Was hilft bei Nackenschmerzen?

Was hilft bei Nackenschmerzen?

Etwa 40 % der Deutschen leiden regelmäßig unter Nackenschmerzen. Oft sind die Schmerzen eine Folge von Verspannungen der Muskulatur im Nacken. Treten Nackenschmerzen nach dem Aufstehen auf, liegt es oft an einer falschen und verspannten Schlafhaltung. Lesen Sie hier, was Sie gegen einen verspannten Nacken und Nackenschmerzen im Bett tun können.

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Ursachen für Nackenschmerzen

Nackenschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Sehr oft werden sie von Verspannungen hervorgerufen, aber das ist nicht die einzige Ursache. Während tagsüber vor allem Fehlhaltungen und Bewegungsmangel ursächlich sind für die Nackenbeschwerden, zeigen sich nachts noch weitere mögliche Ursachen:

  • Nackenschmerzen durch Muskelverspannungen
  • Nackenschmerzen durch eine falsche Matratze
  • Nackenschmerzen durch ein falsches Kissen
  • Nackenschmerzen durch Kieferprobleme
  • Nackenschmerzen durch ein falsches Raumklima
  • Nackenschmerzen durch psychische Belastungen

 

Muskelverspannungen im Schlaf haben ihre Ursache sehr oft in einer unpassenden Matratze oder einem unpassenden Kissen.

Die richtige Matratze

Wer nachts Nackenschmerzen hat oder am Morgen mit einem verspannten und schmerzenden Nacken aufwacht, der schläft vielleicht auf der falschen Matratze. Personen, die anfällig sind für Nackenschmerzen, sollten auf einer punktelastischen Matratze schlafen, die dafür sorgt, dass die Wirbelsäule im Liegen entlastet wird und nicht überstreckt oder gestaucht wird. Für Personen mit Nackenproblemen ist das besonders im Halswirbelbereich wichtig. Um hier ein Liegen mit gerader Wirbelsäule zu ermöglichen, muss vor allem die Schulter tief in die Matratze einsinken.

Gut geeignete Matratzen sind

  • Taschenfederkernmatratzen
  • Tonnentaschenfederkernmatratzen
  • Viscoschaummatratzen
  • Latexmatratzen
  • Visco-Latexmatratzen
  • Gelschaummatratzen
  • zonierte Kaltschaummatratzen

 

Bis auf die Matratze aus Kaltschaum haben all diese Matratzen eine punktelastische Liegefläche, die es erlaubt, dass die Schulter tief in die Matratze einsinkt. Die Kaltschaummatratze hingegen trägt dem ergonomischen Liegen durch die Zonierung Rechnung und sorgt dafür, dass ein entlastendes Liegen mit gerader Wirbelsäule möglich ist.

Zonierte Kaltschaumatratzen werden als 5- oder 7-Zonen Matratzen angeboten. Bei den 5-Zonen Matratzen wurde auf die Zone für den Kopf verzichtet, Personen mit Nackenproblemen sollten daher immer auf eine 7-Zonen Matratze zurückgreifen.

Tipp: Ein guter Topper kann das Liegegefühl verbessern und die Liegeeigenschaften der Matratze optimieren. So kann beispielsweise ein punktelastischer Topper aus Gelschaum oder Viscoschaum zum Komfort einer Federkernmatratze beitragen. Mit dem Topper allein lassen sich jedoch keine Nackenschmerzen, die von einer unpassenden Matratze herrühren, beseitigen.

Das richtige Kissen

Ohne das richtige Kissen nützt die beste Matratze nichts. Passt das Kissen nicht, wird die Halswirbelsäule überdehnt oder gestaucht, je nachdem, ob es zu hoch oder zu flach ist. Welches Kissen das richtige ist, hängt dabei zu großen Teilen auch von der bevorzugten Schlafhaltung ab.

  • Das richtige Kissen für Seitenschläfer

Seitenschläfer brauchen ein Kissen, das den Kopf und die Halswirbelsäule stützt, indem es sich in den Hohlraum zwischen Kopf und Schulter einfügt. Das Kissen sollte nicht zu flach sein, damit der Kopf genügend abgestützt wird und die Halswirbelsäule entlastet wird und gerade bleibt. Spezielle Nackenstützkissen erfüllen diese Funktion. Am besten geeignet sind sie, wenn sie aus einem anpassungsfähigen, punktelastischen Schaum bestehen.

