Welche Krankheiten verursachen Schlafstörungen?

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Immer mehr Menschen klagen über Schlafstörungen. Die Ursachen unterscheiden sich dabei durchaus sehr stark, denn nicht immer liegt es am stressigen Alltag oder einer nachteiligen Bettausstattung, weswegen man nicht in den Schlaf kommt. Krankheiten verursachen einen eher unruhigen Schlaf, wie jeder weiß, der schon einmal mit einer starken Erkältung ins Bett gegangen ist. Die gute Nachricht in diesem Fall: Diese Art des gestörten Schlafes verliert sich meist, sobald man wieder gesund und die Erkältung abgeklungen ist. Doch welche Krankheiten verursachen tatsächlich eine ausgewachsene Schlafstörung?

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Was versteht man unter Schlafstörungen?

Erschöpfte Frau im Bett

Von einer Schlafstörung spricht man, wenn der Nachtschlaf:

  • zu kurz oder zu lang ist
  • häufig mit Unterbrechungen einher geht
  • keine Erholung bringt und sich dadurch negativ auf die Tagesverfassung auswirkt

Unabhängig von der Ursache handelt es sich also um eine Schlafstörung, wenn der Schlafzyklus, die einzelnen Schlafphasen oder auch die Schlafdauer von dem Üblichen abweichen.

Spürbar wird das am Tag, denn ein gestörter und wenig erholsamer Schlaf hat immer zur Folge, dass man unter Tagesmüdigkeit leidet und die übliche Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nicht mehr erreicht werden kann.

Die Ursachen sind sehr verschieden, wobei man an dieser Stelle auch anmerken muss, dass eine echte Schlafstörung erst dann vorliegt, wenn es mindestens dreimal pro Woche über einen Zeitraum von etwa einem Monat und länger passiert.

Wer also einmal nicht gleich einschlafen kann oder nachts wachliegt, hat zwar eine schlechte Nacht gehabt, aber noch keine wirkliche Schlafstörung.

Hinweis: Treten vermehrt Schlafstörungen auf, die jedoch nach eingehender Prüfung nicht durch eine verbesserte Schlafhygiene und eine gesunde Lebensführung abgestellt werden können, kann dies symptomatisch auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten.

Gibt es Unterschiede?

Grundsätzlich unterscheiden sich Schlafstörungen danach, wann sie besonders auftreten. Deswegen werden sie erst einmal nach Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen unterschieden.

Schlaflose Frau im Bett

Darüber hinaus gibt es verschiedene Formen und Ursachen, die sich wie folgt unterteilen:

  • primäre Schlafstörungen, bei denen weder eine ernsthafte körperliche noch psychische Ursache vorliegt
  • Ein- und Durchschlafstörungen, weil eine andere Erkrankung vorliegt
  • Schlafstörungen, denen psychische Erkrankungen zugrunde liegen
  • Störungen des Schlafs aufgrund von äußeren Einflüssen
  • Schlafstörungen, die durch Medikamente oder übermäßigen Alkoholkonsum ausgelöst werden
  • Ein- und Durchschlafstörungen, bei denen psychische Belastungen der Auslöser sind
  • Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus aufgrund von falschen Gewohnheiten und Verhaltensmustern
  • Schlafstörungen, die genetische Ursachen haben

Hinweis: In der Regel finden sich bei chronischen Schlafstörungen mehrere Auslöser.

Welche eigenständigen Krankheiten verursachen Schlafstörungen?

Während man üblicherweise die Schlafumgebung, die Schlafhygiene und selbst die eigenen Gewohnheiten und Verhaltensmuster dahingehend verbessern kann, dass der Schlaf wieder ungestört und damit erholsam wird, geht das bei ernsthaften Erkrankungen nicht ohne weiteres. Denn dann ist es nicht damit getan, sich vielleicht eine neue Matratze zuzulegen oder das späte Abendessen wegzulassen.

Viele Schlafstörungen können entweder als Nebenwirkung oder auch als Symptom bei eigenständigen Krankheiten auftreten. Damit ist weniger die Erkältung gemeint, bei der man aufgrund einer verstopften Nase oder eines fiesen Reizhusten nur schwer Schlaf findet. Gemeint sind hier tatsächlich ernsthafte Erkrankungen, die mitunter selbst sehr langwierig sind oder gar nicht abheilen.

Treten die Schlafstörungen als einziges Symptom auf, ist es zudem manchmal gar nicht so leicht, die auslösende Krankheit klar zu diagnostizieren.

In Betracht kommen dabei beispielsweise:

  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Hormonstörungen
  • Herz-Kreislauf-Störungen
  • Nierenerkrankungen
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Rheuma
  • Fibromyalgie
  • Krebsleiden
  • Migräne
  • Hirnschäden
  • degenerative Erkrankungen, wie zum Beispiel Parkinson oder Demenz
  • Restless-Legs Syndrom
  • Schlafapnoe
  • Depressionen
  • Narkolepsie
  • Angststörungen
  • andere psychische Störungen
  • neurologische Erkrankungen
  • chronisches Erschöpfungssyndrom

Frau im Bett - Rückenansicht

Bei Patienten, die unter Bluthochdruck leiden, sind es zumeist die Medikamente, die Schlafstörungen auslösen können. Schmerzen sind zwar auch eine Ursache für Ein- und Durchschlafstörungen, doch sind sie meist keine eigeneständige Krankheit, sondern gelten eher als Symptom.

Was tun, wenn die Krankheit zu Schlafstörungen führt?

Zunächst einmal muss natürlich von ärztlicher Seite abgeklärt werden, wodurch die Ein- und Durchschlafstörungen hervorgerufen werden. Liegt tatsächlich eine ernsthafte Erkrankung vor, muss diese umgehend behandelt werden. Dann verschwinden in der Regel auch die unruhigen Nächte wieder.

Das kann je nach Krankheitsbild durchaus etwas länger dauern, denn nicht jede Erkrankung lässt sich innerhalb von wenigen Tagen mit ein paar einfachen Hausmittelchen eindämmen.

