Wie sieht die optimale Matratzenpflege aus?

Wie sieht die optimale Matratzenpflege aus?

Jedem ist wohl mittlerweile bewusst, dass eine gute Matratze nicht nur unsere Komfortzone bedient, sondern durchaus auch einige Funktionen aufweist. Denn angepasst an die eigenen Ansprüche und Bedürfnisse sorgt die Qualitätsmatratze von heute nicht nur für einen erholsamen und damit gesunden Schlaf, sondern sie stützt gegebenenfalls auch unseren gesamten Bewegungsapparat. Hochwertige Matratzen sind ein recht preisintensiver Gebrauchsgegenstand, der Nacht für Nacht gegen Verunreinigungen durch Hausstaub und Hautpartikel, gegen Feuchtigkeit und auch gegen mechanischen Abrieb ankämpfen muss.

Aus diesem Grund sollte eine Liegefläche gut gepflegt werden, um die funktionale Qualität so lange wie möglich zu erhalten. Doch wie sieht die optimale Matratzenpflege aus?

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Was alles zur optimalen Matratzenpflege gehört

Die optimale Matratzenpflege beginnt grundsätzlich bereits vor dem Erstgebrauch. Das bedeutet, dass Experten dazu raten, eine neue Matratze vor der ersten gemeinsamen Nacht gut auszulüften. Dies sollte nach dem Auspacken ruhig 12 bis 24 Stunden geschehen, so dass der unangenehme Eigengeruch der Liegefläche verfliegen kann und der Schlaf dann ungestört erfolgen kann. Darüber hinaus sollten Matratzen aber jeden Tag aufs Neue gepflegt und gehegt werden, will man die Liegefläche für lange Zeit in gutem Zustand erhalten.

Dazu gehört:

  • Regelmäßiges Lüften
  • Optimales Raumklima
  • Drehen und Wenden
  • Reinigen
  • Schützen

Das regelmäßige Lüften der Matratze ist unbedingt notwendig

In jeder Nacht nimmt die Matratze einiges an Feuchtigkeit auf, die durch die eigene Körpertemperatur im Bett entsteht. Sofern diese nicht ungehindert abgeleitet wird und abziehen kann, können sich im textilen Gewebe der Matratze schnell gesundheitsgefährdende Stock- und Schimmelflecken bilden, die zudem der gesamten Liegefläche schwere Schäden zufügen können. Dabei dient bereits ein passender Lattenrost dazu, die Matratze von unten zu belüften.

Darüber hinaus sollte aber das Schlafzimmer jeden Tag gründlich gelüftet werden, indem das Fenster geöffnet und die Bettdecke nach dem Aufstehen zurückgeschlagen wird. So kann die angesammelte Feuchtigkeit problemlos abtransportiert werden.

Zusätzlich sollte die Matratze aber mehrmals im Jahr ganz aus dem Bettkasten entnommen werden, um sie von allen Seiten gründlich durchzulüften. Am besten hat sich dabei das Lüften an der frischen Luft bewährt.

Hinweis: Das Lüften an der frischen Luft sollte jedoch nicht bei nassem Wetter stattfinden oder gar bei erhöhter Sonneneinstrahlung, denn diese Wetterfaktoren können das Material der Matratze schädigen!

Ein optimales Raumklima trägt zur regelmäßigen Matratzenpflege bei

Neben der Tatsache, dass ein gutes Raumklima für einen erholsameren Schlaf sorgt, trägt das richtige Klima im Schlafzimmer auch wesentlich zur alltäglichen Matratzenpflege bei. So sollte in diesem Raum die Temperatur zwischen 16°C und 20°C liegen und die Luftfeuchtigkeit 40% bis 60% nicht übersteigen. Eine zu hohe Temperatur und damit Luftfeuchtigkeit kann zu einer schlechteren Belüftung der Matratze führen. Feuchtigkeit kann sich also in der Liegefläche absetzen, was schlussendlich weder für die Matratze selbst, noch für Sie als Schläfer gesund ist.

Tipp: Optimales Lüften im Winter sollte täglich mehrmals für 10 bis 15 Minuten stattfinden, damit sich die Temperatur und auch die Luftfeuchtigkeit im Rahmen halten.