  • Das richtige Kissen für Rückenschläfer

Rückenschläfer müssen vor allem darauf achten, dass die Halswirbelsäule nicht durch ein zu hohes Kissen überstreckt wird. Vor allem voluminöse Daunenkissen oder zu hohe Nackenkissen führen oft zu einer Überdehnung und einer schmerzhaften Verspannung der Nackenmuskulatur.

Hinweis: Die Bauchlage sollte bei Nackenschmerzen nach Möglichkeit ganz vermieden werden, weil der Kopf und die Halswirbelsäule in Bauchlage nicht ausreichend gestützt werden können und die Gefahr besteht, dass die Halswirbelsäule gestaucht wird.

Nackenschmerzen durch Kieferprobleme

Nackenschmerzen nach dem Aufstehen können auch durch nächtliche Kieferverspannungen und Zähneknirschen hervorgerufen werden. Oft gehen die Nackenschmerzen dabei mit Kopfschmerzen einher und es kommt zu Schmerzen im Kiefergelenk. Die Ursachen für nächtliches Zähneknirschen und Kieferverspannung sollten ärztlich abgeklärt werden. Es können sowohl körperliche als auch seelische Ursachen dahinterstecken. Spezielle Aufbissschienen, die nachts auf die Zähne gesteckt werden, können als Sofortmaßnahme helfen, das Zähneknirschen zu verhindern. Langfristig sollte aber immer die Ursache für das Zähneknirschen gefunden und beseitigt werden und wenn das Knirschen Auslöser der Nackenverspannungen ist, lösen diese sich damit ebenfalls auf.

Nackenschmerzen durch ein falsches Raumklima

Auch ein falsches Raumklima kann nächtliche Nackenverspannungen hervorrufen. Vor allem ein feuchtkaltes Klima im Schlafzimmer kann Auslöser für Nackenverspannungen sein. Die Temperatur im Schlafzimmer sollte idealerweise 16° bis 18° C betragen bei einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 %.

Wer morgens oft unter einem verspannten Nacken und Nackenschmerzen leidet und der Ursache auf den Grund gehen möchte, der sollte sich daher ruhig die Mühe machen, ein Thermometer und ein einfaches Hygrometer im Schlafzimmer anzubringen und das Raumklima damit regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Tipp: Ist es bei der empfohlenen Raumtemperatur zwischen 16 ° und 18° C zu warm oder zu kalt im Schlafzimmer und kommt es zu vermehrtem Schwitzen oder Frieren, sollten Sie zunächst Ihre Decke und die Matratze überprüfen, bevor Sie die Temperatur erhöhen oder herabsenken.

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Nackenschmerzen durch psychische Belastungen

Auch psychische Belastungen und Stress können in der Nacht zu Verspannungen und Nackenschmerzen führen. Haben Sie den Verdacht, dass die Nackenschmerzen eine psychische oder stressbedingte Ursache haben könnten, versuchen Sie, vor dem Schlafengehen gezielt zu entspannen.

  • Vermeiden Sie Alkohol am Abend, vor allem direkt vor dem Schlafengehen
  • Verzichten Sie auf spannende Filme und aufwühlende Lektüre
  • Entspannen Sie stattdessen bei ruhiger Musik oder Naturgeräuschen
  • Trinken Sie einen heißen Beruhigungstee vor dem Schlafengehen
  • Machen Sie einen kurzen Spaziergang
  • Schreiben Sie auf, was Sie am Tag besonders beschäftigt oder auch belastet hat
  • Machen Sie vor dem Schlafengehen ein paar Entspannungsübungen für den Nacken

Oft ist nicht nur eine Ursache verantwortlich

Da Nackenschmerzen so viele unterschiedliche Auslöser haben können und eine wahre Volkskrankheit sind, sind oft mehr als nur ein Auslöser an der Entstehung nächtlicher Nackenschmerzen beteiligt.

Auch wenn eine passende Matratze und ein passendes Kopfkissen natürlich zu einer gesünderen Schlafhaltung und damit auch zu einer Entspannung der Halswirbelsäule führen, können sie nicht alle Probleme lösen, wenn Sie beispielsweise tagsüber einer sitzenden Tätigkeit in Fehlhaltung nachgehen und sich zu wenig bewegen.

Versuchen Sie, das Thema Nackenschmerzen daher möglichst ganzheitlich anzugehen und sorgen Sie vor allem auch tagsüber für eine gesunde Körperhaltung und genügend Bewegung.

Wichtiger Hinweis: Bei Nackenschmerzen hilft in den meisten Fällen vor allem Bewegung. Nackenschmerzen werden fast immer von verspannten Muskeln hervorgerufen und das beste Mittel dagegen heißt nicht Schonung, sondern Bewegung.

 

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