Darüber hinaus kann jedoch jeder, der unter Ein- und Durchschlafstörungen leidet, die jeweilige Therapie dahingehend unterstützen, indem er auf eine gesunde Lebensführung, eine optimale Schlafhygiene sowie eine passende Bettausstattung achtet.

Dazu gehört es eben dann auch, dass man sich nach Möglichkeit so oft und so viel wie möglich an der frischen Luft bewegt. Das muss kein Powerwalking oder Marathon sein. Es genügt schon, jeden Tag einen ausgedehnten Spaziergang zu unternehmen, der den eigenen Befindlichkeiten in Sachen Länge und Tempo angepasst ist.

Die Bewegung im Freien führt nicht nur dazu, dass man sich körperlich betätigt, sondern es wird auch Serotonin getankt. Dieses Hormon braucht der Körper wiederum, um am Abend das Melatonin bilden zu können, was maßgeblich daran beteiligt ist, wie schnell man einschläft oder wie gut man generell schläft.

Abendliche Rituale sind nicht nur eine wunderbare Einstimmung auf die Nachtruhe. Sie dienen in erster Linie dazu, den Geist und den Körper zu beruhigen und den Tag ausklingen zu lassen. Auch das kann die ärztliche Therapie wesentlich unterstützen, damit die Schlafstörungen wieder weniger werden.

Hausmittel, wie beispielsweise warme Fußbäder oder ein Glas Milch mit Honig können ebenso förderlich wirken, wenn sich der Schlaf nur schwer einstellen will.

Oft ist nicht die Schlafstörung selbst, sondern die Krankheit, die dahintersteckt, das Problem

Nicht immer ist die Schlafstörung selbst das Problem, sondern die Krankheit, durch welche die Ein- und Durchschlafprobleme ausgelöst werden. Dieser krankheitsbedingten Ursache auf die Schliche zu kommen, kann sich mitunter schwierig gestalten.

Deswegen ist es immer ratsam, einen Arzt zu konsultieren. Nur er kann eine eindeutige Diagnostik durchführen und danach einen passenden Therapieplan aufstellen.

Doch nichts spricht dagegen, die eigene Schlafhygiene, die Lebensführung sowie die Bettausstattung zu überprüfen. Eine den eigenen Bedürfnissen angepasste Matratze hat schließlich noch nie geschadet.

Auf den schnellen Griff zu Schlaftabletten und Co ist in jedem Fall zu verzichten, da diese Medikamente nicht die Ursache der Schlafstörung beseitigen. Oft genug verstärken sie diese sogar, denn sie machen nicht nur abhängig, sondern bringen auch nicht den gewünschten erholsamen Schlaf.

Vielmehr kommt es durch diese Präparate zu einem tiefen und traumlosen Schlaf, wodurch der Erholungseffekt nicht eintreten kann. Am Ende machen sich die gleichen Auswirkungen bemerkbar, wie bei einer Schlafstörung ohne Einnahme von Schlafmitteln.

Welche ernsthafteren Krankheiten können nun genau Schlafstörungen auslösen? Was sind die Ursachen? Wie sieht eine Therapie aus? Dies werden wir im Folgenden klären.

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Die Schlafkrankheit Narkolepsie

Schlafender Mann am Schreibtisch

Wer sich trotz eines scheinbar ausreichenden Nachtschlafes am Tag sehr häufig völlig übermüdet fühlt und nicht so wirklich sein Leistungshoch erreichen kann, leidet möglicherweise an Narkolepsie, die Schlafkrankheit.

Dabei handelt es sich um eine seltene neurologische Krankheit, die zu einer dauerhaften Störung des individuellen Schlaf-Wach-Rhythmus führt

Woran erkennt man, dass man an Narkolepsie leidet?

Der Fachbegriff für die Schlafkrankheit Narkolepsie stammt aus dem Griechischen. Narke ist dabei mit Erstarrung, Lähmung oder Krampf gleichzusetzen, während Lepsis ins Deutsche übersetzt annehmen, empfangen bedeutet.

Die Schlafforschung steht bei der Narkolepsie noch ziemlich am Anfang ihrer Forschungen. Doch schon jetzt ist man sich sicher, dass die neurologische Funktionsstörung hauptsächlich zwischen dem 10. Und 20. Lebensjahr sowie zwischen dem 30. Und 40. Lebensjahr auftritt beziehungsweise sich die Symptome bemerkbar machen.

Weltweit sind laut zahlreicher Studien zwischen 0,02 und 0,08 Prozent der Bevölkerung von dieser Schlafkrankheit betroffen. Allerdings geben Schlafmediziner hier zu bedenken, dass die Krankheit zwar verhältnismäßig selten auftritt, doch die Dunkelziffer ungleich höher sein dürfte.

Denn nicht jeder, der sich mit Tagesschläfrigkeit abplagt, erkennt die Symptome und lässt diese von einem Arzt untersuchen. Leider wird nämlich eine herkömmliche Schlafstörung angenommen, wenn der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört ist.

Zu den typischen Symptomen gehören:

  • Tagesschläfrigkeit, nicht nur einfach Tagesmüdigkeit
  • unruhiger und gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus, was zunächst leicht mit herkömmlichen Schlafstörungen verwechselt werden kann
  • Kataplexien, kurze Phasen, in denen die Muskulatur extrem erschlafft oder auch versagt
  • Schlaflähmung, also einer Bewegungsunfähigkeit aufgrund eines Muskelversagens, obwohl man hellwach ist
  • schlafbezogene Halluzinationen, lebhafte und real wahrgenommene Trugerscheinung oder auch Träume, die extrem ängstigen und für wahr empfunden werden
  • automatisches Verhalten, insbesondere bei der Tagesschläfrigkeit werden dann Tätigkeiten weitergeführt, obwohl der Betroffene schläft

Erschöpfte Frau am Schreibtisch

Welche Ursachen können die Schlafkrankheit auslösen?

