Was ist Seide?

07.08.2017 09:45  Von:: Oliver

Seide

Die Seidenfaser wird von der Raupe einer in China beheimateten Schmetterlingsart, dem Seidenspinner, produziert. Die edle Naturfaser wird aus den Kokons der Raupen gewonnen, die zu diesem Zweck in großer Anzahl gezüchtet werden.

Jeder Seidenspinner legt etwa 300 bis 400 Eier, aus denen Raupen schlüpfen, die sich von den Blättern des Maulbeerbaums ernähren. Die gefräßigen und schnell wachsenden Raupen wachsen innerhalb von etwa vier Wochen zu einer Größe von bis zu 10 Zentimetern heran und beginnen sich zu verpuppen. Dazu wickeln sie sich mit der Seidenfaser ein, die von zwei am Kopf der Tiere befindlichen Drüsen produziert und zu einem fortlaufenden Faden verklebt wird. Die Raupe umwickelt sich völlig mit den Fäden, um in diesem Kokon heranzureifen und als Schmetterling zu schlüpfen. Da bei diesem Prozess der Seidenkokon zerstört würde, werden die Raupen mithilfe von heißem Dampf abgetötet und die Seide kann gewonnen werden.

Seide

Die Gewinnung der Seide

Wurde die Raupe abgetötet, kann die Seide zunächst von dem Kokon abgewickelt werden. Diese äußere Schicht der Seidenfäden nennt sich Haspelseide, der Prozess des Abwickelns wird auch als abhaspeln bezeichnet. Die so gewonnenen Seidenfäden sind sehr glatt und glänzend und müssen nicht versponnen werden.

Doch nur etwa ein Viertel der Seide des Kokons lässt sich abwickeln und direkt als Seidenfaser ernten. Die restliche Seide muss versponnen werden und ist qualitativ weniger hochwertig als die Haspelseide. Diese Seide wird als Schappeseide bezeichnet und die kurzen Fasern, die bei der Seidengewinnung anfallen, werden als Bouretteseide bezeichnet.

Die fertige Seide wird schließlich in einem Seifenwasser gekocht, um den Seidenleim herauszulösen, der der Seide eine stumpfe Oberfläche verleiht.

Eine andere Variation dieser Zuchtseide ist die Wildseide, die aus den Kokons geschlüpfter Wildschmetterlinge hergestellt wird. Da die Kokons durch das Schlüpfen der Tiere beschädigt wurden, müssen dabei kurze Seidenfasern zusammengefügt werden. Anders als bei der makellos glatten Zuchtseide entsteht so eine unregelmäßige und leicht noppenartige Oberfläche.

 

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