Welcher Topper ist der beste bei Bandscheibenproblemen?

Welcher Topper ist der beste bei Bandscheibenproblemen?

Bei einem ergonomisch gesunden Liegen kommt es vor allem darauf an, dass die Wirbelsäule im Liegen gerade ist und die Bandscheiben nicht asymmetrisch gestaucht werden. Das ist insbesondere für Personen wichtig, die bereits Probleme mit der Bandscheibe haben oder schon einmal einen Bandscheibenvorfall erlitten haben. Doch wie erreicht man dies? Am besten mit der Wahl der richtigen Matratze. Aber auch ein Topper kann großen Einfluss auf gesundes und entspanntes Liegen haben, und so stellt sich die Frage, welcher Topper am besten geeignet ist bei Bandscheibenproblemen. Die Antwort erfahren Sie hier.

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So trägt ein Topper zu gesundem und bequemem Liegen bei

Der Topper wird wie eine zweite, dünne Matratze auf die eigentliche Matratze gelegt. Er ist damit also die eigentliche Liegefläche, auf der der Körper aufliegt und hat somit natürlich Auswirkungen auf das Liegegefühl und auch darauf, wie der Körper liegt und gestützt wird. Da der Topper in der Regel eine Höhe zwischen vier und 12 Zentimetern hat, ist er aber natürlich nicht allein verantwortlich dafür, wie man auf einer Matratze liegt, sondern in erster Linie spielt die Matratze die ausschlaggebende Rolle. Wer einen geeigneten Topper für seine Bandscheibenprobleme sucht, der muss daher in erster Linie dafür sorgen, dass dieser Topper auf einer Matratze liegt, die für die Bandscheibenproblematik geeignet ist.

Wichtiger Hinweis: Mit einem Topper lässt sich das Liegegefühl sehr gut verbessern und optimieren, doch ein Topper kann niemals eine unpassende Matratze ausgleichen!

Diese Arten von Topper gibt es

Topper gibt es in verschiedenen Variationen.

Die wichtigsten sind

 

Je nach Material weisen diese Topper sehr unterschiedliche Eigenschaften auf. Sie unterscheiden sich vor allem in den Punkten Flächenelastizität oder Punktelastizität und in der Rückstellfähigkeit. Mit diesem Begriff wird die Fähigkeit des Materials bezeichnet, sich nach der Verformung durch Druck oder Gewicht wieder in den Originalzustand zu versetzen. Eine hohe Rückstellfähigkeit ist generell erwünscht, um eine flexible Anpassung an die Körperkonturen auch bei Veränderung der Liegeposition zu gewährleisten.

Topper mit hoher Rückstellfähigkeit sind

  • Komfortschaumtopper
  • Kaltschaumtopper
  • Latextopper
  • Visco-Latextopper
  • Gelschaumtopper
  • Meshtopper

 

Einzig die thermoelastischen Viscoschaumtopper haben eine trägere und verzögerte Rückstellfähigkeit. Für unruhige Schläfer, die sehr oft die Position wechseln, sind sie daher nur bedingt geeignet.

Hinweis: Topper aus Viscoschaum reagieren thermoelastisch. Das bedeutet, sie reagieren nicht primär auf Druck und Gewicht, sondern auf die Körperwärme. Sie sind dadurch in der Lage, sich besonders gut an den Körper anzupassen und ein sehr bequemes, fast schwebendes Liegegefühl zu vermitteln. Damit die thermoelastischen Topper jedoch richtig funktionieren können, sollte bei ihrem Einsatz eine gleichbleibende Schlafzimmertemperatur von mehr als 18° C sichergestellt werden.

Flächenelastisch oder punktelastisch?

Punktelastische Topper geben nur dort nach, wo Druck ausgeübt wird und wirken so besonders druckentlastend.

Zu den punktelastischen Toppern gehören

  • Viscoschaumtopper
  • Gelschaumtopper
  • Latextopper
  • Visco-Latextopper
  • Meshtopper

 

Für Personen mit Bandscheibenproblemen und anderen orthopädischen Problemen sind punktelastische Topper besonders gut geeignet, da sie die schwereren Bereiche des Körpers wie Schulter und Hüfte besonders tief in die Matratze einsinken lassen, während die anderen Bereiche gut gestützt werden. Ein anatomisch und ergonomisch korrektes Liegen mit gerader Wirbelsäule, bei dem die Bandscheiben entlastet und nicht gestaucht werden, wird daher von einem punktelastischen Topper sehr gut unterstützt, wenn die darunterliegende Matratze passt.