Die neurologische Erkrankung Narkolepsie ist eine Funktionsstörung, die vom Gehirn ausgeht. Das bedeutet, dass die Bereiche im Gehirn, die für den Schlaf-Wach-Rhythmus zuständig sind, gestört sind und nicht in normaler Abfolge funktionieren.

Als Ursachen können hier Umweltfaktoren und erbliche Veranlagung genannt werden, die vermutlich in einem Zusammenhang stehen oder unter bestimmten Voraussetzungen miteinander reagieren.

Die Schlafforschung hat leider noch nicht alle Faktoren in puncto Narkolepsie erforscht. Fest steht allerdings, dass bei den meisten Narkolepsie-Patienten im Gehirnwasser zu wenig von dem Botenstoff Hypocretin vorhanden ist. Dieser biochemische Stoff aber ist wichtig dafür, dass Informationen zwischen den Nervenzellen komplett weitergegeben werden.

Fehlt es an diesem Neurotransmitter, kann die natürliche Regulation zwischen dem Schlaf und dem Wachzustand nicht fehlerfrei funktionieren. Es kommt also zu einem Chaos in den Schlafphasen.

Neben den genetischen Veranlagungen gibt es aber auch Ursachen, die man als Umweltfaktoren nennen könnte.

Schlafender Mann am Schreibtisch

Dazu können unter anderem gehören:

  • bakterielle Infektionen, wie zum Beispiel mit Streptokokken
  • Impfungen
  • langandauernder starker Stress
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Operationen
  • Narkosen
  • entzündliche Erkrankungen, wie zum Beispiel Multiple Sklerose oder Enzephalitis
  • Tumore
  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Hinweis: Diese genannten Faktoren sind möglicherweise nicht die direkte Ursache für die Narkolepsie-Erkrankung. Doch häufig gehen diese Erkrankungen oder Lebensumstände der Schlafkrankheit voraus. Ob sie aber tatsächlich ursächlich dafür verantwortlich sind, ist derzeit noch nicht eindeutig nachgewiesen.

Was kann man gegen diese Erkrankung tun?

Grundsätzlich kann man die Schlafkrankheit nichts tun, denn diese Erkrankung ist nicht heilbar. Wohl aber kann man sie dahingehend therapieren, dass sie das tägliche Leben nicht zu sehr beeinträchtigt.

So werden nach einer eingehenden Untersuchung und Diagnostik im Schlaflabor Medikamente eingesetzt, die die Tagesschläfrigkeit durch stimulierende Wirkstoffe die Wachphase verlängern oder zumindest positiv beeinflussen.

Neben der medikamentösen Behandlung können auch andere Alternativen hilfreich sein beziehungsweise die Therapie mit Medikamenten sinnvoll unterstützen:

  • Um den Schlaf-Wach-Rhythmus möglichst regelmäßig zu gestalten, sollte darauf geachtet werden, zur gleichen Zeit schlafen zu gehen und weitestgehend zur gleichen Zeit aufzustehen.
  • Wenn das Schlafbedürfnis am Tag zu stark wird, sollten kurze Nickerchen gehalten werden.
  • Ein Zeitplan kann helfen, den Tagesablauf möglichst unfallfrei zu überstehen. Wer also zu Beginn herausfindet, wann die Tagesschläfrigkeit am meisten auftritt und in welchem Zeitrahmen man am wachsten ist, kann Unfälle besser vermeiden. Denn dadurch können Autofahrten oder auch das Kochen in jene Stunden gelegt werden können, in denen man in der Regel nicht vom Schlaf übermannt wird.
  • Das soziale Umfeld sollte möglichst gleich darüber informiert werden, dass die Narkolepsie zum Alltag gehört. So lassen sich unnötige Missverständnisse umgehen und der damit verbundene Stress kommt gar nicht erst auf.

Hinweis: Da Narkolepsie nicht heilbar ist, sollte für eine Akzeptanz der Erkrankungen gesorgt werden. Bei den Betroffenen selbst, aber auch bei Angehörigen, Freunden und Kollegen. Denn wer einmal an der Schlafkrankheit leidet, wird damit sein ganzes Leben umgehen müssen. Im Übrigen wirkt sich Narkolepsie nicht auf die Lebenserwartung aus!

Eine Krankheit, die ebenfalls zu Schlafstörungen und davon gefolgter Tagesmüdigkeit führt, ist COPD. Primär Raucher sind hiervon betroffen und die Zahlen derer, die unter COPD leiden, ist in den letzten Jahren immens gestiegen

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COPD: Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Kranker Mann im Bett

Nicht selten wird die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, kurz COPD, umgangssprachlich als sogenannte Raucherlunge oder auch Raucherhusten bezeichnet. Doch diese eher harmlosen Bezeichnungen verdeutlichen nicht wirklich, dass es sich dabei um eine sehr schwerwiegende Erkrankung handelt, die derzeit noch als unheilbar gilt und häufig zum vorzeitigen Tod führt.

COPD-Patienten leiden oft an schweren Schlafstörungen, weswegen es infolge dessen immer wieder zu einer starken Tagesmüdigkeit kommt, die sich nachteilig auf den Alltag auswirkt.

Was bedeutet es, an COPD zu leiden?

Kranke Frau im Bett

Wer an COPD leidet, hat mit dem Fortschreiten der Krankheit zunehmend mehr mit den folgenden Symptomen zu kämpfen, die sich massiv auf die Lebensqualität auswirken.

Denn COPD-Patienten leiden unter:

  • Atemnot, die zunächst nur bei körperlicher Belastung auftritt, später aber in den Ruhephasen
  • Husten, welcher zunächst nur aus unerklärlichen Gründen und gelegentlich auftritt, mit der Zeit aber immer schlimmer und hartnäckiger wird
  • Auswurf, der mit der Zeit nicht nur stärker wird, sondern sich auch immer schlechter abhusten lässt

Der Grund liegt hauptsächlich darin, dass sich vor der eigentlichen COPD-Erkrankung eine chronische Bronchitis entwickelt, bei welcher sich die Atemwege im Laufe der Zeit entzünden, sich verdicken und schließlich verschleimen.

