jedoch ein wenig anders. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

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REM-Schlaf-Verhaltensstörung: Symptome und Tipps

Mann mit unruhigem Schlaf

Rund 90 Prozent der Betroffenen sind Männer, wobei statistisch etwa 5 von 1000 Personen an einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung leiden. Diese tritt überwiegend im Alter von 40 bis 70 Jahren auf, während nur sehr wenige junge Menschen davon betroffen sind. Doch was versteht man darunter?

Im Grunde handelt es sich dabei um eine Verhaltensauffälligkeit im Schlaf, die in der REM-Phase, also der Traumphase, auftritt. Mediziner sprechen hier von einer Parasomnie, die oftmals auch als „Rapid eye movement sleep behavior disorder“ oder kurz RBD bezeichnet wird.

Diese Störung ist eng an die REM-Phase gebunden und tritt fast immer in der zweiten Hälfte der Nacht auf. Dann also, wenn die Träume deutlich intensiver werden. Während gesunde Menschen intensive Träume in dieser Schlafphase haben, kommt es nur bei kranken Menschen zur typischen Symptomatik der RBD. Denn bei einem gesunden Schläfer sorgt die Atonie der Skelettmuskulatur dafür, dass Träume eben nur Träume sind und die Motorik in dieser Phase gehemmt wird.

Wer also davon träumt, zu rennen oder beispielsweise mit den Füßen gegen ein Hindernis zu treten, wird niemals im Schlaf wirklich zu einem Fußtritt ausholen.

Welche Symptome sind für diese Parasomnie typisch?

Die Schlafauffälligkeit oder REM-Schlaf-Verhaltensstörung ist vor allem durch ein untypisches Verhalten des Betroffenen gekennzeichnet. Der Träumer wird sich anders verhalten, als möglicherweise im Wachzustand.

Mann mit Kissen über Kopf

Besonders typisch für diese Parasomnie ist es:

  • der Betroffene träumt häufig von sehr skurrilen Vorkommnissen, die er als besonders bedrohlich empfindet und welche durchaus intensiv werden können
  • infolgedessen schaltet er praktisch auf Angriff und wehrt sich im Schlaf tatsächlich mit heftigen Tritten, Faustschlägen oder Schreien gegen die vermeintlichen Angreifer
  • dafür verlässt er nicht das Bett
  • kann sich aber nach dem Aufwachen nicht sofort erinnern
  • zudem findet er nur schwer in die Realität zurück

Hinweis: Aufgrund der verschobenen Reaktionszeit werden bei den Betroffenen Traum und Wirklichkeit beim Wecken vermischt, sodass es für den Partner durchaus gefährlich werden kann, jemanden zu wecken, der solch eine Verhaltensstörung aufweist. Nicht selten wird der Partner in einer derartigen Situation geschlagen, angeschrien oder gar getreten, wenn dieser den Betroffenen durch das Wachmachen aus dem Traum holen will.

Woher kommt die Verhaltensstörung?

Klinische Studien beweisen, dass die REM-Schlaf-Verhaltensstörung einmal die Woche bis zu mehrmals in einer Nacht auftreten kann. Als Ursache vermutet man hier eine Synucleinopathie, eine Ablagerung von falsch gefalteten Alpha-Synuclein-Strukturen, die sich innerhalb jener Nervenzellen befinden, die am Hirnstamm sitzen.

Sprechen Mediziner von Synuclein, so meinen sie damit einen Stoff, der für die natürliche Bildung von Dopamin verantwortlich ist. Kommt es zu einer genetischen Veränderung, wird dieses Protein von unlöslichen Eiweißkomplexen zerstört.

Das hat zur Folge, dass es zu Ablagerungen im Hirnstamm kommt, wodurch bestimmte Prozesse im Körper, welche die Motorik im Schlaf hemmen, nicht mehr richtig funktionieren. Infolgedessen werden Träume intensiver und sozusagen vollumfänglich ausgelebt, ohne dass der Betroffene das steuern oder beeinflussen kann.

