Wie verlängere ich die Lebensdauer meiner Matratze?

20.08.2017 07:45  Von:: Oliver

Wie verlängere ich die Lebensdauer meiner Matratze?

Während unsere Vorfahren notgedrungen mit einem gut gefüllten Strohsack an einem warmen und trockenen Platz zufrieden waren, liegen unsere Ansprüche weitaus höher. Denn wie wichtig eine auf den eigenen Körper und die eigenen Bedürfnisse abgestimmte Liegefläche ist, haben wir längst erkannt. Immerhin soll uns der Schlaf die nötige Entspannung und Erholung bringen, anstatt uns durch eine unbequeme Matratze gesundheitliche Probleme zu verschaffen. Moderne Matratzen werden auf der Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse entwickelt und gefertigt, so dass es nicht verwundert, dass eine Qualitätsmatratze auch ihren Preis hat. Aber wie verlängere ich die Lebensdauer meiner Matratze, um so lange wie möglich dieses herrliche Gefühl der Bequemlichkeit und Geborgenheit für mich zu nutzen? Wir sagen es Ihnen!

Lebensdauer, Matratze

Lebensdauer von Matratzen allgemein

Matratzen selbst sind eigens dazu geschaffen, uns einen erholsamen und gesunden Schlaf zu ermöglichen. Sie werden also in aller Regel täglich beziehungsweise jede Nacht benutzt. Aber natürlich erreicht jede noch so gute Liegefläche irgendwann den Punkt, dass das verarbeitete Material an Funktionalität verliert und dadurch schlichtweg sogenannte Ermüdungserscheinungen aufweist. Das bedeutet, dass das textile Gewebe der Matratze mit der Zeit verschleißt und der hochwertige Kern aus Kaltschaum oder Viscoschaum zum Beispiel nicht mehr seiner eigentlichen Bestimmung genügt.

Als allgemein gültige Formel gilt eine Dauer von 8 bis 10 Jahren. Dann bietet die Matratze nicht mehr den Liegekomfort, den man möchte und braucht. Darüber hinaus ist es aber auch der Körper und die Bedürfnisse des Schlafenden, der innerhalb dieser 10 Jahre eine Veränderung aufweist.

Woran merkt man, dass eine Matratze ausgetauscht werden sollte?

  • Wenn die Matratze älter als 8 bis 10 Jahre ist
  • Wenn sich bereits eine Kuhle in der Liegefläche gebildet hat
  • Wenn die Matratze nicht durch einen abnehmbaren Bezug geschützt und älter als 5 Jahre ist
  • Wenn sie ein Raumgewicht von unter 30 RG aufweist und trotzdem täglich genutzt wird
  • Wenn sich zum Beispiel durch eine Gewichtsveränderung oder Allergien die eigenen körperlichen Bedürfnisse verändert haben

Welche Faktoren beeinträchtigen die Lebensdauer einer Matratze zusätzlich?

Wie eingangs erwähnt, sind moderne Qualitätsmatratzen darauf ausgelegt, für einen gesunden und erholsamen Schlaf zu sorgen. Bereits bei der Auswahl einer neuen Matratze sollte daher darauf geachtet werden, dass die Liegefläche in ihrer Beschaffenheit den eigenen Ansprüchen und Bedürfnissen entspricht. Das bedeutet, dass jemand, der etwas stärker schwitzt oder ein höheres Körpergewicht aufweist, gern etwas härter liegt und trotzdem in die Matratze einsinken möchte, bevorzugt eine Federkernmatratze wählen sollte. Hingegen wird jemand, der etwas unruhig schläft und nicht so gern tief in die Matratze einsinken möchte, sich besser für eine Kaltschaummatratze entscheiden. Sofern jemand zum Beispiel über massive Rückenprobleme klagt, eher ruhig schläft und weniger stark schwitzt, wird er eher der Matratze mit einem Kern aus Viscoschaum den Vorzug geben. Für Menschen mit Rücken- und Schulterproblemen, die eine schnelle und perfekte Anpassung der Liegefläche an den Körper wünschen, eignet sich hingegen eine Gelax-Matratze besser. Wer gern auf der Seite schläft und ein besonders weiches Liegegefühl mag, der ist mit einer Latex-Matratze gut beraten.

