Was tun bei Schlafstörungen in den Wechseljahren?

Was tun, wenn man in den Wechseljahren unter Schlafstörungen leidet?

Schlafstörungen in den Wechseljahren - Was tun?

Für nahezu alle Frauen ist die Zeit der Wechseljahre eine große Herausforderung und manchmal auch eine sehr starke Belastung. Zumal in den Fällen, wo zu den körperlichen und psychischen Veränderungen auch noch jene hinzukommen, die mit dem Schlaf zusammenhängen. Plötzlich scheint auch in dieser Hinsicht nicht mehr alles rundzulaufen und Schlafstörungen treten häufiger auf. Das wiederum wirkt sich sehr nachteilig auf die Leistungsfähigkeit am nächsten Tag aus und die allgemeinen Unbefindlichkeiten verstärken sich noch. Was also tun, um wieder zu einem gesunden und erholsamen Schlaf zu finden?

Warum treten Schlafstörungen in den Wechseljahren gehäuft auf?

Grundsätzlich muss man Schlafstörungen in den Wechseljahren als ein Symptom in dieser Lebensphase bezeichnen. So wie die durch Hormonumstellung möglichen Gewichtszunahmen oder auch leichte Reizbarkeit zu den weitverbreiteten Symptomen der Wechseljahre zählen.   Weitere typische Symptome im Klimakterium sind unter anderem:  

  • plötzlich auftretende Schweißausbrüche und Hitzewallungen
  • erhöhter Blutdruck
  • innere Unruhe
  • Herzrasen, Schwindelgefühle
  • Kopfschmerzen
  • depressive Verstimmungen und erhöhte Nervosität
  • verstärkte Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit

 

Viele dieser Symptome können natürlich auch in extremen Stresssituationen oder aufgrund von Erkrankungen auftreten. Doch in der Regel sind eigentlich alle Frauen in den Wechseljahren davon mehr oder weniger stark betroffen.

Die Hauptursache liegt hier in der Veränderung des Hormonhaushalts. Denn mit Beginn des Klimakteriums sinkt der Östrogenspiegel und steht nicht mehr in einem ausgewogenen Verhältnis zum Progesteron.   Nicht selten werden die so typischen Schlafstörungen vor allem dadurch ausgelöst, dass es auch nachts zu plötzlichen Hitzewallungen und Schweißausbrüchen kommt. Diese können zwischen 30 Sekunden oder in schlimmen Fällen bis zu mehreren Stunden andauern.

Der Grund für diese vor allem nachts störenden Hitzewallungen und Schweißausbrüche liegt darin, dass durch das ungleiche Verhältnis von Östrogen und Progesteron die Hirnanhangdrüse plötzlich das vegetative Nervensystem stimuliert, indem sie eine erhöhte Körpertemperatur vorgaukelt.

Das bedeutet, dass sich unwillkürlich die Blutgefäße erweitern und der Körper reagiert, wie die Natur es vorprogrammiert hat: Er beginnt förmlich aus allen Poren zu schwitzen, um die Körpertemperatur so schnell wie möglich wieder zu senken.

Es dauert eine Weile, bis die Hirnanhangdrüse auf diesen natürlichen Vorgang reagiert und die Blutgefäße sich wieder verengen.   Wer sich dieses Szenario verdeutlicht, kann sehr gut verstehen, wie stark diese übergriffigen Attacken des eigenen Körpers den gesunden Schlaf stören und beeinflussen können.

Welche Möglichkeiten schaffen Abhilfe?

In erster Linie müssen Frauen gerade in den Wechseljahren verstärkt darauf achten, für ausreichend Entspannung zu sorgen und besonders stressbelastete Situation zu umgehen. Das ist natürlich nicht immer machbar, aber selbst wenn zu Stress kommt, können Entspannungstechniken genau die richtige Möglichkeit sein, um unter anderem auch den Schlafstörungen vorzubeugen.

Hinweis: Das Klimakterium kann sich über viele Jahre hinziehen. Demzufolge kann es viele Jahre immer wieder schlaflose Nächte oder stärkere Schlafstörungen mit sich bringen.

Um die Schlaflosigkeit, die aufgrund der Wechseljahre auftritt, ein wenig abzumildern oder im besten Fall sogar ganz zu unterbinden, gibt es verschiedene Ansätze, die jede Frau wenigstens einmal versuchen sollte, um wieder besser ein- und durchschlafen zu können.  