Sehr häufig deutet eine RBD darauf hin, dass der Betroffene an Parkinson leidet beziehungsweise diese Erkrankung gerade in ihrer Entstehung ist. Auch eine genetische Veranlagung kann die Ursache für eine solche Verhaltensstörung im Schlaf sein. Dann tritt sie jedoch meist schon früh ab etwa dem 40. Lebensjahr auf.

Wie lässt sich diese Störung behandeln?

Derzeit gibt es noch keine echten Heilungschancen für RBD. Die Forschung ist jedoch noch längst nicht abgeschlossen. Allerdings ist bereits absehbar, dass es im Falle einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung nicht mit Hausmitteln, vorbeugenden Maßnahmen oder gar aktivierten Selbstheilungskräften getan ist. Vielmehr muss dieses Krankheitsbild immer und in jedem Fall von einem fachlich kompetenten Arzt diagnostiziert und behandelt werden.

Behandelt wird diese Parasomnie mit Medikamenten wie Clonanzepam, welches beruhigend und relaxend auf die Muskeln wirkt. Damit soll verhindert werden, dass es zu einer übermäßigen Muskelaktivität während der REM-Phase kommt. Bei Betroffenen, die noch nicht so stark darunter leiden, kann auch Melatonin wirkungsvoll sein.

Hilfreiche Tipps, um die Behandlung zu unterstützen

Vorbeugende Maßnahmen gibt es bei der RBD schlicht und ergreifend nicht. Weder eine bewusst gesunde Lebensführung, noch eine optimierte Schlafhygiene und Bettausstattung können diese Verhaltensauffälligkeit hinauszögern oder unterbinden.

Doch es gibt durchaus Möglichkeiten, um die medikamentöse Behandlung durch den Arzt zu unterstützen. So wird geraten, möglichst Stress zu vermeiden und für ausreichend körperliche Bewegung am Tag zu sorgen. Laut einer schwedischen Studie kann regelmäßige körperliche Aktivität die Parkinson-Erkrankung in ihrem Verlauf verlangsamen.

Darüber hinaus kann es hilfreich sein, wenn Betroffene folgende Punkte beherzigen:

  1. Tägliche Entspannungsübungen wie Progressive Muskelentspannung und Yoga oder Musiktherapien können helfen, Entlastung zu bringen und Stress abbauen.
  2. Die Bettumgebung sollte möglichst sicher gestaltet werden, damit das Verletzungsrisiko soweit es geht, minimiert wird. Spitze Gegenstände und lose Bettvorleger sollten entfernt werden und gegebenenfalls gerade für ältere Menschen ein Bettgitter angebracht werden, damit die Betroffenen nicht aus dem Bett fallen und sich schwer verletzen.
  3. Getrennte Betten können Schutz für den Partner eines RBD-Patienten sein. Denn die nächtlichen Aktivitäten können schwere Verletzungen verursachen und für eine Störung des gesunden Schlafes sorgen.

Schlafender Mann im Bett

Die REM-Schlaf-Verhaltensstörung ist nicht heilbar

Eine REM-Schlaf-Verhaltensstörung ist nicht heilbar, durch entsprechende Medikamente aber einigermaßen steuerbar. Bei dieser Parasomnie träumt der Betroffene sehr aktiv, schlägt und tritt um sich, da durch Ablagerungen im Hirnstamm die Muskelaktivität im Schlaf nicht mehr gehemmt werden kann.

Verantwortlich für diese Verhaltensauffälligkeit ist entweder ein genetischer Defekt oder eine beginnende Parkinson-Erkrankung.

In beiden Fällen sollte ein Arzt aufgesucht werden, denn mit Kräutertees und Entspannungsübungen ist es nicht getan. Erste Anzeichen können zudem ein schlechterer Riechsinn oder erhöhte Vergesslichkeit sein.

Neurologen mit Spezialisierung auf Schlafstörungen sind in der Regel die besten Ansprechpartner, um eine beginnende Demenz zu erkennen oder auszuschließen.