Ist ein Topper überhaupt für meine Matratze geeignet?

Nicht jede Matratze ist uneingeschränkt für den Gebrauch mit einem Topper geeignet oder zu empfehlen. Um sicherzugehen, dass ein Topper gerade bei gesundheitlicher Beeinträchtigung wie Bandscheibenproblemen zum Wohlbefinden und einem gesunden Liegen beiträgt, sollte daher auch immer darauf geschaut werden, ob sich die Matratze für den Gebrauch eines Toppers eignet.

Gut geeignet sind in der Regel alle Federkernmatratzen, während Schaummatratzen nur bedingt geeignet sind. Dabei ist es auch unerheblich, ob die Matratzen in einem Boxspringbett oder einem Lattenrostbett liegen.

Federkernmatratzen bieten sich besonders wegen ihrer guten Belüftung für den Gebrauch mit einem Topper an, man sollte hier jedoch immer auf ein umlaufendes Klimaband achten, um eine Stockfleckenbildung zu vermeiden.

Bei Schaummatratzen ist das Problem der Luftzirkulation und Belüftung noch ausgeprägter als bei Federkernmatratzen und außerdem kommt es bei der Verwendung eines Toppers auf einer Schaummatratze oft dazu, dass zwei gleichartige Schäume aufeinander liegen und die vom Topper erwünschte Wirkung nicht erzielt wird oder die Liegeeigenschaften der Matratze verfälscht werden. Das ist insbesondere bei 7-Zonen Matratzen der Fall, bei denen die Wirkung der Zonen durch den Topper beeinträchtigt werden kann.

Tipp: Achten Sie darauf, dass Matratze und Topper sich in sinnvoller Weise ergänzen.

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Diese Topper sind besonders gut für Personen mit Bandscheibenproblemen geeignet

Bei der Auswahl des passenden Toppers für Personen mit Bandscheibenproblemen kommt es also nicht allein auf den Topper, sondern vielmehr auf die Kombination aus Topper und Matratze an.

Wer eine gute punkelastische Matratze hat, wird darauf in vielen Fällen ohne zusätzlichen Topper mindestens genauso gut, wenn nicht gar besser schlafen als mit einem zusätzlichen Topper. Der Topper ist in diesen Fällen also bestenfalls überflüssig.

Das gilt insbesondere für Matratzen aus

 

Bei Nutzung einer Kaltschaummatratze kann ein Topper durchaus zu einem besseren anatomischen Liegen führen. Der flächenelastische Kaltschaum sollte dabei mit einem punktelastischen Topper kombiniert werden.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es sich bei der Matratze nicht um eine 7-Zonen Matratze handelt, die unterschiedliche Härtegrade für die verschiedenen Liegebereiche aufweist. Diese Zonierung wird durch den Einsatz eines Toppers oft beeinträchtigt und hat keinen Nutzen mehr.

Hinweis: Wird der Topper mit einer Kaltschaummatratze kombiniert, muss sehr auf eine ausreichende Belüftung geachtet werden, um Schimmel und die Bildung von Stockflecken zu vermeiden.

Am besten eignet sich für Personen mit Bandscheibenproblemen die Kombination aus punktelastischer Federkernmatratze und punktelastischem Topper. Taschenfederkern- oder Tonnentaschenfederkernmatratzen können also ideal kombiniert werden mit

  • Viscoschaumtoppern
  • Gelschaumtoppern
  • Latextoppern
  • Visco-Latextoppern
  • Meshtoppern

 

Wer ein weiches Liegegefühl und das tiefe Einsinken in die Matratze nicht mag, der ist bei den Toppern am besten mit den noch recht neuartigen, punktelastischen und druckentlastenden Meshtoppern beraten oder alternativ mit eine 7-Zonen Kaltschaummatratze ohne Topper, die ebenfalls ein ergonomisches und gesundes Liegen mit gerader Wirbelsäule ermöglichen kann.

Neben den Eigenschaften der verschiedenen Topper und den Kombinationsmöglichkeiten mit der Matratze kommt es also auch hier wieder stark auf das persönliche Empfinden an und darauf, dass man bequem und angenehm liegt.