Wann muss eine neue Matratze her?

06.08.2016 14:00  Von:: Elisabeth

Wie oft sollte man seine Matratze wechseln?

So oft man bequem auf seiner Matratze schläft, so wenige Gedanken macht man sich über ihr Innenleben. Irgendwann kommt aber der Zeitpunkt, an dem auch die beste Matratze gewechselt werden sollte. Der Kern ist durchgelegen, im Innern haben sich Milben vermehrt und das jahrelange Eindringen von Schweiß macht sich mit dunklen Flecken bemerkbar. Es ist Zeit für eine neue Matratze.

Nicht warten, bis es zu spät ist

Experten raten, die Matratze alle 7 bis 10 Jahre durch eine neue zu ersetzen. In diesem Zeitraum entstehen Abnutzungserscheinungen wie Druckstellen. Durch gleichbleibende Liegegewohnheiten sinken die Mittelbereiche der Matratze schneller ab als die Außenseiten. Besonders stark ist diese Veränderung im Bereich des Beckens festzustellen. Beim Liegen macht sich diese strukturelle Veränderung in einem ungewohnten Liegegefühl bemerkbar. Man schläft nicht mehr problemlos durch, hat Rückenschmerzen und dreht sich häufiger hin und her. Neben diesen Problemen kann es andere Gründe für den früheren Kauf einer neuen Matratze geben:

  • das Körpergewicht hat sich in kurzer Zeit erhöht
  • durch Krankheit entstandene Rückenprobleme erfordern einen höheren Liegekomfort
  • nach dem Aufstehen fühlt sich die Rückenpartie verspannt an
  • beim Liegen im Bett treten allergische Symptome wie rote Augen und Nasenjucken auf

Die richtige Matratzenart auswählen

Es ist verständlich, dass sich eine Matratze minderer Qualität erheblich schneller abnutzt. Neben der Verarbeitung ist aber auch auf die Fertigungsweise zu achten. Grundlegend unterscheidet man drei Typen:

Die Federkernmatratze

Federkernmatratzen gehören den Klassikern unter den Bettausstattungen an. Man findet sie in den meisten deutschen Haushalten. In ihrem Innern befinden sich mit Stahlspiralen verbundene Stahlfedern. Sie federn das Gewicht des Schlafenden ab. Um einen hohen Liegekomfort zu gewährleisten, sind sie mit Vlies oder Filz ausgepolstert. Die Oberfläche ist meistens mit Wolle versteppt. Vorteile von Federkernmatratzen sind ihre Robustheit, ihre Preisgünstigkeit und ihr hoher Liegekomfort. Nachteile sind die Inkompatibilität mit verstellbaren Lattenrosten und die mangelhafte Punktelastizität.

Die Schaumstoffmatratze

Schaumstoffmatratzen bestehen meistens aus Polyurethan. Sie zeichnen sich durch ihre besonders weiche Oberfläche aus. Aufgrund ihres geringen Härtegrades sind sie für schwerere und von Bandscheibenproblemen betroffene Personen nur bedingt zu empfehlen. Sie eignen sich eher für leichte Menschen und Kinder, von denen sie aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit gern genutzt werden.

Die Latexmatratze

Latexmatratzen bestehen aus einer Mischung synthetischen und natürlichen Gummis. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Punktelastizität, ihre Geräuscharmut und die hohe Flexibität aus. Aufgrund des Latexanteils sind sie unempfindlich gegen Milben und gut für Allergiker geeignet.

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