Eine weitere Verhaltensauffälligkeit ist das Schlafwandeln. Ein ernstzunehmendes Phänomen, bei dem es im schlimmsten Fall zu lebensbedrohlichen Verletzungen kommen kann.

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Schlafwandeln – ein riskantes und gefährliches Phänomen

Mann beim Aufstehen im Schlaf

Bei dem Begriff Schlafwandeln haben wohl die meisten eine lustige Comicfigur vor Augen, die im Nachtgewand und mit ausgestreckten Armen durch die Dunkelheit tapst. Was aber im Zeichentrickfilm lustig dargestellt wird, ist in der Realität nicht ungefährlich. Auch wenn das nächtliche Schlafwandeln meist eher harmlose Ursachen hat, können die Auswirkungen auf die Gesundheit enorm sein.

Was bedeutet der Begriff Schlafwandeln?

Der medizinische Ausdruck für das Schlafwandeln lautet Somnambulismus. Gemeint ist damit das nächtliche Umherwandeln, bei dem der Betroffene nicht vollständig wach ist. Manche Menschen setzen sich in dieser Phase nur kurz im Bett auf, schauen offenbar orientierungslos um sich, legen sich gleich wieder hin und schlafen seelenruhig weiter. Andere aber verlassen das Bett.

Für einen Beobachter macht es sogar den Eindruck, als ob sie genau wüssten, wo sie hin wollten oder was sie tun wollen. Doch was da so zielstrebig aussieht, ist es keineswegs. Auch wenn in puncto Schlafwandeln noch nicht alles erforscht ist, feststeht: Die Betroffenen befinden sich in einem besonderen Zustand, einer veränderten Bewusstseinslage.

Das bedeutet, dass hier der Wachzustand mit dem Schlaf kombiniert ist und der Schlafwandler deswegen zu komplexen Handlungen fähig ist. Trotzdem wird sich keiner der Betroffenen am nächsten Tag daran erinnern.

Häufig ist das Schlafwandeln dann zu beobachten, wenn der Schlafende innerhalb seines Schlafzyklus den kurzen Moment der Aufwachphase erreicht hat. Das ist normalerweise nicht ungewöhnlich und tritt bei jedem Menschen auf. Nur wenn in dieser Phase eine Störung vorliegt, kommt es bei manchen Personen zum Wandeln im Schlaf.

Hinweis: Übrigens sind Kinder und Jugendliche sehr viel mehr davon betroffen als Erwachsene. In der Regel verliert sich diese Aufwachstörung bis zum Ende der Pubertät.

Bleibt sie aber im Erwachsenenalter bestehen oder kommt häufig vor, empfiehlt sich eine genaue Ursachenforschung. Abgesehen von dem Verletzungsrisiko, dem der Betroffene beim Schlafwandeln ausgesetzt ist, können auch andere Ursachen eine Rolle spielen.

Wachender Mann neben schlafender Frau

Typische Symptome des Schlafwandelns

  • der Betroffene richtet sich kerzengerade im Bett auf, zupft an Decke oder Kissen, schaut ausdruckslos oder orientierungslos umher
  • der Betroffene verlässt das Bett, um zur Toilette zu gehen, ganz normale Tätigkeiten im Haushalt auszuführen oder das Haus zu verlassen
  • der Blick des Betroffenen ist in dieser Phase meist starr, er sucht keinen Augenkontakt zu anderen Personen
  • auf äußere Reize reagieren Schlafwandler entweder gar nicht oder sehr zeitverzögert
  • wenn Schlafwandler in dieser Phase geweckt werden, sind sie völlig orientierungslos
  • die Betroffenen bewegen sich üblicherweise geradeaus, das heißt, sie gehen eher den direkten Weg und vermeiden Kurven oder dergleichen
  • das Schlafwandeln dauert zwischen einigen Sekunden bis zu wenigen Minuten

TIPP: In der Regel ist es nicht ideal, den Schlafwandler aufzuwecken, da sie in diesem Fall oftmals erschrecken. Sinnvoller ist es, vor allem bei Kindern, das Ganze zu überwachen und denjenigen sanft an die Hand zu nehmen, um ihn zurück zum Bett zu begleiten. Dadurch wird die mögliche Verletzungsgefahr minimiert.