Für die Betroffenen im Anfangsstadium fühlt es sich also zunächst so an, als ob sie an einer starken Bronchitis leiden, auch ohne erkältet zu sein.

Das schwere Abhusten und die gereizten Atemwege sind ein sicheres Anzeichen dafür, dass die chronische Bronchitis stark ausgebildet ist. COPD kann zudem für eine Veränderung im Gehirn sorgen. Das bedeutet, dass die Betroffenen zusätzlich eine Angst davor entwickeln, bei körperlichen Anstrengungen kurzatmig zu sein, wodurch sie zunehmend körperliche Aktivitäten einschränken.

Welche Ursachen sind für eine COPD-Erkrankung verantwortlich?

Die Ursachen können auch bei dieser Erkrankung sehr vielfältig sein. Sehr oft liegt es zwar am jahrelangen Rauchen, doch nicht immer ist das der Auslöser. Denn auch genetische Ursachen oder Umwelteinflüsse können eine solche chronisch verlaufende Krankheit verursachen.

Dazu gehören unter anderem:

  • genetisch bedingter Mangel am Protein Alpha-1-Antitrypsin
  • Luftverschmutzung durch Nitrogase und Schwefeldioxid, also einer erhöhten Feinstaubbelastung
  • schädlicher Staub, Dämpfe, Gase oder Rauch, wie sie an manchen Arbeitsplätzen im Produktionsprozess entstehen können
  • angeborenes Fehlen von entsprechenden Abwehrstoffen, welches als Antikörpermangelsyndrom bezeichnet wird

Rauchende Frau

Wie wirkt sich COPD auf den Schlaf aus?

Normalerweise sollte jeder Mensch ausreichend und gut schlafen, um sich am nächsten Tag fit und frisch zu fühlen. In der Regel genügen 7 bis 8 Stunden für einen Erwachsenen, damit der Körper in dieser Zeit seiner regenerierenden Funktion nachkommt und alle Energien und Kraftreserven wieder auffüllt.

Doch im Schlaf verändert sich generell die Atmung, sodass besonders COPD-Patienten sehr oft zusätzlich von ihrer Atemnot oder Hustenanfällen betroffen sind. Das bedeutet, dass Schlaf und Atmung in einer wechselseitigen Beziehung stehen.

Denn verengen sich die Atemwege beim Schlafen noch weiter und erschlafft die gesamte Muskulatur, kommt es schnell zu Schlafstörungen, weil der Betroffene nachts entweder zu wenig Luft bekommt oder unangenehme Hustenanfälle überwinden muss.

Raucher, die ohnehin zu den Personengruppen mit stark erhöhtem COPD-Risiko gehören, werden sich unter Umständen nachts nicht wie gewohnt ihrem erholsamen Schlaf widmen können, sondern sich immer öfter mit störenden Hustenanfällen und Atemnot herumschlagen müssen. Diese Störungen rufen natürlich Folgeerscheinungen auf den Plan.

Angefangen von einer dauerhaften Tagesmüdigkeit und verminderten Leistungsfähigkeit bis hin zu Depressionserkrankungen können die Folge sein.

Schlaflose Frau im Bett

Wie lässt sich bei COPD die Tagesmüdigkeit reduzieren und der Schlaf verbessern?

Am besten wäre es natürlich, wenn man gar nicht erst an COPD leiden muss. Doch es ist natürlich nicht so ganz einfach, ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen. Es gibt zwar Medikamente, welche die zunehmende Atemwegsobstruktion etwas abmildern, aber diese lösen häufig ein Stresshormon aus, weswegen man dann auch wieder nicht so gut in den gesunden und erholsamen Schlaf findet.

Im Grunde ist es aber vor jeder Therapieform bei einer COPD-Erkrankung notwendig, dass entweder im Schlaflabor oder ambulant sogenannte Schlaffragebögen ausgefüllt und eine individuelle Diagnose durch den Arzt gestellt werden sollte. Nur so können zum einen Grunderkrankungen ausgeschlossen werden sowie zum anderen die Atmung während des Schlafes gemessen werden, um die tatsächlich am besten geeignete Therapieform zu wählen.

Optional werden in der Regel folgende Therapieformen in Angriff genommen, um die Tagesmüdigkeit zu reduzieren und den Schlaf zu verbessern:

  • Sauerstofftherapie
  • Masken-Beatmungstherapie
  • Rauchentwöhnung
  • Medikamente

Hinweis: Eine ärztliche Kontrolle und eine vollumfängliche Untersuchung mit anschließender Diagnose sind wichtig, um festzustellen, welches Krankheitsstadium vorliegt.

Mann mit Atemmaschine

Wer unter COPD leidet und zu den Risikopatienten der Raucher gehört, kann die Therapie des Arztes besonders gut unterstützen, indem er sofort das Rauchen einstellt.

Sicher: Für die meisten keine ganz einfache Angelegenheit, die man aber zusätzlich mit einer entsprechenden Verhaltenstherapie und Raucherentwöhnung einfacher schaffen kann. Denn schon nach wenigen Minuten seit dem letzten Zug an einer Zigarette werden sich der Blutdruck und die Körpertemperatur wieder auf einem gesunden Normalwert einpendeln.

Schafft man die Rauchentwöhnung tatsächlich, dann öffnen sich in den ersten 1 bis 9 Monaten die bisher verstopften Atemwege wieder deutlich und COPD-Patienten bekommen wieder einfacher Luft beziehungsweise können wieder sehr viel besser durchatmen.

Tipp: Die Lunge wird bereits einige Wochen nach dem Rauchentzug beginnen, sich wieder selbst zu reinigen, wodurch sich ihre natürliche Funktion wieder verbessert und stabilisiert.

Was viele nicht wissen ist, dass auch die Volkskrankheit Diabetes zu Schlafstörungen führen kann und ein echter Schlafräuber ist.

