Wie Sie einer Hausstauballergie vorbeugen können

17.11.2017 15:30  Von:: Oliver

Hausstauballergie vorbeugen: die besten Tipps

Immer mehr Menschen reagieren allergisch auf Hausstaub. Das liegt vor allem an den Kotrückständen der Milben, die sich mit dem Staub im Haus vermischen. Mittlerweile tritt die sogenannte Hausstauballergie am häufigsten auf und die Folgen für die Betroffenen wirken sich zunehmend nachteilig auf den Alltag aus. Doch wie äußert sich eine solche Allergie und wie kann man ihr vorbeugen?

Wann spricht man von einer Hausstauballergie?

HausstauballergieGenau genommen ist es nicht wirklich der Hausstaub an sich, auf den man allergisch reagiert. Vielmehr liegt es an den Kotrückständen der Hausstaubmilbe, die sich in diesem Staub ansammeln.

Diese Rückstände enthalten Allergene, welche das menschliche Immunsystem dazu verleiten, eine Überempfindlichkeitsreaktion, also eine Allergie, auszulösen.

Die kleinen, für das menschliche Auge nicht sichtbaren Milben sind für die meisten von uns unschädlich.

Doch wer allergisch darauf reagiert, wird zunächst mit ähnlichen Symptomen konfrontiert wie eine Erkältung oder ein Heuschnupfen sie mit sich bringen:

• tränende Augen
• juckende Augen
• gerötete Augen
• verstopfte Nase
• Niesanfälle
• geschwollene Schleimhäute in Nasen- und Rachenbereich
• Halsschmerzen

Schlimmstenfalls können aber auch Hautreizungen und Hautausschlag oder akute Atemnot auftreten. In aller Regel treten diese Symptome morgens nach dem Aufstehen auf. Aber auch bei längerem Aufenthalt in geschlossenen Räumen, die von hinreichend Hausstaub belagert sind, können diese Symptome auftreten.

Wie kann man eine Hausstauballergie von anderen Erkrankungen unterscheiden?

Während ein Heuschnupfen in aller Regel nur saisonal auftritt, also entweder solange die Gräser blühen oder Pollenflug angesagt ist, treten die Beschwerden bei einer Hausstauballergie jeden Tag auf. Auch eine Erkältung lässt sich ziemlich rasch von einer Hausstauballergie unterscheiden. Denn hier verstärken sich die Symptome über wenige Tage und gehen dann nach ihrem Höhepunkt wieder zurück. Ist eine Hausstauballergie für die Symptome verantwortlich, bleiben diese auch nach einer üblichen Erkältungszeit von rund 7 bis 14 Tagen. Meist schwächen sich die Symptome bei einer Hausstauballergie auch über den Tag etwas ab, so dass man schon hier gut unterscheiden kann, dass es sich nicht um eine Erkältung handelt.

Eine Hausstauballergie sollte unbedingt behandelt werden

Wenn man bedenkt, dass Hausstaubmilben millionenfach unsere Häuser bewohnen und sich bevorzugt in Matratzen, Polstern und Teppichen aufhalten, könnte man es fast als normal bezeichnen, dass so viele Menschen an dieser Allergie erkranken. Das hat nichts mangelnder Reinlichkeit zu tun, denn die Hausstaubmilben bevorzugen nun einmal das feucht-warme Klima, wie es in unserem Bett zum Beispiel vorherrscht. Anspruchslos, wie sie sind, ernähren sie sich von den kleinsten Hautpartikeln, die wir auf unserem Sofa oder in unserem Bett verlieren. Ist aber klar, dass man an einer Hausstauballergie leidet, sollte diese unbedingt von einem Arzt behandelt werden. Denn was am Anfang mit gelegentlichen Niesanfällen zum Beispiel beginnt, weitet sich schnell zu einem chronischen Leiden aus.

Die Symptome und damit die Beschwerden nehmen mit der Zeit zu und verstärken sich. Die Folge kann dann sein, dass der anfängliche Schnupfen beziehungsweise seine Symptome dann auch die Bronchien befallen und es zu Hustenanfällen, pfeifenden Atemgeräuschen und auch dem beklemmenden Gefühl der Enge in der Brust kommen kann. Daraus kann sich schlussendlich ein allergisches Asthma entwickeln. Darüber hinaus besteht bei einer Nichtbehandlung der Hausstauballergie die Gefahr, dass man auch an weiteren Allergien erkrankt und darunter leidet.