Mögliche Ursachen für das Schlafwandeln

Wirklich erforscht ist dieses Phänomen noch nicht. Doch Mediziner haben eine Häufung innerhalb der Familie festgestellt, so dass man davon ausgehen kann, dass es sich um eine genetische Veranlagung handelt.

Schlüsselreize oder auch Ursachen für das Schlafwandeln können sein:

  • ein bereits vorausgegangener, andauernder Schlafmangel
  • eine Erkrankung, die mit Fieber und Schmerzen einhergeht
  • eine gefüllte Harnblase und der Drang, auf die Toilette zu müssen
  • die Nebenwirkungen von Medikamenten
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • psychische Erkrankungen
  • Stress
  • organische Erkrankungen, die das Gehirn betreffen, wie zum Beispiel Epilepsie

Hinweis: Übrigens ist die Anziehungskraft des Mondes nicht verantwortlich dafür, ob jemand schlafwandelt oder nicht. Der Mythos der sogenannten Mondsüchtigkeit ist also ein altes Ammenmärchen!

Schlafloser Mann im Bett

Wie wird das Schlafwandeln diagnostiziert und behandelt?

In der Regel kann ein Schlafwandeln nur dann vom Arzt diagnostiziert und behandelt werden, wenn der Betroffene von seinen nächtlichen Ausflügen etwas weiß. Doch nur, wenn sich diese Episoden nicht zu sehr häufen oder keine Verletzungen auftreten, wird der Hausarzt etwas dagegen unternehmen.

So kann es sein, dass ein Betroffener, der möglicherweise allein lebt, zum Arzt geht, weil er meint, an einer Schlafstörung zu leiden. Die Symptome können ganz ähnlich sein. Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Unkonzentriertheit am nächsten Tag kommen bei Schlafwandlern ebenso vor.

In diesem Fall wird es über die Anamnese sowie einer eventuellen Beobachtung im Schlaflabor erst zu einer eindeutigen Diagnose kommen. Ob das Schlafwandeln nun in die Kategorie gehört, die vom Arzt behandelt werden muss, oder auch nicht: In jedem Fall wird der behandelnde Hausarzt Tipps zur Schlafumgebung und zur Schlafhygiene geben. Sind diese beiden Faktoren stimmig, kann das Schlafwandeln minimiert werden.

Zumindest wird die Häufigkeit dieser nächtlichen Aktivität stark herabgesetzt, wenn es in puncto Schlafhygiene und Schlafumgebung keine Beanstandungen gibt.

Zur optimalen Schlafhygiene und Schlafumgebung gehören unter anderem folgende Faktoren:

  • ein gesundes Raumklima
  • eine optimale Raumtemperatur von etwa 16 Grad bis 20 Grad Celsius
  • ein auf die eigenen Bedürfnisse und Ansprüche angepasstes Bett mit entsprechender Matratze und Bettwaren
  • ein Schlafzimmer ohne störende elektronische Geräte, Lichtquellen oder Geräusche
  • genügend Entspannungsphasen auch am Tag
  • feste Zubettgehzeiten
  • mögliche Einschlafrituale, um Körper und Geist in einen angenehmen Ruhezustand zu versetzen
  • keine zu späten Essenszeiten
  • kein übermäßiger Alkohol- und Tabakkonsum direkt vor dem Schlafen

Darüber hinaus kann jeder vom nächtlichen Wandeln Betroffene durch autogenes Training neue Verhaltensmuster antrainieren. So kann eine Meditation oder ein gezieltes autogenes Training helfen, sich psychisch und physisch so weit wie möglich zu entspannen und eventuellen Stress abzubauen.