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Was ist Diabetes?

Cupcake

Umgangssprachlich wird Diabetes mellitus auch als Zuckerkrankheit bezeichnet, da der Blutzuckerspiegel bei betroffenen Menschen dauerhaft erhöht ist. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Störung des Zuckerstoffwechsels, die im Laufe der Zeit die Gefäße und Organe schädigen kann.

Häufige Symptome von Diabetes sind unter anderem:

  • verstärktes Trinkbedürfnis, das der Durst nahezu zum ständigen Begleiter wird
  • häufiges Wasserlassen, vor allem nachts
  • häufig unbegründeter Juckreiz und trockene Haut
  • allgemein schwache Konstitution
  • Alltagsmüdigkeit
  • geschwächte Immunabweh

Der Fachbegriff Diabetes mellitus rührt im Übrigen daher, dass der Urin eines Diabetes Patienten leicht süßlich schmeckt. Das soll natürlich keineswegs bedeuten, dass man den Urin in unseren modernen Zeiten einer Geschmacksprobe unterzogen wird, um diese krankhafte Störung des Zuckerstoffwechsels feststellen zu können. Heutzutage gibt es praktische Indikatorstäbchen, mit denen der Urin getestet wird.

Doch der Fachbegriff aus längst vergangenen Tagen, der übersetzt „honigsüßes Durchfließen“ bedeutet, weist darauf hin, dass bei erhöhten Blutzuckerwerten über die Nieren größere Mengen Zucker, ergo Glukose ausgeschieden wird. Daraus resultiert der häufige Harndrang, der vor allem nachts betroffene Diabetes-Patienten aus dem Bett treibt.

Alte schlaflose Frau

Diabetes ist auch eine jener Erkrankungen, bei denen die Betroffenen häufig vermehrt an Folgeerkrankungen oder begleitenden Krankheitsbildern leiden.

Deutlich mehr als andere Menschen leiden sie dann unter:

  • obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom
  • Depressionen
  • Hypoglykämien
  • Neuropathien
  • Schlafstörungen durch und ohne Medikamenten
  • Refluxkrankheit

Wie kann diese Erkrankung den gesunden Schlaf beeinflussen?

Selbst als einzige Erkrankung wirkt sich Diabetes auf die Schlafqualität aus, denn sie verursacht durch diverse Begleiterscheinungen in den meisten Fällen Schlafstörungen. Neben den verstärkten Harndrang gibt es im Zusammenhang mit Diabetes aber auch andere Faktoren, die am Ende den gesunden Schlaf stören.

So kommt es in nahezu allen Fällen, bei denen die Erkrankung Diabetes diagnostiziert wurde:

  • zur nächtlichen Unterzuckerung
  • zu Atemstörungen bis hin zur Schlafapnoe
  • zu Störungen des individuellen Schlafrhythmus

Da ein gesunder Schlaf schlussendlich von einem gesunden Wechsel der einzelnen Schlafphasen abhängt, wird sich Diabetes störend darauf auswirken. Denn während in der Tiefschlafphase der Blutzucker zunächst meist ansteigt, fällt der Blutzuckerspiegel in der REM-Phase wieder ab.

Hierzu laufen derzeit noch viele Forschungen, da es bisher nur eine Vermutung ist, die sich aus vereinzelten Beobachtungen ergeben hat. Doch offensichtlich kommt es dadurch zu einer Schwankung der Insulin- und Glukosekonzentration, was häufig zu Schlafstörungen führt. Man wacht demnach als Betroffener schneller auf und kann nicht gleich wieder einschlafen.

Die Atemstörungen, lautes Schnarchen und die Schlafapnoe konnten in zahlreichen Studien bereits in Zusammenhang mit Diabetes-Typ-2 gebracht werden. Hier ist es meist das Übergewicht der Patienten, welches als Verbindungsglied zwischen den beiden krankhaften Störungen gesehen wird. Die Schlafqualität leidet also demnach auf jeden Fall.

Die nächtliche Unterzuckerung wiederum wird oftmals gar nicht bemerkt und stellt ein ziemlich hohes Risiko dar. Denn während wir schlafen, reagiert unser Körper sehr viel später auf bestimmte Faktoren.

Dazu gehört auch der zu stark abgesenkte Blutzuckerwert. Im weitesten Sinne kann man die nächtliche Unterzuckerung nur bedingt als Schlafräuber bezeichnen, da man dadurch oftmals nicht wach wird.

Andere wiederum unterbrechen den Schlaf recht unsanft und werden natürlich wahrgenommen. In beiden Fällen wird der Schlafrhythmus gestört und es kommt in dessen Folge zu einer sehr schlechten Schlafqualität.

Die Folgen für Diabetes Betroffene sind nicht ganz ungefährlich, da nach dem Aufstehen oftmals die folgenden Symptome auftreten können:

  • erhöhte Blutzuckerwerte
  • Kopfschmerzen
  • Abgeschlagenheit

Oftmals sind starke Schweißausbrüche in der Nacht ein Hinweis auf eine solche Unterzuckerung.

Was hilft gegen die nächtliche Unterzuckerung?

Zunächst einmal gilt: Wer an Diabetes leidet und dadurch eine stark verminderte Schlafqualität mit all ihren Folgen bei sich feststellt, sollte unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.

