Welche Matratze bei einem Bandscheibenvorfall?

10.05.2014 05:15  Von:: Oliver

Welche Matratze ist für Menschen mit Bandscheibenproblemen geeignet?

Ein Bandscheibenvorfall verhindert die entspannte Körperhaltung in der Nacht und kann während des Schlafs zu unangenehmen Schmerzen führen. Die Hersteller haben bereits auf dieses Leiden reagiert und spezielle Bandscheibenmatratzen entwickelt, die über Komfortzonen und verschiedene Liegebereiche verfügt. Eine allgemeine Lösung gibt es jedoch nicht, da die Matratze immer auf Körperhaltung und Körpergewicht angepasst werden muss.

Bandscheiben brauchen Regeneration

Eine Matratze ist grundsätzlich nach individuellen Gesichtspunkten zu wählen. Bereits gereizte oder zu stark beanspruchte Bandscheiben müssen sich in der Nacht regenerieren, sodass sich die Bandscheibenflüssigkeit wieder auffüllt. Durch ein sanftes Dehnen der Bandscheibe gehen die Schmerzen zurück. Wissenschaftler haben bereits bewiesen: Der Druck auf die Bandscheiben ist unabhängig von der Schlafposition. Es hilft also nichts, die neue Matratze nach der Schlafposition auszuwählen. Vielmehr kommt es auf die Bewegungsfreiheit an, bei der die Wirbelsäule dennoch gut gestützt bleiben muss. Eine durchgängig harte Matratze ist jetzt genau die falsche Wahl und würde den Bandscheibenvorfall noch weiter vorantreiben. Auch sehr günstige Modelle haben selten eine sinnvolle Wirkung im Bereich der Bandscheiben. Die neue Schlafumgebung muss bequem, punktelastisch, stützend und nicht zu hart sein.

Lattenrost und Matratze aufeinander abstimmen

Bei einer zu harten Matratze oder Unterlage dreht man sich zu oft im Schlaf, wodurch die Bandscheibe unter ständigem Druck steht. Sie bekommt zu viel Flüssigkeit und kann sich nicht regenerieren. Dreht man sich zu wenig, ist auch die Flüssigkeitszufuhr in die Bandscheibe gehemmt. Die optimale Lösung liegt im Zusammenspiel zwischen Matratze, Lattenrost und dem Schläfer selbst. Am besten sind Kaltschaummatratzen mit einer weichen Oberseite und einer festen Unterseite geeignet. Die entlasten die Druckpunkte am Körper und nehmen gleichzeitig eine stützende Wirkung ein. Mehrzonen-Matratzen wirken unterschiedlich auf die jeweiligen Körperbereiche ein. Es kommt vor allem auf die Druckentlastung am Rücken an. Wie hart die Unterschicht bei diesen Modellen ist, wird vom Körpergewicht selbst bestimmt. Leichtere Menschen liegen anders auf den Matratzen als etwas schwerere Menschen. Entscheiden Sie sich für eine Kaltschaummatratze, so sollte der Grundkern mindestens als "RG 40" ausgeschrieben sein.

Wichtig: Eine beeinträchtigte Wirbelsäule benötigt Zeit, um sich zu erholen und zu regenerieren. Auch mit der neuen Matratze können noch Schmerzen bestehen, die sich erst im Laufe der Zeit lindern werden. Je nach Rückenleiden können Sie nach der Umstellung mehr Schmerzen haben, als zu vor. Erst nach einigen Tagen wird die Besserung zu spüren sein.

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