Das hilft zum einen bei einem schnelleren und besseren Einschlafen, sorgt aber auch dafür, die nächtlichen Ausflüge zu minimieren. Hier können bildliche Vorstellungen oder ein Mantra helfen.

TIPP: Wer sich vor dem Einschlafen vornimmt und einredet, dass er wach wird, sobald die Füße den Boden berühren, kann sich und seinem Körper ein neues Verhaltensmuster antrainieren.

Schlafender Mann

Schlafwandeln muss nur in wenigen Fällen ärztlich behandelt werden

Vom Schlafwandeln sind relativ viele Menschen betroffen, wobei der Hauptanteil hier bei Kindern und Jugendlichen liegt. Diese Aufwachstörung verliert sich in der Regel bis zur Pubertät. Tut sie das nicht oder tritt generell erst im Erwachsenenalter gehäuft auf, sollte von einem Arzt abgeklärt werden, wo die Ursachen liegen.

Ein gefährliches Phänomen wird das Schlafwandeln erst, wenn sich der Betroffene bei seinen Ausflügen an Möbelstücken stößt oder das Haus verlässt. Dann besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko. In diesem Falle ist unbedingt eine ärztliche Behandlung notwendig.

In leichteren Fällen, oder dort wo es nicht zu Verletzungen kommt, reicht es oftmals schon aus, die eigene Schlafhygiene oder Schlafumgebung zu optimieren.

Ein weiteres Phänomen, das allerdings in keinster Weise so gefährlich werden kann wie Schlafwandeln, ist das Reden im Schlaf.

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Reden im Schlaf: Was hat es damit auf sich?

Im Schlaf redender Mann

Wohl jeder hat es schon einmal erlebt: Der Partner, die Kinder oder man selbst brabbelt im Schlaf vor sich hin. Es mag etwas gespenstisch oder auch belustigend sein, doch gefährlich ist es nur in den seltensten Fällen. Was hat es damit auf sich, dass wir im Schlaf reden? Wir sind dem Phänomen auf den Grund gegangen und haben uns die Ursachen genauer angeschaut.

Warum reden wir im Schlaf?

Überraschenderweise sind es gerade einmal rund 5 Prozent der Erwachsenen, die im Schlaf reden. Weitaus häufiger tritt dieses Phänomen bei Kindern und Jugendlichen auf. Gut die Hälfte aller Kinder und Teenies reden im Schlaf. Das Reden im Schlaf ist keine Erkrankung, sondern eine Verhaltensauffälligkeit, welche von Ärzten Somniloquie genannt wird.

Schlafender Mann mit Bierflasche im Bett

Meist beginnt es mit einem unverständlichen Nuscheln. Einzelne Worte oder auch ganze und zusammenhängende Sätze werden von Schläfern meist in der REM-Phase gesagt. Da aber die Sprechmuskulatur im Schlaf faktisch inaktiv ist, versteht man kaum, was der Bettnachbar erzählt.

Auch wenn dieses Phänomen noch nicht in vollem Umfang erforscht wurde, steht dennoch bereits fest, dass wir besonders dann im Schlaf reden:

  • wenn wir viel Alkohol getrunken haben
  • wenn wir unter starkem Stress stehen
  • wenn wir hohes Fieber haben
  • wenn wir bestimmte Medikamente einnehmen müssen

Warum tritt das Phänomen hauptsächlich in der REM-Phase auf?

In einer Studie konnte der Schlafforscher Arthur M. Arkins nachweisen, dass wir im Schlaf reden, wenn wir träumen. Das bedeutet also, dass wir dann das im Traum erlebte Gespräch wiedergeben. Dabei kann es sich sehr oft um das drehen, was wir tagsüber erlebt haben oder was uns auf der seelischen Ebene stark belastet. Denn im Schlaf werden immer diese Geschehnisse aus dem Alltag aufgearbeitet und verarbeitet.