Drehen und wenden der Matratze bringt Vorteile

Sofern das Kopf- und Fußteil der Matratze identisch sind, macht ein regelmäßiges Drehen und Wenden der Liegefläche durchaus Sinn. Denn im Grunde wird durch die Schlafposition immer nur ein Bereich der Matratze stärker belastet. Dreht und wendet man die Liegefläche nun niemals, entstehen oftmals Liegekuhlen oder verstärkter Abrieb an diesen Stellen. Das führt im Endeffekt zu Materialermüdungen, durch welche die Qualitätsmatratze schneller an Funktionalität verliert.

Tipp: Drehen und wenden Sie Ihre Matratze mindestens zweimal pro Jahr. Vertauschen Sie dabei nicht nur Ober- und Unterseite, sondern am besten auch Kopf- und Fußteil.

Regelmäßige Reinigung der Matratze sorgt für ein hygienisch einwandfreies Bettklima

Die Matratze selbst lässt sich in aller Regel nur schwer reinigen. Deswegen ist es durchaus sinnvoll, bereits beim Kauf darauf zu achten, ob die Liegefläche mit einem abnehmbaren Bezug ausgestattet ist. Denn auf diese Weise bleiben Hautpartikel, Hausstaub oder auch schlechte Gerüche an diesem Bezug haften, den man relativ einfach entfernen und waschen kann. Im Zusammenspiel mit dem drehen und wenden der Matratze kann man bei einer Liegefläche ohne Bezug durchaus Krümel und Hautpartikel absaugen, so dass diese nicht tiefer durch das Textilgewebe zum Kern der Matratze vordringen können.

Hinweis: Unbedingt die Pflegesymbole an der Matratze beachten, die der Hersteller durch die Textilkennzeichnung aufgrund der Materialzusammensetzung angebracht hat!

Matratzenschutz von Anfang an ist das A und O

Regelmäßiges Lüften, ein geeigneter Lattenrost, immer wiederkehrendes Drehen und Wenden reichen indes nicht aus, um eine optimale Matratzenpflege zu garantieren. Denn immer sollte die Liegefläche hinreichend geschützt werden. Dabei kann als Matratzenschutz eine Auflage, ein Unterbett, ein Topper oder auch ein Rundumbezug, um nur einige Möglichkeiten zu nennen, die passende Lösung sein.

Denn dieser Schutz verhindert, dass das textile Obermaterial der Matratze abgerieben wird, wodurch sich schnell eine löchrige Faserung bildet. Darüber hinaus ist der Matratzenschutz in der Lage, Feuchtigkeit und auch Hautpartikel davon abzuhalten, ins Innere der Matratze vorzudringen. Vor allem in puncto Hautpartikel ist das für Allergiker ein ganz wichtiger Aspekt, denn diese Hautpartikel dienen den Hausstaubmilben im Matratzeninneren als Nahrungsgrundlage. Im umgekehrten Fall verhindert ein passender Matratzenschutz, dass die allergieauslösenden Kotrückstände der Milben in die Nähe der Atemwege gelangen.

Tipp: Der Matratzenschutz sollte entsprechend der Matratzengröße und der eigenen Ansprüche gewählt werden, denn nur so kann er die Liegefläche optimal schützen!

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Fazit

Eine optimale Matratzenpflege muss Sie nicht an Ihre Grenzen bringen, denn natürlich kann man nach wie vor eine Liegefläche nicht eben mal so in die Waschmaschine stecken. Aber bereits das tägliche Lüften bringt schon den Vorteil mit sich, dass sich Feuchtigkeit nicht im Textilgewebe der Matratze festsetzen kann und das Raumklima auf einem gesunden Level gehalten wird.

Darüber hinaus hat sich das regelmäßige Drehen und Wenden bewährt, um die Matratze in Form zu halten. Dabei kann man auch gleich noch anhaftende Verunreinigungen von Hausstaub zum Beispiel absaugen.

Mit einem geeigneten Matratzenschutz lässt sich aber die Matratze nicht nur vor Abnutzung schützen, sondern die Matratzenpflege gestaltet sich um ein Vielfaches leichter. Denn Matratzenbezüge, Auf- und Unterlagen oder auch Topper kann man einfach abnehmen und waschen, so dass anhaftende Rückstände von Milben, Hautpartikel und Staubflusen mühelos entfernt werden können.

 

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