Jede dieser Matratzen ist in ihrer funktionalen Qualität sehr hochwertig, doch bei täglicher Benutzung können hier Verschmutzung, Feuchtigkeit und auch mechanischer Abrieb dafür sorgen, dass diese Liegefläche schnell an Qualität verliert und vorzeitig altert, wenn man so will.

Faktoren, die schnell zur Belastung für die Matratze werden können

Feuchtigkeit:

  • Entsteht durch Körperwärme und Schwitzen
  • Setzt sich gern im textilen Gewebe der Matratze ab
  • Verursacht Stock- und Schimmelflecken sowie sehr ungesundes Bettklima

Verunreinigungen

  • Hausstaub dringt meist durch den Lattenrost bis ins Innere der Matratze ein
  • Kotrückstände von Hausstaubmilben dringen von innen nach außen und haften im Textilgewebe
  • Kleinste Hautpartikel und Hautschuppen oder Haare werden von oben durch das textile Gewebe bis ins Innere der Matratze transportiert

Mechanischer Abrieb

  • Durch das Körpergewicht wird die Matratze hart gegen den Lattenrost gedrückt
  • Schlafbewegungen verursachen Reibung des Textilgewebes der Matratze an Bettrahmen und/oder Lattenrost

Mit einem Matratzenschutz lässt sich die Lebensdauer einer Matratze verlängern

Um eine Matratze effizient und nachhaltig vor diesen belastenden Faktoren zu schützen und im Endeffekt die Lebensdauer der Matratze deutlich zu verlängern, hilft nur ein geeigneter Matratzenschutz. Dabei unterscheidet man grundlegend unter Schutz von oben, Schutz von unten sowie einem Schutz von allen Seiten.

Während beim Schutz von oben in erster Linie Topper und Matratzenauflagen oder auch Unterbetten zum Einsatz kommen, spricht man beim Schutz von unten von Matratzenunterlagen. Von einem Schutz von allen Seiten spricht man, wenn man die Matratze mit einem praktischen Rundumbezug ausstattet.

In allen Fällen aber werden all jene Faktoren deutlich von der Matratze ferngehalten, die deren funktionale Qualität beeinträchtigen oder gar massiv herabsetzen können. Dadurch lässt sich die Lebensdauer einer Matratze deutlich verlängern.

Die richtige Pflege kann die Lebensdauer einer Matratze ebenso verlängern

Wenn man von Matratzenpflege spricht, ist damit in erster Linie ein pfleglicher Umgang mit dieser gemeint. Erfahrungsgemäß hat es sich durchaus bewährt, die Matratze einmal im Monat zu drehen und zu wenden. Zum einen, weil das für eine zusätzliche Belüftung der Liegefläche sorgt und zum anderen, weil sich dadurch eventuelle Druckbelastungen, wie etwa im Bereich des Lattenrostes besser verteilen.

  • Verzichten Sie bei der Pflege Ihrer Matratze auf ein kräftiges Klopfen und Absaugen, denn dadurch werden anhaftende Staub- oder auch Hautpartikel nur noch tiefer durch das textile Gewebe gedrückt und das kann im Inneren der Matratze für erheblichen Schaden sorgen.
  • Unterlassen Sie Reinigungsaktionen, bei denen Seifenlauge oder generell viel Wasser im Spiel ist, denn diese Feuchtigkeit bekommen Sie unter Umständen nie wieder aus dem Matratzenkern heraus. Hier droht eine massive Bildung von Stock- und Schimmelflecken, die sich gesundheitsgefährdend auswirken.

Lebensdauer, Matratze

 

Fazit

Die Lebensdauer einer Matratze deutlich zu verlängern, stellt mit einem geeigneten Matratzenschutz kein Problem dar. Wichtig ist beim Kauf eines solchen Matratzenschutzes jedoch, dass man ihn passend zur Größe der Liegefläche kauft. Ein zu kleiner Matratzenschutz kann nicht alle Flächen der Liegefläche abdecken, so dass Hausstaub und Feuchtigkeit trotzdem eindringen können. Wird der Matratzenschutz indes zu groß gewählt, bilden sich unschöne Beulen oder zusätzliche Reibepunkte, die den Liegekomfort deutlich beeinträchtigen können. Zusätzlich kann die richtige Pflege für eine verlängerte Lebensdauer einer Matratze sorgen.

 

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