Wer beispielsweise im Kellner-Beruf unter starkem Stress steht, der wird womöglich nachts die Gäste im Traum abkassieren und unter Umständen etwas von „das macht 3,50 Euro“ murmeln. Doch nicht nur in der Realität Erlebtes verarbeiten wir nachts. Auch Sehnsüchte und Wünsche sowie Ängste stehen oft im Mittelpunkt unserer Träume, die uns zum Reden animieren.

Oftmals sind es gerade in diesem Bereich Dinge, denen wir bei wachem Verstand vielleicht gar nicht mal eine so große Bedeutung beimessen. Oder deren wir uns noch nicht einmal wirklich bewusst sind.

Wer nun aber denkt, seinem Partner im Schlaf irgendwelche Geheimnisse entlocken zu können, wird enttäuscht werden. Denn das Forschungsergebnis von Arthur M. Arkins weist im Umkehrschluss auch darauf hin, dass der redende Schläfer nicht unbedingt die Wahrheit sagt.

Von daher ist es unwahrscheinlich, dass der Bettnachbar im Traum wahrheitsgemäß ein eventuelles Geheimnis preisgibt. Selbst dann nicht, wenn man sich als wacher Partner mit dem Schlafenden unterhält. Vermutlich wird es sogar eine gemurmelte oder auch verständliche Antwort geben. Aber ob die dann der Wahrheit entspricht, ist mehr als fraglich.

Kann man das Reden im Schlaf selbst beeinflussen und abstellen?

Hier lautet die Antwort schlicht und ergreifend: Nein! Man kann es nicht steuern, ob man im Schlaf redet. So wie man nicht bewusst steuern kann, was man träumt.

Zudem ist es nicht erforderlich, sich über dieses Phänomen ernsthaft Sorgen machen zu müssen. Es ist in der Regel völlig ungefährlich. Im Prinzip entwickelt sich das Reden im Schlaf auch erst dann zum Störfaktor, wenn dadurch die eigene Nachtruhe, oder die des Partners massiv gestört würde. Denn weckt man sich oder den Partner mit der nächtlichen Brabbelei, fühlt man sich am nächsten Tag unausgeruht und müde.

Passiert das ständig, kann sich schnell eine Schlafstörung daraus entwickeln. Allerdings kann man selbst dafür sorgen, dass das Phänomen weitaus weniger auftritt und somit wieder eine bessere Schlafqualität gewährleistet werden kann.

Bereits eine Umstellung der Gewohnheiten oder eine Veränderung der Lebenssituation können hilfreich sein, um die Somniloquie weniger werden zu lassen.

Mit folgenden Dingen kann man die Faktoren, welche das Reden im Schlaf fördern, eindämmen:

  • Entspannungs- und Mediationsübungen vor dem Schlafen, beispielsweise mit Autogenem Training, Qi Gong oder Yoga
  • Verzicht auf übermäßigen Alkohol- und Tabakgenuss direkt vor dem Zubettgehen
  • Verzicht auf anregende Getränke und zu schwerem Essen am späten Abend oder direkt vor dem Schlafen
  • Verzicht auf Powersportarten am Abend
  • ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus einschließlich fester Zeiten fürs Aufstehen und Zubettgehen
  • ausreichend Bewegung an der frischen Luft tagsüber, damit der Körper genügend Serotonin bilden kann, was er später für die Melatonin-Produktion braucht

Hinweis: Sollte das Reden im Schlaf zu einem gestörten Schlafrhythmus führen oder sich durch dauerhafte Stresssituationen psychische Beschwerden einstellen, ist es ratsam, wenn ein entsprechender Arzt konsultiert wird, um die Ursache zu bekämpfen.

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Der Autor:

Oliver-Schramm-Chat-2

Oliver

„Schlaf ist für Menschen lebenswichtig. Im Schlaf entspannt und erholt sich der ganze Körper, das Immunsystem schöpft neue Kraft und die Seele verarbeitet Erlebtes. Wer nachts gut schläft, ist tagsüber fit und leistungsfähig."

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