Mit ihm kann man beispielsweise die folgenden Vorgehensweisen absprechen, die helfen können, um einer nächtlichen Unterzuckerung vorzubeugen:


  • bei abendlichen Sportaktivitäten sollte die letzte Insulindosis verringert werden und zudem nach der körperlichen Betätigung mehr Kohlehydrate zugeführt werden -> Sport sollte jedoch generell nicht zu kurz vor dem Schlafen gemacht werden, denn das hindert am schnellen Einschlafen
  • der Alkoholkonsum sollte maßvoll geschehen, da Alkohol den Blutzuckerwert stark absinken lässt -> es empfiehlt sich, parallel zum Alkohol auch kohlehydrathaltige Snacks zu konsumieren, um hier eine Balance zu schaffen (gegebenenfalls sollte die Insulindosis am Abend reduziert werden)
  • alte Insulinpräparate sowie Medikamente aus dem Bereich der Sulfonylharnstoffe führen überdurchschnittlich oft zur Unterzuckerung -> hier sollte mit dem Arzt über eine Alternative gesprochen werden
  • zwischen 2 und 4 Uhr nachts den Blutzuckerspiegel zu messen und die Werte mit dem Arzt zu besprechen, kann den Verdacht auf eine nächtliche Unterzuckerung bestätigen oder ausschließen

Blutzuckermessung

Die Ursachen für eine nächtliche Unterzuckerung können verschieden sein, weswegen es durchaus hilfreich sein kann, ein sogenanntes Blutzucker-Tagebuch zu führen. Denn eine zu geringe Kohlehydrataufnahme, eine zu hoch eingestellte Insulindosis, übermäßiger Alkoholkonsum oder eine zu intensive körperliche Betätigung können dazu führen, dass der Schlaf bei einem Diabetes-Patienten gestört wird.

Hinweis: Alkohol und intensiver Sport zum Beispiel können noch bis zu 12 Stunden später ihre Wirkung entfalten und zu einer Unterzuckerung führen.

Paar beim Spaziergang

Wie merkt man als Diabetiker, dass man schlecht geschlafen hat?

Ob man gut oder schlecht geschlafen hat, merkt spätestens am nächsten Morgen. Dann nämlich, wenn sie Tagesmüdigkeit, Kopfweh, Leistungsschwäche oder Abgespanntheit und schlechte Laune breitmachen. Mitunter merkt man es natürlich auch sofort, denn wer nachts wach wird und nicht wieder einschlafen kann, ist sich meist sicher, dass er unter einer Schlafstörung leidet.

Doch gerade die Diabetes-Erkrankung mit ihren Begleiterscheinungen und Symptomen ist ein echter Schlafräuber. Dabei kann das auf unterschiedliche Weise geschehen. In jedem Fall kommt es bei den Betroffenen über Nacht nicht zur erhofften Erholungsphase und Regeneration, die der Körper so dringend nötig hat.

Hier ist es wichtig, die eigenen Lebensumstände genau unter die Lupe zu nehmen, um beispielsweise herauszufinden, warum es zu einer nächtlichen Unterzuckerung gekommen ist. Zusammen mit dem Arztgespräch und einer entsprechenden Therapie kann die Schlafqualität meist verbessert werden.

Neben Diabetes haben auch Asthmatiker oftmals mit Schlafstörungen zu kämpfen. Gerade Asthmapatienten können von erholsamen Nächten oftmals nur träumen, denn häufig treten die Symptome ihrer Erkrankung verstärkt in der Nacht auf.

Zudem reagieren Menschen mit Atemwegserkrankungen besonders sensibel auf störende Unregelmäßigkeiten. Doch es gibt durchaus Punkte, die man beachten und befolgen sollte, um auch als Asthmapatient wieder zu einer erholsamen Nachtruhe zu kommen.

Wie äußern sich Asthmabeschwerden?

Frau mit Inhalator

Zu den Beschwerden bei Asthmapatienten zählen hauptsächlich:

  • Atemnot
  • Gefühl der eingeengten Brust
  • Husten
  • Reizhusten
  • pfeifende Atemgeräusche
  • schwerfälliges Ausatmen
  • Schmerzen hinter dem Brustbein
  • Ansteigen der Herz- und Atemfrequenz

Diese Anzeichen oder auch Symptome einer Asthmaerkrankung treten gehäuft am frühen Morgen oder in der Nacht auf. Dadurch ist an eine erholsame Nachtruhe nicht mehr zu denken, weswegen viele Asthmapatienten tagsüber von Müdigkeit, beeinträchtigter Leistungsfähigkeit und allgemeinem Unwohlsein geplagt werden.

Woran liegt es, dass gerade nachts die Beschwerden verstärkt werden?

Bei Asthma handelt es sich um eine chronische Entzündung der Atemwege, die weltweit rund 300 Millionen Patienten betrifft. Die durch diese Erkrankung ausgelöste Muskelverkrampfung führt zur bekannten Atemnot und ist dafür verantwortlich, dass Asthmapatienten nur schwer ausatmen können. Besonders in der Nacht sorgen Anfälle bei diesen Menschen zunehmend für Schlafstörungen.

Grundsätzlich liegt es vor allem daran, dass in der Nacht die Bronchialweite am geringsten ist. Dadurch kommt es nicht nur bei Asthmapatienten zwischen zwei und vier Uhr gehäuft zu Hustenanfällen und Atemnot. Denn auch die Bronchien und unsere Atemwege unterliegen einem Tag-Nacht-Rhythmus. Nur sind die Folgen für einen gesunden Menschen nicht so deutlich spürbar, wie bei jemandem, der unter einer Atemwegserkrankung leidet.

MERKE: Die Weite der Bronchien ist am Tag weiter und in der Nacht verengt. Neben den anatomischen Ursachen liegt es aber auch schlichtweg daran, dass man in aller Regel liegend schläft. Diese Schlafposition aber verengt die Atemwege zusätzlich, so dass bei Atemwegserkrankungen Asthmaanfälle faktisch vorprogrammiert sind.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Gründe dafür, dass nachts die Beschwerden bei Asthmapatienten stärker auftreten:

  • geringe Bronchialweite
  • verengte Atemwege durch Liegeposition
  • erhöhter Atemwiderstand, da sich beim Liegen Sekrete aus Nasennebenhöhlen oder Stirnhöhle in den Atemwegen ansammeln
  • verringertes Lungenvolumen, da in der liegenden Position mehr Blut in die Lunge strömt
  • psychische Ursachen wie Stress oder Depressionen verstärken die Symptome von Atemwegserkrankungen zusätzlich
  • Schlafapnoe tritt häufig als Begleiterkrankung bei Asthma auf
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Sodbrennen, durch welches der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre die Bronchien verkrampfen lässt
  • Allergien, welche eine Entzündung der Bronchialschleimhaut nach sich ziehen können

Frau mit Hand auf Brust

Was tun, wenn Asthmaanfälle für einen unruhigen Schlaf sorgen?