So entwickeln sich bei vielen Betroffenen im Laufe der Zeit auch Allergien auf Tierhaare oder Pollen. Neben der Behandlung durch einen Facharzt sollte man aber den Allergieauslösern tunlichst aus dem Weg gehen. Hilfreich können hier die Teststreifen aus der Apotheke sein, mit denen man die Milbenkonzentration zu Hause messen kann.

So kann man einer Hausstauballergie vorbeugen

Hausstauballergie-2Zunächst einmal sollten man aus den Wohn- und vor allem Schlafräumen alles entfernen, was man gemeinhin als Staubfänger bezeichnet. Vor allem im Schlafzimmer sollte man auf überlange Gardinen und Bücherregale verzichten. Aber auch in die Jahre gekommene Sofas und Polstermöbel sowie Teppiche sollten im Falle einer Hausstauballergie durch neue ersetzt werden, beispielsweise durch Sitzmöbel mit einem glatten Lederbezug.

Möchte man nicht gänzlich auf Teppiche verzichten, sollte man diese aber mit einem speziell entwickelten Schaum regelmäßig säubern. Hierfür gibt es einen milbenabtötenden Teppichreiniger-Schaum.

In den Räumen, wo geschlafen wird, sollte zudem auf Zimmerpflanzen verzichtet werden, denn diese erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Im Zusammenhang mit der angenehmen Wärme, die wir uns heutzutage in unseren Wohnräumen leisten, entsteht hier das beste Klima für Milben.

Wichtig ist auch das Stoßlüften. Zum einen tut es der Raumtemperatur gut und zum anderen wird abgestandene Zimmerluft einfach nach draußen befördert und man kann wieder freier durchatmen.

Matratzen und Bettwaren sollte man mit einem milbendichten Bezug ausstatten. Diese Encasing Produkte bestehen aus einem sehr engmaschigen Gewebe, welches die allergieauslösenden Kotrückstände der Milben nicht in die Nähe der Atemwege gelangen lässt. Darüber hinaus verhindert eben dieses Encasing, dass Hautpartikel zu den Milben vordringen können. So wird den kleinen Plagegeistern die Nahrungsgrundlage entzogen.

Tipp: Staubsauger sollten in einem Haushalt mit Betroffenen zusätzlich mit einem Feinstaubfilter ausgestattet werden. Zudem sollte der Staubsaugerbeutel mindestens aller 2 Wochen gewechselt werden.

Nützliche Tipps für Hausstauballergiker im Schlafzimmer

• Luftfeuchtigkeit möglichst unter 60% halten
• Räume regelmäßig lüften • Raumtemperatur maximal bei 20°C halten
• Zimmerpflanzen, überlange Gardinen und Tiere im Schlafzimmer vermeiden
• Matratzen und Bettwaren mit milbendichten Bezügen versehen
• Matratzen und Bettwaren ohne tierische Fasern oder Inhaltsstoffe verwenden
• Bettdecke und Kopfkissen regelmäßig bei 60°C waschen '
• regelmäßig auch unter dem Bett reinigen

Fazit

Viele Menschen sind von der Hausstauballergie betroffen und es werden immer mehr. Durch Umweltbelastungen zum Beispiel ist das Immunsystem wohl immer öfter nicht mehr in der Lage, die eigentlich unschädlichen Allergene, die sich im Milbenkot befinden, auch als unschädlich einzustufen. Die Folge sind Überempfindlichkeitsreaktionen.Mit einigermaßen einfachen Methoden kann man aber einer Hausstauballergie vorbeugen.

Wenn sie allerdings schon ausgebrochen ist, sollte man sie unbedingt behandeln lassen und Ursachenforschung betreiben. Denn die zur Vorbeugung ratsamen Methoden kann man auch bei einer bereits ausgelösten Allergie noch gut anwenden. Dadurch wird die Milbenpopulation nämlich stark reduziert, was schlussendlich für eine Minimierung der Symptome einer Hausstauballergie sorgt.

Eine Hausstauballergie lässt sich also ganz gut abwenden oder nach dem Ausbruch gut eindämmen. Die ärztliche Behandlung darf aber in diesem Fall nicht außer Acht gelassen werden, denn bei Nichtbehandlung der Allergie können Folgeerkrankungen für zusätzliche Belastung sorgen.

Fotos: © absolutimages, © dp@pic – Fotolia.com

 

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