Warum fällt man nachts nicht aus dem Bett?

13.04.2014 13:15  Von:: Oliver

Warum fällt man nachts nicht aus dem Bett?

Kinder fallen des öfteren beim Schlaf aus dem Bett - doch als Erwachsener kennen wir dieses Problem eher selten. Und das, obwohl ausgewachsene Menschen nicht weniger bewegend träumen, als kleine Kinder. Der Grund: Kinder müssen diese Fähigkeit erst erlernen. Auch bei älteren Menschen kann die Orientierung im eigenen Bett nachlassen.

Die unbewusste Orientierung im Bett

Erwachsene haben sich über die Jahre die Fähigkeit angeeignet, die eigene Bettkante zu erkennen. Der Trick: Während ein erwachsener Mensch sich im Bett herumdreht oder die Lage wechselt, schläft er nicht wirklich. Er befindet sich in einer bestimmten Schlafphase, in der er sogar die Augen öffnet, um sich zu orientieren. Dass er wach geworden wäre, daran kann sich der Erwachsene am nächsten Morgen nicht erinnern.

Fünf verschiedene Schlafphasen

Im Schlaf durchleben wir fünf verschiedene Schlafphasen, in denen wir mehr oder weniger tief in den Schlaf versunken sind.

Die Schlafphasen sind:

  • Leichtschlafphasen 1 und 2
  • zwei Tiefschlafphasen zur körperlichen Entspannung
  • REM-Phasen (Rapid Eye Movement - Traumphasen, in denen sich nur die Augen bewegen)

 

Man könnte vermuten, dass man besonders in den Traumphasen besonders viel bewegt - dem ist aber nicht so. Während der REM-Phase schützt uns unser Körper davor, indem unsere Muskeln erschlaffen. Das Einzige, was sich in dieser Zeit bewegt, sind unsere Augen.

Zwischen diesen Schlafphasen und insbesondere vor und nach den Traumphasen gibt es jedoch Momente, in denen wir fast wach sind. In diesen "Fast-Wach-Phasen" ist der Schlaf besonders leicht, sodass wir sogar unsere Augen öffnen. Sie sind mit zehn bis 15 Sekunden allerdings so kurz, dass wir sie nicht als Wachphasen wahrnehmen. Erwachsene bekommen in diesen Phasen dennoch mit, wenn sie sich am Rande des Bettes befinden.

Eine Fähigkeit, die Kinder erst noch erlernen müssen, denn ihre "Fast-Wach-Phase" ist noch nicht genug ausgeprägt.

Am besten schläft man im eigenen Bett

Im Laufe der Zeit lernen wir unbewusst, die Maße unseres Bettes in diesen Wachphasen abzuschätzen. Wir öffnen kurz die Augen oder tasten instinktiv nach der Bettkante, um uns zu orientieren. Dieses Prinzip funktioniert natürlich in einer gewohnten Umgebung am besten. Das ist auch ein Grund dafür, weshalb wir in fremden Betten häufiger wach werden, als in unserer eigenen Schlafstätte.


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