Wie oft sollte man die Bettwäsche wechseln?

Wie oft sollte man die Bettwäsche wechseln?

Sobald wir uns auf unserem Bett und unter unserer Decke ausstrecken und zu einem erholsamen Schlaf finden, beginnt für unsere Bettausstattung der Dienst. Während die Matratze mit dem passenden Matratzenschutz dafür sorgt, dass wir bequem liegen, vermittelt uns die Bettdecke und das Kopfkissen ein herrliches Gefühl von Geborgenheit und Wärme. Die Bettwäsche aber dient dabei nicht unserem Wohlbefinden, sondern leistet ganze Arbeit, wenn es darum geht, Feuchtigkeit aufzunehmen und abzuleiten. So ist es wissenschaftlich erwiesen, dass ein erwachsener Mensch im Durchschnitt gut 7 Stunden schläft, wobei er durch die Atmung und seine Körpertemperatur rund 1,5 Liter Feuchtigkeit abgibt, welche von der Bettwäsche aufgesaugt wird. Ganz klar, dass man schon allein aus diesem Grund die Bezüge für Decken und Kissen sowie Bettlaken regelmäßig gegen neue austauschen sollte. Doch wie oft sollte man die Bettwäsche wechseln bzw. Bettwäsche waschen?

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Warum man Bettwäsche regelmäßig wechseln sollte

Neben den eben angesprochenen Feuchtigkeitsmengen sind es aber auch die vielen Hautpartikel und Haare, die wir jede Nacht verlieren. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang, den niemand unterbinden kann, und der dennoch einer der Hauptgründe ist, warum man Bettwäsche regelmäßig wechseln sollte. Denn die am Textil der Bettwäsche haftenden Hautschuppen und Haare können schnell durch das Gewebe weiterwandern zu den Füllungen von Bettdecke und Kopfkissen, wo bereits unzählige Hausstaubmilben nur darauf warten, zu neuer Nahrung zu kommen. Die eigene Lebenssituation ist dabei schlussendlich aber ein weiterer Aspekt, wenn es um die Häufigkeit des Bettwäschewechsels geht.

Gründe für den zusätzlichen und häufigeren Bettwäschewechsel

  • Allergien
  • Haustiere
  • Erkrankungen
  • Rauchen
  • starkes Schwitzen
  • Schlafen ohne Schlafanzug oder Nachthemd

Empfohlene Häufigkeit für einen Wechsel der Bettwäsche

In aller Regel wird empfohlen, die Bettwäsche im Sommer alle 2 Wochen und im Winter alle 4 Wochen zu wechseln.

Sofern eine Erkrankung, eine Allergie oder auch starkes Schwitzen zu den besonderen Lebenssituationen zählt, sollte die Bettwäsche häufiger gewechselt werden. Um zum Beispiel die Allergene oder auch die Krankheitserreger nicht zu lange in den Bettwaren oder in der Bettwäsche zu erhalten, sollte hier die Bettwäsche wöchentlich gewechselt und bei 60°C gereinigt werden. Doch auch starkes Schwitzen erfordert diesen kurzen Zyklus des Bettwäsche Wechselns, denn bereits nach drei bis vier Tagen ist die Aufnahmefähigkeit der Bettwäsche bezüglich der Feuchtigkeit erschöpft. Das bedeutet, dass bereits nach diesen wenigen Tagen die Feuchtigkeit, die durch das starke Schwitzen vermehrt abgegeben und von der Bettwäsche aufgesaugt wird, nicht mehr vollumfänglich abgeleitet werden kann und sich stattdessen in Kissen und Decken festsetzt.

Wenn es zudem ein Haustier gibt, was sich gern im Schlaf an Sie kuschelt, sollte die Bettwäsche auch häufiger gewechselt werden. Denn in diesem Fall sind zu den eigenen Haaren und Hautpartikeln noch jene vom Haustier im Bett zu finden.

Rauchen indes ist ein weiterer Grund für den häufigen Bettwäschewechsel, weil sich gerade in den Haaren die schlechten Gerüche schneller festsetzen als anderswo, die aber dann ungehindert im eigenen Bett landen.

Doch auch passionierte Nacktschläfer sollten die Bettwäsche häufiger wechseln. Auch wenn diese Menschen nicht mehr Hautschuppen und Haare verlieren als andere, so liegt es doch auf der Hand, dass durch das Fehlen des Nachtgewandes die Hautpartikel schneller abgegeben werden.