Dazu zählen:  

  • entsprechende Einschlafrituale mit entspannenden und beruhigenden Übungen, wie beispielsweise Autogenes Training, Yoga, Meditation oder Atemübungen
  • ausreichend Bewegung am Tag und möglichst an der frischen Luft, damit genügend Serotonin aufgenommen werden kann, welches für die Melatoninproduktion wichtig ist
  • optimale Bettausstattung inklusive einer auf die eigenen Bedürfnisse angepassten Matratze, Bettwaren und Bettwäsche
  • bestmögliche Schlafbedingungen schaffen, durch ein ruhiges, dunkles und störungsfreies Schlafzimmer

 

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Darüber hinaus ist es auch in diesem Fall sehr wichtig, eine gesunde Lebensweise und eine gute Schlafhygiene zu beachten. Dazu gehört unter anderem auch eine eher leichte Kost am Abend.   Zudem ist neben der gesunden Ernährung auch unbedingt die ausreichende Zufuhr an Flüssigkeit zu beachten. Diese braucht der weibliche Körper in der Phase des Klimakteriums mehr denn je.

Sollte das alles doch nicht so perfekt wirken und sich der Schlaf dennoch als gestört herausstellen, empfiehlt es sich in jedem Fall bei Schlaflosigkeit auf Hausmittel oder homöopathische Mittel zurückzugreifen, anstatt eine Schlaftablette einzuwerfen.

Pflanzliche Mittel wie Lavendel, Baldrian, Melisse oder auch Hopfen sind hier immer die gesünderen Alternativen, um zu einem gesunden und erholsamen Schlaf zu finden.

Tipp: Beruhigende Bäder am Abend können die innere Ruhe zum Beispiel ebenso gut fördern, wie Kräuterkissen im Schlafzimmer und andere alte Hausmittel.

Was bringt eine Hormontherapie?

Bei einer sogenannten Hormontherapie werden in den Wechseljahren spezielle Präparate verordnet, die in Tablettenform zum Einnehmen oder als Gel zum Auftragen verabreicht werden.

In der Regel sind es vornehmlich die Östrogene, die dadurch wieder verstärkt in den Körper gelangen. Empfohlen wird hierbei jedoch immer eine Kombinationstherapie, bei welcher neben dem Östrogen zudem Gestagenen zugeführt wird. Auf diese Weise lässt sich das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken minimieren.

Es gibt jedoch auch die Möglichkeit über entsprechende Melatonin-Präparate den gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus wieder ein wenig in die natürliche Spur zu bringen.

Gegenüber herkömmlichen Medikamenten für die Schlafförderung ist diese Variante nahezu nebenwirkungsfrei und daher sehr viel besser geeignet, den individuellen Bio-Rhythmus positiv zu beeinflussen.

Generell gilt aber für eine angedachte Hormontherapie: Niemals ohne den behandelnden Arzt! So verlockend vielleicht das eine oder andere Präparat aus dem Internet auch sein mag, ob es tatsächlich auf die persönlichen Werte und Bedürfnisse abgestimmt ist, kann schlussendlich nur der Haus- oder Frauenarzt sagen.

Zudem sollte zu dieser Möglichkeit nur dann gegriffen werden, wenn die Schlafstörungen in den Wechseljahren sehr massiv sind und sich auch nicht mit Hausmitteln oder kleinen Veränderungen der Schlafumgebung und Lebensweise beheben lassen.

Fazit

Die Wechseljahre sind für jede Frau früher oder später eher belastend. Denn neben den anfänglichen unregelmäßigen Monatsblutungen sind es vor allem die Hitzewallungen und Schweißausbrüche, die dem weiblichen Organismus sehr stark zusetzen.   Aufgrund der massiven Veränderung des Hormonhaushaltes kommt es nicht selten zu wirklich massiven Schlafstörungen. Doch hier können unter Umständen eine gesunde Lebensweise, eine optimale Schlafhygiene und diverse Hausmittel helfen, um wieder besser ein- und durchschlafen zu können.

Sollten die Schlafstörungen im Klimakterium jedoch außerordentlich stark und belastend sein, ist das vertrauliche Gespräch mit dem behandelnden Arzt eine Voraussetzung, um eventuell für einen kürzeren Zeitraum auch Hormonpräparate einzusetzen, um den individuellen Schlaf-Wach-Rhythmus wieder auf seine natürlichen Ausgangswerte zurück zu bringen.  

© Natalie Board #163731251 stock.adobe.com

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