Natürlich ist jedem Menschen, also auch Asthmapatienten, daran gelegen, eine möglichst ruhige Nacht zu verbringen, in welcher der Schlaf regenerierend und erholsam wirkt. Doch bei der Asthmaerkrankung ist das nicht immer ganz so leicht. Selbst wenn für eine optimale Schlafumgebung nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gesorgt ist und die Bettausstattung den individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen angepasst ist.

Ist die Nacht eines Asthmapatienten also trotzdem von Schlafstörungen geprägt, sollte zunächst einmal das Gespräch mit dem behandelnden Arzt gesucht werden.

Unter Umständen muss dieser folgende Schritte unternehmen:

  1. Überprüfung des verabreichten Medikaments: Besonders bronchialerweiternde Medikamente mit der Wirkstoffgruppe Theophyllin, um nur ein Beispiel zu nennen, verursachen Nebenwirkungen, die den gesunden Schlaf beeinträchtigen können.
  2. Überprüfung der Dosierung von bronchialerweiternden Medikamenten: Eventuell kann es hilfreich sein, wenn das verordnete Medikament vom Patienten auch abends eingenommen wird.
  3. Überweisung in ein Schlaflabor: Hier können die Art und die Schwere der Atemnot-Anfälle im Schlaf nachgewiesen werden und eine Grundlage für eine optimierte Weiterbehandlung darstellen Doch auch die Asthmapatienten selbst können ihren Beitrag dazu leisten, dass die nächtlichen Schlafstörungen durch die Atemwegserkrankung minimiert werden.

Dazu gehören:

  • einen aktiven Lebensstil pflegen, zu welchem sportliche Betätigung und ausreichend Bewegung an der frischen Luft gehören sollte > jedoch in Maßen und ohne Übertreibung
  • Lebensumstände und Schlafumgebung optimieren, um das Risiko auch in dieser Hinsicht zu minimieren
  • rauchfrei durchs Leben, denn gerade der Tabakkonsum fördert die Verengung der Atemwege zusätzlich
  • möglichst wenig Alkohol und Kaffee konsumieren, denn auch diese Dinge können Schlafstörungen forcieren
  • verhaltenstherapeutische Unterstützung, welche dabei hilft, die besonderen Schwierigkeiten, Probleme und Herausforderungen der Atemwegserkrankung besser meistern zu können > Ängste und Stresssituationen können so abgebaut werden

Kinder in der Natur

TIPP: Zu einer optimalen Schlafumgebung gehört die Überprüfung der Raumtemperatur, welche zum Schlafen möglichst nicht höher als 18°C sein sollte. Regelmäßiges Lüften des Schlafzimmers sollte ebenso zur Gewohnheit werden wie der Verzicht auf Fernseher und zu grelles Licht im Schlafzimmer. Bei den optimalen Lebensumständen sollte ein besonderes Augenmerk auf einen geregelten Tagesablauf inklusive nicht zu später Essenszeiten und einer möglichst gleichbleibenden Schlafenszeit gelegt werden. Zusätzlich kann sich das Vermeiden von Stress positiv auf die Schlafqualität auswirken.

Die aufgeführten Erkrankungen sind nur ein paar Beispiele von Krankheiten, die zu Schlafstörungen führen können. Wie angemerkt ist es bei Schlafstörungen, die durch ernsthaftere Erkrankungen hervorgerufen werden, oftmals sinnvoll, ein Schlaflabor aufzusuchen, um eine optimale Therapie zu finden. Ein Schlaflabor kann auch hilfreich sein, um eine Therapie bei andauernden Schlafstörungen zu finden. In welchen Fällen genau sollten Sie ein Schlaflabor aufsuchen und was erwartet Sie?

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Wann ist eine Untersuchung im Schlaflabor sinnvoll?

Frau beim EKG

Nicht jeder Mensch, der hin und wieder an Schlafstörungen leidet muss gleich ein Schlaflabor aufsuchen. In der Regel können gelegentliche Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus ohnehin anderweitig behoben beziehungsweise therapiert werden.

Wer jedoch anhaltend schlecht bis gar nicht schläft und die Ursachen dafür nicht so einfach klar zu definieren sind, kommt unter Umständen um einen Besuch im Schlaflabor nicht drum herum.

Wirklich sinnvoll ist eine Untersuchung im Schlaflabor vor allem dann, wenn die Schlafstörungen bereits länger anhalten und alle bisherigen Therapieversuche keine Wirkung zeigen. Häufig kommen dann zudem psychische Probleme hinzu, denn ein dauerhaft gestörter Schlaf bringt viele andere Begleiterscheinungen mit sich, die sich massiv auf die Lebensqualität und die Gesundheit auswirken können.

Da in einem Schlaflabor nicht einfach nur gut ausgebildete Schlafmediziner aktiv sind, sondern das Team vor Ort zusätzlich durch Kardiologen, Neurologen, Psychologen und Spezialisten aus den Bereichen Lungenheilkunde und innere Medizin ergänzt wird, kann im Schlaflabor jeder möglichen Ursache auf den Grund gegangen werden.

Die Spezialisten im Schlaflabor können unter anderem folgenden Gründen für die Schlaflosigkeit auf die Spur kommen:

  • Herzproblemen und –erkrankungen
  • Schlafapnoe und anderen Atemwegserkrankungen, die den Schlaf stören könnten
  • Restless-Legs Syndrom oder andere stressbedingte Symptome
  • Albträume und psychische Erkrankungen, wie beispielsweise Angstzustände und Depressionen

Doch nicht nur bei solchen offen zutage tretenden Erkrankungen und Beeinträchtigungen ist der Besuch in einem Schlaflabor sinnvoll. Mitunter sind es auch einfach nur Symptome, die sich vielleicht nicht sofort einer massiven Schlafstörung zuordnen lassen, welche aber dennoch erstens anderweitig nicht zu erklären sind und sich zweitens negativ auf die Lebensqualität auswirken können.