Warum die Bettwäsche im Sommer häufiger gewechselt werden sollte als im Winter?

Durch die in aller Regel höheren Temperaturen im Sommer, ist es nur logisch, dass man auch beim Schlafen schneller und mehr schwitzt, als in kalten Nächten. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir mehr Feuchtigkeit verlieren, welche die Bettwäsche dann aufnehmen und ableiten muss. Da aber die Bettwäsche ihre Aufnahmefähigkeit bereits nach einigen Tagen erreicht hat, kann es nach dieser Zeit schwierig werden, die Feuchtigkeit in vollem Umfang abzuleiten. Hinzu kommt natürlich der eigenen Wohlfühlfaktor, denn in frischer Bettwäsche schläft es sich deutlich besser und angenehmer.

Zwischen dem Wechsel der Bettwäsche für ausreichend Belüftung sorgen

Die Bettwäsche von heute ist darauf ausgelegt, dass sie häufig gewaschen wird, doch natürlich wird man nur unter ganz besonderen Umständen die Bezüge für Kissen und Decken sowie das Bettlaken täglich wechseln. Um aber die Aufnahmefähigkeit der Bettwäsche zwischen den Reinigungstagen etwas zu steigern, ist es immer empfehlenswert, nach dem Schlafen Decken und Kissen aufzuschütteln und aufgedeckt liegen zu lassen, damit sie auslüften können. Wer in der Nacht vielleicht stark geschwitzt hat, kann Decke und Kissen auch für einige Stunden über einen Wäscheständer legen und lüften lassen.

Das morgendliche Aufschütteln hat darüber hinaus noch einen durchaus positiven Nebeneffekt: Denn anhaftende Haare und Hautpartikel werden so einfach abgeschüttelt. Ebenso werden die Füllungen durch das Schütteln wieder aufgefrischt, wodurch der Schlafkomfort wieder erhöht wird.

Tipps und Tricks für die Reinigung der Bettwäsche

Neben der Häufigkeit des Bettwäschewechsels steht natürlich immer auch die gute Pflege im Mittelpunkt.

  • Beachten Sie immer die angebrachte Textilkennzeichnung mit den Pflegesymbolen des Herstellers.
  • Wenden Sie Bettzeug nach dem Abziehen auf links und verschließen Sie es. Dadurch können eventuelle Musterungen schonender gewaschen werden und Kleinteile wie Socken und anderes können sich beim Waschgang nicht in den Bezügen verfangen. Zusätzlich bietet diese Variante die Möglichkeit, eventuell anhaftende Flusen in den Ecken der Bezüge vor dem Waschen zu entfernen.
  • Durch die Zugabe von ein klein wenig Essig anstelle des Weichspülers wird Bettwäsche noch gründlicher gereinigt.
  • Wäschestärke kann dem Waschgang zugegeben werden, um später ein griffigeres Gefühl zu haben. Auch fühlt sie Bettwäsche dadurch längere Zeit frisch an.
  • Bettwäsche aus Seide und Satin sollte schonend gewaschen und nur auf kleinster Stufe geschleudert werden.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass Bettwäsche regelmäßig gewechselt werden sollte, um jede Nacht ein angenehmes und hygienisch sauberes Gefühl zu genießen. Als Faustregel kann man hier für den Sommer einen Zyklus von 2 Wochen und für den Winter einen von 4 Wochen nennen.

In besonderen Fällen, wie Erkrankungen, Allergien, Haustieren oder auch starkes Schwitzen zum Beispiel, empfiehlt es sich, die Bettwäsche wöchentlich zu wechseln. Zusätzlich sollte täglich für ausreichend Belüftung gesorgt werden, die ohnehin ein Pluspunkt ist, wenn es um eine Schlafstatt mit gesundem Bettklima geht.

Für die Reinigung selbst sollten unbedingt die Pflegesymbole beachtet werden, denn hochwertige Textilien wie Satin oder Seide benötigen eher einen Schonwaschgang, während Bettwäsche aus Baumwolle zum Beispiel auch höhere Waschtemperaturen vertragen kann. Schlussendlich ist es aber der persönliche Wohlfühlfaktor, der den Zyklus des Bettwäschewechsels mitbestimmt.