Was muss man bei Hausstaubmilben tun?

16.04.2014 08:15  Von:: Oliver

Was hilft gegen Hausstaubmilben im Bett?

Nach Schätzungen leiden rund vier- bis fünf Millionen Menschen in Deutschland an einer Allergie gegenüber Hausstaubmilben. Bei Kindern ist dies noch weiter verbreitet, hier reagieren 80% von ihnen im Allergietest mit Asthma auf Milben. Dabei sind es nicht die Tiere an sich, welche die Allergie auslösen, sondern deren Exkremente. Im Laufe ihres Lebens geben sie nämlich das 200fache ihres Körpergewichts ab. Dieses kann Dauerschnupfen, Bindehautentzündungen oder gar Asthma verursachen.

Wie zeigt sich eine Hausstaubmilbenallergie?

Eine Stauballergie ist in der Tat keine Seltenheit. Der Staub an sich setzt sich dabei aus verschiedenen Komponenten zusammen. Hausstaubmilben sind ein wichtiger Teil davon und meist auch die Hauptursache. Die weniger als 1 mm großen Spinnentiere leben am liebsten in Stofftieren, Polstermöbeln oder Teppichen. Und auch Matratzen sind ein beliebter Ort für die Milben. Hier herrscht genau das warme und feuchte Klima, das sie so mögen. Und natürlich finden sie da auch die Nahrung, die sie benötigen. Schon ein Gramm menschliche Hautschuppen reicht für rund eine Million Milben aus. Eine Milben-versuchte Matratze kann daher auch ein Allergie-Grund sein.

Das sind die am häufigsten auftretenden Symptome bei einer Allergie

  • Insgesamt sind sie einem klassischen Heuschnupfen sehr ähnlich
  • Verstopfe bzw. juckende Nase
  • Juckende Augen, die auch manchmal tränen können oder gerötet sind
  • Husten oder erschwert das

 

Atmen Die Beschwerden können über Jahre Hinweg chronisch werden und somit auch zu einer Gefahr. Vor allem in den Wintermonaten treten verstärkte Husten- und Niesanfälle auf.

Was kann man dagegen tun?

Wer vermutet, dass Hausstaubmilben eine Ursache für die Allergie sind, der sollte einen Allergologen aufsuchen. Dieser kann diverse Allergietests durchführen und eine erste Diagnose stellen. In der Regel ist eine Hausstaubmilbenallergie auch nicht sehr bedrohlich und bedarf nur in schweren Fällen einer Behandlung. Sollte Letzteres der Fall sein, können Sie zu einigen einfachen Gegenmaßnahmen greifen. Diese wären:

  • Regelmäßige Reinigung von Bett und Schlafzimmer
  • Spezielle Überzüge für die Matratze
  • Tägliches Lüften des Schlafzimmers
  • Konstante Raumtemperatur von nicht mehr als 18 Grad
  • Anwenden von Niemöl bzw. Niemöl-Fluid. Dieses Öl geht aktiv gegen Milben vor, tötet sie und schützt Ihr Bett provisorisch vor weiterem Befall.

 

Wer sich für die Anwendung von Niemöl entscheidet, sollte seine Matratze dennoch so gut es geht ausschütteln. Längerfristig sind präventive Maßnahmen die beste Lösung. Bei schweren Fällen hilft eine Hypersensibilisierungs-Therapie. Dabei wird dem Patienten das Allergen über einen längeren Zeitraum kontinuierlich verabreicht, so dass er stückweise immun wird. Am Ende steht allerdings meist eine vollständige Heilung.

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