Zu ihnen gehören unter anderem:

  • ständige Konzentrations- und Leistungsschwäche
  • andauernde Tagesmüdigkeit
  • nächtliches Zähneknirschen
  • übermäßiges Schnarchen
  • häufiges Wachwerden infolge einer vollen Blase

Schlafloser Mann im Bett

Wie kann man sich auf den Besuch im Schlaflabor vorbereiten?

Es mag vielleicht ein wenig absurd klingen, doch man kann sich tatsächlich auf die Untersuchung im Schlaflabor vorbereiten. Damit ist nicht das Einpacken des Schlafanzuges gemeint. Wobei persönliche Dinge für zwei bis drei Nächte natürlich eingepackt werden sollten, denn so lange wird eine umfassende Untersuchung im Schlaflabor in der Regel andauern. Bei „leichteren Fällen“ hingegen ist eine einzelne Übernachtung ausreichend, um wichtige Daten zu sammeln.

Der Termin im Schlaflabor wird Sie nicht völlig unvorbereitet und überraschend treffen, zumal ein solcher Termin meist nicht von heute auf morgen möglich sein wird. In der Regel geht der Schlaflabor-Untersuchung ohnehin eine Behandlung durch den Hausarzt voraus. Möglicherweise hat dieser Ihnen auch schon zum Führen eines Schlafprotokolls geraten, wenn es bei Ihnen zu Problemen beim Ein- und Durchschlafen kommt.

Dieses Protokoll wird üblicherweise in Tabellenform geführt. Dort werden nicht nur die Zeiten des Zubettgehens, des Wachseins und des Aufstehens vermerkt, sondern auch Medikamente und Einzelheiten zur körperlichen Bewegung am Tage, Alltagsbelastungen und Tagesereignisse vermerkt.

Selbst Angaben zum Essen und Trinken und den jeweiligen Zeiten sind hierbei wichtig, denn auch diese Dinge können sich unter Umständen auf den Schlaf auswirken.

Angst vor einer Untersuchung im Schlaflabor muss man nicht haben. Es wird nichts passieren, worüber Sie nicht aufgeklärt wurden und es gibt auch nichts, was Ihnen schaden könnte oder Schmerzen verursacht. Dennoch kann eine solche Untersuchung wichtig für Sie sein, um endlich wieder zu einem gesunden und erholsamen Schlaf finden zu können.

Wie ist der Ablauf einer solchen Untersuchung?

Ärztin beim Beratungsgespräch

Zunächst einmal erwartet Sie im Schlaflabor ein sehr ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt vor Ort. Ähnlich wie bei Ihrem Hausarzt gilt es alle relevanten Angaben zu machen, die mit Ihrem Schlaf und den bestehenden Schlafstörungen in Zusammenhang stehen könnten. Sollten Atemaussetzer als möglicher Grund ins Spiel kommen, sind die Aussagen vom Partner nicht unerheblich in diesem Gespräch.

Tipp: Bevor Sie sich zur Untersuchung ins Schlaflabor begeben, sollten Sie am ersten Tag möglichst tagsüber kein Nickerchen gehalten und ab 14 Uhr weder Koffein noch Alkohol zu sich genommen haben.

Vor der ersten Nachtruhe im Schlaflabor werden Sie an verschiedene Messinstrumente angeschlossen. Doch keine Sorge: In der Regel stören die Kabel und Elektroden weitaus weniger, als man zunächst annehmen möchte. Wenn Sie eingeschlafen sind, erfassen die Mediziner durch die verschiedenen Messgeräte sehr unterschiedliche Daten, um sie später zu analysieren und auszuwerten.

Dazu gehören:

  • Gehirnströme
  • Herzfrequenz
  • Augenbewegungen
  • Muskelaktivität
  • Sauerstoffsättigung im Blut

Neben der Datenerhebung mittels der verschiedenen Messinstrumente wird für die Überwachung Ihres Schlafes zudem eine Videoaufzeichnung stattfinden, die man Polysomnografie nennt.

Hinweis: In manchen Fällen können Sie tagsüber auch nach Hause gehen und nur zum Schlafen zurück ins Labor gehen.

Schlaflabor

Was passiert mit den erhobenen Daten aus dem Schlaflabor?

Um es vorwegzunehmen: Sie werden nicht nach der letzten Nacht im Schlaflabor sofort eine genaue Auswertung Ihrer Daten erhalten. Das dauert einige Tage, da die aufgezeichnete Datenmenge sehr groß sein wird, wie Sie sich sicher vorstellen können.

Was Sie aber bekommen werden, ist ein Termin zur Nachbesprechung. Bei diesem Gespräch bekommen Sie dann nicht nur die Datenauswertung erklärt, sondern erhalten auch eine Diagnose sowie Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Bei der Diagnose Schlafapnoe ist eine weitere Untersuchung im Schlaflabor notwendig. Da hier in der Regel ein Gerät zur Atemunterstützung, wie zum Beispiel eine Schlafmaske, notwendig sein wird, ist dieser neuerliche Termin wichtig, um die individuellen Anpassungen vornehmen zu können.

Meistens wird in diesem Zusammenhang auch nach drei bis sechs Monaten ein weiterer Termin nötig sein, bei dem man den Erfolg der Therapie und Anwendung der Schlafmaske zum Beispiel kontrolliert.

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Der Autor:

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Oliver

„Schlaf ist für Menschen lebenswichtig. Im Schlaf entspannt und erholt sich der ganze Körper, das Immunsystem schöpft neue Kraft und die Seele verarbeitet Erlebtes. Wer nachts gut schläft, ist tagsüber fit und leistungsfähig."

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